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Vom gesprochenen Wort zum heiligen Text: Die ersten Christen und das SchreibenDer Wachtturm 2008 | 1. September
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Wachstafeln zum Schreiben waren offensichtlich leicht zu beschaffen und dienten dazu, Notizen zu machen. Ein Beispiel dafür ist im ersten Kapitel des Lukasevangeliums zu finden. Man fragte Sacharja, der eine Zeitlang nicht reden konnte, welchen Namen er seinem Sohn geben wollte. In Vers 63 heißt es: „Er bat [anscheinend mit Gesten] um ein Täfelchen und schrieb: ‚Johannes ist sein Name.‘ “ Wie in biblischen Wörterbüchern erklärt wird, kann sich das Wort „Täfelchen“ auf ein wachsüberzogenes Schreibbrettchen beziehen. Ein Anwesender könnte ein solches Brettchen dabeigehabt haben, auf das Sacharja dann den Namen schrieb.
Ein weiteres Beispiel zeigt, dass Schreibbretter damals in Gebrauch waren. In Apostelgeschichte ist zu lesen, dass Petrus zu einer Volksmenge redete und sie aufforderte: „Bereut . . ., damit eure Sünden ausgelöscht werden“ (Apostelgeschichte 3:11, 19). Der Ausdruck „ausgelöscht werden“ wird von einem griechischen Verb abgeleitet, das „abwischen“ oder „beseitigen“ bedeutet. In einem biblischen Wörterbuch wird erklärt: „Dieses Verb wird hier und wohl auch anderswo sinnbildlich gebraucht und geht wahrscheinlich darauf zurück, dass man Wachstafeln glättete, um sie wieder beschreiben zu können“ (The New International Dictionary of New Testament Theology).
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Vom gesprochenen Wort zum heiligen Text: Die ersten Christen und das SchreibenDer Wachtturm 2008 | 1. September
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[Bild auf Seite 13]
„Er bat um ein Täfelchen und schrieb: ‚Johannes ist sein Name‘ “
[Bild auf Seite 13]
Eine wachsüberzogene Tafel und Schreibgeräte aus dem 1. oder 2. Jahrhundert u. Z.
[Bildnachweis]
© British Museum/Art Resource, NY
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