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Ein Anlass zur Freude auf dem BalkanDer Wachtturm 2002 | 15. Oktober
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Ein Anlass zur Freude auf dem Balkan
Man schrieb das Jahr 1922. In Innsbruck (Österreich) hielten die Ernsten Bibelforscher, wie Jehovas Zeugen damals genannt wurden, eine Zusammenkunft ab. Unter den Zuhörern war ein junger Mann namens Franz Brand aus Apatin in der Wojwodina (Serbien). Als der Redner den Namen Gottes, Jehova, erwähnte, brach augenblicklich ein Pöbel in Buhrufe aus, sodass es nicht möglich war, weiterzusprechen. Die Zusammenkunft musste abgebrochen werden. Doch das, was Franz gehört hatte, beeindruckte ihn derart, dass er damit begann, die gute Botschaft vom Königreich zu verkündigen. Das waren die bescheidenen Anfänge eines begeisternden geistigen Wachstums in einem Land auf dem Balkan.
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Ein Anlass zur Freude auf dem BalkanDer Wachtturm 2002 | 15. Oktober
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Geistiges Wachstum auf dem Balkan
Franz Brand war von den neuen Wahrheiten, die er gehört hatte, begeistert und war entschlossen, die gute Botschaft bekannt zu machen. In Maribor, einer Stadt in Slowenien nahe der Grenze zu Österreich, fand er Arbeit als Friseur und fing an, seinen Kunden zu predigen, die gewöhnlich dasaßen und ruhig zuhörten, während sie rasiert wurden. Zufolge seiner Bemühungen entstand in Maribor gegen Ende der 1920er Jahre eine kleine Gruppe Königreichsverkündiger. Die Gaststätte, in der damals biblische Vorträge gehalten wurden, erhielt später den passenden Namen Fischrestaurant „Novi svet“ (Neue Welt).
Mit der Zeit verbreitete sich die gute Botschaft im ganzen Land. Ausschlaggebend für die Ausdehnung war die Vorführung des „Photo-Dramas der Schöpfung“ (eine 8-stündige Darbietung, die aus Filmen und Lichtbildern bestand, mit Musik- und Sprechplatten synchronisiert). Als Jehovas Zeugen dann in den 1930er Jahren in Deutschland heftig verfolgt wurden, bekamen die Zeugen im Königreich Jugoslawien Verstärkung durch deutsche Pionierverkündiger, die ihre Heimat verlassen hatten. Sie verzichteten auf Annehmlichkeiten und bemühten sich, in die entlegensten Teile dieses gebirgigen Landes vorzudringen. Anfangs war die Reaktion auf ihre Botschaft nicht so günstig, denn zu Beginn der 1940er Jahre berichteten nur 150 Verkündiger über ihren Predigtdienst.
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