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Alles wird neu — wie vorhergesagtDer Wachtturm 2000 | 15. April
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13, 14. (a) Welche weitere Stelle, wo der Ausdruck „neue Himmel und eine neue Erde“ vorkommt, sollten wir betrachten? (b) Warum ist die Prophezeiung des Petrus in der heutigen Zeit von besonderem Interesse?
13 Übersehen wir jedoch nicht das Wesentliche. Hier geht es weder um eine Übung in Bibelauslegung noch um einen Streifzug durch alte Geschichte. Dies können wir einer weiteren Erwähnung des Ausdrucks „neue Himmel und eine neue Erde“ entnehmen. Wir finden die Stelle in 2. Petrus, Kapitel 3, und wir werden feststellen, daß es um unsere Zukunft geht.
14 Der Apostel Petrus schrieb seinen Brief über 500 Jahre nach der Rückkehr der Juden in ihre Heimat. Als einer der Apostel Jesu richtete sich Petrus an die Nachfolger Christi, des in 2. Petrus 3:2 erwähnten „Herrn“. Die Prophezeiung hat viel mit der heutigen Zeit zu tun, denn in Vers 4 kommt Petrus auf die „verheißene Gegenwart“ Jesu zu sprechen. Umfassende Beweise lassen erkennen, daß Jesus seit dem Ersten Weltkrieg in dem Sinn gegenwärtig ist, daß er in Gottes himmlischem Königreich Herrschermacht innehat (Offenbarung 6:1-8; 11:15, 18). Dies gewinnt angesichts dessen, was Petrus in jenem Kapitel außerdem voraussagte, ganz besonders an Bedeutung.
15. Wie erfüllt sich die Prophezeiung des Petrus über „neue Himmel“?
15 In 2. Petrus 3:13 lesen wir: „Es [gibt] neue Himmel und eine neue Erde, die wir gemäß seiner Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen.“ Wir wissen vielleicht schon, daß Jesus als Herrscher im Himmel die Schlüsselstellung in den „neuen Himmeln“ innehat (Lukas 1:32, 33). Doch wie weitere Bibeltexte zeigen, herrscht er nicht allein. Jesus verhieß, daß die Apostel und andere wie sie eine Stätte im Himmel haben würden. Im Bibelbuch Hebräer bezeichnete der Apostel Paulus solche Personen als „Mitgenossen der himmlischen Berufung“. Und Jesus sagte, daß die zu dieser Gruppe Gehörenden mit ihm im Himmel auf Thronen sitzen würden (Hebräer 3:1; Matthäus 19:28; Lukas 22:28-30; Johannes 14:2, 3). Das, worauf es ankommt, ist, daß andere mit Jesus als Teil der „neuen Himmel“ regieren. Doch was meinte Petrus mit dem Ausdruck „neue Erde“?
16. Welche „neue Erde“ existiert bereits?
16 Wie bei der Erfüllung in alter Zeit — der Rückkehr der Juden in ihre Heimat — geht es bei der gegenwärtigen Erfüllung von 2. Petrus 3:13 um Menschen, die sich der Herrschaft der „neuen Himmel“ unterwerfen. Heute gibt es Millionen von Menschen, die einer solchen Regierung gern unterstehen. Ihnen kommt das Bildungsprogramm dieser Regierung zugute, und sie bemühen sich, ihre Gesetze zu halten, die in der Bibel stehen (Jesaja 54:13). Jene Personen sind insofern die Grundlage einer „neuen Erde“, als sie eine weltweite Gemeinschaft bilden, die sich aus allen Nationalitäten, Sprachen und Rassen zusammensetzt, und in Ergebenheit gegenüber dem regierenden König, Jesus Christus, zusammenarbeiten. Bedeutsam ist, daß wir persönlich dazugehören können (Micha 4:1-4).
17, 18. Warum geben uns die Worte in 2. Petrus 3:13 Anlaß dazu, uns mit der Zukunft zu befassen?
17 Denken wir jedoch nicht, damit sei alles gesagt und wir hätten keinen genauen Einblick in künftige Geschehnisse. Bei näherem Hinsehen liefert der Zusammenhang in 2. Petrus, Kapitel 3 Hinweise auf einen bevorstehenden großen Wechsel. In den Versen 5 und 6 schreibt Petrus über die Flut der Tage Noahs, die Sintflut, die der damaligen bösen Welt ein Ende machte. In Vers 7 erwähnt Petrus, daß „die Himmel und die Erde, die jetzt sind“ — sowohl die Regierungen als auch die Volksmassen —, aufbehalten sind für „den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen“. Dies bestätigt übrigens, daß sich der Ausdruck „die Himmel und die Erde, die jetzt sind“ nicht auf das materielle Universum bezieht, sondern auf Menschen und ihre Regierungen.
18 Wie Petrus anschließend erklärt, wird der kommende Tag Jehovas eine große Reinigung herbeiführen, um Platz zu schaffen für die neuen Himmel und die neue Erde, von denen in Vers 13 die Rede ist. Beachten wir den Schluß des Verses: „in diesen wird Gerechtigkeit wohnen“. Deutet das nicht auf größere, vorteilhafte Veränderungen hin? Weckt das nicht die Erwartung wirklich neuer Dinge, einer Zeit, in der die Menschen mehr Freude am Leben haben werden als heute? Wenn wir das sehen können, dann haben wir Einsicht in das erlangt, was die Bibel vorhersagt, Einsicht, über die nur wenige verfügen.
19. In welchem Rahmen wird in der Offenbarung auf bevorstehende „neue Himmel und eine neue Erde“ hingewiesen?
19 Gehen wir jedoch noch einen Schritt weiter. Die Erwähnung des Ausdrucks „neue Himmel und eine neue Erde“ in Jesaja, Kapitel 65 und eine weitere in 2. Petrus, Kapitel 3 haben wir gerade betrachtet. Wenden wir uns jetzt Offenbarung, Kapitel 21 zu, wo dieser Ausdruck ein anderes Mal in der Bibel vorkommt. Wiederum hilft ein Verständnis des Zusammenhangs. Zwei Kapitel zuvor, in Offenbarung, Kapitel 19, wird in lebendiger Symbolik ein Krieg beschrieben, allerdings kein Krieg zwischen verfeindeten Nationen. Auf der einen Seite steht „Das Wort Gottes“. Dies ist ein Titel Jesu Christi, wie uns bekannt sein dürfte (Johannes 1:1, 14). Er befindet sich im Himmel, und in dieser Vision ist er zusammen mit seinen himmlischen Heerscharen zu sehen. Gegen wen kämpfen sie? In dem Kapitel werden „Könige“, ‘Militärbefehlshaber’ und Personen verschiedenen Ranges erwähnt, ‘Kleine und Große’. Dieser Kampf hat mit dem kommenden Tag Jehovas zu tun, mit der Vernichtung des Bösen (2. Thessalonicher 1:6-10). Zu Beginn des nächsten Kapitels, Offenbarung 20, wird die Beseitigung der „Urschlange, welche der Teufel und der Satan ist“, beschrieben. Vor diesem Hintergrund wollen wir Offenbarung, Kapitel 21 betrachten.
20. Was wird in Offenbarung 21:1 in bezug auf eine bedeutende Wende angedeutet?
20 Der Apostel Johannes beginnt mit den begeisternden Worten: „Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr.“ Gestützt auf das, was wir Jesaja, Kapitel 65 und 2. Petrus, Kapitel 3 entnommen haben, ist damit sicher nicht gemeint, daß der buchstäbliche Himmel und unser Planet mitsamt den Wassertiefen ausgetauscht werden. Wie die vorausgehenden Kapitel zeigen, werden böse Menschen und ihre Machthaber — darunter der unsichtbare Herrscher, Satan — beseitigt werden. Hier wird somit ein neues System der Dinge verheißen, das Menschen auf der Erde betrifft.
21, 22. Welche Segnungen sichert uns Johannes zu, und was ist mit dem Abwischen von Tränen gemeint?
21 Daß dies wirklich so ist, bestätigt die weitere Betrachtung dieser wunderbaren Prophezeiung. Am Ende von Vers 3 ist von der Zeit die Rede, in der Gott bei den Menschen sein wird, indem er denen, die seinen Willen tun, gütig seine Aufmerksamkeit zuwendet (Hesekiel 43:7). Johannes fährt in Vers 4 und 5 fort: „Er [Jehova] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen. Und der, der auf dem Thron saß, sprach: ‚Siehe! Ich mache alle Dinge neu.‘ Auch sagt er: ‚Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.‘ “ Welch eine erhebende Prophezeiung!
22 Halten wir einmal inne, um völlig wahrzunehmen, was hier in der Bibel vorhergesagt wird. ‘Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen.’ Damit können weder normale Tränen gemeint sein, die unsere empfindsamen Augen spülen, noch Freudentränen. Nein, die Tränen, die Gott abwischen wird, sind durch Leid, Trauer, Enttäuschung, Schmerz und Qual entstanden. Weshalb können wir uns dessen sicher sein? Weil die bemerkenswerte Verheißung, daß Gott Tränen abwischen wird, damit verknüpft ist, daß ‘Tod, Trauer, Geschrei und Schmerz nicht mehr sind’ (Johannes 11:35).
23. Welche Zustände wird es gemäß der Prophezeiung des Johannes garantiert nicht mehr geben?
23 Beweist das nicht, daß Krebs, Schlaganfälle, Herzinfarkte und sogar der Tod einmal der Vergangenheit angehören werden? Wer von uns hat nicht schon einen lieben Angehörigen oder Freund durch eine Krankheit, einen Unfall oder eine Katastrophe verloren? Gott verheißt hier, daß der Tod nicht mehr sein wird und demnach Kinder, die dann auf die Welt kommen mögen, sich nicht eines Tages damit abfinden müssen, daß sie zwar heranwachsen, dann aber altern und schließlich sterben. Diese Prophezeiung bedeutet auch das Ende von Krankheiten, die sich oft mit dem Alter einstellen, wie Alzheimer-Krankheit, Osteoporose, Fibrome und grüner sowie grauer Star.
24. Inwiefern werden sich ‘der neue Himmel und eine neue Erde’ als Segen erweisen, und was werden wir noch betrachten?
24 Wir sind uns zweifellos einig, daß es nach der Beseitigung von Tod, Alterserscheinungen und Krankheiten weniger Trauer und Geschrei geben würde. Aber wie verhält es sich mit erdrückender Armut, Kindesmißbrauch und unterdrückerischer Diskriminierung wegen jemandes Herkunft oder Hautfarbe? Gäbe es diese — heute üblichen — Probleme weiterhin, wären wir nicht von Trauer und Geschrei befreit. Demnach wird das Leben unter ‘einem neuen Himmel und einer neuen Erde’ nicht durch die gegenwärtigen Ursachen des Leids beeinträchtigt sein. Welch eine Wende!
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Die neue Welt — Werden wir dort sein?Der Wachtturm 2000 | 15. April
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2. Worauf freuen wir uns persönlich?
2 Im vorangehenden Artikel haben wir drei der vier Textstellen betrachtet, in denen die Bibel „neue Himmel und eine neue Erde“ voraussagt (Jesaja 65:17). Eine dieser zuverlässigen Voraussagen ist in Offenbarung 21:1 aufgezeichnet. Die anschließenden Verse handeln von einer Zeit, wo Gott, der Allmächtige, die Zustände auf der Erde erheblich zum Vorteil verändern wird. Er wird Tränen der Trauer abwischen. Die Menschen werden nicht mehr zufolge von Alterserscheinungen, Krankheiten oder Unfällen sterben. Trauer, Geschrei und Schmerz wird es nicht mehr geben. Welch eine erfreuliche Aussicht! Warum können wir uns aber sicher sein, daß alles tatsächlich so kommen wird; und wie könnte sich diese Aussicht unmittelbar auf uns auswirken?
Gründe zur Zuversicht
3. Warum können wir den biblischen Verheißungen vertrauen?
3 Beachten wir, wie es in Offenbarung 21:5 weiter heißt. Dort wird Gott zitiert, der von seinem himmlischen Thron aus verkündet: „Siehe! Ich mache alle Dinge neu.“ Diese göttliche Verheißung ist besser als jede nationale Unabhängigkeitserklärung, als jede Menschenrechtsgarantie und alle menschlichen Zukunftsbestrebungen. Sie ist eine ganz und gar zuverlässige Erklärung desjenigen, der, wie es in der Bibel heißt, „nicht lügen kann“ (Titus 1:2). Es wäre verständlich, wenn wir meinten, wir könnten hier innehalten und uns an dieser vorzüglichen Aussicht erfreuen und auf Gott vertrauen. Aber es ist nicht nötig innezuhalten. Es gibt mehr über die Zukunft zu erfahren.
4, 5. Welche biblischen Prophezeiungen, die wir bereits betrachtet haben, können unsere Zuversicht in bezug auf das fördern, was vor uns liegt?
4 Denken wir über das nach, was wir im vorigen Artikel über die biblischen Verheißungen neuer Himmel und einer neuen Erde festgestellt haben. Jesaja sagte solch ein neues System voraus, und seine Prophezeiung erfüllte sich, als die Juden in ihre Heimat zurückkehrten und die wahre Anbetung wiederaufnahmen (Esra 1:1-3; 2:1, 2; 3:12, 13). War das aber alles, worauf Jesajas Prophezeiung hinwies? Bestimmt nicht! Was er voraussagte, sollte sich in ferner Zukunft auf noch großartigere Weise erfüllen. Weshalb kommen wir zu diesem Schluß? Es hat mit dem zu tun, was wir in 2. Petrus 3:13 und Offenbarung 21:1-5 lesen. Diese Textstellen weisen auf „neue Himmel und eine neue Erde“ hin, auf etwas, was sich für Christen weltweit zum Guten auswirken wird.
5 Wie bereits erwähnt, kommt der Ausdruck „neue Himmel und eine neue Erde“ in der Bibel viermal vor. Drei Stellen davon haben wir bereits betrachtet, und wir sind zu ermutigenden Schlußfolgerungen gelangt. In der Bibel wird unmißverständlich vorausgesagt, daß Gott Bosheit und andere Ursachen des Leids beseitigen und die Menschen in dem von ihm verheißenen neuen System dann noch mehr segnen wird.
6. Was wird in der vierten Prophezeiung, in der ‘neue Himmel und eine neue Erde’ erwähnt werden, vorhergesagt?
6 Befassen wir uns jetzt mit der verbliebenen Textstelle, in welcher der Ausdruck ‘neue Himmel und eine neue Erde’ vorkommt, nämlich Jesaja 66:22-24. Dort heißt es: „ ‚Denn so, wie die neuen Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir bestehen‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚so wird eure Nachkommenschaft und euer Name bestehenbleiben.‘ ‚Und es wird bestimmt geschehen, daß von Neumond zu Neumond und von Sabbat zu Sabbat alles Fleisch herbeikommen wird, um sich vor mir niederzubeugen‘, hat Jehova gesagt. ‚Und man wird tatsächlich hinausgehen und die Leichname der Menschen anschauen, die sich gegen mich vergangen haben; denn selbst die Würmer an ihnen werden nicht sterben, und ihr Feuer, es wird nicht ausgelöscht werden, und sie sollen für alles Fleisch zu etwas Abstoßendem werden.‘ “
7. Warum sollten wir zu dem Schluß kommen, daß sich Jesaja 66:22-24 in kommenden Tagen erfüllen wird?
7 Diese Prophezeiung galt zwar den Juden in ihrem wieder bewohnten Land, aber eine weitere Erfüllung stand aus. Das mußte im Strom der Zeit erst nach der Niederschrift des zweiten Petrusbriefes und der Offenbarung geschehen, denn darin wird auf künftige „neue Himmel und eine neue Erde“ hingewiesen. Wir können diese großartige vollständige Erfüllung in dem neuen System erwarten. Betrachten wir einige der Zustände, auf die wir uns freuen können.
8, 9. (a) In welchem Sinne wird Gottes Volk „bestehenbleiben“? (b) Was geht daraus hervor, daß Jehovas Diener „von Neumond zu Neumond und von Sabbat zu Sabbat“ anbeten werden?
8 Aus Offenbarung 21:4 geht hervor, daß der Tod nicht mehr sein wird. Der Text in Jesaja 66 stimmt damit überein. Jehova weiß, wie aus Vers 22 zu ersehen ist, daß „die neuen Himmel und die neue Erde“ nicht nur vorübergehend, nicht nur eine begrenzte Zeit, existieren werden. Ebenso wird sein Volk Bestand haben; es wird vor ihm „bestehenbleiben“. Das, was Gott bereits für sein auserwähltes Volk getan hat, ist ein Grund zur Zuversicht. Wahre Christen sind brutal verfolgt worden, und man bemühte sich sogar fanatisch, sie ganz auszurotten (Johannes 16:2; Apostelgeschichte 8:1). Doch selbst sehr mächtige Feinde des Volkes Gottes wie der römische Kaiser Nero und Adolf Hitler haben die loyalen Diener Gottes, die seinen Namen tragen, nicht ausradieren können. Jehova hat die Versammlung seines Volkes bis heute bewahrt, und er wird bestimmt dafür sorgen, daß sie auf Dauer bestehenbleibt.
9 Ebenso werden diejenigen, die Gott als Teil der neuen Erde, der Gesellschaft wahrer Anbeter in der neuen Welt, treu sind, als einzelne bestehenbleiben, denn sie werden dem Schöpfer aller Dinge reine Anbetung darbringen. Dies wird nicht nur dann und wann oder planlos geschehen. In Gottes Gesetz, das Israel durch Moses erhielt, war es vorgesehen, daß bestimmte Bestandteile der Anbetung einem monatlichen oder wöchentlichen Rhythmus folgten, gekennzeichnet durch den Neumond und durch den Sabbat (3. Mose 24:5-9; 4. Mose 10:10; 28:9, 10; 2. Chronika 2:4). Folglich wird in Jesaja 66:23 auf eine regelmäßige, fortlaufende Anbetung Gottes hingewiesen — Woche für Woche und Monat für Monat. Atheismus und religiöse Heuchelei wird es dann nicht mehr geben. ‘Alles Fleisch wird herbeikommen, um sich vor Jehova niederzubeugen.’
10. Warum können wir zuversichtlich sein, daß die neue Welt nicht ständig durch Böse beeinträchtigt werden wird?
10 In Jesaja 66:24 wird uns zugesichert, daß der Frieden und die Gerechtigkeit der neuen Erde nie bedroht sein werden. Böse Menschen werden sie nicht zugrunde richten. Erinnern wir uns an 2. Petrus 3:7, wonach der „Tag des Gerichts“ und die „Vernichtung der gottlosen Menschen“ vor uns liegen. Diejenigen, die ihr Ende finden, werden gottlos sein. Unschuldigen wird nichts geschehen wie sonst oft in den von Menschen geführten Kriegen, bei denen meistens mehr Tote und Verletzte unter der Zivilbevölkerung zu beklagen sind als unter den Soldaten. Der große Richter garantiert uns, daß an seinem Tag die Gottlosen vernichtet werden.
11. Welche Zukunft werden, wie Jesaja zeigt, diejenigen haben, die sich gegen Gott und seine Anbetung wenden?
11 Die überlebenden Gerechten werden erkennen, daß Gottes prophetisches Wort wahr ist. ‘Die Leichname der Menschen, die sich gegen Jehova vergangen haben’, werden, wie in Vers 24 vorausgesagt wird, erkennen lassen, daß es sich um sein Strafgericht handelt. Diese plastische Schilderung Jesajas mag zwar schockierend klingen, aber sie ist geschichtlich belegt. Außerhalb der Mauern des alten Jerusalem befanden sich Müllabladeplätze, auf die gelegentlich auch die Leichname hingerichteter Verbrecher geworfen wurden, denen kein anständiges Begräbnis zustand.a Dort wurden sowohl der Abfall als auch jene Leichname durch Würmer und durch Verbrennen sehr bald beseitigt. Jesajas bildhafte Sprache veranschaulicht offensichtlich die Endgültigkeit des Strafgerichts Jehovas an Übertretern.
Was er verheißen hat
12. Welche weiteren Hinweise gibt Jesaja auf das Leben in der neuen Welt?
12 In Offenbarung 21:4 wird einiges erwähnt, was es in dem künftigen neuen System nicht mehr geben wird. Was wird es dann aber geben? Wie wird das Leben aussehen? Liegen uns irgendwelche zuverlässigen Hinweise vor? Ja, das ist der Fall. In Jesaja 65 werden prophetisch Verhältnisse beschrieben, in denen wir leben werden, sofern wir Jehovas Wohlgefallen haben und leben dürfen, wenn er in endgültigem Sinn die neuen Himmel und die neue Erde schafft. Diejenigen, die mit einer bleibenden Stätte auf der neuen Erde gesegnet sind, werden nicht altern und nicht zwangsläufig sterben. In Jesaja 65:20 wird uns zugesichert: „Nicht mehr wird es dann von jenem Ort einen Säugling von wenigen Tagen geben noch einen alten Mann, der seine Tage nicht erfüllt; denn obwohl hundert Jahre alt, wird einer noch als Knabe sterben; und was den Sünder betrifft, obwohl hundert Jahre alt, wird Übles auf ihn herabgerufen werden.“
13. Inwiefern versichert uns Jesaja 65:20, daß Gottes Volk in Sicherheit leben wird?
13 Als sich das zunächst am Volk Jesajas erfüllte, bedeutete es, daß die kleinen Kinder im Land sicher waren. Keine Feinde drangen ein wie einst die Babylonier, die Säuglinge verschleppten oder Menschen in der Blüte ihres Lebens erschlugen (2. Chronika 36:17, 20). In der bevorstehenden neuen Welt werden sich die Menschen sicher und geborgen fühlen und sich des Lebens erfreuen. Sollte jemand es vorziehen, gegen Gott zu rebellieren, wird er nicht weiterleben dürfen. Gott wird ihn beseitigen. Was wäre, wenn der rebellische Sünder schon hundert Jahre alt ist? Gemessen an einem ewigen Leben, wird er „noch als Knabe“ sterben (1. Timotheus 1:19, 20; 2. Timotheus 2:16-19).
14, 15. Auf welche lohnenden Tätigkeiten können wir uns, gestützt auf Jesaja 65:21, 22, freuen?
14 Jesaja erläutert nicht näher, wie ein vorsätzlicher Sünder beseitigt werden könnte, sondern er beschreibt die Lebensbedingungen, die in der neuen Welt herrschen werden. Versetzen wir uns einmal in die Szene hinein. Das, was wir uns vielleicht zuerst vorstellen, ist unsere häusliche Umgebung. Darauf geht Jesaja in Vers 21 und 22 ein: „Sie werden gewiß Häuser bauen und sie bewohnen; und sie werden bestimmt Weingärten pflanzen und deren Fruchtertrag essen. Sie werden nicht bauen und ein anderer es bewohnen; sie werden nicht pflanzen und ein anderer essen. Denn gleich den Tagen eines Baumes werden die Tage meines Volkes sein; und das Werk ihrer eigenen Hände werden meine Auserwählten verbrauchen.“
15 Jesajas Prophezeiung deutet darauf hin, daß wir uns weiterbilden müssen, falls wir im Bauen noch unerfahren sind oder noch nie Gartenarbeit verrichtet haben. Würden wir uns aber nicht gern von jemand etwas zeigen lassen, der sich auf dem betreffenden Gebiet gut auskennt, vielleicht von einem freundlichen, hilfsbereiten Nachbarn? Jesaja sagt nicht, ob unser Haus große, unverglaste Fenster mit Jalousien haben wird, damit wir die tropische Brise genießen können, oder ob es Glasfenster hat, durch die wir die wechselnden Jahreszeiten beobachten können. Werden wir unser Haus mit einem schrägen Dach versehen, damit sich kein Regen oder Schnee darauf ansammelt? Oder ist angesichts des örtlichen Klimas ein Flachdach vorteilhaft wie im Nahen Osten, auf dem die ganze Familie gemeinsam köstliche Mahlzeiten einnehmen und sich unterhalten kann? (5. Mose 22:8; Nehemia 8:16).
16. Warum können wir erwarten, daß wir in der neuen Welt fortwährend tiefe Befriedigung verspüren werden?
16 Wichtiger als die Kenntnis solcher Einzelheiten ist, daß das Haus unser eigenes sein wird. Es wird uns selbst gehören — anders als heute, wo wir uns vielleicht damit abmühen, ein Haus zu bauen, aber schließlich ein anderer den Nutzen davon hat. Außerdem wird in Jesaja 65:21 gesagt, daß wir pflanzen und den Fruchtertrag essen werden. Das ist offensichtlich eine Schilderung der allgemeinen Situation. Unsere Leistungen — die Frucht unserer eigenen Arbeit — werden uns tiefe Befriedigung verleihen. Es wird ein Leben lang so sein, „gleich den Tagen eines Baumes“. Das entspricht gewiß der Beschreibung, daß „alle Dinge neu“ werden! (Psalm 92:12-14).
17. Welche Prophezeiung ist für Eltern besonders ermunternd?
17 Wer Kinder hat, dem gehen sicher die folgenden Worte zu Herzen: „Sie werden sich nicht umsonst abmühen, noch werden sie zur Bestürzung gebären; denn sie sind der Nachwuchs, bestehend aus den Gesegneten Jehovas, und ihre Nachkommen mit ihnen. Und es wird tatsächlich geschehen, bevor sie rufen, daß ich selbst antworten werde; während sie noch reden, werde ich selbst hören“ (Jesaja 65:23, 24). Wissen wir aus eigener Erfahrung, was es heißt, ‘zur Bestürzung zu gebären’? Wir brauchen die zahlreichen Probleme nicht zu nennen, die Kinder zur Bestürzung ihrer Eltern und anderer haben können. Was dies betrifft, haben wir alle schon Eltern beobachtet, die mit ihrem Beruf, ihren Betätigungen oder ihrem Vergnügen so sehr beschäftigt waren, daß ihnen kaum Zeit für ihre Kinder blieb. Jehova versichert uns im Gegensatz dazu, daß er hören und auf unsere Bedürfnisse eingehen wird, sie sogar im voraus erkennen wird.
18. Warum können wir erwarten, daß wir in der neuen Welt Freude an Tieren finden werden?
18 Wenn wir über das nachdenken, woran wir uns in der neuen Welt erfreuen mögen, dann malen wir uns doch auch einmal die folgende Szene aus, die in Gottes prophetischem Wort geschildert wird: „ ‚Wolf und Lamm werden einträchtig weiden, und der Löwe wird Stroh fressen wie der Stier; und was die Schlange betrifft, ihre Speise wird Staub sein. Sie werden keinen Schaden stiften noch irgendwie Verderben anrichten auf meinem ganzen heiligen Berg‘, hat Jehova gesprochen“ (Jesaja 65:25). Kunstmaler haben versucht, diese Szene auf Gemälden wiederzugeben. Aber es handelt sich dabei nicht um ein der Vorstellung entsprungenes Bild, das durch künstlerische Freiheit entstanden ist. Diese Szene wird Wirklichkeit werden. Unter den Menschen wird Frieden herrschen, und sie werden auch mit den Tieren in Frieden leben. Heutzutage verbringen viele Biologen und Tierliebhaber die besten Jahre ihres Lebens damit, etwas über einige Tierarten zu lernen, vielleicht nur über eine Unterart oder Rasse. Überlegen wir nur einmal, wieviel wir lernen können, wenn die Tiere nicht mehr scheu sind! Dann werden wir uns sogar Vögeln und winzigen Geschöpfen nähern können, die im Wald oder im Dschungel heimisch sind — wir werden sie beobachten, von ihnen lernen und uns an ihnen erfreuen können (Hiob 12:7-9). Wir werden das gefahrlos tun können, ohne von Menschen oder Tieren bedroht zu sein. Jehova sagt: „Sie werden keinen Schaden stiften noch irgendwie Verderben anrichten auf meinem ganzen heiligen Berg.“ Welch eine Veränderung das sein wird gegenüber dem, was wir heute sehen und erleben!
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