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  • Segen in günstiger und in unruhvoller Zeit (2. Tim. 4:2)
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2017
    • Im August desselben Jahres organisierte eine Gruppe orthodoxer Extremisten, angeführt von dem abgesetzten Priester Basil Mkalawischwili, eine Demonstration in Tiflis. Dabei verbrannten sie öffentlich unsere Literatur. So wurde eine Verfolgungswelle ausgelöst, die vier Jahre andauerte.

      Eine extremistische orthodoxe Gruppe in Georgien demonstriert; unsere Literatur wird öffentlich verbrannt; tätlicher Angriff auf Zeugen Jehovas

      Ab 1999 wurden Jehovas Zeugen in Georgien zur Zielscheibe von Protesten und Angriffen; es fanden auch Bücherverbrennungen statt

      Am 17. Oktober 1999 scharten ein paar religiöse Extremisten einen Mob von 200 Leuten um sich. Sie stürmten eine Zusammenkunft der Versammlung Gldani in Tiflis und griffen die Anwesenden mit Holzknüppeln und Eisenkreuzen an. Mehrere Zeugen mussten sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden.

      Doch leider wurden die Angreifer nicht verhaftet, und so gab es weitere Attacken auf Zeugen Jehovas. Einige Regierungsvertreter, darunter auch Präsident Schewardnadse, verurteilten diese gewalttätigen Angriffe zwar scharf, ergriffen aber keine wirksamen Maßnahmen. Stattdessen traf die Polizei oft erst lange nach solchen Vorfällen ein.

  • Segen in günstiger und in unruhvoller Zeit (2. Tim. 4:2)
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2017
    • Jehovas Organisation reagierte schnell auf die Bedürfnisse von Gottes Volk in Georgien. Die Brüder erhielten liebevolle Hinweise, wie sie sich bei einem Angriff verhalten sollten. Und sie wurden daran erinnert, warum wahre Christen mitunter verfolgt werden (2. Tim. 3:12).

      Zusätzlich unternahm Jehovas Organisation Schritte, um unseren Brüdern vor Gericht zu helfen. Ein Bruder, der in der Rechtsabteilung im georgischen Zweig diente, erinnert sich: „In diesen vier Jahren reichten wir als Reaktion auf die Taten von Basil Mkalawischwilis Anhängern mehr als 800 Beschwerden ein und wandten uns dazu an viele Regierungsbeamte und Menschenrechtsorganisationen. Außerdem startete die Weltzentrale der Zeugen Jehovas eine weitreichende Kampagne, um die Öffentlichkeit über die Angriffe zu informieren — aber nichts davon stoppte die Attacken.“a

  • Segen in günstiger und in unruhvoller Zeit (2. Tim. 4:2)
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2017
  • Gefahren hielten sie nicht davon ab, Jehova zu dienen
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2017
    • Ein geplündertes Haus von Zeugen Jehovas in Georgien

      Trotz der Zerstörung ihres persönlichen Besitzes ließen sich unsere Brüder und Schwestern nicht davon abhalten, Jehova zu dienen

      GEORGIEN | 1998—2006

      Gefahren hielten sie nicht davon ab, Jehova zu dienen

      Unsere Brüder und Schwestern ließen sich nicht einschüchtern und besuchten weiter die Zusammenkünfte. Um die Verkündiger zu schützen, sorgten die Ältesten klugerweise vor. Darüber berichtet Bruder André Carbonneau, ein kanadischer Anwalt, der unsere Brüder in jenen Jahren vertrat: „Während der Zusammenkünfte hielt ein Bruder in der Nähe mit einem Handy Wache. Wenn er einen Mob kommen sah, warnte er die Ältesten sofort vor einem möglichen Angriff.“

      Das Haus der Familie Schamojan und ein Literaturdepot, beides wurde von Brandstiftern zerstört

      Brandstifter verwüsteten das Haus der Familie Schamojan (links) und ein Literaturlager (rechts)

      Nach jedem Vorfall besuchten zwei Vertreter des Bethels die Brüder, um sie zu ermuntern. „Es war bemerkenswert“, erzählt André, „die zwei kamen zum Zusammenkunftsort und fanden dort meist einen Raum voller glücklicher, lächelnder Brüder und Schwestern vor.“

      Georgische Brüder trafen innerhalb und außerhalb des Gerichtssaales auf ihre Gegner

      Die Brüder trafen innerhalb und außerhalb des Gerichtssaales auf ihre Gegner

      Diese entschlossene Haltung zeigten auch diejenigen, die nicht direkt von den Attacken betroffen waren — selbst Bibelschüler. André erinnert sich an eine Frau, die kurz davor war, ungetaufte Verkündigerin zu werden. Sie sagte zu ihm: „Als die Angriffe im Fernsehen gezeigt wurden, sah ich den Unterschied zwischen wahren und falschen Christen — und ich möchte eine wahre Christin sein!“

      Mutige Anwälte für unsere Brüder

      Der Glaube und der Mut, den die Verkündiger in diesen schwierigen Jahren zeigten, waren beispielhaft, da sie eifrig weiter predigten. Auch diejenigen, die ihre Glaubensbrüder vor Gericht verteidigten, bewiesen einen starken Glauben.

      In den Medien wurde oft behauptet, dass Jehovas Zeugen Familien zerstören, medizinische Behandlung ablehnen und staatsfeindlich sind. Daher riskierte jeder Anwalt, der sie vor Gericht verteidigte, seinen guten Ruf und gefährdete seine berufliche Laufbahn.

      Brüder aus der Rechtsabteilung in den Vereinigten Staaten

      Mutige Brüder aus der Rechtsabteilung in den Vereinigten Staaten verteidigten ihre Glaubensbrüder vor Gericht

      John Burns, ein Anwalt aus dem kanadischen Zweig, der den georgischen Brüdern damals half, berichtet: „Einheimische Brüder und Schwestern, die als Anwalt tätig waren, stellten sich zur Verfügung. Unerschrocken gingen sie vor Gericht und gaben sich dabei auch als Zeugen Jehovas zu erkennen. Das hätte ihnen in ihrem Beruf wirklich Probleme bereiten können.“ Ihr mutiger Einsatz hat so zur „Verteidigung und gesetzlichen Befestigung der guten Botschaft“ beigetragen (Phil. 1:7).

      Georgier erhoben ihre Stimme gegen die Gewalt

      Gleichzeitig nahmen die gewalttätigen Angriffe gegen Zeugen Jehovas kein Ende, sodass die Brüder am 8. Januar 2001 eine Petition starteten. Darin forderten sie den Schutz vor Mob-Angriffen und die strafrechtliche Verfolgung der Personen, die auf friedliche Mitbürger losgingen.

      Bruder Burns erklärt den Zweck der Petition: „Wir wollten zeigen, dass die meisten Georgier diese Brutalität gegen Zeugen Jehovas verurteilen und dass die Gewalt in Wirklichkeit nur von einer kleinen Gruppe religiöser Extremisten ausging.“

      Innerhalb von nur zwei Wochen wurden 133 375 Unterschriften — die meisten davon kamen von Orthodoxen — aus allen Teilen des Landes gesammelt. Doch obwohl die Petition Präsident Schewardnadse vorgelegt wurde, gingen die Angriffe weiter und die religiösen Fanatiker verfolgten gezielt Jehovas Zeugen.

      Eine Petition, die die Gewalt gegen Jehovas Zeugen anprangerte, wurde von Tausenden unterschrieben

      Tausende Georgier unterschrieben eine Petition, in der die Gewalt gegen Jehovas Zeugen angeprangert wurde

      Aber Jehova segnete seine Diener weiterhin. Während religiöse Extremisten damit beschäftigt waren, Gottes Volk zu attackieren, half Jehova aufrichtigen Menschen, sich von der falschen Religion zu befreien.

  • Gefahren hielten sie nicht davon ab, Jehova zu dienen
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