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  • Isaak
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • An dem Tag, an dem Isaak entwöhnt wurde, bereitete Abraham ein großes Festmahl. Offenbar bei dieser Gelegenheit bemerkte Sara, dass Ismael über seinen jüngeren Halbbruder Isaak „spottlachte“ (1Mo 21:8, 9). In einigen Übersetzungen (JB, Me, ZB) heißt es einfach, Ismael habe mit Isaak „gespielt“, und zwar in dem Sinn, wie Kinder spielen. Das hebräische Wort zacháq kann aber auch einen beleidigenden Beiklang haben. Daher wird es in den erwähnten Übersetzungen an anderen Stellen (1Mo 19:14; 39:14, 17) mit „Scherz treiben“ oder „scherzen“ und „seinen Mutwillen treiben“ wiedergegeben.

      Gemäß gewissen Targumen und auch nach der Peschitta sind Ismaels Äußerungen aus 1. Mose 21:9 als „Verspottung“ aufzufassen. Bezüglich zacháq sagte Cook in seinem Commentary: „Wahrscheinlich bedeutet es in diesem Text, wie allgemein angenommen, ‚spottlachen‘. Wie Abraham in Erwartung Isaaks vor Freude lachte und Sara ungläubig lachte, so lachte Ismael höhnisch, wahrscheinlich belästigend und tyrannisch.“ Der inspirierte Apostel Paulus zeigt deutlich, dass die Art und Weise, wie Ismael Isaak behandelte, nichts mit kindlichem Spiel zu tun hatte, sondern dass Isaak dadurch niedergedrückt oder verfolgt wurde (Gal 4:29). Da Sara gemäß dem nächsten Vers (1Mo 21:10) darauf bestand, dass ‘der Sohn dieser Sklavin nicht Erbe sein sollte mit ihrem Sohn, mit Isaak’, meinen gewisse Kommentatoren, Ismael (der 14 Jahre älter war als Isaak) habe sich möglicherweise mit Isaak um die Erbschaft gestritten und ihn deswegen verspottet.

      Jehova hatte Abraham gesagt, dass seine Nachkommen als ansässige Fremdlinge 400 Jahre unterdrückt werden würden. Diese Unterdrückung endete mit Israels Befreiung aus Ägypten im Jahr 1513 v. u. Z. (1Mo 15:13; Apg 7:6). Rechnet man von diesem Jahr 400 Jahre zurück, so kommt man zu dem Jahr 1913 v. u. Z. als dem Beginn dieser Unterdrückung. Folglich müsste dieses Jahr (1913) auch das Jahr sein, in dem Isaak entwöhnt wurde, da seine Entwöhnung und die von Ismael ausgehende schlechte Behandlung in dem Bericht eng miteinander in Verbindung stehen. Das bedeutet, dass Isaak, der im Jahr 1918 v. u. Z. geboren wurde, bei seiner Entwöhnung ungefähr fünf Jahre alt war.

  • Isaak
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • Heute, wo viele Frauen in der westlichen Welt ihre Kinder überhaupt nicht oder höchstens 6 bis 9 Monate stillen, mögen fünf Jahre als eine unvorstellbar lange Zeit erscheinen. Dr. D. B. Jellife schreibt jedoch, dass Kinder in vielen Ländern erst im Alter von eineinhalb bis zwei Jahren entwöhnt werden. In Arabien sei es üblich, dass eine Mutter ihr Kind 13 bis 32 Monate stille. Aus medizinischer Sicht kann die Laktation oder das Stillen normalerweise bis einige Monate in die nächste Schwangerschaft hinein fortgesetzt werden (Infant Nutrition in the Subtropics and Tropics, Genf 1968, S. 38).

      Im Mittelalter wurden Kinder in Europa durchschnittlich mit 2 Jahren entwöhnt, und in der Makkabäerzeit (1. und 2. Jahrhundert v. u. Z.) stillten Mütter ihre Söhne 3 Jahre (2. Makkabäer 7:27). Da die Menschen vor 4000 Jahren noch ein ruhigeres Leben führten und nicht wie heute ständig unter Druck standen oder sich gezwungen sahen, möglichst viel in ihr kurzes Leben hineinzupressen, kann man gut verstehen, dass Sara Isaak 5 Jahre stillen konnte. Außerdem war Isaak Saras einziges Kind, nachdem sie viele Jahre unfruchtbar gewesen war.

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