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  • Gott mit einem Geist der Willigkeit dienen
  • Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 2000
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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 2000
w00 15. 11. S. 21-23

Gott mit einem Geist der Willigkeit dienen

DER Apostel Paulus schrieb: „Ich . . . will mich sehr gern verbrauchen und völlig verbraucht werden für eure Seelen“ (2. Korinther 12:15). Was sagen diese Worte über die Lebensauffassung und Einstellung aus, um die Diener Jehovas bemüht sein sollten? Wie ein Bibelgelehrter meinte, wollte Paulus, als er den Christen in Korinth diese Worte schrieb, damit folgendes sagen: „Ich bin bereit, meine Kraft, meine Zeit, mein Leben und alles, was ich habe, für euer Wohl einzusetzen, so wie ein Vater das gern für seine Kinder tut.“ Sollte es sein Dienst als Christ erfordern, dann war Paulus bereit, sich ‘völlig zu verbrauchen’ oder bis ans Ende seiner Kräfte zu gehen.

Außerdem tat Paulus das alles „sehr gern“, oder wie es die Herder-Bibel ausdrückt, brachte er „herzlich gern“ Opfer. Wie steht es mit uns? Sind wir bereit, unsere Zeit und Kraft, unsere Fähigkeiten und Mittel für Jehova Gott und für andere einzusetzen, selbst wenn das manchmal bedeutet, bis ans Ende unserer Kräfte zu gehen? Würden wir das dann auch noch „sehr gern“ tun?

Man will Gott überhaupt nicht dienen

Die meisten Menschen zögern nicht nur, Gott zu dienen, sondern sie lehnen es rundweg ab. Sie haben einen Geist der Undankbarkeit, der egozentrischen Unabhängigkeit, ja sogar einen Geist der Rebellion. Satan verleitete Adam und Eva zu einer solchen Denkweise. Er stellte die falsche Behauptung auf, daß sie ‘wie Gott sein würden, erkennend Gut und Böse’, und auch selbst entscheiden könnten, was richtig oder falsch ist (1. Mose 3:1-5). Menschen mit der gleichen Geisteshaltung sind heutzutage der Meinung, es sollte völlig ihnen überlassen sein, was sie tun und lassen wollen. Sie möchten Gott gegenüber nicht verantwortlich sein und wollen nicht, daß er ihnen ins Gehege kommt (Psalm 81:11, 12). Alles, was ihnen gehört, wollen sie verwenden, um ihre eigenen Interessen zu verfolgen (Sprüche 18:1).

Wahrscheinlich teilen wir diese extreme Auffassung nicht. Sicher betrachten wir das Leben, dessen wir uns heute erfreuen, als ein wirkliches Geschenk, vor allem im Hinblick auf die noch schönere Aussicht, für immer auf einer paradiesischen Erde zu leben (Psalm 37:10, 11; Offenbarung 21:1-4). Vielleicht sind wir Jehova von Herzen dankbar für seine Güte uns gegenüber. Wir alle müssen uns jedoch der Gefahr bewußt sein, daß Satan uns zu einer verdrehten Denkweise veranlassen kann, durch die unser Dienst Gott eventuell nicht länger annehmbar sein würde (2. Korinther 11:3). Wie ist das möglich?

Bereitwilliger Dienst erforderlich

Jehova möchte, daß wir ihm bereitwillig und mit ganzem Herzen dienen. Er würde uns niemals zwingen, seinen Willen zu tun. Es ist Satan, der vor nichts zurückschreckt, um Menschen unter Druck zu setzen oder zu verleiten, seinen Willen zu tun. In Verbindung mit unserem Dienst für Gott spricht die Bibel zwar auch von Pflichten, Geboten und Erfordernissen (Prediger 12:13; Lukas 1:6). Unser hauptsächlicher Beweggrund für unseren Dienst ist jedoch unsere Liebe zu Gott (2. Mose 35:21; 5. Mose 11:1).

Ganz gleich, wie sehr sich auch Paulus in seinem gottesdienstlichen Werk verbrauchte, war ihm doch bewußt, daß all seine Anstrengungen bedeutungslos wären, würde er ‘keine Liebe haben’ (1. Korinther 13:1-3). Wenn Bibelschreiber Christen als Sklaven Gottes bezeichnen, dann ist damit nicht eine erzwungene, erniedrigende Knechtschaft gemeint (Römer 12:11; Kolosser 3:24). Es ist vielmehr eine bereitwillige Unterordnung gemeint, die auf einer innigen, von Herzen kommenden Liebe zu Gott und seinem Sohn, Jesus Christus, beruht (Matthäus 22:37; 2. Korinther 5:14; 1. Johannes 4:10, 11).

In unserem Dienst für Gott sollte sich auch eine tiefe Liebe zu den Menschen widerspiegeln. Paulus schrieb an die Versammlung in Thessalonich: „Wir wurden in eurer Mitte sanft, wie wenn eine nährende Mutter ihre eigenen Kinder hegt und pflegt“ (1. Thessalonicher 2:7). Heutzutage sind Mütter in vielen Ländern gesetzlich dazu verpflichtet, sich um ihre Kinder zu kümmern. Doch die meisten Mütter tun das ganz bestimmt nicht nur deswegen, weil es das Gesetz verlangt. Sie tun es, weil ihnen an ihren Kindern sehr viel liegt. Ja, eine Mutter ist gern bereit, für ihre Kinder die größten Opfer zu bringen. Und weil Paulus in ähnlicher Weise eine „innige Zuneigung“ gegenüber denjenigen verspürte, denen er diente, ‘hat es ihm wohlgefallen’ (‘war er bereit’, Die Gute Nachricht; ‘bot er von Herzen gern dar’, Pfäfflin), sein eigenes Leben für sie einzusetzen (1. Thessalonicher 2:8). Liebe veranlaßt uns, das Beispiel des Paulus nachzuahmen (Matthäus 22:39).

Was, wenn man Gott nur widerwillig dient?

Natürlich dürfen wir uns selbst nicht mehr lieben als Gott und unsere Mitmenschen. Sonst laufen wir wirklich Gefahr, unseren Dienst nur halbherzig oder widerwillig zu verrichten. Es könnte sich sogar ein gewisser Unwille breitmachen, weil wir uns darüber ärgern, daß wir unser Leben nicht ganz so leben können, wie wir das wollen. Diese Erfahrung machten einige Israeliten, die zwar nichts mehr für Gott empfanden, ihm aber trotzdem noch aus einer Art Pflichtgefühl heraus dienten. Wozu führte das? Ihr Dienst für Gott wurde ihnen zu einer „Mühsal“ (Maleachi 1:13).

Gott dargebrachte Opfer sollten immer „fehlerlos“ sein, ohne Gebrechen — „das Beste“ von jedem (3. Mose 22:17-20; 2. Mose 23:19). Statt jedoch Jehova die besten Tiere zu geben, brachten die Zeitgenossen Maleachis Tiere dar, die sie eigentlich selbst nicht mehr haben wollten. Welche Reaktion löste das bei Jehova aus? Er ließ den Priestern ausrichten: „Wenn ihr ein blindes Tier zum Opfern darbringt [und sagt]: ‚Es ist nichts Schlechtes.‘ Und wenn ihr ein lahmes Tier oder ein krankes [mit den Worten] darbringt: ‚Es ist nichts Schlechtes.‘ . . . Bring es bitte zu deinem Statthalter hin. Wird er Gefallen an dir finden, oder wird er dich freundlich aufnehmen? . . . Und ihr habt etwas Weggerissenes gebracht und das Lahme und das Kranke; ja, ihr habt es als Gabe gebracht. Kann ich an dem, was aus eurer Hand kommt, Gefallen haben?“ (Maleachi 1:8, 13).

Wie könnte das einem jeden von uns passieren? Wenn es uns an einem willigen Herzen und einem willigen Geist mangelt, dann werden unsere Opfer für uns vielleicht auch zu einer „Mühsal“ (2. Mose 35:5, 21, 22; 3. Mose 1:3; Psalm 54:6; Hebräer 13:15, 16). Widmen wir Jehova zum Beispiel nur die Zeit, die wir gerade noch übrig haben?

Können wir uns vorstellen, daß es Gott annehmbar gewesen wäre, wenn ein wohlmeinender Familienangehöriger oder ein eifriger Levit einen Israeliten mehr oder weniger dazu gezwungen hätte, sein bestes Tier als Opfer auszuwählen, wo er es doch am liebsten für sich behalten hätte? (Jesaja 29:13; Matthäus 15:7, 8). Solche Opfer verwarf Jehova, und schließlich verwarf er auch diejenigen, die sie ihm darbrachten (Hosea 4:6; Matthäus 21:43).

Freude daran finden, Gottes Willen zu tun

Damit unser Dienst für Gott annehmbar ist, müssen wir dem Beispiel Jesu Christi folgen. Er sagte: „Ich suche nicht meinen eigenen Willen, sondern den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat“ (Johannes 5:30). Jesus diente Gott bereitwillig und war dabei sehr glücklich. Er trug damit zur Erfüllung der prophetischen Worte Davids bei: „Deinen Willen zu tun, o mein Gott, ist meine Lust gewesen“ (Psalm 40:8).

Auch wenn Jesus den Willen Jehovas äußerst gern tat, war das nicht immer einfach für ihn. Wenn wir nur daran denken, was kurz vor seiner Festnahme, dem Verhör und der Hinrichtung geschah. Während er im Garten Gethsemane war, wurde Jesus „tief betrübt“, und er geriet in sorgenvolle Erregung. Auf ihm lastete ein dermaßen starker psychischer Druck, daß ‘sein Schweiß wie Blutstropfen wurde, die zur Erde fielen’, während er betete (Matthäus 26:38; Lukas 22:44).

Warum geriet Jesus in eine derart sorgenvolle Erregung? Bestimmt nicht deshalb, weil er nur an sich dachte oder nicht länger bereit war, Gottes Willen zu tun. Er sah dem Tod ganz bewußt ins Auge, was an seiner energischen Reaktion auf die Worte des Petrus zu erkennen war: „Sei gütig mit dir selbst, Herr; dieses Geschick wird dir bestimmt nicht widerfahren“ (Matthäus 16:21-23). Was Jesus so zu schaffen machte, war die Frage, wie sich sein Tod als verachteter Verbrecher auf Jehova und dessen heiligen Namen auswirken würde. Jesus war sich darüber im klaren, daß es seinen Vater sehr schmerzen würde, mit anzusehen, wie grausam man seinen geliebten Sohn behandeln würde.

Jesus war auch klar, daß die Verwirklichung des Vorsatzes Jehovas einen entscheidenden Punkt erreicht hatte. Würde er das Gesetz Gottes treu befolgen, wäre dadurch ohne Zweifel bewiesen, daß Adam die gleiche Entscheidung hätte treffen können. Jesu Treue würde Satans Behauptung, Menschen dienten Gott unter Prüfungen nicht bereitwillig und treu, als völlige Falschanklage entlarven. Schließlich würde Jehova Satan durch Jesus vernichten und jegliche Spur dieser Rebellion beseitigen (1. Mose 3:15).

Welch schwere Verantwortung doch auf Jesu Schultern lag! Das Ansehen seines Vaters, der Frieden im gesamten Universum und die Rettung der Menschheitsfamilie — all das hing von Jesu Treue ab. Sich dessen bewußt, betete er: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Becher an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst“ (Matthäus 26:39). Selbst unter größtem Streß war Jesus nach wie vor bereit, sich dem Willen seines Vaters zu unterstellen.

‘Der Geist ist voller Eifer, aber das Fleisch ist schwach’

So wie Jesus in seinem Dienst für Jehova starker psychischer Belastung ausgesetzt war, so müssen auch wir damit rechnen, daß Satan auf uns Druck ausübt, wenn wir Gott dienen (Johannes 15:20; 1. Petrus 5:8). Zudem sind wir unvollkommen. Selbst wenn wir Gott bereitwillig dienen, wird uns das nicht immer leichtfallen. Jesus sah, wie schwer es seinen Aposteln fiel, das zu tun, wozu er sie angehalten hatte. Deshalb sagte er: „Der Geist ist zwar voller Eifer, aber das Fleisch ist schwach“ (Matthäus 26:41). Jesu vollkommener menschlicher Fleischesleib war nicht mit irgendwelchen Schwächen behaftet. Er dachte jedoch an die Schwächen seiner Jünger — an die Unvollkommenheit, die der unvollkommene Adam ihnen vererbt hatte. Jesus wußte, daß sie auf Grund dieses Erbes und der daraus resultierenden Grenzen einen ständigen Kampf haben würden, all das zu schaffen, was sie sich im Dienst für Jehova vorgenommen hatten.

Vielleicht fühlen wir uns daher so wie der Apostel Paulus, der sehr betrübt darüber war, daß seine Unvollkommenheit ihm im Dienst für Gott Grenzen setzte. Er schrieb: „Die Fähigkeit zu wünschen ist bei mir vorhanden, aber die Fähigkeit, das zu vollbringen, was vortrefflich ist, ist nicht vorhanden“ (Römer 7:18). Uns ergeht es ähnlich; auch wir können nicht alle unsere guten Vorsätze in die Tat umsetzen (Römer 7:19). Das liegt nicht etwa daran, daß wir etwas nicht tun möchten. Es ist vielmehr deshalb so, weil uns die Schwachheiten des Fleisches gelegentlich einen Strich durch die Rechnung machen, selbst wenn wir uns noch so viel Mühe geben.

Doch wir wollen nicht aufgeben. Wenn wir von Herzen bereit sind, alles zu tun, was in unseren Kräften steht, wird Gott bestimmt an unserem Dienst Gefallen finden (2. Korinther 8:12). ‘Tun wir daher unser Äußerstes’, um die Geisteshaltung Christi nachzuahmen, die darin bestand, sich völlig dem Willen Gottes unterzuordnen (2. Timotheus 2:15; Philipper 2:5-7; 1. Petrus 4:1, 2). Einen solchen Geist der Willigkeit wird Jehova belohnen und unterstützen. Er wird uns ‘die Kraft geben, die über das Normale hinausgeht’, um unsere Schwächen auszugleichen (2. Korinther 4:7-10). So wie Paulus werden wir uns mit Jehovas Hilfe „sehr gern verbrauchen und völlig verbraucht werden“ in dem kostbaren Dienst für unseren Gott.

[Bild auf Seite 21]

Paulus diente Gott bereitwillig nach besten Kräften

[Bild auf Seite 23]

Jesus tat selbst dann den Willen seines Vaters, wenn er unter größtem Streß stand

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