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Kongo (Brazzaville)Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2004
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Die Wahrheit macht die ersten Kongolesen frei
Aber zurück zu Etiennes Geschichte. Er erhielt dieses Buch 1947. Noch am gleichen Tag, an dem es bei ihm eintraf, las er die ersten Kapitel und unterhielt sich darüber mit einem Nachbarn. Für beide klangen die Gedanken im Buch glaubhaft und wahr, und sie planten, für den folgenden Sonntag ein paar Freunde einzuladen, um mit ihnen gemeinsam in dem Buch zu lesen und die Bibeltexte nachzuschlagen. Allen gefiel das, was sie lasen, und sie verabredeten sich zu einem zweiten Treffen am nächsten Sonntag. Diesmal kam auch Augustin Bayonne, ein Zollbeamter, der wie Etienne aus Brazzaville stammte. Er erzählte anderen von da an ebenfalls begeistert von der Wahrheit, die echte Freiheit schenkt.
Eine Woche später erhielt Etienne zwei Briefe. Einer stammte von einem Bekannten in Kamerun, der wusste, dass sich Etienne für Religion interessierte. Er schrieb Etienne, er habe dessen Adresse an das Schweizer Büro der Watch Tower Society geschickt. Der andere Brief kam aus der Schweiz. Darin teilte man ihm mit, dass er bald ein Buch erhalten werde, und man ermunterte ihn, es zu lesen und seiner Familie und seinen Freunden davon zu erzählen. Außerdem gab man ihm eine Adresse in Frankreich, falls er Genaueres wissen wolle. Etienne wusste nun also, warum er das Buch bekommen hatte. Bald darauf hatte er regelmäßigen Briefkontakt mit dem Zweigbüro der Zeugen Jehovas in Frankreich.
Wenige Jahre später kehrten Etienne und Augustin nach Brazzaville zurück. Doch schon zuvor hatte Etienne an Timothée Miemounoua, einen Bekannten in Brazzaville, der dort Dekan an einer Fachschule war, einen Brief geschrieben. Sein Brief begann mit den Worten: „Ich möchte Sie gern wissen lassen, dass der Weg, den wir bisher gegangen sind, nicht der Wahrheit entspricht. Jehovas Zeugen haben die Wahrheit.“ Dann erklärte Etienne mit ein paar Worten, was er gelernt hatte. Außerdem schickte er das Buch „Die Wahrheit wird euch frei machen“ mit.
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Kongo (Brazzaville)Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2004
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Allerdings konnte Bruder Cooke kein Französisch. Etienne erinnert sich: „Mit seinem kleinen englisch-französischen Wörterbuch versuchte dieser demütige, sympathische Bruder uns nach besten Kräften alles über das Königreichspredigtwerk und die theokratische Organisation zu erklären. Manchmal konnten wir nur raten, was er uns sagen wollte.“
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Kongo (Brazzaville)Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2004
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[Bild auf Seite 139]
Etienne Nkounkou
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