-
Ein Mann nach dem Herzen JehovasDer Wachtturm 2011 | 1. September
-
-
Die Zeit gut genutzt
Beim Hüten der Schafe ging es meistens friedlich zu, und obwohl David ganz allein war, wurde es ihm nicht langweilig. Er nutzte die wohltuende Stille und dachte über vieles nach. Wahrscheinlich stammen einige Gedanken in Davids Psalmen aus seiner Jugendzeit. Ob er wohl in dieser Einsamkeit über den Platz des Menschen im Weltall nachgesonnen und über das Himmelszelt gestaunt hat — die Sonne, den Mond und die Sterne, die Werke der „Finger“ Jehovas? Und hat er wohl dort, auf den Weiden Bethlehems, über das fruchtbare Land, das Kleinvieh, die Rinder, die Vögel und „die Tiere des freien Feldes“ nachgedacht? (Psalm 8:3-9; 19:1-6).
Was David als Hirte erlebte, hat ihm sicher noch deutlicher vor Augen geführt, wie groß Jehovas Zuneigung zu seinen treuen Dienern ist. Deshalb sang er: „Jehova ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln. Auf grasreichen Weiden lässt er mich lagern; an gut bewässerte Ruheorte geleitet er mich. Auch wenn ich im Tal tiefen Schattens wanderte, fürchte ich nichts Böses, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich“ (Psalm 23:1, 2, 4).
Was lernt man daraus? Die enge Vertrautheit Davids mit Jehova beruhte unter anderem darauf, dass er sich eingehend mit Jehovas Werken befasste und über sein Verhältnis zu ihm nachdachte. Das machte ihn zu einem Mann nach dem Herzen Gottes.
Fühlt man sich nicht auch gedrängt, dem Schöpfer zu danken und ihn zu preisen, wenn man sich eingehend mit seinen Schöpfungswerken beschäftigt? Und berührt es nicht das Herz, wenn einem bewusst wird, wie gütig und liebevoll Jehova mit Menschen handelt? Doch dazu muss man sich natürlich die Zeit nehmen, zu beten und in Ruhe über Gottes Wort und seine Schöpfung nachzudenken. Dadurch wird man mit Jehova gut vertraut und lernt ihn lieben. Das ist allen möglich — auch jungen Leuten. David fühlte sich zweifellos schon in seiner Jugend zu Jehova hingezogen.
-
-
Ein Mann nach dem Herzen JehovasDer Wachtturm 2011 | 1. September
-
-
David muss also auf jeden Fall sehr jung gewesen sein, als Jehova ihn erwählte. Trotzdem war er schon sehr gottesfürchtig. Offenbar hatte er ein enges Verhältnis zu Jehova, weil er viel über ihn nachdachte.
Wäre es nicht schön, wenn Kinder und Jugendliche heute dasselbe von sich sagen könnten? Für Eltern stellt sich hier die Frage: Ermuntere ich meine Kinder, über Glaubensfragen nachzudenken, Gottes Schöpfung zu bewundern und sich damit zu befassen, was die Bibel über den Schöpfer aussagt? (5. Mose 6:4-9). Und auch Jugendliche könnten sich fragen: Tu ich das von mir selbst aus? Dabei ist biblische Literatur wie die Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet!b eine wertvolle Hilfe.
-