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Wie wir dem schrecklichen Lavastrom entkamenErwachet! 2002 | 8. November
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Schnelle Hilfe
Zeugen Jehovas aus der ruandischen Hauptstadt Kigali treffen am Freitag, den 18. Januar, zur Mittagszeit bei uns ein. Ein Hilfskomitee aus Brüdern aus Goma und Gisenyi tritt in Aktion. Zunächst sollen die geflüchteten Brüder und Schwestern in sechs umliegenden Königreichssälen untergebracht werden, was noch am selben Tag geschieht. Am Straßenrand wird ein Schild aufgestellt, das in Suaheli und Französisch den Weg zu einem nahe gelegenen Königreichssaal anzeigt, wo man sich der Flüchtlinge annimmt und sie versorgt. Ebenfalls an diesem Tag treffen drei Tonnen Hilfsgüter bei den Königreichssälen ein, in denen die Brüder und Schwestern untergebracht sind. Tags darauf, am Samstag, kommt ein Lkw mit Lebensmitteln, Decken, Plastikplanen, Seife und Arzneimitteln aus Kigali an.
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Wie wir dem schrecklichen Lavastrom entkamenErwachet! 2002 | 8. November
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Unter denen, die allen Besitz, ja selbst das Dach über dem Kopf verloren haben, sind genau 180 Familien von Zeugen Jehovas. Das Hilfskomitee koordiniert die tägliche Verteilung von Lebensmittelrationen an die ungefähr 5 000 Männer, Frauen und Kinder. Eine Sendung Zeltplanen, die Jehovas Zeugen in Belgien, Frankreich und in der Schweiz gespendet haben, wird dazu verwendet, den Heimatlosen vorübergehend Obdach zu bieten und Zusammenkunftsstätten für die Versammlungen einzurichten, deren Königreichssaal stark beschädigt oder zerstört worden ist. Einige Flüchtlingsfamilien werden bei Zeugen Jehovas unterkommen, deren Häuser noch intakt sind, während andere in Behelfsunterkünften untergebracht werden.
Am Freitag, den 25. Januar, etwa zehn Tage nach der schrecklichen Nacht, wird auf einem Schulgelände in Goma eine Zusammenkunft abgehalten, bei der 1 846 Anwesende den ermunternden Worten aus der Heiligen Schrift lauschen. Die Brüder bringen immer wieder ihren Dank zum Ausdruck für den Trost und die tatkräftige Hilfe, die sie von Jehova durch seine Organisation erhalten haben. Der Mut und der starke Glaube, den diese Brüder in ihrer schrecklichen Lage bewiesen haben, berührt uns als Gäste zutiefst. Wie schön ist es doch, in einer solchen Bedrängnis zu einer Bruderschaft zu gehören, die in der Anbetung des wahren Gottes, Jehova, vereint ist, des Quells allen ewigen Trostes! (Psalm 133:1; 2. Korinther 1:3-7).
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