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„Glücklich ist der Mensch, der Weisheit gefunden hat“Der Wachtturm 2001 | 15. März
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„Von unabsehbarer Zeit her war ich eingesetzt“
Daß in Sprüche, Kapitel 8 die Weisheit personifiziert dargestellt wird, dient nicht lediglich dem Zweck, die Merkmale einer abstrakten Eigenschaft zu erklären. In Symbolsprache wird hiermit auch auf die wichtigste Schöpfung Jehovas Bezug genommen. Die Weisheit sagt weiter: „Jehova selbst brachte mich als den Anfang seines Weges hervor, als das früheste seiner Werke vor alters. Von unabsehbarer Zeit her war ich eingesetzt, von Anbeginn, von den Vorzeiten der Erde. Als es keine Wassertiefen gab, wurde ich wie mit Wehen hervorgebracht, als es keine Quellen gab, wasserschwer. Ehe die Berge selbst eingesenkt worden waren, vor den Hügeln wurde ich wie mit Wehen hervorgebracht, als er die Erde und die offenen Räume und den ersten Teil der Staubmassen des ertragfähigen Landes noch nicht gemacht hatte“ (Sprüche 8:22-26).
Wie gut paßt die obige Beschreibung der personifizierten Weisheit zu dem, was in der Heiligen Schrift über „das WORT“ gesagt wird! „Im Anfang war das WORT“, schrieb der Apostel Johannes, „und das WORT war bei GOTT, und das WORT war ein Gott“ (Johannes 1:1). Die personifizierte Weisheit stellt sinnbildlich Jesus Christus, den Sohn Gottes, in seinem vormenschlichen Dasein dar.b
Jesus Christus ist „der Erstgeborene aller Schöpfung; denn durch ihn sind alle anderen Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden“ (Kolosser 1:15, 16). „Als er [Jehova] die Himmel bereitete, war ich da“, sagt die personifizierte Weisheit weiter, „als er einen Kreis über der Fläche der Wassertiefe festsetzte, als er die Wolkenmassen droben festigte, als er die Quellen der Wassertiefe stark werden ließ, als er dem Meer seine Verordnung festsetzte, daß die Wasser selbst seinen Befehl nicht überschreiten sollten, als er die Grundfesten der Erde verordnete, da wurde ich neben ihm zum Werkmeister, und ich wurde der, den er Tag für Tag besonders liebhatte, während ich allezeit vor ihm fröhlich war, fröhlich über das ertragfähige Land seiner Erde; und die Dinge, die mir lieb waren, waren bei den Menschensöhnen“ (Sprüche 8:27-31). Jehovas erstgeborener Sohn war an der Seite seines Vaters und arbeitete tatkräftig mit ihm, dem unvergleichlichen Schöpfer des Himmels und der Erde, zusammen. Als Jehova Gott den ersten Menschen erschuf, war sein Sohn als Werkmeister mit ihm an diesem Projekt beteiligt (1. Mose 1:26). Kein Wunder, daß sich Gottes Sohn sehr stark für die Menschheit interessiert, ja daß sie ihm lieb ist!
„Glücklich ist der Mensch, der auf mich hört“
Als Verkörperung der Weisheit sagt der Sohn Gottes: „Nun, o Söhne, hört auf mich; ja glücklich sind die, die meine Wege einhalten. Hört auf Zucht, und werdet weise, und bekundet keine Nachlässigkeit. Glücklich ist der Mensch, der auf mich hört, indem er Tag für Tag an meinen Türen wacht, indem er an den Pfosten meiner Eingänge Wache hält. Denn wer mich findet, wird bestimmt Leben finden und erlangt Wohlwollen von Jehova. Wer mich aber verfehlt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich aufs tiefste hassen, die sind es, die tatsächlich den Tod lieben“ (Sprüche 8:32-36).
Jesus Christus ist der Inbegriff der Weisheit Gottes. „In ihm sind alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis sorgsam verborgen“ (Kolosser 2:3). Hören wir daher auf ihn, ohne Nachlässigkeit zu bekunden, und folgen wir seinen Fußstapfen genau nach (1. Petrus 2:21). Ihn zu verwerfen würde bedeuten, unserer eigenen Seele Gewalt anzutun und den Tod zu lieben, denn es gibt „in keinem anderen Rettung“ (Apostelgeschichte 4:12). Nehmen wir daher Jesus als den an, den Gott für unsere Rettung gegeben hat (Matthäus 20:28; Johannes 3:16). So werden wir glücklich sein, weil wir ‘Leben finden und Wohlwollen von Jehova erlangen’.
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„Glücklich ist der Mensch, der Weisheit gefunden hat“Der Wachtturm 2001 | 15. März
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b Daß im Hebräischen das Wort für „Weisheit“ immer weiblich ist, schließt nicht aus, daß die Weisheit in übertragenem Sinn gebraucht wird, um den Sohn Gottes darzustellen. In dem Satz „Gott [ist] Liebe“ ist der griechische Ausdruck für „Liebe“ ebenfalls weiblichen Geschlechts (1. Johannes 4:8). Dennoch wird er mit Bezug auf Gott verwendet.
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