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Die „tiefen Dinge des Satans“ verabscheuenDie Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
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„Das Weib Isebel“
6. (a) Auf welches Problem in der Versammlung Thyatira weist Jesus hin, das sofort der Aufmerksamkeit bedarf, obschon er die Versammlung für einiges lobt? (b) Wer war Isebel, und hatte sie ein Recht, sich als Prophetin auszugeben?
6 Jesus sieht mit seinen feurigen Augen weiter. Er bemerkt etwas, was sofort der Aufmerksamkeit bedarf. „Dessenungeachtet“, erklärt er den Christen in Thyatira, „habe ich dies wider dich, daß du das Weib Isebel duldest, die sich eine Prophetin nennt, und sie lehrt meine Sklaven und führt sie irre, so daß sie Hurerei begehen und Dinge essen, die Götzen geopfert sind“ (Offenbarung 2:20). Die im zehnten Jahrhundert v. u. Z. lebende Königin Isebel, die den Baal anbetende Gattin des Königs Ahab von Israel, war berüchtigt wegen ihrer Morde, ihrer Hurereien und ihres herrschsüchtigen Wesens. Jehu, als Gesalbter Jehovas, veranlaßte, daß sie getötet wurde (1. Könige 16:31; 18:4; 21:1-16; 2. Könige 9:1-7, 22, 30, 33). Die götzendienerische Isebel hatte kein Recht, sich als Prophetin auszugeben. Sie war mit Mirjam und Debora, die in Israel als treue Prophetinnen dienten, nicht zu vergleichen (2. Mose 15:20, 21; Richter 4:4; 5:1-31). Jehovas Geist trieb sie nicht zum Prophezeien an, wie er die betagte Anna und die vier Töchter des Evangelisten Philippus antrieb (Lukas 2:36-38; Apostelgeschichte 21:9).
7. (a) Auf welchen Einfluß nimmt Jesus offenbar Bezug, wenn er „das Weib Isebel“ erwähnt? (b) Wie mögen einige mit der Versammlung verbundene Frauen ihr eigenwilliges Verhalten gerechtfertigt haben?
7 Es ist somit klar, daß „das Weib Isebel“ in Thyatira, das sich als Prophetin ausgibt, eine Schwindlerin ist. Sie wird nicht von Gottes Geist unterstützt. Wer ist sie? Wahrscheinlich handelt es sich bei ihr um eine Frau oder eine Gruppe von Frauen, die in der Versammlung einen schändlichen und verderblichen Einfluß ausüben. Einige mit der Versammlung verbundene Frauen mögen andere Glieder der Versammlung verleitet haben, unsittlich zu handeln, und dabei noch mit der größten Unverfrorenheit versucht haben, ihr eigenwilliges Verhalten durch Verdrehen von Bibeltexten zu rechtfertigen. In der Tat falsches Prophezeien! Sie bewegen andere dazu, ihren Wegen in bezug auf ‘Hurerei, Unreinheit, sexuelle Gelüste, schädliche Begierde und Habsucht, die Götzendienst ist’, zu folgen (Kolosser 3:5). Sie möchten, daß die Versammlungsglieder ein unmoralisches, egoistisches Leben führen, wie es jetzt die meisten Religionsgemeinschaften der Christenheit gutheißen oder dulden.
8. (a) Was sagt Jesus über „Isebel“ in Thyatira? (b) Wie hat sich dieser unpassende weibliche Einfluß in unserer Zeit bemerkbar gemacht?
8 Jesus fährt fort, indem er zu den Ältesten in Thyatira sagt: „Und ich gab ihr Zeit zu bereuen, aber sie will ihre Hurerei nicht bereuen. Siehe! Ich bin im Begriff, sie auf ein Krankenbett zu werfen und die, die mit ihr Ehebruch begehen, in große Drangsal, wenn sie ihre Taten nicht bereuen“ (Offenbarung 2:21, 22). So, wie die ursprüngliche Isebel Ahab anscheinend beherrschte und sich dann Jehu, Gottes Urteilsvollstrecker, widersetzte, so mag dieses weibliche Element versuchen, Ehemänner und Älteste zu beeinflussen. Anscheinend dulden die Ältesten in Thyatira diesen anmaßenden „isebelschen“ Einfluß. Jesus richtet eine ernste Warnung an sie, und sie gilt auch der heutigen weltweiten Versammlung von Jehovas Volk. In unserer Zeit haben einige Frauen, die auch so eigenwillig sind wie Isebel, ihre Männer veranlaßt, vom wahren Glauben abzufallen, und haben sogar Gerichtsprozesse gegen Jehovas treue Diener angestrengt. (Vergleiche Judas 5-8.)
9. (a) Warum werfen Jesu Worte über Isebel kein schlechtes Licht auf alle Frauen in der Versammlung? (b) Wann nur entsteht ein „isebelscher“ Einfluß?
9 Das wirft in keiner Weise ein schlechtes Licht auf die treuen Frauen in der Christenversammlung. Heutzutage wird ein großer Teil des Zeugniswerkes von treuen Schwestern verrichtet; durch die Heimbibelstudien, die sie durchführen, bringen sie viele Neue in die Versammlung. Daß Gott das segnet, geht aus Psalm 68:11 hervor: „Jehova selbst gibt das Wort; die Verkündigerinnen der guten Botschaft sind ein großes Heer.“ Ehemänner mögen durch das sanfte, respektvolle Wesen ihrer Frau, das „in den Augen Gottes von großem Wert ist“, zum Guten beeinflußt werden (1. Petrus 3:1-4). König Lemuel preist die tüchtige, fleißige Ehefrau (Sprüche 31:10-31). Nur wenn Frauen ihren Platz verlassen, indem sie Männer verführen oder die Leitung durch ein Haupt anfechten oder ignorieren, entsteht ein „isebelscher“ Einfluß (Epheser 5:22, 23; 1. Korinther 11:3).
10. (a) Warum empfangen Isebel und ihre Kinder ein göttliches Strafgericht? (b) In welch gefährlichem Zustand befinden sich Personen, die Kinder Isebels werden, und was sollten sie tun?
10 Jesus fährt fort, indem er von dem „Weib Isebel“ sagt: „Und ihre Kinder will ich mit tödlichen Plagen töten, so daß alle Versammlungen erkennen werden, daß ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht, und ich will euch, jedem einzelnen, gemäß euren Taten geben“ (Offenbarung 2:23). Jesus hat Isebel und ihren Kindern Zeit eingeräumt zum Bereuen, aber sie beharren in ihrer Unmoral und werden daher das göttliche Strafgericht empfangen. Das ist eine packende Botschaft für die heutigen Christen. Diejenigen, die Isebel nachahmen, seien es Männer oder Frauen, und so ihre Kinder werden, indem sie die biblischen Grundsätze der Leitung durch ein Haupt und der Moral verletzen oder indem sie eigensinnig sind und die theokratische Ordnung mißachten, sind geistig gesehen in einem gefährlich kranken Zustand. Wenn ein solcher allerdings die Ältesten der Versammlung ruft, daß sie über ihm beten, so wird „das Gebet des Glaubens ... dem sich nicht wohl Fühlenden zum Heil sein, und Jehova wird ihn aufrichten“ — vorausgesetzt, er erweist sich demütig und handelt im Einklang mit diesen Gebeten. Niemand denke indessen, daß er (oder sie) Gott oder Christus täuschen kann, indem er versucht, unsittliche Handlungen zu verbergen, oder so tut, als wäre er im Dienst sehr eifrig (Jakobus 5:14, 15).
11. Wie wird heute den Versammlungen geholfen, gegenüber dem Eindringen eines gegen Gottes Gesetz verstoßenden weiblichen Einflusses wachsam zu sein?
11 Erfreulicherweise sind sich die meisten Versammlungen der Zeugen Jehovas heute dieser Gefahr bewußt. Die Ältesten beobachten aufmerksam, ob der Trend zu untheokratischer Haltung und zu Unrechttun geht. Sie bemühen sich, ehe es zu spät ist, gefährdete Männer und Frauen wieder zurechtzubringen und ihnen zu helfen, geistig gesinnt zu sein (Galater 5:16; 6:1). Liebevoll, doch entschieden gebieten sie irgendwelchen weiblichen Bemühungen Einhalt, Cliquen zu bilden, um Bewegungen wie die zur Befreiung der Frau ins Leben zu rufen. Außerdem enthalten die Publikationen der Zeugen Jehovas hin und wieder einschlägige zeitgemäße Ratschläge.a
12. In welcher Weise beweist die Johannes-Klasse heute einen ähnlichen Eifer wie Jehu?
12 Liegt jedoch ein krasser Fall von Unsittlichkeit vor, besonders wenn sie zur Gewohnheit geworden ist, so muß einem solchen Sünder, der nicht bereut, die Gemeinschaft entzogen werden. Wir erinnern uns an Jehu, wie er alle Spuren des „isebelschen“ Einflusses in Israel auslöschte. Auch heute gibt die Johannes-Klasse ihren Gefährten, den „Jonadaben“, ein gutes Beispiel, indem sie entschlossen vorgeht und so zeigt, daß sie ganz anders ist als die freizügigen Geistlichen der Christenheit (2. Könige 9:22, 30-37; 10:12-17).
13. Was wird allen denen widerfahren, die einem schädlichen weiblichen Einfluß erliegen?
13 Der Sohn Gottes handelt als Jehovas Bote und Richter richtig, indem er die neuzeitliche Isebel kenntlich macht und sie auf ein Krankenbett wirft, denn ihre geistige Krankheit ist chronisch (Maleachi 3:1, 5). Auch diejenigen, die diesem schädlichen weiblichen Einfluß erlegen sind, werden in große Drangsal kommen — sie werden den Kummer haben, ausgeschlossen zu sein, abgeschnitten von der Christenversammlung, als wären sie tot. Wenn sie nicht bereuen, umkehren und wieder in die Versammlung aufgenommen werden, steht ihnen — spätestens in der großen Drangsal — auch der physische Tod durch die „tödlichen Plagen“ bevor. Sollten sie jedoch ihre verkehrten Taten ganzherzig bereuen, so können sie wiederaufgenommen werden (Matthäus 24:21, 22; 2. Korinther 7:10).
14. (a) Wie benutzt Jesus die Ältesten, um Probleme, wie zum Beispiel einen „isebelschen“ Einfluß, zu behandeln? (b) Wie sollte die Versammlung die Ältesten, die solche Probleme behandeln, unterstützen?
14 „Alle Versammlungen“ müssen erkennen, daß Jesus „Nieren“, die tiefsten Empfindungen, und „Herz“, den inneren Menschen, auch die eigentlichen Beweggründe, erforscht. Zu diesem Zweck gebraucht er bewährte Sterne oder Älteste, die gewisse Probleme behandeln, wie zum Beispiel einen auftretenden „isebelschen“ Einfluß (Offenbarung 1:20). Nachdem die Ältesten eine solche Angelegenheit gründlich untersucht und ein Urteil gefällt haben, sollte der einzelne nicht das Warum und Weshalb der Maßnahme wissen wollen. Alle sollten demütig das annehmen, was die Ältesten in dieser Sache getan haben, und diese Versammlungs-Sterne weiterhin unterstützen. Loyalität gegenüber Jehova und seinen organisatorischen Vorkehrungen wird belohnt werden (Psalm 37:27-29; Hebräer 13:7, 17). Mögest du gesegnet werden, wenn Jesus jedem einzelnen gemäß seinen Taten gibt (Galater 5:19-24; 6:7-9).
„Haltet an dem fest, was ihr habt“
15. (a) Was sagt Jesus zu denen, die nicht durch Isebel verdorben wurden? (b) Was zeigt, daß nicht alle, die sich im Jahre 1918 zum christlichen Glauben bekannten, durch die abgefallene Christenheit verdorben worden waren?
15 Jesu nächste Worte sind trostreich: „Indes sage ich den übrigen von euch, die in Thyatira sind, all denen, die diese Lehre nicht haben, denen nämlich, die nicht die ‚tiefen Dinge des Satans‘, wie sie sagen, kennengelernt haben: Ich lege euch keine andere Bürde auf. Dennoch, haltet an dem fest, was ihr habt, bis ich komme“ (Offenbarung 2:24, 25). Es gibt treue Menschen in Thyatira, die von Isebel unbeeinflußt geblieben sind. Auch in den 40 Jahren vor 1918 und seither haben nicht alle sogenannten Christen die Unmoral und Verderbtheit, die in der Christenheit so grassieren, toleriert. Die kleine Gruppe von Bibelforschern, jetzt als Zeugen Jehovas bekannt, die sich bemüht hat, Kirchenmitgliedern erkennen zu helfen, daß viele Lehren der Christenheit nichtchristlichen Ursprungs sind, ging daran, sich von den babylonischen Glaubensansichten und Bräuchen, die sie von der abgefallenen Christenheit übernommen hatte, zu befreien. Das umfaßte auch die freizügige Lehre des „Weibes Isebel“.
16. Obschon Jesus und die christliche leitende Körperschaft des ersten Jahrhunderts keine andere Bürde auferlegten, muß doch was gemieden werden?
16 Die Johannes-Klasse hat auch ihre Gefährten, die große Volksmenge, ermuntert, sich vor unmoralischen Einflüssen wie denjenigen der verderbten Vergnügungswelt zu hüten. Es ist nicht notwendig, sich aus Neugierde oder um kennenzulernen, was man meiden sollte, Verderbtheit anzuschauen oder zu erleben. Jemand handelt weise, wenn er sich von den ‘tiefen Dingen des Satans’ fernhält. Jesus sagt: „Ich lege euch keine andere Bürde auf.“ Das erinnert uns an die von der christlichen leitenden Körperschaft des ersten Jahrhunderts erlassene Verordnung: „Der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen“ (Apostelgeschichte 15:28, 29). Geistige Wohlfahrt ist nur möglich, wenn man die falsche Religion, den falschen Gebrauch des Blutes (zum Beispiel Bluttransfusionen) und Unmoral meidet. Auch ist es sehr wahrscheinlich ein Schutz für die körperliche Gesundheit.
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Die „tiefen Dinge des Satans“ verabscheuenDie Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
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Im Jahre 1918, als Jesus zu Jehovas Tempel zum Gericht kam, war die große Mehrheit der Organisationen, die beanspruchten, christlich zu sein, mit Götzendienerei befleckt sowie mit geistiger Unmoral (Jakobus 4:4). Einige stützten ihre Glaubensansichten auf die Lehren willensstarker Frauen des 19. Jahrhunderts wie Ellen White von den Siebenten-Tags-Adventisten und Mary Baker Eddy von der Christlichen Wissenschaft, und in letzter Zeit haben viele Frauen auf der Kanzel gestanden und gepredigt (im Gegensatz zu 1. Timotheus 2:11, 12). Bei den verschiedenen Formen des Katholizismus wird Maria oftmals mehr geehrt als Gott und Christus. Jesus hat sie nicht in dem Maß geehrt (Johannes 2:4; 19:26). Können Organisationen, die einen solchen gegen Gottes Gesetz verstoßenden weiblichen Einfluß zulassen, wirklich als christlich gelten?
21. Was lernt der einzelne aus Jesu Botschaft an die Versammlung in Thyatira?
21 Jeder einzelne Christ, ob er der Johannes-Klasse angehört oder der Klasse der anderen Schafe, tut gut daran, diese Botschaft zu überdenken (Johannes 10:16). Einige mögen es verlockend finden, ein sorgloses Leben zu führen wie die Anhänger der Isebel von Thyatira. Außerdem könnte man versucht sein, Kompromisse zu schließen. Heute sehen wir uns Problemen gegenüber wie dem Essen von Nahrungsmitteln mit Blutbestandteilen oder der Übertragung von Blut. Einige mögen meinen, daß Eifer im Predigtdienst oder das Halten von Vorträgen sie berechtigte, auf anderen Gebieten lax zu sein, zum Beispiel, wenn es um das Anschauen von Filmen und Videobändern geht, die Gewalttat und Unsittlichkeit verherrlichen, oder um übermäßigen Genuß von Alkohol. Jesu warnende Worte an die Christen in Thyatira zeigen uns, daß wir uns keine solchen Freiheiten herausnehmen dürfen. Jehova wünscht, daß wir rein sind, daß wir alles mit ganzem Herzen tun, daß wir nicht, wie viele Christen in Thyatira, zwiespältig sind.
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