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Jehova hört den Hilferuf „bekümmerter Seelen“Der Wachtturm 2010 | 15. November
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Ein Beispiel ist Alex, ein Ältester, dessen Frau kurz nach der Hochzeit ganz plötzlich an einer unheilbaren Krankheit starb. Einem mitfühlenden reisenden Aufseher, der ebenfalls seine Frau verloren hatte, inzwischen aber wieder verheiratet ist, war es ein Bedürfnis, Alex zu trösten. Er beschrieb, wie es ihm damals den Boden unter den Füßen wegzog. Solange er mit anderen im Predigtdienst oder in der Versammlung war, ging es einigermaßen. Aber wenn er dann nach Hause kam und die Tür hinter ihm ins Schloss fiel, fühlte er sich allein und verlassen. „Wie war ich doch erleichtert, als ich hörte, dass meine Gefühle normal waren und andere genau das Gleiche erlebt hatten“, sagt Alex. Wenn man so etwas durchmacht, kann „ein Wort zur rechten Zeit“ wirklich trösten und stützen (Spr. 15:23).
Ein anderer Ältester fühlte mit Alex besonders mit, da mehrere seiner Freunde verwitwet waren. Um Alex aufzubauen, wies er ihn liebevoll darauf hin, dass Jehova unsere Gefühle kennt und auch genau weiß, was wir brauchen: „Stellst du in den nächsten Monaten oder Jahren fest, dass du einen Partner brauchst, dann denk daran: In seiner Liebe hat uns Jehova unter den gegenwärtigen Umständen erlaubt, wieder zu heiraten.“ Zwar wird nicht jeder, der das gern möchte, wieder heiraten können. „Aber allein daran erinnert zu werden, dass Jehova diese Möglichkeit einräumt“, erklärt Alex, nachdem er darüber nachgedacht hatte, „erleichtert ungemein und verscheucht das ungute Gefühl, seinen Partner sozusagen zu verraten oder irgendwie die Heiligkeit der Ehe anzutasten, wenn man wieder heiratet“ (1. Kor. 7:8, 9, 39).
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Jehova hört den Hilferuf „bekümmerter Seelen“Der Wachtturm 2010 | 15. November
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Alex gibt zu: „Nach dem Tod des Partners sieht man alles nur noch schwarz.“ Er erinnert sich daran, wie er sich immer wieder fragte: „Hätte ich irgendetwas anders machen können? War ich nicht rücksichtsvoll oder verständnisvoll genug?“ Er sagt: „Ich wollte nicht allein sein! Ich wollte nicht wieder ledig sein! Es war so enorm schwierig, diese gedankliche Abwärtsspirale zu stoppen, weil man jeden Tag immer wieder neu daran erinnert wird, dass man allein ist.“
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Jehova hört den Hilferuf „bekümmerter Seelen“Der Wachtturm 2010 | 15. November
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Alex sagt aus eigener Erfahrung: „Tun wir unseren Teil und nutzen alles, was Jehova für unsere Freundschaft zu ihm tut, dann erhalten wir von ihm ‚die Kraft, die über das Normale hinausgeht‘. Mit dieser Kraft können wir durchhalten — egal was noch kommt!“ (2. Kor. 4:7).
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