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Kongo (Kinshasa)Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2004
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Erschwerte Transportmöglichkeiten im Kongo
Der Kongo ist ein riesiges Land. Doch abgesehen von einem kleinen Küstenstreifen in Bas-Kongo ist er ein Binnenland. Größeres Frachtgut trifft zumeist im Hafen Matadi ein. Zwischen Matadi und der circa 300 Kilometer entfernten Hauptstadt gibt es eine eingleisige Eisenbahnstrecke und eine gepflasterte Straße.
Zweigbüros in Europa schickten einige geländegängige Lkws in den Kongo, die beim Versand der Publikationen und beim Bau wertvolle Dienste leisten. Seit 1999 gibt es in Matadi ein Literaturlager. Das ist eine große Hilfe, denn dadurch kann die Literatur von den Schiffen sofort abgeladen und dann im Lager aufbewahrt werden, bis ein Lkw vom Bethel kommt, um sie abzuholen und nach Kinshasa zu bringen.
In den 80er Jahren war es noch möglich, von Kinshasa bis nach Lubumbashi quer durchs Land zu fahren und bei den Missionarheimen in Kananga und Mbuji-Mayi, die gleichzeitig Literaturlager waren, Halt zu machen. Mit dem Flugzeug schaffte man die Strecke zwischen Kinshasa und Lubumbashi in zwei Stunden, doch ein beladener Lkw brauchte dafür zwei Wochen! Im Lauf der Jahre wurden die Straßen allerdings immer schlechter, bis sie völlig unpassierbar waren. Zwar gibt es genug befahrbare Flüsse — ein Netz, das Tausende von Kilometern umspannt —, aber auf die Boote, die von Kinshasa aus ins Landesinnere fahren, ist kein Verlass. Hinzu kommen die ständigen politischen Unruhen in manchen Gegenden. Das grenzt den Radius, in dem die Bethelfahrzeuge von Kinshasa aus Literatur ausliefern können, noch mehr ein. Am besten lässt sich die Literatur in entlegene Winkel des Landes per Luftfracht versenden.
Damit die Brüder überall mit Literatur versorgt sind, helfen andere Zweige aus. Von Kamerun aus gelangen die Publikationen per Lkw über die Zentralafrikanische Republik in den Norden des Kongo. Von Ruanda und Kenia aus werden die östlichen Landesteile beliefert. Und in Gegenden im Süden erhalten die Versammlungen ihre Literatur aus Südafrika und Sambia.
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Kongo (Kinshasa)Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2004
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[Bilder auf Seite 237]
Da die Straßen im Land extrem schlecht sind, müssen die Fahrzeuge für den Transport der Literatur robust sein
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