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  • Wie kann ich mich nach unserem Umzug einleben?
  • Erwachet! 1994
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Erwachet! 1994
g94 8. 3. S. 12-14

Junge Leute fragen sich:

Wie kann ich mich nach unserem Umzug einleben?

SEID ihr vor kurzem umgezogen? Dann bist du wahrscheinlich auch der Meinung, daß nur weniges im Leben so anstrengend und stressig ist wie ein Umzug. Der letzte Karton ist ausgepackt und das letzte Möbelstück steht an seinem Platz, dennoch bist du vielleicht immer noch deprimiert, traurig oder beklommen. Ob die neue Wohnung schöner oder schlechter ist als die alte, spielt dabei kaum eine Rolle. Du vermißt einfach dein altes Zuhause, deine alte Schule und vor allem deine alten Freunde.

Natürlich ist es ganz normal, Heimweh zu haben. Die Bibel empfiehlt jedoch: „Sprich nicht: ‚Weshalb ist es geschehen, daß sich die früheren Tage als besser erwiesen haben als diese?‘, denn nicht zufolge von Weisheit hast du danach gefragt“ (Prediger 7:10). Weisheit hilft dir, die Sache realistisch zu sehen. Wenn du es dir genau überlegst, waren „die früheren Tage“ an deinem vorherigen Wohnort auch nicht immer ideal — vielleicht sogar alles andere als ideal. Statt dir dein Leben zu ruinieren, kann dir ein Umzug neue Möglichkeiten und Vorteile eröffnen. Trotzdem ist es gar nicht so leicht, sich nach einem Umzug einzuleben. Was kann dir dabei helfen?

Mach es dir gemütlich!

„Überall, wo ich meinen Hut hinhängen kann, ist mein Zuhause.“ In diesen Worten eines alten Liedes steckt viel Wahrheit. Ja, warum nicht die neue Wohnung zu deinem Zuhause machen, statt dem nachzutrauern, was du verlassen hast? In dem Buch The Teenager’s Survival Guide to Moving wird vorgeschlagen: „Versuche, es dir gleich beim Einzug gemütlich zu machen und dein neues Zimmer so einzurichten, wie du es gewohnt warst.“ Du könntest dein Zimmer beispielsweise mit den gewohnten Gegenständen oder Bildern schmücken. Falls du dein Zimmer mit einem deiner Geschwister teilst, dann macht daraus ein Gemeinschaftsprojekt.

In biblischen Zeiten spornte der Psalmist Gottes Volk an, sich mit der Hauptstadt vertraut zu machen, indem er sagte: „Marschiert um Zion herum, und umzieht es, zählt seine Türme. ... Besichtigt seine Wohntürme“ (Psalm 48:12, 13). Mach dich auf ähnliche Weise mit deiner Umgebung vertraut. Informiere dich, wo es Einkaufszentren gibt, wo sich deine neue Schule, die Stadtbibliothek und andere Gebäude befinden. Dann wirst du dich heimischer fühlen.

Zweifellos hattest du an deinem alten Wohnort einen bestimmten Lebensrhythmus oder eine gewohnte Ordnung. Je schneller du wieder in diesen Rhythmus hineinkommst, um so eher wirst du dich zu Hause fühlen. Vor allem solltest du, was geistige Dinge wie christliche Zusammenkünfte und das Bibelstudium betrifft, „weiterhin nach derselben festen Ordnung wandeln“ (Philipper 3:16).

Schulzeit

Sich in einer neuen Schule einzuleben ist eine echte Herausforderung, besonders wenn ihr mitten im Schuljahr umgezogen seid. In einigen Ländern wird der Lehrplan vor Ort aufgestellt und kann sich deshalb ziemlich von dem Unterrichtsprogramm an deiner alten Schule unterscheiden. Vielleicht stellst du fest, daß deine Schulkameraden in der neuen Schule dir weit voraus sind; unter Umständen wirst du sogar eine Klasse zurückgestuft.

So demütigend das im Moment auch für dich ist, laß den Kopf nicht hängen; es kommt oft vor, daß jemand in der Schule zurückfällt, nachdem er umgezogen ist. Und selbst wenn die Schulen denselben Lehrplan haben, gibt es genug anderes, was deine Konzentrationsfähigkeit ermüden kann, wie der Umzugsstreß und das Anpassen an andere Menschen, Umstände und Gepflogenheiten sowie der Druck, sich zig neue Namen merken zu müssen. Die Lösung? Nimm dir besonders viel Zeit für die Hausaufgaben, und gönne dem Fernseher eine Ruhepause. Mit der Zeit werden sich deine Schulleistungen wahrscheinlich verbessern.

Neue Freundschaften schließen

„Das Schließen neuer Freundschaften war eigentlich der Schlüssel [zum Einleben]“, sagt Brian, ein Jugendlicher, der mit der Familie in den Süden der Vereinigten Staaten zog. „Sowie ich ein paar Freunde in meinem Alter fand, mit denen ich viel gemeinsam hatte, wurde alles einfacher. Das einzige, was ich wirklich noch von früher vermisse, ist das Eishockeyspielen.“ Als Zeuge Jehovas hat sich Brian vernünftigerweise Freunde unter den gottesfürchtigen Jugendlichen im Königreichssaal am Ort ausgesucht. Wenn du ebenfalls Freunde haben möchtest, die hohe moralische Grundsätze vertreten und echtes Interesse an dir persönlich haben, dann sieh dich am besten im Königreichssaal in deiner Nähe um (Sprüche 13:20).

Natürlich wirst du keine Freundschaften schließen, wenn du Trübsal bläst oder dich absonderst. (Vergleiche Sprüche 18:1.) „Ich konnte neue Freundschaften schließen, indem ich meinen Teil tat und mich vorstellte“, erzählt Anita. „Außerdem habe ich festgestellt, daß die Menschen auf einen zukommen und einen ansprechen, wenn man eine positive Einstellung ausstrahlt — also einfach lächelt und glücklich aussieht.“ Ja, andere werden sich von deinem angenehmen Wesen angezogen fühlen, wenn du sie freundlich anlächelst und gute Laune versprühst. Und sei geduldig! Eine Freundschaft muß wachsen.

Manchmal kannst du auch dadurch schnell Freundschaften schließen, daß du deinem künftigen Wohnort vor dem Umzug einen Besuch abstattest. Die 13jährige Laura sagt: „Ich war wirklich unglücklich, als ich erfuhr, daß wir bald umziehen müßten. Aber dann lernte ich einige Jugendliche aus dem Ort kennen, in dem wir in Zukunft wohnen würden, und dann machte mir der Umzug gar nicht mehr so viel aus.“

Gute Freunde und schlechte Freunde

Du sagst, unter den Jugendlichen in deiner neuen Stadt gebe es nur wenige gute Freunde? Dann ‘werde weit’ in deinen Freundschaften (2. Korinther 6:11-13). Einige der engsten Freundschaften, über die die Bibel berichtet, bestanden schließlich zwischen Personen mit einem beträchtlichen Altersunterschied, wie zum Beispiel zwischen David und Jonathan oder zwischen Paulus und Timotheus (1. Samuel 18:1; 1. Korinther 4:17). Warum also deine Freundschaften auf Gleichaltrige beschränken? In der Versammlung gibt es Erwachsene, mit denen es dir bestimmt Spaß machen wird, zusammenzusein.

Freilich, Erwachsene können bei einem Fußballspiel vielleicht nicht mit dir mithalten. Und es kann sein, daß sie deine Lieblingsmusik nicht unbedingt mögen. Dennoch können sie dir viel geben, indem sie dir echte Kameraden sind. Da der beste Weg, einen Freund zu haben, darin besteht, ein Freund zu sein, könntest du die Initiative ergreifen und dich anbieten, für einen dieser Älteren Besorgungen zu machen. Oder wie wäre es, einfach zu fragen, ob du mal vorbeikommen könntest? Daraus kann sich eine herzliche Freundschaft entwickeln.

Wenn du hingegen immer zu Hause hockst und dich selbst bemitleidest, bist du bald einsam und deprimiert. Womöglich läßt du dich dann auf Freunde ein, die nicht gut für dich sind. In vielen Gegenden sind beispielsweise Jugendbanden ein großes Problem. Sie versprechen Jugendlichen Kameradschaft und vermitteln ihnen ein Zugehörigkeitsgefühl. Aber wie schon zu biblischen Zeiten versuchen solche Jugendliche vielleicht auch heute, dich zu Missetaten zu verleiten, indem sie sagen: „Komm doch ...! Wenn Leute vorbeikommen, schlagen wir sie tot, einfach, weil es uns Spaß macht! “ Der weise König Salomo sagte jedoch warnend: „Mein Sohn, laß dich ja nicht ein mit diesen Verbrechern, die nur Raub und Mord im Sinn haben! “ (Sprüche 1:10-16, Die Gute Nachricht).a

Konzentriere dich auf andere

Wenn du nach Möglichkeiten Ausschau hältst, wie du andere — besonders deine eigenen Angehörigen — ermuntern kannst, wird dich das ganz sicher von deinem Gefühl der Einsamkeit ablenken. „So ein Umzug ist auch für Eltern kein Pappenstiel“, heißt es in der Zeitschrift Current Health, „und sie können jede Unterstützung gebrauchen.“ Deine Mutti oder dein Vati muß sich wahrscheinlich an eine neue Arbeit gewöhnen. Die neue Wohnung ist eventuell nicht so bequem oder so schön wie die alte. Und deine Geschwister, sofern vorhanden, haben möglicherweise selbst einen Durchhänger, weil sie sich einsam fühlen und entmutigt sind. Wie wäre es, wenn du dir überlegst, wie du ihnen helfen kannst? Frage deine Eltern, ob du irgend etwas für sie erledigen kannst. Wenn sich deine Geschwister einsam fühlen, schlage ihnen vor, etwas mit ihnen gemeinsam zu machen. Denke daran, daß ‘Liebe erbaut’ — und zwar sowohl denjenigen, der sie zeigt, als auch denjenigen, der sie verspürt (1. Korinther 8:1).

Letzten Endes hängt es also größtenteils von dir ab, ob dir dein neues Zuhause gefällt oder nicht. Denke an die Geschichte von dem weisen alten Mann, dem sich Fremde in zwei Autos näherten. „Wir denken daran hierherzuziehen“, sagte die Familie im ersten Auto. „Wie sind die Menschen hier?“ Der alte Mann fragte zurück: „Wie sind die Menschen dort, wo ihr herkommt?“ Die Familie erwiderte: „Wir kommen aus einer sehr freundlichen Stadt. Die Menschen dort sind großzügig, freundlich und wirklich an Fremden interessiert.“ Der alte Mann lächelte. „Ich denke, es wird euch hier gefallen“, sagte er. „Die Menschen hier sind genauso.“

Der alte Mann stellte der Familie im zweiten Auto dieselbe Frage. Sie antwortete: „In der Stadt, aus der wir kommen, sind die Leute gemein. Sie sind faul, neugierig und furchtbar geschwätzig.“ Der alte Mann runzelte die Stirn. „Ich denke nicht, daß ihr hier glücklich werden würdet“, meinte er. „Die Leute hier sind genauso.“

Die Moral von der Geschichte? Die Menschen sind eigentlich überall gleich. Ob du gern oder ungern mit ihnen zusammen bist, hängt sehr von deiner Einstellung, deinen Vorstellungen und deiner Handlungsweise ab. Sei daher positiv! Nimm dir fest vor, aus dem Umzug das Beste zu machen. Klar, es wird nicht so sein wie vorher. Aber mit etwas Geduld und Anstrengung kannst du dafür sorgen, daß es noch besser wird als vorher. Solange du mit den Menschen zusammen bist, die dich wirklich lieben, bist du überall zu Hause.

[Fußnote]

a Siehe den Artikel „Junge Leute fragen sich: Soll ich mich einer Jugendbande anschließen?“ im Erwachet! vom 8. Juni 1991.

[Bild auf Seite 13]

Ergreife die Initiative, um neue Freundschaften zu schließen

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