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JerusalemEinsichten über die Heilige Schrift, Band 1
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Doch David eroberte die Stadt; die Angreifer wurden von Joab angeführt, der sich offensichtlich durch den „Wassertunnel“ Eingang in die Stadt verschaffte (2Sa 5:6-9; 1Ch 11:4-8). Die Gelehrten sind sich in Bezug auf die Bedeutung des hebräischen Ausdrucks, der hier mit „Wassertunnel“ wiedergegeben wird, nicht ganz sicher, allgemein wird jedoch dieser oder ein ähnlicher Ausdruck („Schacht“, EÜ, Lu; „Wasserschacht“, He) als die wahrscheinlichste Bedeutung angenommen. In dem kurzen Bericht wird nicht erwähnt, wie die Verteidigungsanlage der Stadt durchbrochen wurde. Seit der Entdeckung des Tunnels und des Schachts, die zur Gihonquelle führten, ist die gängige Auffassung, dass Joab seine Männer diesen senkrechten Schacht hinaufführte und dann durch den schräg ansteigenden Tunnel in einem Überraschungsangriff in die Stadt eindrang (BILD, Bd. 2, S. 951).
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JerusalemEinsichten über die Heilige Schrift, Band 1
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Die Gihonquelle lag auf der W-Seite des Kidrontals, seitlich des Stadtteils, der später „Stadt Davids“ genannt wurde. Sie trat zwar außerhalb der Stadtmauern zutage, aber sie lag noch nahe genug, dass ein Tunnel gegraben und mit einem Schacht verbunden werden konnte, sodass die Einwohner der Stadt Wasser schöpfen konnten, ohne den Schutz der Mauern zu verlassen. Der Bau dieser Anlagen fällt, wie archäologische Untersuchungen ergeben haben, in die Frühgeschichte der Stadt. In den Jahren 1961 und 1962 legte man bei Ausgrabungen eine massive Mauer aus früherer Zeit frei, die unterhalb des oberen Endes oder Eingangs des Tunnels verlief, ihn also umschloss. Man nimmt an, dass es sich dabei um die Mauer der alten Jebusiterstadt handelt.
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