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  • g95 22. 12. S. 17-19
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  • Sollte ich zu Rockkonzerten gehen?
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Erwachet! 1995
g95 22. 12. S. 17-19

Junge Leute fragen sich:

Sollte ich zu Rockkonzerten gehen?

Eine bekannte Band kommt in die Stadt. Die Eintrittskarten finden reißenden Absatz, also mußt du dich jetzt entscheiden. Wirst du hingehen?

GUTE Musik in entsprechender Umgebung kann etwas Schönes sein. Schließlich hat uns Jehova Gott mit der Fähigkeit erschaffen, Musik zu genießen, und eine große Bandbreite an Musik ist für ihn annehmbar.

Unter Jugendlichen fällt die Wahl heute meistens auf Rockmusik in irgendeiner ihrer vielen Formen. Etliche finden sie live am schönsten. Allerdings geben unter anderem Berichte über mutwillige Zerstörung und Hemmungslosigkeit bei Rockkonzerten für gottesfürchtige Jugendliche zu schwerwiegenden Bedenken Anlaß. Was läuft bei Rockkonzerten eigentlich ab? Wäre es eine gute Idee hinzugehen?

Die Musik prüfen

Beschäftigen wir uns als erstes mit der Musik selbst. Sie kann ein breites Spektrum an Gefühlen ausdrücken und auch hervorrufen. In biblischen Zeiten zeigte Gottes Volk oft durch Musik seine Liebe zu Gott (Psalm 149:3; 150:4). Musik drückte auch Freude, Erregtheit oder Kummer aus (1. Mose 31:27; Richter 11:34; 1. Samuel 18:6, 7; Matthäus 9:23, 24). Leider wirkte sich die Musik bereits in biblischen Zeiten nicht immer zum Guten aus. Wilde, sinnliche Musik hat womöglich eine Rolle dabei gespielt, daß eine Anzahl Israeliten zur Sünde verleitet wurden, als die Nation am Berg Sinai lagerte (2. Mose 32:1-6, 17, 18, 25).

Offen gesagt, wird auch durch Rockmusik oft schlechtes Verhalten propagiert — Unsittlichkeit, Drogenmißbrauch, Rebellion und Spiritismus. Das bedeutet nicht unbedingt, daß du der Musik abschwören mußt, doch in der Bibel werden Christen aufgefordert: „Vergewissert euch fortwährend dessen, was für den Herrn annehmbar ist“ (Epheser 5:10). Man muß also bei der Musik wählerisch sein und Urteilskraft zeigen.a

Welche Wirkung hat die Musik deiner Wahl auf dich? Macht sie dich glücklich, ruhig oder friedlich? Oder wirst du dadurch wütend, rebellisch, depressiv? Ein Christ aus Dänemark erinnert sich noch gut an die Zeit, als er sich für Heavy metal begeisterte, eine Variante der Rockmusik. Er sagt: „Ich hörte die Musik bei der Arbeit. Und wenn mir ein Fehler unterlief, ärgerte ich mich dermaßen, daß ich das Teil, an dem ich gerade arbeitete, in einem Wutanfall kaputtmachte und wegwarf.“ Ein anderer Jugendlicher berichtet: „Ich hörte oft Rap und Heavy metal — Musik, die Sex und einen weltlichen Lebensstil verherrlicht. Damit fütterte ich meinen Sinn, und das Ergebnis war ein heftiges Verlangen nach dem, wovon in den Texten die Rede war.“ Wenn schon eine Aufzeichnung so eine Wirkung haben kann, was für einen Einfluß hat dann erst ein Live-Auftritt!

Überleg dir auch, wie laut die Musik sein wird. Die Vorlieben sind natürlich unterschiedlich. Und die Bibel lehnt laute Musik nicht rundweg ab, solange die Grenzen des Vernünftigen nicht überschritten werden. Bei der Einweihung des von Salomo erbauten Tempels gab es allein 120 Trompeter (2. Chronika 5:12). Die Lautstärke muß imposant gewesen sein. Allerdings besteht zwischen einem lauten Schall zum Lobpreis Gottes und ohrenbetäubender Rockmusik ein himmelweiter Unterschied. Durch die Rockmusik wird die Menge oft aufgeputscht, um eine Atmosphäre wilder Hemmungslosigkeit zu erzeugen. Die Bibel dagegen verurteilt „Schwelgereien“ oder „wilde Partys“ (Galater 5:21; Byington). Die Achtung vor deinem Körper würde zudem ausschließen, derart laute Musik zu hören, daß du einen Gehörschaden riskierst (Römer 12:1).

Ein weiterer Punkt, der zu beachten ist, kommt in Hiob 12:11 zum Ausdruck. Dort wird gefragt: „Prüft nicht das Ohr selbst Worte, wie der Gaumen Speise kostet?“ Damit in Übereinstimmung solltest du die Liedertexte prüfen. Ein christlicher Jugendlicher sagt: „Ich hörte mir mal die Texte einiger Songs, die mir gefielen, genauer an, und zu meiner Überraschung waren sie für einen Christen nicht akzeptabel. Ich hielt es für notwendig, diese Musik auszurangieren“ (1. Korinther 14:20; Epheser 5:3, 4). Und noch ein Wort zur Vorsicht: Viele Musiker stellen auf Konzerten ihre neusten Stücke vor — die sich unter Umständen auffallend von ihrer älteren, vielleicht passableren Musik unterscheiden.

Außerdem solltest du sichergehen, daß die Musik keinen dämonischen Touch hat, was besonders bei Heavy metal oft der Fall ist. Heavy-metal-Gruppen sind dafür berüchtigt, daß sie sich selbst und ihre Alben mit dämonischen Symbolen und satanischen Utensilien schmücken (Jakobus 3:15). Ein Konzert von einer solchen Gruppe zu besuchen kann Gott wohl kaum gefallen, der uns gebietet, ‘dem Teufel zu widerstehen’ (Jakobus 4:7).

Außer Kontrolle

Was könnte sich bei dem eigentlichen Konzert abspielen? Stacey ging mit ihren Freundinnen zu einer Vorstellung von einer Gruppe, die ihrer Meinung nach relativ harmlose Musik spielte. Doch mitten im Konzert imitierte der Leadsänger eine Séance und forderte das Publikum auf, gemeinsam mit ihm zu versuchen, Verbindung mit der Geisterwelt aufzunehmen. Nur ein Gag? Schon möglich. Da die Bibel aber jede Form von Spiritismus verurteilt, sahen Stacey und ihre Freundinnen keine andere Möglichkeit, als zu gehen (3. Mose 19:31; 5. Mose 18:10-13; Offenbarung 22:15).

Auch andere christliche Jugendliche sind schon in solche Zwangslagen geraten. Unverhohlener Spiritismus mag auf Rockkonzerten zwar relativ selten sein, doch häufig gerät das Verhalten der Leute außer Kontrolle. Bei einem Konzert war die Band daran beteiligt, einen Tumult zu verursachen, bei dem es 60 Verletzte und über 200 000 Dollar Sachschaden gab. Auf einem anderen Konzert wurden drei Jugendliche zu Tode gedrückt. Zwar kann man nicht sagen, daß es bei den meisten Konzerten zu Tumulten, Verletzungen oder gar zu Todesfällen kommt, doch es besteht ganz offensichtlich Grund zur Vorsicht. In Sprüche 22:3 heißt es: „Klug ist der, der das Unglück gesehen hat und sich dann verbirgt, die Unerfahrenen aber sind weitergegangen und müssen die Strafe erleiden.“

Wenn du also vorhast, ein Konzert zu besuchen, solltest du dich vorher gut informieren. Hat die Gruppe den Ruf, die Menge so sehr aufzuputschen, daß sie außer Kontrolle gerät? Welche Art Publikum lockt sie an? (1. Korinther 15:33). In welchem Ausmaß werden Alkohol und Drogen konsumiert? Und was ist über den Konzertsaal zu sagen? Sind in der Vergangenheit Probleme mit der Sicherheit aufgetreten? Wie werden die Sitzplätze vergeben? Bei freier Sitzwahl ist die Wahrscheinlichkeit, daß es Verletzte gibt, wesentlich größer.

Drogen- und Alkoholmißbrauch nimmt auf Rockkonzerten epidemische Formen an. „Die Leute kommen nicht wegen der Musik“, sagte ein Christ, der als Jugendlicher das Konzert einer klassischen Rockgruppe besuchte, ernüchtert. „Sie kommen, um sich zu betrinken.“ Er beschloß, daß dies sein letztes Rockkonzert sein sollte. Eine christliche Jugendliche berichtete: „Ich erinnere mich an ein Konzert, bei dem eine ‚progressive‘ Gruppe spielte. Es war absolut schrecklich! Die Leute rauchten Marihuana. Ihre Sprache war furchtbar, und viele dort waren wie Satansanbeter angezogen.“ Selbst wenn Drogen und Alkohol ausdrücklich verboten sind, ist es keine Seltenheit, daß Besucher schon mit einem Rausch eintreffen. Wäre die Anwesenheit bei einem solchen Ereignis in irgendeiner Weise mit dem biblischen Gebot vereinbar, ‘Gottlosigkeit und weltliche Begierden von uns zu weisen und mit gesundem Sinn zu leben’? (Titus 2:12).

Die Macht der Umgebung

Vielleicht denkst du aber, du müßtest dir über das Verhalten der Leute um dich herum keine Gedanken machen, solange du dich nicht selbst an dem Chaos beteiligst. Doch du wirst nun mal von deiner Umgebung beeinflußt. In Epheser 2:2 spricht die Bibel von der „Gewalt der Luft, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirksam ist“. Wie du siehst, hat die Welt einen „Geist“, eine vorherrschende Einstellung. Er ist überall und dringt überall ein wie die Luft. Beachte aber auch, daß dieser Geist oder diese Einstellung „Gewalt“ hat — die Macht, deine Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen zu verändern —, sofern du dich ihm aussetzt. Du kannst diese stark wirksame Luft nicht einatmen, ohne davon beeinflußt zu werden.

Bei den meisten Rockkonzerten ist man im höchsten Maße dem Geist der Welt ausgesetzt. Leicht kann man sich von der tumultartigen Atmosphäre anstecken lassen, die dort in der Regel herrscht — oder von dem Schreien und Winken, durch das die Musiker auf eine Weise verehrt werden, die an Anbetung grenzt. Durch eine solche übersteigerte Bewunderung wird die Verehrung, die Gott zusteht, negiert. Sie läuft auf Götzendienst hinaus, der in der Bibel ganz klar verurteilt wird (1. Korinther 10:14; 1. Johannes 5:21). Möchtest du es riskieren, in so etwas hineingezogen zu werden?

Man kann ohne weiteres sagen, daß bei den meisten Rockkonzerten die Vorteile, die sich aus einem Besuch ergeben könnten, von den Risiken überschattet werden. Natürlich müssen letzten Endes deine Eltern entscheiden, ob du zu einem bestimmten Konzert gehen darfst oder nicht. Falls du aber die Freiheit hast, selbst darüber zu entscheiden, dann triff eine kluge Entscheidung. Es gibt viele Möglichkeiten der Unterhaltung, von denen du profitieren kannst und die nicht so riskant sind wie Rockkonzerte.

[Fußnote]

a Siehe die Artikel „Junge Leute fragen sich“ über Musik in den Erwachet!-Ausgaben vom 8. Februar, 22. Februar und 22. März 1993.

[Bild auf Seite 18]

Auf Rockkonzerten sind Alkohol, Drogen und Hemmungslosigkeit üblich

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