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  • Bist du so weit, dich taufen zu lassen?
    Der Wachtturm (Studienausgabe) 2016 | März
    • Menschen sehen einem Jungen bei seiner Taufe zu. Ein Jugendlicher beobachtet das Ganze nachdenklich

      Bist du so weit, dich taufen zu lassen?

      „Wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuerst nieder und berechnet die Kosten, um zu sehen, ob er genug habe, ihn zu vollenden?“ (LUK. 14:28)

      LIEDER: 120, 64

      WAS HAST DU GELERNT?

      • Was ist Reife, und wie ließ Daniel sie erkennen?

      • Wie kannst du herausfinden, ob es dein eigener Wunsch ist, dich taufen zu lassen?

      • Was ist die Hingabe, und was hat sie mit der Taufe zu tun?

      Die zwei folgenden Artikel sind an junge Menschen gerichtet, die vorhaben sich taufen zu lassen

      1, 2. (a) Worüber freut sich Gottes Volk heute? (b) Wie können Eltern und Älteste jungen Menschen verstehen helfen, was die Taufe bedeutet?

      „ICH kenne dich jetzt schon von klein auf und ich freue mich sehr, dass du dich taufen lassen möchtest. Darf ich dich fragen, warum du das möchtest?“ Das fragt der Älteste den 12-jährigen Christopher nicht ohne Grund. Natürlich freuen wir uns alle sehr zu sehen, wie sich jedes Jahr Tausende von jungen Leuten taufen lassen (Pred. 12:1). Gleichzeitig wollen die Ältesten der Versammlung und die Eltern aber sicher sein, dass junge Menschen diesen Schritt aus eigenem Antrieb gehen und sie sich ihre Entscheidung gut überlegen.

      2 Wie Gottes Wort zeigt, sind die Hingabe und die Taufe der Beginn eines neuen Lebens. Dieses Leben bringt uns viel Gutes von Jehova. Aber es ruft auch den Widerstand des Teufels hervor (Spr. 10:22; 1. Pet. 5:8). Deshalb sollten sich Eltern die Zeit nehmen, ihren Kindern zu erklären, was es heißt, ein Jünger Christi zu sein. Falls die Eltern nicht in der Wahrheit sind, erklären die Ältesten der Versammlung diesen jungen Leuten gern die Tragweite ihrer Entscheidung. (Lies Lukas 14:27-30.) Genauso wie man gut planen muss, um ein Bauprojekt erfolgreich abschließen zu können, muss man sich auch gut auf die Taufe vorbereiten, um Jehova „bis zum Ende“ treu zu bleiben (Mat. 24:13). Aber was können Kinder und Jugendliche selbst tun, um Jehova ihr Leben lang fest entschlossen zu dienen? Wir wollen sehen.

      3. (a) Wie machen die Worte von Jesus und Petrus deutlich, wie wichtig die Taufe ist? (Mat. 28:19, 20; 1. Pet. 3:21). (b) Um welche Fragen geht es jetzt, und warum?

      3 Bist du jung und hast vor, dich taufen zu lassen? Dann verdienst du ein riesiges Lob! Es ist ein großes Vorrecht, sich taufen zu lassen und ein Zeuge Jehovas zu werden. Außerdem ist die Taufe für einen Christen ein Muss und die Voraussetzung, um gerettet zu werden (Mat. 28:19, 20; 1. Pet. 3:21). Weil du das Versprechen, das du Jehova gibst, bestimmt auch gern halten möchtest, musst du dich auf diesen wichtigen Schritt gut vorbereiten. Deshalb geht es jetzt um drei Fragen, durch die du herausfinden kannst, ob du schon so weit bist, dich taufen zu lassen: 1. Bin ich für diese Entscheidung reif genug? 2. Ist es mein eigener Wunsch? 3. Verstehe ich, was es bedeutet, Jehova hingegeben zu sein? Sehen wir uns nun diese Fragen einmal an.

      BIST DU REIF GENUG?

      4, 5. (a) Warum ist die Taufe nicht nur etwas für Erwachsene? (b) Was heißt es, reif zu sein?

      4 Gemäß der Bibel muss man nicht erst erwachsen sein oder ein bestimmtes gesetzliches Mindestalter erreicht haben, um sich taufen lassen zu können. In Sprüche 20:11 heißt es: „Schon ein Kind erkennt man an seinen Taten, daran, ob sein Verhalten ehrlich und richtig ist“ (Begegnung fürs Leben). Selbst ein Kind kann also schon begreifen, was es heißt, das Richtige zu tun und seinem Schöpfer hingegeben zu sein. Für einen jungen Menschen, der die nötige Reife erkennen lässt und sich Jehova hingegeben hat, ist die Taufe somit nicht nur ein wichtiger, sondern auch ein richtiger Schritt (Spr. 20:7).

      5 Was heißt es, reif zu sein? Reife hat nicht nur mit Körpergröße zu tun. Wie aus der Bibel hervorgeht, hat ein reifer Mensch sein Urteilsvermögen geschult, um zwischen Recht und Unrecht unterscheiden zu können (Heb. 5:14). Reife Menschen wissen, was in Jehovas Augen richtig ist, und haben von Herzen beschlossen, sich auch daran zu halten. Sie lassen sich weder leicht beeinflussen etwas Unrechtes zu tun noch müssen sie ständig daran erinnert werden, das Richtige zu tun. Von einem jungen Menschen, der sich taufen lässt, kann man daher erwarten, dass er sich an Gottes Maßstäbe hält — selbst wenn seine Eltern oder andere Erwachsene nicht anwesend sind. (Vergleiche Philipper 2:12.)

      6, 7. (a) Welche Probleme hatte Daniel in Babylon? (b) Woran erkannte man, dass Daniel ein reifer Jugendlicher war?

      6 Können junge Leute wirklich schon so reif sein? Denken wir einmal an Daniel, den man ins Exil nach Babylon verschleppte. Er war wohl gerade erst ein Teenager geworden, als er seinen Eltern weggenommen wurde. Daniel musste plötzlich unter Menschen leben, die eine völlig andere Vorstellung von Richtig und Falsch hatten. Außerdem gab es für Daniel noch ein anderes Problem: In Babylon wurde er wegen seiner Fähigkeiten als etwas Besonderes behandelt. Daniel war immerhin einer der Jugendlichen, die für den Dienst im Palast des Königs sorgfältig ausgesucht worden waren (Dan. 1:3-5, 13). Für Daniel eröffneten sich wahrscheinlich Möglichkeiten, die er in Israel vielleicht nie gehabt hätte.

      7 Wie reagierte Daniel auf all das? Erlag er dem verführerischen Glanz Babylons? Machte ihn seine neue Umgebung zu einem anderen Menschen oder zerstörte sie seinen Glauben? Absolut nicht! Wie die Bibel sagt, beschloss Daniel „in seinem Herzen, sich . . . nicht zu verunreinigen“, und zwar durch nichts, was mit der falschen Anbetung zu tun hatte (Dan. 1:8). Daniel war wirklich bemerkenswert reif!

      Ein junger Mann verhält sich im Königreichssaal wie ein Freund Jehovas und in der Schule wie ein Freund der Welt

      Ein reifer junger Mensch verhält sich im Königreichssaal nicht wie ein Freund Jehovas und in der Schule wie ein Freund der Welt (Siehe Absatz 8)

      8. Was kannst du von Daniel lernen?

      8 Was kannst du von Daniel lernen? Ein reifer junger Mensch ist von dem überzeugt, was er glaubt. Er ist nicht wie ein Chamäleon, das seine Farbe an die jeweilige Umgebung anpasst. Er verhält sich im Königreichssaal nicht wie ein Freund Jehovas und in der Schule wie ein Freund der Welt. In Glaubensprüfungen steht er außerdem fest zu seiner Überzeugung und ist nicht wie eine Fahne im Wind. (Lies Epheser 4:14, 15.)

      9, 10. (a) Warum ist es für einen jungen Menschen klug, darüber nachzudenken, wie er sich in letzter Zeit in Glaubensprüfungen verhalten hat? (b) Wofür steht die Taufe?

      9 Natürlich ist keiner perfekt. Sowohl junge Menschen als auch Erwachsene machen manchmal Fehler (Pred. 7:20). Wenn du vorhast dich taufen zu lassen, wäre es dennoch klug herauszufinden, wie entschlossen du bist dich an Jehovas Leitlinien zu halten. Dazu ist es wichtig, dich zu fragen: „Wie eng habe ich mich bisher an Gottes Maßstäbe gehalten?“ Überleg daher einmal, wie du dich in letzter Zeit in Glaubensprüfungen verhalten hast. Konntest du gut zwischen Recht und Unrecht unterscheiden? Was ist zum Beispiel, wenn du wie Daniel in Satans Welt wegen deiner Fähigkeiten als etwas Besonderes behandelt wirst? Ist das für dich eine Versuchung? Bist du auch dann in der Lage herauszufinden, „was der Wille Jehovas ist“? (Eph. 5:17).

      10 Warum fragen wir das so offen? Um dir zu helfen, die Taufe aus dem richtigen Blickwinkel zu sehen. Wie schon erwähnt, steht die Taufe für dein feierliches Versprechen an Jehova höchstpersönlich. Du hast ihm versprochen, ihn immer zu lieben und ihm mit ganzem Herzen zu dienen (Mar. 12:30). Wer sich taufen lässt, ist unter allen Umständen entschlossen sein Versprechen zu halten. (Lies Prediger 5:4, 5.)

      IST ES DEIN EIGENER WUNSCH?

      11, 12. (a) Wessen muss sich jemand sicher sein, der sich taufen lassen möchte? (b) Was kannst du tun, um die Taufe so zu sehen, wie Jehova sie sieht?

      11 Wie die Bibel sagt, bietet sich Jehovas Volk „willig dar“; auch die jungen Leute sind also gern bereit ihm zu dienen (Ps. 110:3). Wer vorhat sich taufen zu lassen, muss sich daher sicher sein, dass dies sein eigener Wunsch ist. Das kann bedeuten, dich selbst ehrlich zu hinterfragen — besonders, wenn du in der Wahrheit aufgewachsen bist.

      12 Wahrscheinlich hast du schon vielen bei der Taufe zugesehen. Es waren bestimmt auch Gleichaltrige oder vielleicht sogar deine Geschwister dabei. Worauf solltest du dann achten? Dass die Taufe für dich nicht bloß etwas ist, was früher oder später einfach zum Erwachsenwerden dazugehört. Was kannst du tun, um die Taufe so zu sehen, wie Jehova sie sieht? Nimm dir immer wieder die Zeit, darüber nachzudenken, warum es so wichtig ist, sich taufen zu lassen. In diesem und im nächsten Artikel kannst du sogar mehrere gute Gründe finden.

      13. Wie kannst du herausfinden, ob der Wunsch, dich taufen zu lassen, dein eigener ist?

      13 Es gibt mehrere Möglichkeiten herauszufinden, ob der Wunsch, dich taufen zu lassen, wirklich dein eigener ist. Sprichst du in deinen Gebeten zum Beispiel über deinen tiefen Wunsch, Jehova zu dienen? Wie oft du betest und wie sehr deine Gebete ins Detail gehen, kann verraten, wie eng dein Verhältnis zu Jehova ist (Ps. 25:4). Außerdem beantwortet Jehova Gebete unter anderem durch sein Wort. Wie sehr du dich also bemühst, die Bibel zu studieren, wäre ein weiterer Hinweis darauf, wie groß dein Wunsch ist, Jehova näherzukommen und ihm von Herzen zu dienen (Jos. 1:8). Frage dich daher: „Welche Einzelheiten erwähne ich in meinen Gebeten? Wie oft studiere ich die Bibel persönlich?“ Und falls deine Familie in der Wahrheit ist und ihr einen Studierabend habt, dann frag dich doch: „Mach ich beim Familienstudierabend gern mit?“ Deine Antworten werden dir zeigen, ob deine Entscheidung, dich taufen zu lassen, dein eigener Wunsch ist.

      WAS HINGABE BEDEUTET

      14. Beschreibe den Unterschied zwischen Hingabe und Taufe.

      14 Manche Kinder und Jugendliche sind sich nicht sicher, was der Unterschied zwischen Hingabe und Taufe ist. Sie sagen, sie hätten sich Jehova schon hingegeben, wären jetzt aber noch nicht so weit sich taufen zu lassen. Ergibt das jedoch einen Sinn? Sich hinzugeben bedeutet, Jehova zu sagen, dass man ihm für immer dienen möchte. Bei der Taufe macht man seine Hingabe öffentlich. Somit zeigst du bei der Taufe in aller Öffentlichkeit, was du Jehova vorher in einem persönlichen Gebet versprochen hast. Bevor du dich also taufen lässt, musst du wissen, was die Hingabe bedeutet.

      15. Was bedeutet die Hingabe?

      15 Einfach gesagt: Wenn du dich Jehova hingibst, gehörst du nicht mehr dir selbst. Du versprichst ihm, in deinem Leben immer das zu tun, was er möchte. (Lies Matthäus 16:24.) Jedes Versprechen sollte ernst genommen werden, erst recht ein Versprechen an Gott! (Mat. 5:33). Aber wie kannst du zeigen, dass du nicht mehr dir selbst gehörst, sondern Jehova? (Röm. 14:8).

      16, 17. (a) Was ist damit gemeint, sich nicht selbst zu gehören? Veranschauliche es. (b) Was sagt jemand, der sich Jehova hingibt, in Wirklichkeit?

      16 Ein Vergleich: Angenommen, ein Freund schenkt dir ein Auto. Er übergibt dir die nötigen Papiere und sagt: „Das ist jetzt dein Auto.“ Doch dann sagt er: „Die Schlüssel behalte ich aber. Und fahren werde ich auch lieber selbst.“ Was würdest du von so einem „Geschenk“ halten? Was würdest du über den Freund denken?

      17 Was erwartet Jehova zu Recht von jemandem, der sich ihm hingibt und sagt: „Ich schenke dir mein Leben. Ich gehöre dir.“? Stell dir vor, diese Person führt dann aber trotzdem ein Doppelleben und fängt zum Beispiel heimlich etwas mit jemandem an, der kein Zeuge Jehovas ist. Oder diese Person nimmt eine Arbeit an, die es ihr schwer macht, sich nach besten Kräften im Predigtdienst einzusetzen oder regelmäßig in die Zusammenkünfte zu gehen. Wäre das nicht so, als würde man die Autoschlüssel behalten? Wer sich Jehova hingibt, sagt ihm gewissermaßen: „Mein Leben gehört in erster Linie dir, nicht mir. Ich werde immer das tun, was du willst, selbst wenn ich etwas anderes möchte.“ So zu denken heißt, wie Jesus zu denken. Als er auf der Erde war, sagte er ja: „Ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat“ (Joh. 6:38).

      18, 19. (a) Wie wird durch Rose und Christopher deutlich, dass die Taufe ein Vorrecht ist, das zu Segnungen führt? (b) Wie denkst du über die Taufe?

      18 Die Taufe ist also eindeutig ein ernster Schritt, den weder du noch jemand anders auf die leichte Schulter nehmen sollte. Gleichzeitig ist es aber auch ein großes Vorrecht, sich Jehova hinzugeben und sich taufen zu lassen. Junge Menschen, die Jehova lieben und wissen, was es heißt, sich hinzugeben, schieben die Taufe weder vor sich her noch bereuen sie ihre Entscheidung irgendwann. Rose, eine Schwester im Teenageralter, sagt: „Ich liebe Jehova und ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als ihm zu dienen. Ich war mir bei nichts so sicher, wie bei der Entscheidung, mich taufen zu lassen.“

      19 Und wie ging es mit Christopher weiter, der am Anfang erwähnt wurde? War die Entscheidung, sich mit 12 Jahren taufen zu lassen, gut überlegt? Christopher denkt gern an seine Hingabe und Taufe zurück. Mit 17 hat er mit dem Pionierdienst angefangen, mit 18 wurde er Dienstamtgehilfe und heute ist er im Bethel. Er sagt: „Mich taufen zu lassen war die richtige Entscheidung. Für Jehova und seine Organisation zu arbeiten erfüllt mich wirklich.“ Hast auch du vor, dich taufen zu lassen? Wie kannst du dich dann darauf vorbereiten? Im nächsten Artikel findest du die Antwort.

  • Wie kannst du dich auf die Taufe vorbereiten?
    Der Wachtturm (Studienausgabe) 2016 | März
    • Ein junger Mann beim persönlichen Studium, beim Bibellesen, bei der Reinigung des Königreichssaals und beim Predigen

      Wie kannst du dich auf die Taufe vorbereiten?

      „Deinen Willen zu tun, o mein Gott, ist meine Lust gewesen“ (PS. 40:8)

      LIEDER: 51, 58

      WIE WÜRDEST DU ES BEANTWORTEN?

      • Was bedeutet es, „überzeugt worden“ zu sein?

      • Was versteht man unter „heiligen Handlungen des Wandels“ und „Taten der Gottergebenheit“?

      • Wie kann dir das Nachdenken über das Lösegeld helfen, Jehova noch dankbarer zu sein?

      1, 2. (a) Warum ist die Taufe ein ernster Schritt? (b) Nur wann kann man sich taufen lassen?

      BIST du jung und hast vor, dich taufen zu lassen? Wenn ja, dann erwartet dich das größte Vorrecht, das einem Menschen zuteilwerden kann. Wie wir jedoch bereits aus dem vorherigen Artikel erfahren haben, ist die Taufe aber auch ein ernster Schritt. Sie stellt deine Hingabe dar, also dein feierliches Versprechen an Jehova, ihm für immer zu dienen und das zu tun, was er möchte. Daher solltest du dich natürlich nur dann taufen lassen, wenn du für diese Entscheidung reif genug bist, dies dein eigener Wunsch ist und du verstehst, was die Hingabe bedeutet.

      2 Aber vielleicht fühlst du dich für diesen Schritt noch nicht so weit. Oder deine Eltern sagen dir, dass du mit der Taufe noch so lange warten solltest, bis du besser verstehst, was es bedeutet, als Christ zu leben. In beiden Fällen solltest du nicht entmutigt sein. Nutz doch die Gelegenheit, um Fortschritte zu machen, damit du dich bald taufen lassen kannst. Um dein Ziel, die Taufe, zu erreichen, könntest du dir in folgenden Bereichen Etappenziele setzen: 1. deine Überzeugung, 2. dein Verhalten und 3. deine Dankbarkeit.

      DEINE ÜBERZEUGUNG

      3, 4. Was können junge Leute von Timotheus lernen?

      3 Überleg einmal, wie du die folgenden Fragen beantworten würdest: „Warum glaube ich, dass es einen Gott gibt? Was überzeugt mich davon, dass die Bibel Gottes Wort ist? Warum denke ich, dass ein Leben nach den moralischen Prinzipien Gottes besser ist, als so zu leben, wie es in der Welt üblich ist?“ Diese Fragen sollen keine Zweifel in dir hervorrufen. Vielmehr sollen sie dir helfen, das zu tun, wozu der Apostel Paulus aufforderte — nämlich durch Prüfung festzustellen, „was der gute und annehmbare und vollkommene Wille Gottes ist“ (Röm. 12:2). Warum ist eine solche Prüfung auch für dich wichtig?

      4 Nehmen wir Timotheus als Beispiel. Er kannte sich in den Schriften gut aus, weil ihn seine Mutter und seine Großmutter von „frühester Kindheit an“ unterwiesen hatten. Dennoch forderte Paulus ihn auf: „Bleibe bei den Dingen, die du gelernt hast und zu glauben überzeugt worden bist“ (2. Tim. 3:14, 15). Gemäß einem Nachschlagewerk vermittelt das Wort, das mit „überzeugt“ wiedergegeben wird, in der Ursprache den Gedanken von „sich sicher sein, dass etwas wahr und richtig ist“. Timotheus hatte sich von der Wahrheit selbst überzeugt. Er nahm sie nicht deshalb an, weil seine Mutter und seine Großmutter ihn dazu aufgefordert hatten, sondern weil er selbst über die Wahrheit nachgedacht und sich von ihr überzeugt hatte. (Lies Römer 12:1.)

      5, 6. Warum ist es wichtig, von klein auf zu lernen seine „Vernunft“ zu gebrauchen?

      5 Kennst du die biblische Wahrheit auch schon von klein auf? Wenn ja, dann setz dir doch zum Ziel, die Gründe für deinen Glauben noch genauer zu untersuchen. Das wird deine Überzeugung festigen und dich davor bewahren, dich von Gruppenzwang, der Propaganda dieser Welt oder sogar deinen eigenen Gefühlen steuern zu lassen.

      6 Warum lohnt es sich, schon von klein auf zu lernen die „Vernunft“ zu gebrauchen? Weil dich das darauf vorbereitet, Gleichaltrigen vernünftige, einleuchtende Antworten zu geben, wenn sie dich beispielsweise fragen: „Woher weißt du, dass es einen Gott gibt? Warum lässt Gott Böses zu, wenn er doch Liebe ist? Wie kann es sein, dass Gott schon immer existiert?“ Wenn du vorbereitet bist, wird dein Glaube durch solche Fragen nicht geschwächt. Im Gegenteil, sie motivieren dich dazu, weiterhin persönlich zu studieren.

      7—9. Erkläre, wie dir die Online-Sammlung der Studienprojekte „Was lehrt die Bibel wirklich?“ helfen kann, deine Überzeugung zu vertiefen.

      7 Wer fleißig studiert, kann Fragen eher beantworten, Zweifel zerstreuen und seine Überzeugung vertiefen (Apg. 17:11). Hierfür gibt es etliche Hilfsmittel. Vielen hat die Broschüre Der Ursprung des Lebens: Fünf Fragen kritisch beleuchtet geholfen und das Buch Gibt es einen Schöpfer, der an uns interessiert ist?. Außerdem ist bei vielen Jugendlichen die Online-Rubrik „Was lehrt die Bibel wirklich?“ sehr beliebt. Diese Sammlung von Studienprojekten findest du auf jw.org unter BIBEL & PRAXIS. Jedes dieser Studienprojekte soll deine Überzeugung in Bezug auf ein biblisches Thema stärken.

      8 Kennst du dich in der Bibel bereits aus? Dann wirst du einige Fragen, die in diesen Studienprojekten gestellt werden, schnell beantworten können. Aber warum antwortest du so? In diesen Studienprojekten wirst du dazu angeregt, über Bibeltexte nachzudenken und dann deine Gedanken aufzuschreiben. Das wird dich dabei unterstützen, anderen deinen biblisch begründeten Glauben zu erklären. Die Online-Rubrik „Was lehrt die Bibel wirklich?“ hilft vielen jungen Leuten, ihre Überzeugung zu vertiefen. Falls du Zugang dazu hast, dann nimm doch diese Sammlung in dein persönliches Studienprogramm auf.

      9 Deine Überzeugung zu stärken ist ein wichtiger Schritt in Richtung Taufe. Eine Schwester im Teenageralter sagte: „Bevor ich mich entschloss, mich taufen zu lassen, studierte ich die Bibel und erkannte, dass das die wahre Religion ist. Und diese Überzeugung wird mit jedem Tag meines Lebens stärker.“

      DEIN VERHALTEN

      10. Warum ist es wichtig, dass ein getaufter Christ gemäß seinem Glauben handelt?

      10 Die Bibel sagt: „Der Glaube, wenn er keine Werke hat, [ist] in sich selbst tot“ (Jak. 2:17). Wenn du also eine feste Überzeugung hast, wird sich das in deinem Verhalten widerspiegeln. Welches Verhalten ist damit gemeint? Die Bibel spricht in diesem Zusammenhang von „heiligen Handlungen des Wandels und Taten der Gottergebenheit“. (Lies 2. Petrus 3:11.)

      11. Was ist mit den „heiligen Handlungen des Wandels“ gemeint?

      11 „Heilige Handlungen des Wandels“ sind an moralischer Reinheit zu erkennen. Wie würdest du dich in dieser Hinsicht einschätzen? Denk doch einmal über die letzten sechs Monate nach. Woran war zu erkennen, dass du zwischen Recht und Unrecht schon gut unterscheiden kannst? (Heb. 5:14). Erinnerst du dich an Situationen, in denen du dem Gruppenzwang widerstanden hast? Hat dein Verhalten dazu beigetragen, dass man in der Schule gut von deinem Glauben spricht? Hast du deinen Glauben verteidigt? Oder hast du dich deinen Mitschülern angepasst, damit du nicht verspottet wirst? (1. Pet. 4:3, 4). Natürlich ist keiner perfekt. Selbst wer Jehova schon lange dient, scheut sich manchmal davor, für seinen Glauben Stellung zu beziehen. Wer Jehova jedoch hingegeben ist, kann zu Recht stolz darauf sein, Gottes Namen zu tragen, und er zeigt dies auch durch sein Verhalten.

      12. Was gehört unter anderem zu den „Taten der Gottergebenheit“, und wie solltest du dazu eingestellt sein?

      12 Was gehört zu den „Taten der Gottergebenheit“? Zum Beispiel alles, was mit der Versammlung zu tun hat, wie der Besuch der Zusammenkünfte oder die Beteiligung am Predigtdienst. Auch deine Gebete und dein persönliches Studium — also das, was andere nicht sehen — gehören dazu. Wer sich Jehova hingegeben hat, empfindet diese „Taten“ nicht als reine Pflichtübung. Vielmehr ist er wie König David eingestellt, der sagte: „Deinen Willen zu tun, o mein Gott, ist meine Lust gewesen, und dein Gesetz ist in meinem Innern“ (Ps. 40:8).

      13, 14. (a) Welches Hilfsmittel kann es dir erleichtern, „Taten der Gottergebenheit“ hervorzubringen? (b) Was hat dieses Hilfsmittel einigen jungen Leuten gebracht?

      13 Damit es dir leichter fällt, dir Ziele zu setzen, gibt es in dem Buch Fragen junger Leute — praktische Antworten, Band 2 auf der Seite 308 und 309 ein Arbeitsblatt. Es lädt dich ein, deine Antworten auf folgende Fragen aufzuschreiben: „Welche Einzelheiten erwähnst du in deinen Gebeten? Wie sagst du Jehova, dass du ihn liebst? Was gehört zu deinem persönlichen Bibelstudium? Gehst du auch dann predigen, wenn dich deine Eltern nicht aktiv dabei unterstützen?“ Auf dem Arbeitsblatt ist auch genug Platz, um deine Ziele in Bezug auf deine Gebete, dein persönliches Studium und den Predigtdienst aufzuschreiben.

      14 Für viele junge Leute war dieses Arbeitsblatt sehr hilfreich, um sich auf die Taufe vorzubereiten. Eine junge Schwester namens Tilda sagte: „Ich verwendete das Arbeitsblatt, um mir Ziele zu setzen. Diese Ziele erreichte ich nach und nach und ungefähr ein Jahr später war ich so weit, mich taufen zu lassen.“ Auch für Patrick, einen jungen Bruder, war das Arbeitsblatt wertvoll. Er stellte fest: „Ich hatte zwar bereits Ziele, aber sie aufzuschreiben half mir, auch wirklich darauf hinzuarbeiten.“

      Ein junger Mann gibt in einer Zusammenkunft einen Kommentar

      Wirst du Jehova auch dann weiter dienen, wenn deine Eltern es nicht tun? (Siehe Absatz 15)

      15. Erkläre, warum die Hingabe eine persönliche Entscheidung ist.

      15 Eine der wichtigsten Fragen auf dem Arbeitsblatt, über die du nachdenken solltest, lautet: „Wirst du Jehova auch dann treu bleiben, wenn sich deine Eltern oder Freunde von ihm zurückziehen?“ Vergiss nicht: Als hingegebener und getaufter Zeuge Jehovas ist man vor Jehova für sich selbst verantwortlich. Das, was du für Jehova tust, sollte daher nicht von anderen abhängig sein — nicht einmal von deinen Eltern. Deine „heiligen Handlungen des Wandels und Taten der Gottergebenheit“ lassen erkennen, dass du dir die Wahrheit zu eigen gemacht hast und dass du deinem Ziel, der Taufe, immer näher kommst.

      DEINE DANKBARKEIT

      16, 17. (a) Was sollte jemand motivieren, sich taufen zu lassen und als Christ zu leben? (b) Wie lässt sich veranschaulichen, dass man für das Lösegeld dankbar sein sollte?

      16 Ein Mann, der sich im mosaischen Gesetz gut auskannte, fragte Jesus: „Welches ist das größte Gebot?“ Jesus antwortete: „Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn“ (Mat. 22:35-37). Wie Jesus hier deutlich machte, sollte die Motivation dafür, sich taufen zu lassen und als Christ zu leben, von Herzen kommende Liebe zu Jehova sein. Eine der besten Möglichkeiten, die Liebe zu Jehova zu vertiefen, ist, über sein größtes Geschenk an uns nachzudenken: das Loskaufsopfer seines Sohnes. (Lies 2. Korinther 5:14, 15; 1. Johannes 4:9, 19.) Wenn du über das Lösegeld und über das nachdenkst, was es für dich bedeutet, wirst du bestimmt dankbar reagieren.

      17 Dazu ein Beispiel: Angenommen, jemand hätte dich vor dem Ertrinken gerettet. Würdest du einfach nach Hause gehen, dich abtrocknen und die ganze Sache vergessen? Natürlich nicht! Du würdest ja tief in der Schuld dessen stehen, der dich gerettet hat. Schließlich verdankst du ihm dein Leben! Verdanken wir Jehova Gott und Jesus Christus nicht noch viel mehr? Ohne das Lösegeld würde jeder von uns in Sünde und Tod sozusagen ertrinken. Doch aufgrund dieses großen Liebesbeweises haben wir die einmalige Aussicht, ewig im Paradies auf der Erde zu leben!

      18, 19. (a) Warum brauchst du keine Angst davor zu haben, Jehova zu gehören? (b) Wie verbessert es dein Leben, Jehova zu dienen?

      18 Bist du Jehova für das dankbar, was er für dich getan hat? Dann wäre es angebracht, dich Jehova hinzugeben und dich taufen zu lassen. Wie du schon weißt, ist deine Hingabe ein feierliches Versprechen an Jehova, immer seinen Willen zu tun — was auch immer passiert. Musst du vor so einer Verpflichtung Angst haben? Auf keinen Fall! Denk immer daran: Jehova will das Beste für dich und er belohnt alle, die ihn aufrichtig suchen (Heb. 11:6). Dich Jehova hinzugeben und dich taufen zu lassen, verschlechtert dein Leben nicht. Ganz im Gegenteil: Jehova zu dienen verbessert dein Leben. Ein 24-jähriger Bruder, der sich noch bevor er ein Teenager wurde taufen ließ, sagt: „Ich hätte vielleicht ein tieferes Verständnis gehabt, wenn ich älter gewesen wäre. Aber mich Jehova hinzugeben, schützte mich davor, Ziele in Satans Welt zu verfolgen.“

      19 Wie sehr sich Jehova doch von Satan unterscheidet, dessen Interesse an dir nur egoistisch ist! Satan bietet denen, die sich auf seine Seite stellen, nichts von bleibendem Wert. Und wie sollte er das auch? Für ihn selbst gibt es keine guten Nachrichten und nicht den leisesten Hoffnungsschimmer. Wie könnte er dir also etwas geben, was er selbst gar nicht hat? Er kann dir nur die gleiche Zukunft bieten, die ihn selbst erwartet — nämlich Vernichtung! (Offb. 20:10).

      20. Wodurch kann ein junger Mensch so weit Fortschritte machen, dass er sich hingeben und taufen lassen kann? (Siehe auch den Kasten „“Wie du weiter Fortschritte machen kannst“.)

      20 Sich Jehova hinzugeben ist wirklich das einzig Richtige. Bist du für diesen Schritt so weit? Wenn ja, dann schiebe ihn nicht hinaus. Solltest du aber noch mehr Zeit brauchen, dann nutz doch die Vorschläge aus diesem Artikel, um weiter Fortschritte zu machen. Paulus schrieb an die Philipper: „Doch an dem, was ihr schon erreicht habt, müsst ihr auf jeden Fall festhalten. Bleibt nicht auf halbem Wege stehen!“ (Phil. 3:16, Hoffnung für alle). Wenn du das befolgst, wirst du dich Jehova bald hingeben und dich taufen lassen wollen.

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