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  • Wie sieht die Situation Jugendlicher aus?
  • Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1997
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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1997
w97 1. 12. S. 3-4

Wie sieht die Situation Jugendlicher aus?

„WAS möchtest du zuerst hören: die gute oder die schlechte Nachricht?“ Auf diese Frage antworten viele, sie möchten zuerst die schlechte Nachricht erfahren in der Hoffnung, daß ihnen die gute Nachricht dann im Bewußtsein haftet.

Was die Situation der Jugend betrifft, wollen wir uns zuerst die gegenwärtige Lage ansehen. Die ältere Generation äußert sich oft darüber, daß junge Menschen von heute anders seien als Jugendliche früher. Junge Leute dagegen ärgern sich über irgendwelche Anspielungen, sie würden an die Maßstäbe von gestern nicht heranreichen. Wie auch immer, aufmerksame Beobachter der menschlichen Gesellschaft sagen übereinstimmend, die Jugend der heutigen Zeit sei anders.

Inwiefern anders?

Obwohl man von jungen Menschen im allgemeinen gutes Benehmen, Verantwortungsbewußtsein und Respekt vor anderen erwartet, ist die Realität von diesen Idealen häufig weit entfernt. Einer Umfrage zufolge, über die in der Londoner Zeitung The Independent berichtet wurde, entwickeln junge Menschen „eine ‚neue rebellische Haltung‘ gegenüber einer Welt, die sie im großen und ganzen enttäuscht hat“. Diese „neue rebellische Haltung“ ist daran zu erkennen, daß sich heute weniger Jugendliche als „vernünftig und zuverlässig“ sehen wollen. Sie möchten lieber als „wild und unberechenbar“ gelten.

In Großbritannien beispielsweise ist die Zahl der gemeldeten Straftaten — zumeist von jungen Menschen verübt — zwischen 1950 und 1993 auf das Zehnfache angestiegen. Vermehrter Drogen- und Alkoholmißbrauch läuft mit dieser Entwicklung parallel. Gleichzeitig beobachten zufolge der Londoner Times fast alle Industrieländer „seit dem Zweiten Weltkrieg eine beträchtliche Zunahme an psychosozialen Störungen unter Jugendlichen“. Nach Ansicht von David J. Smith, Professor für Kriminologie, stehen diese Störungen „nicht einfach mit Entbehrungen oder größerem Wohlstand“ in Beziehung. Untersuchungen deuten darauf hin, daß sich heute ein größerer Unterschied zwischen jungen und älteren Menschen abzeichnet.

Kinder und junge Teenager sind heutzutage stärkerem Streß ausgesetzt. Fälle von Selbstmord oder Selbstmordversuchen sind etwas Alltägliches geworden. Gemäß der in Glasgow (Schottland) erscheinenden Zeitung Herald hat sich bei Kindern unter 12 Jahren in einem Zeitraum von weniger als 10 Jahren die Zahl der Selbstmordversuche verdoppelt. Auch Jugendliche lassen sich aus Verzweiflung zum Selbstmord treiben. „Das ist das Resultat einer ansteigenden Flut psychischer Probleme unter Jugendlichen, die die verschiedenen Hilfseinrichtungen zu überrollen droht“, schreibt die Zeitung.

Wer ist schuld?

Erwachsene sind schnell dabei, der Jugend die Schuld für ihre Andersartigkeit zuzuweisen. Aber muß man nicht in aller Ehrlichkeit den Erwachsenen einen Großteil der Schuld für die Situation der Jugend geben? Als Erklärung wird oft angeführt, daß Jugendliche von Gleichaltrigen schikaniert und von den Eltern vernachlässigt werden und daß Rollenvorbilder fehlen, denen sie vertrauen können. „In der Bevölkerung allgemein kommen Depressionen nicht häufiger vor als vor 30 Jahren“, behauptet Professor Sir Michael Rutter, Leiter der Abteilung Kinderpsychiatrie des britischen Medizinischen Forschungsrats. „Aber unter Teenagern und jungen Erwachsenen haben sie erheblich zugenommen. ... Zweifellos trägt die Familienzerrüttung dazu bei, und zwar nicht nur die Ehescheidungen, sondern das allgemeine Ausmaß der Streitigkeiten und der Konflikte unter Erwachsenen.“

Eine Forscherin sagte, daß junge Menschen „das Festhalten an Konventionen ablehnen“. Weshalb? „Weil die Konventionen für sie keine Gültigkeit haben.“ Als Beispiel könnten die veränderten Ansichten über die Geschlechterrollen dienen. Viele junge Frauen übernehmen die eher maskulinen Verhaltensweisen der Aggression und Gewalt, während junge Männer zunehmend femininer werden. Das steht in krassem Gegensatz zu den Normen in der Vergangenheit.

Doch warum sind gegenwärtig solch radikale Veränderungen zu beobachten? Und was gibt es Gutes über junge Menschen von heute zu sagen? Was können sie für eine sichere Zukunft tun? Diese Fragen werden im nächsten Artikel besprochen.

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