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Kongo (Kinshasa)Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2004
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Zweigbüros in Europa kommen in Notzeiten zu Hilfe
Seit 1996 gibt es in weiten Teilen des Landes Krieg; zahllose Menschen sind vertrieben worden. Tausende von Brüdern aus dem Kongo flohen nach Tansania und Sambia in Flüchtlingslager. Je mehr Regionen die Rebellen unter ihre Kontrolle bekamen, desto schwieriger wurde es für das Zweigbüro, mit den Brüdern in den besetzten Gebieten Kontakt zu halten und sich um sie zu kümmern. In den größeren Städten wurden Hilfskomitees eingesetzt, die Sach- und Geldspenden verteilten. Die Bethelfamilie war sehr hilfs- und opferbereit und arbeitete bis spät in die Nacht, damit die Hilfsgüter verteilt werden konnten. Auf dem Luftweg schickten Zeugen Jehovas aus Belgien, Frankreich und der Schweiz tonnenweise Lebensmittel, Kleidung und Medikamente sowie 18 500 Paar Schuhe und 1 000 Decken in den Kongo. Die Hilfsaktionen gehen noch weiter. Dadurch kann die Not vieler gelindert werden. Und diese Hilfsaktionen kommen nicht nur Zeugen Jehovas zugute.
Im Oktober 1998 hieß es in einem Artikel einer Zeitung, die in Kinshasa erscheint: „Die christlichen Gemeinden der Zeugen Jehovas aus verschiedenen europäischen Ländern sammelten in einer gemeinsamen Aktion für Kongo (Kinshasa) und Kongo (Brazzaville) über 400 Tonnen Hilfsgüter. Dank der Zusammenarbeit freiwilliger Helfer aus England, Frankreich und der Schweiz sind bereits 37 Tonnen Reis, Trockenmilch, Bohnen und Vitaminriegel von Ostende (Belgien) nach Kinshasa eingeflogen worden und in der Landeszentrale der Zeugen Jehovas eingetroffen. Ein weiteres Flugzeug ... mit 38 Tonnen Lebensmitteln ... soll folgen.
Erwähnenswert ist, dass Jehovas Zeugen schon seit dem Völkermord in Ruanda Flüchtlingen in Ostafrika zu Hilfe kommen. ... Wie ein Sprecher der Zeugen Jehovas erklärte, trugen diese freiwilligen Spenden von insgesamt mehr als 200 Tonnen Lebensmitteln und Medikamenten dazu bei, die Choleraepidemie zu bekämpfen. Gleichzeitig waren auch mehrere Teams von Zeugen Jehovas aus Frankreich und Belgien im Einsatz, um Flüchtlingen in den Lagern zu helfen. Er erwähnte auch die Hilfsmaßnahmen der Zeugen Jehovas für Notleidende in Osteuropa und Bosnien.“
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Kongo (Kinshasa)Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2004
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[Bilder auf Seite 244, 245]
1998 trafen aus Europa Hilfsgüter ein, die an Notleidende verteilt wurden
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