VORWORT
Wo bekomme ich die besten Tipps?
Für Mädchen
Der gut aussehende neue Junge aus deiner Klasse geht dir einfach nicht aus dem Kopf. „Er interessiert sich ja eh nicht für mich“, denkst du. „Was ist schon dabei, wenn ich ein bisschen von ihm träume?“ Außerdem bist du nicht die Einzige, die ihn toll findet. Alle schwärmen von ihm. Ständig hörst du die anderen Mädchen von ihm reden.
Auf einmal schaut er in deine Richtung. Als er dich anlächelt, bleibt dir fast das Herz stehen. Du lächelst zurück. Er kommt näher.
„Hi!“, sagt er schüchtern.
„Hallo“, antwortest du.
„Ich bin Marc.“
„Ach, du bist der Neue“, stammelst du.
„Wir sind vor ein paar Wochen hierher gezogen.“
Marc redet mit dir! Du kannst es kaum glauben.
„Ich geb nach der Schule ’ne kleine Party. Kommst du auch?“
Dann zwinkert er dir zu und flüstert dir ins Ohr:
„Übrigens, meine Eltern sind nicht da, und die Bar bei uns zu Hause ist nicht abgeschlossen. Was sagst du dazu?“
Marc schaut dich erwartungsvoll an. Jedes andere Mädchen an deiner Schule würde keinen Augenblick zögern.
Was wirst du sagen?
Für Jungs
Zwei deiner Klassenkameraden kommen auf dich zu. Du hast ein flaues Gefühl im Magen. Schließlich haben sie diese Woche schon zweimal versucht, dich zum Rauchen zu überreden, und jetzt kommen sie schon wieder.
Der erste Junge sagt: „So ganz allein heute? Ich hab was Tolles für dich.“ Dabei zwinkert er dir zu, holt etwas aus der Tasche und hält es dir hin.
Zwischen Daumen und Zeigefinger hält er etwas, das wie eine Zigarette aussieht. Du weißt genau, was es ist, und dein Magen zieht sich noch mehr zusammen.
„Sorry“, sagst du. „Ich hab euch doch schon gesagt, dass ich nicht ...“
Der zweite Junge unterbricht dich: „Das ist doch nur wegen deiner Religion, stimmts? Du darfst wohl überhaupt keinen Spaß haben.“
„Oder bist du nur zu feige?“, fragt der erste Junge.
Du nimmst deinen ganzen Mut zusammen und sagst: „Ich bin nicht feige.“
Jetzt legt der zweite Junge seinen Arm um deine Schulter und sagt freundlich: „Probier doch einfach mal.“
Der erste Junge hält dir das weiße Ding vor die Nase und flüstert: „Wir sagen auch niemand was. Kein Mensch wird was erfahren.“
Was wirst du tun?
SOLCHE Szenen spielen sich jeden Tag so gut wie überall auf der Welt ab. Einige junge Leute sind allerdings besser auf so etwas vorbereitet als andere. Ein Junge, dem eine Zigarette angeboten wird, denkt sich vielleicht unter dem Druck der Situation: „Eigentlich will ich ja gar nicht rauchen, aber ich halte das einfach nicht mehr aus. Warum kann ich denen nicht zeigen, dass ich ‚normal‘ bin?!“ Und ein Mädchen, das von einem Jungen eingeladen wird, sagt sich vielleicht: „Der ist doch eigentlich ganz in Ordnung. Warum kann ich nicht ein Mal Ja sagen – nur dieses eine Mal!“
Es gibt aber auch viele junge Leute, die es gelernt haben, für ihre Überzeugung einzutreten. Interessanterweise fühlen sie sich dadurch weniger unter Druck, etwas Verkehrtes zu tun. Würdest du dir das auch wünschen? Ob du es glaubst oder nicht: Du kannst das schaffen. Wie?
Die Bibel kann dir helfen, die Probleme, die man als Jugendlicher hat, selbstbewusst anzupacken. Sie ist das Wort Gottes und deshalb der beste Ratgeber für dich (2. Timotheus 3:16, 17). Auf welchen Gebieten kann sie dir weiterhelfen? Schau dir mal die Fragen hier an und mach bei den Themen, die dich besonders interessieren, einen ✔.
□ Wie soll ich mit dem anderen Geschlecht umgehen?
□ Was ist mit meinem Körper los?
□ Wie „überlebe“ ich die Schule?
□ Wie komme ich mit meinem Geld aus?
□ Wie komme ich mit meinen Eltern klar?
□ Wie bekomme ich meine Gefühle in den Griff?
□ Was kann ich in meiner Freizeit machen?
□ Wie kann ich Gott näherkommen?
Wie du auf Seite 4 und 5 sehen kannst, bezieht sich jede dieser Fragen auf einen der neun Teile in diesem Buch. Vielleicht möchtest du dort anfangen zu lesen, wo du einen Haken gemacht hast. Überall im Buch wirst du biblische Prinzipien finden, die dir weiterhelfen.a
Etwas Besonderes an diesem Buch ist auch, dass du Platz für Notizen hast. Gegen Ende jedes Kapitels findest du den Kasten „Das habe ich fest vor!“. Hier kannst du nach dem Lesen des Kapitels aufschreiben, was du dir vornimmst. Arbeitsblätter wie der „Gruppenzwang-Planer“ auf Seite 132 und 133 sollen dich anregen, über schwierige Situationen und passende Reaktionen nachzudenken. Jeder Teil endet mit der Seite „Mein Tagebuch“. Hier kannst du ganz persönliche Gedanken notieren. Du wirst auch auf neun „Leitbilder“ aus der Bibel stoßen, die du dir zum Vorbild nehmen kannst.
Die Bibel rät dir dringend: „Erwirb Weisheit, erwirb Verständnis“ (Sprüche 4:5). Die Wörter „Weisheit“ und „Verständnis“ bedeuten mehr, als nur zu wissen, was richtig und was falsch ist. Man muss weiterdenken. Beispielsweise kannst du bei Gruppenzwang selbstbewusst und mutig auftreten, wenn du weißt, welche Folgen es hat, verkehrt zu handeln, und welche Vorteile es hat, das Richtige zu tun.
Deine Probleme kommen dir vielleicht wie ein großer Berg vor. Schon viele junge Leute hatten ähnliche Probleme wie du, konnten sie aber lösen. Das kannst auch du. Wenn du dich intensiv mit diesem Buch auseinandersetzt, wirst du feststellen, dass es keinen besseren Ratgeber gibt als die Bibel!
[Fußnote]
a Vieles in diesem Buch stammt aus der Serie „Junge Leute fragen sich“. Sie erscheint regelmäßig in der Zeitschrift Erwachet! (herausgegeben von Jehovas Zeugen).