Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Das ehemalige Jugoslawien
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2009
    • „Die Leute hatten damals einen großen Wissensdurst und haben gern in der Bibel gelesen“, sagt Lina Babić. Sie lernte die Wahrheit gegen Ende des Zweiten Weltkriegs kennen und hatte engen Kontakt mit treuen Brüdern und Schwestern. Lina berichtet: „Wir mussten sehr vorsichtig sein. Deswegen hab ich unsere Literatur immer in mein Notizbuch abgeschrieben. Wenn ich durchsucht wurde, sah es dann so aus, als wären das einfach nur private Notizen.“

  • Das ehemalige Jugoslawien
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2009
    • Tags im Beruf, nachts beim Drucken

      LINA BABIĆ

      GEBURTSJAHR: 1925

      TAUFE: 1946

      KURZPORTRÄT: Von 1953 an, als das Verbot aufgehoben wurde, hat sie sich treu fürs Bethel eingesetzt. Sie hat beim Drucken und Versenden von Literatur mitgeholfen. Heute ist sie im Bethel in Zagreb.

      NACH der Freilassung der Brüder wurde ganz schnell alles für die Vervielfältigung von Zeitschriften vorbereitet. Es gab nur wenige Brüder, aber jede Menge Arbeit. Als ich mir das durch den Kopf gehen ließ, wollte ich mich gern nützlich machen, obwohl ich berufstätig war. Also arbeitete ich tagsüber in meinem Beruf und war dann bis spät in die Nacht hinein mit Drucken beschäftigt.

      Damals hatten wir noch kein eigenes Büro in der Stadt. Deshalb stellten Petar und Jelena Jelić, ein älteres Ehepaar, ihre winzige Wohnung zur Verfügung. Sie bestand lediglich aus einem 4,5 mal 4,5 Meter großen Zimmer. Wir legten einen mit Leinen bespannten Holzrahmen auf das Bett und stapelten die fertigen Seiten darauf. Neben dem Bett stand auf einem Tisch das handbetriebene Vervielfältigungsgerät. Wir druckten ungefähr 800 Seiten in der Stunde. Das ist im Vergleich zu dem, was heute moderne Druckmaschinen leisten, natürlich nicht viel. Aber wir waren froh, dass wir mit Geduld und Fleiß genug Literatur herstellen konnten.

      Es war immer ein rührender Anblick, wie geduldig die Jelićs warteten, bis wir aufhörten zu arbeiten und das Bett frei machten, damit sie schlafen gehen konnten. Sie beklagten sich nie. Im Gegenteil, ihre Augen leuchteten vor Freude, dass sie auf diese Weise ihren Teil tun konnten. Jelena und einige andere ältere Schwestern halfen, sooft sie konnten, beim Sammeln, Heften und Falzen mit. Diese Hilfe war Gold wert.

      1958 wurde ein elektrisches Vervielfältigungsgerät angeschafft. Das machte das Ganze leichter. 1931 hatte man mit nur 20 Zeitschriften angefangen. Anfang der 1960er-Jahre waren es 2 400 Zeitschriften in drei Sprachen: Kroatisch, Serbisch (kyrillische Schrift) und Slowenisch. Bücher konnten wir keine herstellen, aber wir druckten Berge von Broschüren. 1966 standen wir vor unserem größten Projekt. Wir ließen das Buch „Dinge, in denen es unmöglich ist, dass Gott lügt“ als 12 Broschüren drucken. Für 50 000 Bücher in unseren drei Sprachen mussten 600 000 Broschüren gedruckt werden.

      Heute bin ich im Bethel in Zagreb. Ich bin glücklich, dass ich Jehova schon so lange dienen darf und beobachten konnte, wie er unsere Tätigkeit in allen Ländern des ehemaligen Jugoslawien gesegnet hat.

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen