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  • Beziehung zu Gott
    Fragen junger Leute — Praktische Antworten, Band 2
    • TEIL 9

      Beziehung zu Gott

      Was fällt dir am schwersten?

      □ In der Bibel zu lesen

      □ Regelmäßig zu beten

      □ Mit anderen, besonders Schulfreunden, über meinen Glauben zu sprechen

      □ Zu verstehen, warum man nach der Bibel leben sollte

      Schreib hier auf, was du dir bei dem Punkt, den du angekreuzt hast, vornehmen möchtest.

      ․․․․․

      Die Kapitel 34–38 sollen dir helfen, deine Beziehung zu Jehova zu vertiefen, nach der Bibel zu leben und dir Ziele zu setzen, die deinem Leben eine Richtung und einen Sinn geben.

  • Warum soll ich nach der Bibel leben?
    Fragen junger Leute — Praktische Antworten, Band 2
    • KAPITEL 34

      Warum soll ich nach der Bibel leben?

      In der Pause sitzt du gerade mit zwei Mädchen zusammen, als in eurer Nähe der Neue auftaucht.

      „Du, ich glaub, der Marc findet dich gut“, sagt die eine. „Wie der dich die ganze Zeit anschaut!“

      „Und das Beste ist ...“, flüstert dir das andere Mädchen zu. „Er hat noch keine Freundin.“

      Du hast dir auch schon gedacht, dass er an dir Interesse hat. Vor ein paar Tagen hatte er dich mit ein paar anderen zu sich nach Hause eingeladen. Für dich war zwar klar, dass du nicht hingehst, aber insgeheim hast du darüber nachgedacht, ob du nicht vielleicht doch etwas verpasst hast.

      Das erste Mädchen reißt dich aus deinen Gedanken.

      „Schade, dass ich schon einen Freund habe“, sagt sie. „Den würde ich sofort nehmen.“

      Dann wirft sie dir einen verständnislosen Blick zu. Du ahnst schon, was jetzt kommt.

      „Sag mal, wieso hast du eigentlich keinen Freund?“

      Bei dieser Frage kriegst du die Panik. Eigentlich hättest du ja gern einen Freund. Aber man hat dir immer gesagt, dass du damit warten solltest, bis du so weit bist zu heiraten. Wäre da nur nicht ...

      „Das hat was mit deinem Glauben zu tun, stimmts?“, sagt das zweite Mädchen.

      „Kann die Gedanken lesen?“, fragst du dich.

      „Du immer mit deiner Bibel“, sagt sie genervt. „Kannst du denn nie ein bisschen Spaß haben?“

      BIST du schon mal ausgelacht worden, weil du versuchst, nach der Bibel zu leben? Vielleicht hattest du dann das Gefühl, dir würde etwas entgehen. So war es bei Deborah. „Ich hab mich total eingeengt gefühlt“, sagt sie. „Manchmal hab ich mir gewünscht, ich könnte tun und lassen, was ich will, wie die anderen in der Schule.“

      Wie sieht die Realität aus?

      Ein Sprichwort lautet: Durch Schaden wird man klug. Noch viel klüger – und außerdem biblisch – ist es aber, aus den Fehlern anderer zu lernen, wie der Bibelschreiber Asaph. Eine Zeit lang fühlte er sich durch Gottes Gebote sehr eingeengt. Aber dann beobachtete er, wie es mit denen ausging, die Gottes Wege verlassen hatten. Das brachte ihn zur Vernunft. Er kam zu dem Schluss, dass sie auf „schlüpfrigem [rutschigem] Boden“ standen (Psalm 73:18).

      Behalte diesen Gedanken im Hinterkopf, wenn du jetzt die Kommentare von einigen jungen Leuten liest, die für eine gewisse Zeit die biblische Moral aufgegeben hatten.

      ● Was hat zu eurem Verhalten geführt?

      Deborah: „In der Schule hatten alle einen Freund und wirkten immer happy. Wenn ich gesehen hab, wie sich in meiner Clique welche geküsst haben, wurde ich neidisch und hab mich allein gefühlt. Oft hab ich stundenlang von einem Jungen geträumt und mir gewünscht, er wäre mein Freund.“

      Mike: „Bei dem, was ich gelesen und mir im Fernsehen angeschaut hab, ging es oft um Sex. Bei den Gesprächen mit meinen Freunden auch. Das hat mich neugierig gemacht. Wenn ich dann mit einem Mädchen allein war, dachte ich, wir könnten zueinander zärtlich sein, ohne Sex zu haben. Ich dachte, ich könnte jederzeit stoppen.“

      Andrew: „Ich hab mir im Internet immer wieder pornografische Bilder angeschaut. Mit Trinken hab ich auch angefangen. Und ich war auf Partys mit Jugendlichen zusammen, denen die Bibel ziemlich egal war.“

      Tracy: „Ich wusste zwar, dass Sex vor der Ehe verkehrt ist, aber ich war nicht wirklich dagegen. Eigentlich wollte ich ja keinen Sex haben, aber meine Gefühle waren einfach stärker als mein Verstand. Eine Zeit lang war mein Gewissen total abgestumpft. Ich hatte überhaupt keine Schuldgefühle.“

      ● Wart ihr in dieser Zeit glücklich?

      Deborah: „Am Anfang war es die totale Freiheit, und ich war froh, dass ich endlich dazugehörte. Aber dieses Gefühl hat nicht lange angehalten. Nach einiger Zeit hab ich mich schmutzig, schuldig und leer gefühlt. Ich hab es sehr bereut, dass ich meine Jungfräulichkeit weggeworfen hab.“

      Andrew: „Es ist mir immer leichter gefallen, etwas Verkehrtes zu tun. Gleichzeitig hatte ich aber schreckliche Schuldgefühle und war von mir selber enttäuscht.“

      Tracy: „Ich hab mir durch mein unmoralisches Verhalten meine Jugend kaputt gemacht. Ich dachte, mit meinem Freund würde es immer nur schön sein. War es aber nicht. Irgendwann haben wir uns nur noch wehgetan. Ich hab mich elend gefühlt und nächtelang geweint und mir gewünscht, ich hätte mich immer an Jehova gehalten.“

      Mike: „Es war, als ob ein Teil von mir gestorben wäre. Ich wollte nicht wahrhaben, wie sich mein Verhalten auf andere auswirkte. Aber ich konnte es nicht ignorieren. Es war für mich schlimm, als ich merkte, wie sehr ich anderen wehgetan hatte, nur um meinen Spaß zu haben.“

      ● Was würdet ihr Jugendlichen raten, die sich durch die Bibel eingeengt fühlen?

      Tracy: „Führ ein Leben, das Jehova gefällt, und such dir Freunde, die das auch tun. Das macht dich viel glücklicher.“

      Deborah: „Es geht nicht nur um dich und das, was du willst. Dein Verhalten berührt auch andere. Außerdem schadest du dir nur selbst, wenn du nicht auf Gott hörst.“

      Andrew: „Wenn man noch unerfahren ist, findet man das, was die anderen machen, unheimlich aufregend. Man lässt sich leicht von ihnen beeinflussen. Such dir deshalb die richtigen Freunde. Vertrau auf Jehova, dann wirst du später nichts zu bereuen haben.“

      Mike: „Deine Würde und deine Unschuld sind mit das Wertvollste, was du von Jehova bekommen hast. Wirf das nicht weg, nur weil du dich nicht beherrschen kannst. Das ist es nicht wert. Rede mit deinen Eltern und anderen Erwachsenen über deine Probleme. Hast du einen Fehler gemacht, sag sofort etwas und bring die Sache wieder in Ordnung. Das zu tun, was Jehova gefällt, gibt dir echten inneren Frieden.“

      Zwangsjacke oder Sicherheitsgurt?

      Jehova ist der „glückliche Gott“. Auch dich möchte er gern glücklich sehen (1. Timotheus 1:11; Prediger 11:9). Was die Bibel sagt, ist das Beste für dich. Sieh die biblischen Gebote deshalb nicht als Zwangsjacke an, die dich in deiner Freiheit einschränkt, sondern eher als Sicherheitsgurt, der zu deinem Schutz da ist.

      Der Bibel kannst du voll und ganz vertrauen. Wenn du dich an Gottes Wort hältst, ist das nur zu deinem Vorteil und Jehova freut sich über dich (Jesaja 48:17).

      IM NÄCHSTEN KAPITEL

      Du kannst ein Freund Gottes sein. Hier erfährst du, wie.

      BIBELTEXT

      Jehova sagt uns: „Ich lehre euch, was gut für euch ist“ (Jesaja 48:17, Hoffnung für alle)

      TIPP

      Denk darüber nach, wie du deinen jüngeren Geschwistern erklären würdest, warum es gut ist, nach der Bibel zu leben. Wenn man über seine eigene Überzeugung redet, verfestigt sie sich im Herzen.

      HAST DU GEWUSST ...?

      Von einer Sekunde auf die andere kann dein Verhältnis zu Jehova zerstört werden, aber es wieder in Ordnung zu bringen kann Jahre dauern.

      DAS HABE ICH FEST VOR!

      Damit ich besser verstehe, wie gut es ist, nach der Bibel zu leben, werde ich ․․․․․

      Falls ich anfange, andere, die nichts von der Bibel wissen wollen, zu beneiden, werde ich ․․․․․

      Meinen Vater oder meine Mutter möchte ich dazu fragen: ․․․․․

      WAS DENKST DU?

      ● Warum ist die Devise „Durch Schaden wird man klug“ nicht die beste?

      ● Was kannst du von Deborah, Mike, Andrew und Tracy lernen?

      ● Warum sehen manche die biblischen Gebote als Zwangsjacke an, aber wieso ist es kurzsichtig, so zu denken?

      [Herausgestellter Text auf Seite 285]

      „Man fühlt sich viel schlechter, wenn man einen Fehler verheimlicht, als wenn man sich den Konsequenzen stellt.” Donna

      [Bilder auf Seite 288]

      Die biblischen Gebote zwängen dich nicht ein, sondern schützen dich

  • Leitbild: Asaph
    Fragen junger Leute — Praktische Antworten, Band 2
    • Leitbild: Asaph

      Asaph macht gerade eine schwere Zeit durch. Er ist von Menschen umgeben, die Gottes Gesetze brechen und scheinbar ungeschoren davonkommen. Asaph fragt sich schon langsam, ob es sich überhaupt lohnt, ein Leben zu führen, das Gott gefällt. „Sicherlich ist es vergeblich, dass ich mein Herz gereinigt habe und dass ich in Unschuld meine Hände wasche“, sagt er. Doch dann denkt er tief nach und ändert seine Meinung. Ihm wird klar, dass das Glück schlechter Menschen nur von kurzer Dauer ist. In einem Lied sagt er deshalb zu Jehova: „Neben dir habe ich keine andere Lust auf der Erde“ (Psalm 73:3, 13, 16, 25, 27).

      Vielleicht hast du dich auch schon mal gefragt, ob es wirklich so wichtig ist, Gottes Gebote zu halten. Mach es dann wie Asaph und blick hinter die Kulissen. Beobachte, wie es denen ergeht, die sich nicht an Gottes Gebote halten. Haben sie wirklich Frieden? Sind sie auf irgendein Geheimnis des Glücks gestoßen, das treuen Dienern Jehovas verborgen ist? Wenn du die Sache gut durchdenkst, wirst du bestimmt zu demselben Schluss kommen wie Asaph: „Es [ist] für mich gut, mich Gott zu nahen“ (Psalm 73:28).

  • Wie werde ich ein Freund Gottes?
    Fragen junger Leute — Praktische Antworten, Band 2
    • KAPITEL 35

      Wie werde ich ein Freund Gottes?

      Als Jeremy einmal etwas Schlimmes durchmachte, wurde ihm bewusst, wie wertvoll die Freundschaft mit Gott ist. „Als ich 12 war, hat mein Vater unsere Familie verlassen“, erzählt er. „Ich weiß noch, wie ich einmal nachts im Bett lag und Jehova angefleht hab, dass mein Vater wieder zurückkommt.“

      In seiner Verzweiflung begann Jeremy in der Bibel zu lesen. Die Worte in Psalm 10:14 gingen ihm sehr zu Herzen. Dort heißt es, dass sich ein vaterloser Junge Jehova anvertrauen darf und dass ihm Jehova helfen möchte. Jeremy sagt: „Es war so, als würde Jehova direkt zu mir sprechen und mir sagen, dass er mein Helfer und Vater sein möchte. Könnte ich einen besseren Vater haben als ihn?“

      JEHOVA sagt auch dir durch die Bibel, dass er dein Freund sein möchte. Es heißt: „Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen“ (Jakobus 4:8). Stell dir das nur einmal vor! Jehova bietet dir an, dein Freund zu sein – obwohl du ihn nicht sehen kannst und er so unendlich groß ist.

      Für eine Freundschaft mit Gott muss man allerdings etwas tun. Dazu ein Beispiel: Wenn du eine Zimmerpflanze hast, weißt du, dass sie Pflege braucht. Damit sie wachsen kann, musst du sie regelmäßig gießen und für die richtige Umgebung sorgen. Ähnlich ist es bei der Freundschaft mit Gott. Was kannst du tun, damit sie wächst?

      In der Bibel lesen und nachforschen

      Zu einer Freundschaft gehört Kommunikation. Man muss seinem Freund gut zuhören und mit ihm reden. So ist es auch bei der Freundschaft mit Gott. Wir hören ihm zu, wenn wir in der Bibel lesen und nachforschen (Psalm 1:2, 3).

      Kann sein, dass Lesen und Lernen nicht gerade deine Lieblingsbeschäftigungen sind. Vielleicht gehörst du zu den Jugendlichen, die viel lieber fernsehen, mit Freunden zusammen sind oder sich sonst irgendwie die Zeit vertreiben. Doch wenn du ein Freund Jehovas sein möchtest, führt kein Weg daran vorbei, ihm zuzuhören, also in Gottes Wort zu lesen.

      Aber keine Angst: Bibellesen muss nicht langweilig sein. Du kannst etwas tun, damit es dir sogar Spaß macht – selbst wenn du nicht der Typ bist, der gerne liest. Zunächst musst du dafür Zeit einplanen. „Ich habe einen Leseplan“, sagt Lais. „Ich lese jeden Morgen gleich als Erstes ein Kapitel in der Bibel.“ Maria (15) macht es anders. „Ich lese jeden Abend vor dem Schlafengehen ein bisschen in der Bibel“, sagt sie.

      Schau dir mal den Kasten auf Seite 292 an, bevor du dir deinen eigenen Bibelleseplan machst. Schreib dann hier auf, wann du dir etwa 30 Minuten für das Bibellesen reservieren könntest.

      ․․․․․

      Zeit einzuplanen ist aber erst der Anfang. Wenn du in der Bibel liest, wirst du feststellen, dass einiges gar nicht so leicht zu verstehen ist. Vielleicht geht es dir dann so wie Jezreel (11), der ganz offen sagt: „Einige Teile in der Bibel sind ganz schön schwer und nicht gerade spannend.“ Gib trotzdem nicht auf, und denk immer daran, dass du beim Bibellesen praktisch mit deinem Freund Jehova zusammen bist und ihm zuhörst. Du hast es selbst in der Hand, wie schön und lohnend es für dich ist, in der Bibel zu lesen und nachzuforschen!

      Zu Jehova beten

      Im Gebet können wir mit Gott sprechen. Stell dir nur einmal vor, was das für ein großartiges Geschenk ist! Du kannst mit Jehova zu jeder Tages- und Nachtzeit reden. Er ist immer für dich da und freut sich, wenn du mit ihm redest. Deshalb legt uns die Bibel ans Herz: „Lasst in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung eure Bitten bei Gott bekannt werden“ (Philipper 4:6).

      Wie dieser Bibeltext zeigt, kannst du mit Jehova über ganz unterschiedliche Dinge sprechen. Beispielsweise über deine Probleme und Sorgen. Aber auch über alles, wofür du dankbar bist. Bedankst du dich nicht auch bei anderen, wenn sie dir etwas Gutes getan haben? Das kannst du auch bei Jehova. Keiner deiner Freunde hat je so viel für dich getan wie er! (Psalm 106:1).

      Hier kannst du aufschreiben, wofür du Jehova dankbar bist.

      ․․․․․

      Kommt es manchmal vor, dass du nicht schlafen kannst, weil dich etwas stark belastet? In Psalm 55:22 findest du die schöne Aufforderung: „Wirf deine Bürde auf Jehova, und er selbst wird dich stützen. Niemals wird er zulassen, dass der Gerechte wankt.“

      Hier kannst du aufschreiben, was dich bedrückt und worüber du mit Jehova reden möchtest.

      ․․․․․

      Erfahrungen sammeln

      Es gibt noch etwas anderes, was deine Beziehung zu Gott vertiefen kann. David schrieb in Psalm 34: „Schmeckt und seht, dass Jehova gut ist“ (Vers 8). Als er diesen Psalm komponierte, hatte er gerade etwas Furchtbares durchgemacht. Er war auf der Flucht vor dem mordgierigen König Saul. Als ob das nicht schon schlimm genug war, musste er auch noch in das Land seiner Feinde, der Philister, fliehen. Dort ist er dem Tod nur entgangen, weil er vortäuschte, nicht ganz bei Verstand zu sein (1. Samuel 21:10-15).

      David dachte nicht, er hätte dieses Problem nur deswegen gemeistert, weil er so clever war, sondern er gab Jehova die Ehre dafür. In dem eben erwähnten Psalm schrieb er: „Ich befragte Jehova, und er antwortete mir, und aus all meinen Schrecknissen befreite er mich“ (Psalm 34:4). David wusste, wovon er sprach, als er anderen ans Herz legte: „Schmeckt und seht, dass Jehova gut ist“.a Er hatte es selbst erlebt.

      Hast du schon mal etwas erlebt, woran du gemerkt hast, dass Jehova immer für dich da ist? Wenn ja, schreib es hier auf. Kleiner Tipp: Es muss nichts Weltbewegendes sein. Denk einfach an ein alltägliches Erlebnis, das man leicht für selbstverständlich nehmen könnte.

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      Falls du die Bibel durch deine Eltern kennengelernt hast, ist das ein großer Vorteil. Trotzdem musst du selbst eine Beziehung zu Gott aufbauen. Wenn du das noch nicht getan hast, sind die Tipps in diesem Kapitel eine gute Starthilfe. Und du kannst auf die Hilfe Jehovas zählen. In der Bibel heißt es: „Bittet fortwährend, und es wird euch gegeben werden; sucht unablässig, und ihr werdet finden“ (Matthäus 7:7).

      MEHR ZU DIESEM THEMA IN BAND 1, KAPITEL 38 UND 39

      IM NÄCHSTEN KAPITEL

      Fällt es dir schwer, mit anderen über Gott zu sprechen? Hier erfährst du, wie du deinen Glauben verteidigen kannst.

      [Fußnote]

      a Manche Bibelübersetzungen geben die Formulierung „schmeckt und seht“ so wieder: „probiert es aus und erlebt selbst“, „spürt und seht“ und „kostet und erfahrt“ (Hoffnung für alle; Zürcher Bibel; Rießler/Storr).

      BIBELTEXT

      „Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst sind“ (Matthäus 5:3)

      TIPP

      Wenn du täglich vier Seiten in der Bibel liest, hast du sie in etwa einem Jahr durch.

      HAST DU GEWUSST ...?

      Dass du dieses Buch liest und dir die biblischen Tipps zu Herzen nimmst, ist ein Hinweis darauf, dass Jehova dich zu sich zieht (Johannes 6:44).

      DAS HABE ICH FEST VOR!

      Um mehr vom Bibellesen zu haben, werde ich ․․․․․

      Das hilft mir, regelmäßiger zu beten: ․․․․․

      Meinen Vater oder meine Mutter möchte ich dazu fragen: ․․․․․

      WAS DENKST DU?

      ● Was kannst du tun, damit es dir noch mehr Freude macht, in der Bibel zu lesen?

      ● Warum freut sich Jehova über unsere Gebete, obwohl wir unvollkommen sind?

      ● Wie können deine Gebete noch persönlicher werden?

      [Herausgestellter Text auf Seite 291]

      „Früher hab ich immer das Gleiche gebetet. Jetzt versuche ich, Jehova jeden Tag zu erzählen, was ich Schönes und nicht so Schönes erlebt hab. Da kein Tag wie der andere ist, sind meine Gebete viel abwechslungsreicher geworden.” Eve

      [Kasten/Bild auf Seite 292]

      Entdecke die Bibel

      1. Such dir in der Bibel etwas aus, das dich besonders interessiert. Bitte Gott, dass er dir hilft, diesen Bibelbericht zu verstehen.

      2. Lies ihn dir gut durch. Nimm dir Zeit. Lass deine Fantasie spielen. Lies so, dass alle Sinne beteiligt sind. Siehst du, was da passiert? Hörst du die Stimmen? Nimmst du die Gerüche wahr, den Geschmack der Delikatessen? Lass den Bericht vor deinen Augen lebendig werden!

      3. Denk über das nach, was du gelesen hast. Du könntest dich fragen:

      ● Warum ließ Jehova diesen Bericht in sein Wort aufnehmen?

      ● Welche Personen könnte ich mir zum Vorbild nehmen? Welche sind ein warnendes Beispiel für mich?

      ● Was nehme ich aus dem Bericht für mich mit?

      ● Was lerne ich über Jehova und seine Handlungsweise?

      4. Sprich ein kurzes Gebet. Sag Jehova, was du aus dem Bericht gelernt hast und wie du es umsetzen möchtest. Danke ihm immer wieder für das Geschenk, das du von ihm bekommen hast — die Heilige Schrift, Gottes Wort!

      [Bild]

      „Dein Wort ist eine Leuchte meinem Fuß und ein Licht für meinen Pfad“ (Psalm 119:105)

      [Kasten/Bild auf Seite 294]

      Das Wichtigste zuerst

      Keine Zeit zum Beten? Keine Zeit, in der Bibel zu lesen und etwas nachzuforschen? Oft hat es damit zu tun, wie man seine Prioritäten setzt.

      Mach einmal dieses Experiment: Leg ein paar größere Steine in einen Eimer und füll ihn dann mit Sand auf.

      Leere jetzt den Eimer und versuch es mal umgekehrt. Füll nun den gleichen Sand zuerst ein. Versuch dann die Steine in den Eimer zu bekommen. Kein Platz? Das liegt daran, dass du den Sand zuerst eingefüllt hast.

      Was hat das mit unserem Thema zu tun? Die Bibel sagt, dass in unserem Leben die „wichtigeren Dinge“ zuerst kommen sollten (Philipper 1:10). Wenn für dich kleinere Dinge wie Freizeitaktivitäten zuerst kommen, wirst du kaum Platz für die größeren Dinge finden – alles, was mit deinem Verhältnis zu Gott zu tun hat. Hältst du dich aber an den Hinweis aus Philipper, wirst du feststellen, dass es in deinem Leben Platz für beides gibt. Es ist alles eine Frage deiner Prioritäten!

      [Bild auf Seite 290]

      Die Freundschaft mit Gott muss gepflegt werden – ähnlich wie eine Zimmerpflanze

  • Wie kann ich meinen Glauben verteidigen?
    Fragen junger Leute — Praktische Antworten, Band 2
    • KAPITEL 36

      Wie kann ich meinen Glauben verteidigen?

      Was könnte dich davon abhalten, in der Schule über deinen Glauben zu sprechen?

      □ Ich weiß zu wenig über die Bibel.

      □ Ich hab Angst, ausgelacht zu werden.

      □ Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll.

      Was würdest du dir am ehesten zutrauen?

      □ Mit jemandem ganz allein zu reden

      □ Vor der ganzen Klasse zu sprechen

      □ In einem Aufsatz etwas über meinen Glauben zu schreiben

      Gibt es einen Schulfreund, der auf ein biblisches Thema eventuell positiv reagieren würde? ․․․․․

      UNTER deinen Klassenkameraden ist das Thema Gott wahrscheinlich nicht besonders beliebt. Fast jedes andere Thema – Sport, Mode, Jungs, Mädchen – löst lebhafte Diskussionen aus. Doch kaum fängt man von Gott an, herrscht plötzlich Stille.

      Nicht, dass die anderen an gar nichts glauben würden. Viele Jugendliche glauben schon an Gott. Aber sie finden es peinlich, darüber zu reden, weil sie das für „uncool“ halten.

      Und du?

      Zögerst du, mit deinen Schulfreunden über Gott zu sprechen? Das ist nur verständlich. Niemand möchte abgelehnt oder ausgelacht werden. Könnte das denn passieren, wenn du über deinen Glauben redest? Klar. Aber es könnte auch sein, dass deine Klassenkameraden ganz anders reagieren, als du denkst. Viele junge Leute fragen sich, ob die Erde eine Zukunft hat oder warum es so viele Probleme auf der Welt gibt. Sie hätten gern eine Antwort auf ihre Fragen, doch sie würden lieber mit jemand in ihrem Alter darüber reden als mit einem Erwachsenen.

      Vielleicht hast du aber Angst, so ein Gespräch anzufangen, weil du nicht fanatisch wirken und nichts Falsches sagen willst. Über den eigenen Glauben zu reden ist ein bisschen so, als würde man versuchen, ein Instrument zu spielen. Aller Anfang ist schwer! Aber je mehr man übt, umso leichter wird es, und dann hat sich die Mühe gelohnt. Nur, wie macht man den Anfang bei Gesprächen über Gott?

      Meistens ist es gar nicht so schwer, einen Einstieg zu finden. Wenn in der Schule zum Beispiel etwas aus den Nachrichten besprochen wird, könntest du erwähnen, wie die Bibel dazu steht. Oder du sprichst einen bestimmten Schulfreund mal ganz alleine an. Manche Jugendliche legen auch einfach eine biblische Veröffentlichung auf ihren Tisch, um andere neugierig zu machen. Oft ergibt sich daraus ein Gespräch.

      Welche dieser Methoden könntest du einmal ausprobieren? ․․․․․

      Fällt dir noch eine andere Möglichkeit ein, wie du ein Gespräch über deinen Glauben anfangen könntest?

      ․․․․․

      Manchmal bietet sich auch der Unterrichtsstoff dafür an, über seinen Glauben zu reden, zum Beispiel, wenn das Thema Evolution behandelt wird. Wie kannst du dann deinen Glauben an die Schöpfung verteidigen?

      Thema Evolution

      „Alles, was wir im Unterricht über Evolution durchgenommen haben, war ganz anders als das, was ich bis dahin gelernt hatte“, sagt Ryan. „Die Evolutionstheorie wurde als Tatsache hingestellt. Da hab ich echt die Panik gekriegt.“ Raquel ging es ähnlich: „Als meine Lehrerin sagte, als Nächstes würde die Evolutionstheorie drankommen, hab ich einen richtigen Schreck bekommen. Ich wusste, dass ich mich nicht davor drücken konnte, vor der Klasse zu diesem schwierigen Thema Stellung zu nehmen.“

      Wie fühlst du dich, wenn du das Thema Evolution auf dich zukommen siehst? Eigentlich glaubst du ja, dass Gott „alle Dinge erschaffen“ hat (Offenbarung 4:11). Überall um dich herum siehst du Beweise für einen Schöpfer. Doch die Schulbücher und deine Lehrer sagen, das Leben hätte sich von selbst entwickelt. Und jetzt sollst du dieser „Expertenmeinung“ widersprechen?!

      Vielleicht beruhigt es dich, dass du mit deiner Meinung über die Evolutionstheorie nicht allein dastehst. Es gibt sogar Wissenschaftler, die sie nicht akzeptieren. Außerdem glauben auch eine ganze Reihe Lehrer und Schüler nicht daran.

      Damit du deinen Glauben an die Schöpfung aber verteidigen kannst, musst du wissen, was in der Bibel tatsächlich zu diesem Thema steht. Es wäre nicht gut, ein Streitgespräch über etwas anzufangen, worüber die Bibel nichts Konkretes sagt. Dazu ein paar Beispiele.

      In meinem Schulbuch steht, dass unser Sonnensystem schon seit Milliarden von Jahren existiert. Wie die Bibel sagt, waren das Universum und die Erde schon vor dem ersten Schöpfungstag da. Unser Sonnensystem kann also durchaus Milliarden von Jahren alt sein (1. Mose 1:1).

      Mein Lehrer sagt, dass die Erde nicht in 6 Tagen entstanden sein kann. In der Bibel steht nichts davon, dass die 6 Schöpfungstage buchstäbliche 24-Stunden-Tage waren.

      Im Unterricht haben wir mehrere Beispiele besprochen, wie sich Menschen und Tiere im Lauf der Zeit verändert haben. Die Bibel sagt, dass Gott die Lebewesen „nach ihren Arten“ erschaffen hat (1. Mose 1:20, 21). Sie stützt nicht die Ansicht, das Leben sei aus toter Materie entstanden oder Gott habe die Evolution mit einer einzigen Zelle in Gang gesetzt. In den einzelnen „Arten“ steckt jedoch ein Potenzial für große Vielfalt. Vom biblischen Standpunkt spricht nichts dagegen, dass es innerhalb der „Arten“ zu Veränderungen kommt.

      Was würdest du antworten, wenn ein Lehrer oder ein Mitschüler sagt:

      „Es ist bewiesen, dass wir ein Produkt der Evolution sind.“ ․․․․․

      „Ich glaube nicht an Gott, weil man ihn nicht sehen kann.“ ․․․․․

      Überzeuge dich selbst!

      Vielleicht glaubst du einfach deswegen an die Schöpfung, weil deine Eltern dir das so beigebracht haben. Doch jetzt, wo du älter wirst, möchtest du dir sicher selbst vernünftige Argumente zusammensuchen, damit dein Glaube eine feste Grundlage hat (Römer 12:1). Frag dich deshalb einmal, was dich persönlich davon überzeugt, dass es einen Schöpfer gibt. Sam (14) meint dazu: „Der menschliche Körper besteht aus vielen komplizierten Einzelteilen, die perfekt zusammenarbeiten. So was kann sich gar nicht von selber entwickelt haben.“ Holly (16) findet das auch: „Seit bei mir Diabetes festgestellt wurde, hab ich unheimlich viel über den Körper gelernt. Zum Beispiel über die Bauchspeicheldrüse. Sie ist zwar nur ein kleines Organ, das hinter dem Magen versteckt liegt, aber es ist unglaublich, was sie alles für das Blut und die anderen Organe tut.“

      Hier kannst du drei Punkte aufschreiben, die dich von der Existenz eines Schöpfers überzeugen.

      1. ․․․․․

      2. ․․․․․

      3. ․․․․․

      Du brauchst dir nicht komisch vorzukommen oder dich zu schämen, weil du an Gott und an die Schöpfung glaubst. Alles spricht dafür, dass wir das Werk eines genialen Schöpfers sind.

      Eigentlich ist es die Evolutionstheorie und nicht die Schöpfungslehre, die einem enorm viel Glauben abverlangt – den Glauben an Wunder ohne einen Wundertäter. Hast du dich mit dem Thema erst einmal intensiv auseinandergesetzt, wirst du deinen Glauben an Gott selbstbewusst verteidigen können.

      IM NÄCHSTEN KAPITEL

      Andere in deinem Alter lassen sich taufen. Bist du auch schon so weit, diesen Schritt zu tun?

      BIBELTEXT

      „Ich schäme mich der guten Botschaft nicht; sie ist tatsächlich Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der Glauben hat“ (Römer 1:16)

      TIPP

      Achte darauf, wie du dich gibst, wenn du über deinen Glauben redest. Haben die anderen den Eindruck, du schämst dich dafür, kann es sein, dass sie dich auslachen. Sprichst du dagegen mit der gleichen Überzeugung, mit der auch sie ihre Meinung vertreten, wirst du eher ihre Achtung gewinnen.

      HAST DU GEWUSST ...?

      Manchmal kommen Lehrer in Verlegenheit, wenn sie die Evolutionstheorie beweisen sollen. Ihnen wird dann bewusst, dass sie diese Theorie einfach nur übernommen haben.

      DAS HABE ICH FEST VOR!

      So könnte ich mit einem Klassenkameraden ein Gespräch über die Bibel anfangen: ․․․․․

      Wenn ich gefragt werde, warum ich an einen Schöpfer glaube, werde ich sagen: ․․․․․

      Meinen Vater oder meine Mutter möchte ich dazu fragen: ․․․․․

      WAS DENKST DU?

      ● Warum ist es wichtig, mit anderen über seinen Glauben zu reden?

      ● Wie kannst du in der Schule über deinen Glauben an einen Schöpfer sprechen, ohne es dir unnötig schwer zu machen?

      ● Wie kannst du deinem Schöpfer deine Dankbarkeit zeigen? (Apostelgeschichte 17:26, 27).

      [Herausgestellter Text auf Seite 299]

      „Die Schule ist ein Ort, wo nur wir predigen können.” Iraida

      [Bild auf Seite 298]

      Ähnlich wie das Spielen eines Instruments erfordert es ein gewisses Können, über seinen Glauben zu reden – Übung macht den Meister

      [Bild auf Seite 300, 301]

      Die Angst, für seinen Glauben einzutreten, kann man überwinden

  • Soll ich mich taufen lassen?
    Fragen junger Leute — Praktische Antworten, Band 2
    • KAPITEL 37

      Soll ich mich taufen lassen?

      Kreuze an, was du denkst.

      Wer ein Christ sein möchte, muss sich taufen lassen.

      □ Richtig

      □ Falsch

      Man lässt sich hauptsächlich deswegen taufen, damit man nichts Verkehrtes tut.

      □ Richtig

      □ Falsch

      Die Taufe ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum ewigen Leben.

      □ Richtig

      □ Falsch

      Solange man nicht getauft ist, ist man Gott gegenüber nicht verantwortlich.

      □ Richtig

      □ Falsch

      Wenn sich deine Freunde taufen lassen, dann bist du auch schon so weit.

      □ Richtig

      □ Falsch

      WENN du dich an die Bibel hältst, ein Freund Gottes sein möchtest und mit anderen über deinen Glauben sprichst, ist es nur natürlich, dass du über die Taufe nachdenkst. Doch wie kannst du wissen, ob du schon so weit bist, diesen wichtigen Schritt zu tun? Schauen wir uns hierzu einmal die einleitenden Aussagen etwas näher an.

      ● Wer ein Christ sein möchte, muss sich taufen lassen.

      Richtig. Jesus hat gesagt, dass sich seine Jünger taufen lassen sollen (Matthäus 28:19, 20). Auch er selbst hat diesen Schritt getan. Möchtest du Christus nachfolgen, solltest du dich taufen lassen – vorausgesetzt, du bist reif genug, so eine Entscheidung zu treffen, und es ist dein inniger Wunsch.

      ● Man lässt sich hauptsächlich deswegen taufen, damit man nichts Verkehrtes tut.

      Falsch. Durch deine Taufe zeigst du öffentlich, dass du dich Jehova hingegeben hast. Die Hingabe ist aber kein nüchterner Vertrag, der dich davon abhält, etwas Verkehrtes zu tun. Wer sich Jehova hingibt, tut das deswegen, weil er seine Gebote halten möchte.

      ● Die Taufe ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum ewigen Leben.

      Richtig. Wie die Bibel zeigt, ist die Taufe eine wichtige Voraussetzung für ewiges Leben (1. Petrus 3:21). Ewiges Leben lässt sich aber nicht erkaufen. Man lässt sich taufen, weil man Jehova liebt und ihm bis in alle Ewigkeit mit ganzem Herzen dienen möchte (Markus 12:29, 30).

      ● Solange man nicht getauft ist, ist man Gott gegenüber nicht verantwortlich.

      Falsch. Jakobus 4:17 gilt nicht nur für Getaufte: „Wenn ... jemand weiß, wie er das tun soll, was recht ist, und es doch nicht tut, so ist es ihm Sünde.“ Wenn du also weißt, was richtig ist, und reif genug bist, ernsthaft über dein Leben nachzudenken, ist es vielleicht Zeit, mit deinen Eltern oder einem reifen Christen über die Taufe zu reden. Sie können dir helfen, dich auf diesen Schritt vorzubereiten.

      ● Wenn sich deine Freunde taufen lassen, dann bist du auch schon so weit.

      Falsch. Du solltest dich nur dann taufen lassen, wenn du das auch wirklich willst (Psalm 110:3). Dir sollte völlig klar sein, was es heißt, ein Zeuge Jehovas zu sein. Und du musst dir sicher sein, dass du diese Verantwortung übernehmen kannst (Prediger 5:4, 5).

      Eine Entscheidung, die dein Leben verändert

      Die Taufe verändert dein Leben und öffnet dir die Tür zu vielen schönen Erfahrungen. Du übernimmst dabei aber auch eine ernste Verantwortung: Mit deiner Hingabe gibst du Jehova ein Versprechen, an das du dich dann auch halten musst.

      Stehst du kurz vor der Taufe? Dann hast du allen Grund, glücklich zu sein. Jehova mit ganzem Herzen zu dienen und ein Leben zu führen, bei dem sich alles um seinen Willen dreht, ist die größte Ehre, die ein Mensch überhaupt haben kann (Matthäus 22:36, 37).

      IM NÄCHSTEN KAPITEL

      Hier erfährst du, wie du das Beste aus deinem Leben machen kannst.

      BIBELTEXT

      „Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung! Bringt euch Gott als lebendiges Opfer dar, ein Opfer völliger Hingabe, an dem er Freude hat“ (Römer 12:1, Gute Nachricht Bibel)

      TIPP

      Such dir zusammen mit deinen Eltern jemanden, der dir helfen kann, Fortschritte im Glauben zu machen (Apostelgeschichte 16:1-3).

      HAST DU GEWUSST ...?

      Die Taufe ist ein wichtiger Bestandteil des „Kennzeichens“, das man braucht, um nicht vernichtet zu werden (Hesekiel 9:4-6).

      DAS HABE ICH FEST VOR!

      Bevor ich mich taufen lasse, möchte ich diese biblischen Lehren noch besser verstehen: ․․․․․

      Meinen Vater oder meine Mutter möchte ich dazu fragen: ․․․․․

      WAS DENKST DU?

      ● Warum ist die Taufe ein ernster Schritt?

      ● Was könnte der Grund sein, warum sich jemand zu früh taufen lässt?

      ● Was wären keine guten Gründe dafür, mit der Taufe zu warten?

      [Herausgestellter Text auf Seite 306]

      „Dass ich getauft war, hat mir geholfen, gute Entscheidungen zu treffen und keine großen Fehler zu machen.” Holly

      [Kasten/Bild auf Seite 307]

      Oft gestellte Fragen zum Thema Taufe

      Was wird durch die Taufe symbolisiert? Mit dem Untertauchen beendet man sozusagen sein früheres Leben, bei dem sich alles um einen selbst gedreht hat. Und wenn man aus dem Wasser herauskommt, beginnt man praktisch ein neues Leben, bei dem Jehovas Wille im Mittelpunkt steht.

      Was bedeutet es, sich Jehova hinzugeben? Man schenkt Gott sein Leben und verspricht ihm, immer das zu tun, was er möchte (Matthäus 16:24). Dieses Versprechen gibt man Gott einige Zeit vor der Taufe in einem ganz persönlichen Gebet.

      Wie kann ich mich auf die Taufe vorbereiten? Lebe nach der Bibel und sprich mit anderen über deinen Glauben. Vertiefe deine Freundschaft mit Gott durch Gebet und Bibellesen. Du solltest Jehova dienen, weil du es möchtest – nicht weil dich andere dazu drängen.

      Gibt es für die Taufe ein Mindestalter? Das Alter ist nicht unbedingt ausschlaggebend. Du solltest aber alt genug – und reif genug – sein, um verstehen zu können, was es bedeutet, sich Gott hinzugeben.

      Was, wenn meine Eltern sagen, dass ich mit der Taufe noch ein bisschen warten sollte? Vielleicht möchten sie, dass du noch etwas mehr Erfahrung darin sammelst, was es heißt, ein Christ zu sein. Nimm dir alles, was sie dir raten, zu Herzen und nutze die Zeit, deine Freundschaft mit Gott zu vertiefen (1. Samuel 2:26).

      [Kasten auf Seite 308, 309]

      Arbeitsblatt

      Hast du vor, dich bald taufen zu lassen?

      Diese Punkte hier sollen dir helfen, festzustellen, ob du schon so weit bist. Lies bitte die angeführten Bibeltexte, bevor du die Antworten aufschreibst.

      Wie beweist du jetzt schon, dass du dich auf Jehova verlässt? (Psalm 71:5). ․․․․․

      Kannst du klar unterscheiden, was richtig und was falsch ist? Woran sieht man das? (Hebräer 5:14). ․․․․․

      Wie oft betest du? ․․․․․

      Welche Einzelheiten erwähnst du in deinen Gebeten? Wie sagst du Jehova, dass du ihn liebst? (Psalm 17:6). ․․․․․

      Schreib hier auf, was du dir für deine Gebete vornimmst. ․․․․․

      Wie oft liest du in der Bibel? (Josua 1:8). ․․․․․

      Was gehört zu deinem persönlichen Bibelstudium? ․․․․․

      Schreib hier auf, was du dir für dein persönliches Bibelstudium vornimmst. ․․․․․

      Bist du beim Predigen effektiv? (Beispiele: Kannst du biblische Grundlehren erklären? Gehst du wieder hin, wenn jemand Interesse gezeigt hat? Versuchst du, ein Bibelstudium zu beginnen?)

      □ Ja □ Nein

      Gehst du auch dann predigen, wenn dich deine Eltern nicht aktiv dabei unterstützen? (Apostelgeschichte 5:42).

      □ Ja □ Nein

      Schreib hier auf, was du dir fürs Predigen vornimmst. (2. Timotheus 2:15). ․․․․․

      Besuchst du regelmäßig die Zusammenkünfte, oder gehst du öfter nicht hin? (Hebräer 10:25). ․․․․․

      Wie aktiv nimmst du an den Zusammenkünften teil? ․․․․․

      Gehst du auch ohne deine Eltern zu den Zusammenkünften (vorausgesetzt, sie erlauben dir das)?

      □ Ja □ Nein

      Macht es dich glücklich, Gottes Willen zu tun? (Psalm 40:8).

      □ Ja □ Nein

      Erinnerst du dich an Situationen, in denen du dem Gruppenzwang widerstanden hast? (Römer 12:2). ․․․․․

      Was hast du dir vorgenommen, damit deine Liebe zu Jehova nicht nachlässt? (Judas 20, 21). ․․․․․

      Wirst du Jehova auch dann treu bleiben, wenn sich deine Eltern oder Freunde von ihm zurückziehen? (Matthäus 10:36, 37).

      □ Ja □ Nein

      [Bild auf Seite 310]

      Die Taufe ist ein ernster Schritt, der das Leben verändert – ähnlich wie das Heiraten

  • Was mache ich aus meinem Leben?
    Fragen junger Leute — Praktische Antworten, Band 2
    • KAPITEL 38

      Was mache ich aus meinem Leben?

      „Früher hab ich mir nie groß Gedanken über die Zukunft gemacht. Aber als der Schulabschluss näher kam, ist mir auf einmal klar geworden, dass ich bald ins Berufsleben einsteigen und selber für mich sorgen muss“ (Alex).

      STELL dir vor, du möchtest einen Ausflug an einen relativ weit entfernten Ort machen. Wahrscheinlich wirst du dir zuerst auf einer Karte anschauen, wie du am besten hinkommst. Bei der Zukunftsplanung ist es ähnlich. „Man hat eine Menge Möglichkeiten“, sagt Michael, Mitarbeiter in einer Zweigstelle der Zeugen Jehovas. Wie kann man bei der großen Auswahl die richtige Entscheidung treffen? Dazu Michael: „Man muss wissen, was man will.“

      Wie kommst du dahin, wo du hin willst? Bei einem Ausflug wirst du kaum das Ziel erreichen, wenn du einfach nur auf gut Glück losziehst. Besser, du holst eine Karte und planst, welchen Weg du nehmen möchtest. Das wird auch in Sprüche 4:26 geraten: „Ebne die Bahn deines Fußes.“ In der Hoffnung für alle wird das so ausgedrückt: „Überleg sorgfältig, was du tun willst.“

      In den nächsten Jahren kommen viele wichtige Entscheidungen auf dich zu: Was wirst du für deinen Glauben tun? Welchen Beruf suchst du dir? Möchtest du heiraten und eine Familie gründen? Damit du gute Entscheidungen treffen kannst, musst du sorgfältig überlegen, was du willst. Dabei gibt es etwas, was du auf keinen Fall übersehen solltest.

      Denk an deinen Schöpfer!

      Um wirklich glücklich zu sein, musst du dir das zu Herzen nehmen, was der weise König Salomo einmal gesagt hat: „Denk schon als junger Mensch an deinen Schöpfer“ (Prediger 12:1, Hoffnung für alle). Das bedeutet, dass du dich bei deinen Entscheidungen von dem Wunsch leiten lässt, Gott zu gefallen.

      Warum ist das so wichtig? Die Bibel sagt in Offenbarung 4:11: „Du bist würdig, Jehova, ja du, unser Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu empfangen, weil du alle Dinge erschaffen hast, und deines Willens wegen existierten sie und wurden sie erschaffen.“ Alle Lebewesen im Himmel und auf der Erde haben ihrem Schöpfer viel zu verdanken. Auch dir hat er „Leben und Atem und überhaupt alles“ gegeben (Apostelgeschichte 17:25, Zürcher Bibel). Wenn du daran denkst, was du alles von Jehova bekommen hast, möchtest du ihm dann nicht unbedingt etwas zurückgeben?

      Viele Jugendliche haben sich aus tiefer Liebe zu ihrem Schöpfer für den Vollzeitdienst entschieden, das heißt, sie setzen ihre ganze Zeit für Jehova ein. Hier einige begeisternde Möglichkeiten, das zu tun.

      Pionierdienst. Pioniere setzen besonders viel Zeit fürs Predigen ein. Sie erklären anderen die Bibel und werden durch Übung und Erfahrung immer geschickter darin.

      Predigen, wo Hilfe gebraucht wird. Manche ziehen in eine Gegend, wo noch nicht so viel gepredigt wird. Andere lernen eine neue Sprache, um den fremdsprachigen Bewohnern in ihrer eigenen Gegend zu helfen, oder sie ziehen dann sogar in ein anderes Land.a

      Missionardienst. Qualifizierte Pioniere, die gesund und belastbar sind, können sich für den Einsatz im Ausland schulen lassen. Missionare haben ein spannendes, erfülltes Leben.

      Betheldienst. Die Zweigstellen der Zeugen Jehovas werden Bethel genannt. In manchen Ländern wird dort biblische Literatur hergestellt und versandfertig gemacht.

      Internationaler Baueinsatz. Internationale Baumitarbeiter helfen weltweit beim Bau von Königreichssälen, Kongresssälen und Zweiggebäuden mit.

      Schule zur dienstamtlichen Weiterbildung. Qualifizierte unverheiratete Älteste und Dienstamtgehilfen werden geschult, organisatorische Aufgaben wahrzunehmen und Vorträge zu halten. Manche von ihnen kommen nach der Schule ins Ausland.

      Plane, welchen Weg du nehmen möchtest

      Der Vollzeitdienst ist ein edles Ziel und macht sehr glücklich. Doch du musst gut dafür planen. Dazu gehört auch die Überlegung, ob du selbst für deinen Unterhalt sorgen kannst. Welche Fertigkeiten bringst du dafür mit?

      Kelly wusste ganz genau, dass sie Pionier werden wollte. Das berücksichtigte sie schon bei ihrer Berufswahl. „Ich wollte auf eigenen Füßen stehen und mich gleichzeitig voll fürs Predigen einsetzen“, sagt sie.

      Sie besuchte schon in der Schulzeit berufsvorbereitende Kurse. Das war ihr eine Hilfe, ihr wichtigstes Ziel zu erreichen. „Der Vollzeitdienst war das, was ich schon immer wollte“, sagt sie. „Alles andere war weniger wichtig.“ Kelly ist sehr glücklich über ihre Wahl. „Es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.“

      Frag jemanden

      Bei einem Ausflug in eine unbekannte Gegend wirst du wahrscheinlich irgendwann einmal nach dem Weg fragen müssen. Auch bei deiner Zukunftsplanung ist das nicht verkehrt. Hol dir ruhig Tipps. In Sprüche 20:18 heißt es: „Pläne werden durch Rat gefestigt.“

      Gute Ansprechpartner sind die Eltern. Aber du kannst auch andere reife Glaubensbrüder und -schwestern fragen, die sich bei ihren Entscheidungen auf Gott stützen. „Orientiere dich an Erwachsenen in deinem Umfeld, die als Christen ein gutes Beispiel geben“, empfiehlt Roberto, ein Bethelmitarbeiter Ende 20.

      Keiner wünscht sich so sehr wie Jehova Gott, dass du Entscheidungen triffst, die dich wirklich glücklich machen. Bitte ihn deshalb, dass er dir bei deiner Zukunftsplanung erkennen hilft, was sein Wille für dich ist (Epheser 5:17). Lass dich bei allem, was du dir vornimmst, von Sprüche 3:5, 6 leiten: „Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand. Beachte ihn auf all deinen Wegen, und er selbst wird deine Pfade gerademachen.“

      Weitere Anregungen dazu gibt die DVD „Junge Leute fragen: Was mache ich aus meinem Leben?“ Sie ist in über 30 Sprachen erhältlich.

      [Fußnote]

      a Siehe Kasten auf Seite 164.

      BIBELTEXT

      „ ‚Stellt mich ... auf die Probe‘, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, ‚ob ich euch nicht die Schleusen der Himmel öffnen und tatsächlich Segen über euch ausschütten werde, bis kein Bedarf mehr ist‘ “ (Maleachi 3:10)

      TIPP

      Rede mit einigen, die schon seit vielen Jahren im Vollzeitdienst sind. Frag sie, warum sie sich so entschieden haben und warum sie das so glücklich macht.

      HAST DU GEWUSST ...?

      Ähnlich wie Strom ein elektrisches Gerät zum Laufen bringt, kann der heilige Geist dir helfen, Gott mit ganzer Kraft zu dienen (Apostelgeschichte 1:8).

      DAS HABE ICH FEST VOR!

      Mit wem ich reden kann, damit ich mehr Freude am Predigen bekomme: ․․․․․

      Meinen Vater oder meine Mutter möchte ich dazu fragen: ․․․․․

      WAS DENKST DU?

      ● Welche Fähigkeiten und Qualifikationen hast du?

      ● Wie kannst du deine Fähigkeiten zur Ehre Jehovas einsetzen?

      ● Welche Art Vollzeitdienst wäre am ehesten etwas für dich?

      [Herausgestellter Text auf Seite 313]

      „Ich bin stolz auf meine Eltern – wie sie sich unermüdlich fürs Predigen einsetzen, wie sie mit Geldsorgen zurechtkommen und wie sie mich zum Vollzeitdienst motiviert haben. Das alles hatte einen positiven Einfluss auf mich.” Jarrod

      [Kasten auf Seite 314]

      Arbeitsblatt

      Meine Ziele

      Hak ab, welche Ziele du dir setzen möchtest. Auf den Linien kannst du eintragen, was du dir konkret vornimmst oder welche zusätzlichen Ziele du hast.

      Predigen

      □ Meinen Einsatz auf ․․․․․ Stunden im Monat steigern

      □ Jeden Monat ․․․․․ Veröffentlichungen verbreiten

      □ Die Bibel gebrauchen, wenn ich über meinen Glauben rede

      □ Jeden Monat ․․․․․ Rückbesuche machen

      □ Ein Bibelstudium anfangen

      □ Weitere Ziele: ․․․․․

      Bibelstudium

      □ Jeden Tag ․․․․․ Seiten in der Bibel lesen

      □ Mich auf die Zusammenkünfte vorbereiten

      □ Was ich in der Bibel nachforschen möchte: ․․․․․

      Zusammenkünfte

      □ Jedes Mal mindestens einen Kommentar geben

      □ Mit jemand Älterem ins Gespräch kommen, den ich gern besser kennenlernen möchte

      □ Mich um jemanden kümmern, der älter oder krank ist

      □ Weitere Ziele: ․․․․․

      Das heutige Datum ․․․․․

      Schau sechs Monate später nach, ob du deine Ziele erreicht hast. Passe sie wenn nötig an oder füge welche hinzu.

      [Bild auf Seite 312]

      Wenn du Ziele hast, wirst du deine Energie nicht sinnlos verschwenden

  • Mein Tagebuch: Beziehung zu Gott
    Fragen junger Leute — Praktische Antworten, Band 2
    • TEIL 9

      Mein Tagebuch: Beziehung zu Gott

      Was könnte deinen Zielen im Weg stehen?

      ․․․․․

      Wie kannst du diese Hindernisse aus dem Weg räumen?

      ․․․․․

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