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Bündnisse im Zusammenhang mit Gottes ewigem VorsatzDer Wachtturm 1989 | 1. Februar
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Der abrahamische Bund — Grundlage für nie endende Segnungen
7, 8. Welchen Bund schloß Jehova mit Abraham? (1. Chronika 16:15, 16).
7 Der Patriarch Abraham, „der Vater all derer ..., die Glauben haben“, war der „Freund Jehovas“ (Römer 4:11; Jakobus 2:21-23). Gott schloß einen Bund mit ihm, den er durch einen Eid bekräftigte und der die Grundlage dafür bildet, daß wir nie endende Segnungen erlangen können (Hebräer 6:13-18).
8 Als Abraham noch in Ur war, wies ihn Jehova an, in ein anderes Land zu ziehen. Wie es sich herausstellte, handelte es sich um Kanaan. Damals verhieß Jehova Abraham: „Ich werde aus dir eine große Nation machen, und ich werde dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen; ... und alle Familien des Erdbodens werden sich bestimmt durch dich segnen“ (1. Mose 12:1-3).a Später gab Gott nach und nach weitere Einzelheiten der Verheißung bekannt, die wir zu Recht den abrahamischen Bund nennen: Abrahams Same oder Erbe würde das Land der Verheißung ererben; sein Same oder seine Nachkommen würden zahllos werden; aus Abraham und Sara würden Könige hervorgehen (1. Mose 13:14-17; 15:4-6; 17:1-8, 16; Psalm 105:8-10).
9. Wieso wissen wir, daß sich der abrahamische Bund auf uns auswirkt?
9 Gott nannte ihn „meinen Bund zwischen mir und dir [Abraham]“ (1. Mose 17:2). Wir aber sollten uns dessen bewußt sein, daß sich dieser Bund auch auf unser Leben auswirkt, denn Gott erweiterte ihn später mit den Worten: „Ich [werde] dich bestimmt segnen ... und deinen Samen bestimmt mehren ... wie die Sterne der Himmel und wie die Sandkörner, die am Ufer des Meeres sind; und dein Same wird das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen. Und durch deinen Samen werden sich bestimmt alle Nationen der Erde ... segnen“ (1. Mose 22:17, 18). Wir gehören zu diesen Nationen und haben die Aussicht, künftig gesegnet zu werden.
10. Was erfahren wir alles aus dem abrahamischen Bund?
10 Halten wir einmal inne und überlegen, was wir aus dem abrahamischen Bund lernen können. Wie bereits der Edenbund weist auch der abrahamische Bund auf einen kommenden „Samen“ hin, und er läßt erkennen, daß der Same durch eine menschliche Geschlechtslinie kommen würde (1. Mose 3:15). Dabei würde es sich um die Geschlechtslinie Sems über Abraham und dessen Sohn Isaak handeln. Mit dieser Linie wäre ein Königtum verbunden, und es würde auf irgendeine Weise nicht nur für e i n e Familie, sondern für Menschen aus allen Nationen einen Segen ermöglichen. Wie erfüllte sich dieser Bund?
11. Wie kam es zu einer buchstäblichen Erfüllung des abrahamischen Bundes?
11 Die von Jakob (oder Israel) abstammenden Nachkommen Abrahams mehrten sich so sehr, daß sie eine große Nation wurden. Als ein zahlloser buchstäblicher Same Abrahams waren die Israeliten der reinen Anbetung des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs hingegeben (1. Mose 28:13; 2. Mose 3:6, 15; 6:3; Apostelgeschichte 3:13). Zwar wandten sie sich wiederholt von der reinen Anbetung ab, doch „erwies Jehova ihnen Gunst und erbarmte sich ihrer ... um seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob willen; und er wollte sie nicht ins Verderben bringen“ (2. Könige 13:23; 2. Mose 2:24; 3. Mose 26:42-45). Selbst nachdem Gott die Christenversammlung als sein Volk angenommen hatte, erwies er den Israeliten als einem Volk, das der buchstäbliche Same Abrahams war, noch eine Zeitlang besondere Gunst (Daniel 9:27).
Der geistige Same Abrahams
12, 13. Inwiefern erwies sich Jesus in der geistigen Erfüllung des abrahamischen Bundes als der primäre Teil des Samens?
12 Der abrahamische Bund hatte auch noch eine andere Erfüllung, nämlich eine geistige. Diese größere Erfüllung war vor der Zeit Jesu nicht zu erkennen, doch können wir uns freuen, daß sie heute eindeutig erkannt werden kann. Sie wird uns in Gottes Wort erklärt. Paulus schrieb: „Nun wurden die Verheißungen Abraham und seinem Samen zugesagt. Es heißt nicht: ‚Und den Samen‘ wie im Fall vieler solcher, sondern wie im Fall eines einzigen: ‚Und deinem Samen‘, welcher Christus ist“ (Galater 3:16).
13 Ja, der Same würde nur aus e i n e r Linie oder Familie hervorgehen, was auf Jesus zutraf, der als gebürtiger Jude in buchstäblichem Sinne ein Nachkomme Abrahams war (Matthäus 1:1-16; Lukas 3:23-34). Außerdem gehörte er zur Familie des größeren Abraham im Himmel. Vergessen wir nicht, daß der Patriarch Abraham aufgrund seines starken Glaubens bereit war, seinen Sohn Isaak zu opfern, wenn dies Gottes Wille gewesen wäre (1. Mose 22:1-18; Hebräer 11:17-19). Ähnlich verhielt sich Jehova, als er seinen einziggezeugten Sohn auf die Erde sandte, damit er zum Loskaufsopfer für gläubige Menschen werde (Römer 5:8; 8:32). Verständlicherweise kennzeichnete Paulus daher Jesus Christus als das Hauptglied des gemäß diesem Bund verheißenen Samens Abrahams.
14. Wer oder was ist der sekundäre Teil des Samens Abrahams, und zu welcher weiteren Betrachtung führt uns das?
14 Des weiteren deutete Paulus an, daß Gott in der geistigen Erfüllung ‘den Samen Abrahams mehren’ würde. Er schrieb: „Wenn ihr Christus angehört, seid ihr wirklich Abrahams Same, Erben hinsichtlich einer Verheißung“ (1. Mose 22:17; Galater 3:29). Dabei handelt es sich um die 144 000 geistgezeugten Christen, die den sekundären Teil des Samens Abrahams bilden. Sie stehen nicht im Gegensatz zu Christus, dem primären Teil des Samens, sondern ‘gehören dem Christus an’ (1. Korinther 1:2; 15:23). Wie wir wissen, können viele von ihnen ihre Abstammung nicht von Abraham herleiten, da sie nichtjüdischen Nationen angehören. Schwieriger ist in der geistigen Erfüllung allerdings der Umstand, daß sie von Natur aus nicht zur Familie Jehovas, des größeren Abraham, gehören, sondern aus der unvollkommenen Familie des Sünders Adam kommen. Somit sind wir darauf angewiesen, daß uns spätere Bündnisse erkennen lassen, wie sie die Voraussetzungen erfüllen können, ein Teil des „Samens Abrahams“ zu werden.
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Bündnisse im Zusammenhang mit Gottes ewigem VorsatzDer Wachtturm 1989 | 1. Februar
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a Dabei handelt es sich um einen einseitigen Bund, da nur eine Partei (Gott) verpflichtet ist, die Bedingungen einzuhalten.
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