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Probleme in der Familie durch biblischen Rat gelöstDer Wachtturm 1986 | 1. November
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Was aber, wenn der Ungläubige eine gottgemäße Erziehung zu untergraben sucht?
8. Wie bereiteten zwei Mütter ihre Kinder auf die Besuche bei ihrem gegnerisch eingestellten früheren Ehemann vor?
8 Das kann durch eine Vorbereitung auf den Besuch verhindert werden. Eine christliche Mutter, deren ehemaliger Mann abtrünnig wurde, berichtete: „Bevor meine Kinder einen Besuch machten, sprach ich jeweils eingehend mit ihnen darüber, wie Jehova ihr Verhalten beurteilen würde. Wir stellten uns gewisse Situationen vor. Ich sagte: ‚Wenn euer Vater das oder das sagt, was werdet ihr dann antworten?‘“
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Probleme in der Familie durch biblischen Rat gelöstDer Wachtturm 1986 | 1. November
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Jochebed, Moses’ Mutter (und auch Amram, wenn er noch lebte), wußte, was auf ihn zukommen würde, wenn er der Tochter Pharaos übergeben würde. Zweifellos war sie darauf bedacht, seinen Sinn für Werte zu prägen, solange er bei ihr war (2. Mose 2:1-10). Denn trotz der verlockenden „Schätze Ägyptens“ entschied sich Moses später für ein Leben nach göttlichen Grundsätzen. Er „achtete“ seine geistigen Vorrechte als wirklichen Reichtum (Hebräer 11:23-26). Auch Christen sollten ihre Kinder auf derartige Versuchungen vorbereiten, indem sie biblischen Stoff mit ihnen besprechen, durch den geistige Schätze in den Blickpunkt gerückt werden.b Häufig durchschauen Kinder die Sache und erkennen die niedrigen Beweggründe des Elternteils, der ihre Zuneigung kaufen möchte (Sprüche 15:16, 17).
10. Welche Faktoren sollte ein Vater oder eine Mutter in außergewöhnlichen Situationen berücksichtigen?
10 In Extremfällen können die Besuche eine ernste Gefahr für das Kind darstellen. Der gläubige Elternteil würde unter diesen Umständen zu entscheiden haben, was zu tun ist, indem er unter Gebet erwägt, wie groß die Gefahr ist, welche gesetzlichen Schritte möglich sind und womit er möglicherweise zu rechnen hat, wenn er das Recht auf persönlichen Umgang nicht anerkennt.c Vermeide übereilte Handlungen, durch die deine Eignung als Vater oder Mutter in Frage gestellt werden könnte (Galater 6:5; Römer 13:1; Apostelgeschichte 5:29; 1. Petrus 2:19, 20).
Laß dich von „praktischer Weisheit“ leiten
11. Welcher Tatsache sollte sich ein christlicher Elternteil bewußt sein, wenn ihm nicht das Sorgerecht zugesprochen wird?
11 Was aber, wenn der christliche Elternteil derjenige ist, der nur das Besuchsrecht hat? Befindet sich das Kind nicht mehr im Haus des christlichen Elternteils, so kann dieser in geistiger Hinsicht nur in beschränktem Maße Einfluß auf das Kind nehmen (1. Korinther 7:14). Zum Beispiel hätte der treue Patriarch Abraham wahrscheinlich darauf bestanden, daß sein Sohn Ismael genauso wie Isaak eine Anbeterin Jehovas geheiratet hätte. Da aber Ismael bereits als Teenager mit seiner Mutter, Hagar, aus dem Haus entlassen wurde, konnte Abraham Hagar nicht daran hindern, für Ismael eine Ägypterin als Frau auszusuchen, die offensichtlich Jehova nicht anbetete (1. Mose 21:14, 21; 24:1-4).
12. (a) Worum kann sich ein Elternteil bemühen, wenn er nicht das Sorgerecht hat? (b) Veranschauliche, wie der christliche Elternteil ‘Weisheit im Hinblick auf Erfolg anwenden’ kann.
12 Selbst wenn der christliche Elternteil nicht das Sorgerecht hat und sich ihm nur begrenzte Möglichkeiten bieten, kann er vieles tun, um dem Kind eine tiefe Liebe zu Jehova einzuflößen. Zu diesem Zweck muß er ‘praktische Weisheit und Denkvermögen bewahren’ (Sprüche 3:21).
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Probleme in der Familie durch biblischen Rat gelöstDer Wachtturm 1986 | 1. November
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13. Wie kann der gläubige Elternteil seinen persönlichen Umgang mit dem Kind wirklich nützlich gestalten?
13 Bemühe dich während deines Umgangs mit dem Kind, das Wort Gottes in sein Herz zu pflanzen, indem du so oft wie möglich biblischen Stoff mit ihm studierst und es zu den Versammlungszusammenkünften mitnimmst. Selbst wenn strenge gesetzliche Einschränkungen bestehen, kann der gläubige Elternteil auf informelle Weise über Gottes Schöpfungswerke sprechen oder dem Kind anderswie helfen, Liebe zu Gott zu entwickeln (Römer 1:19, 20; Matthäus 6:28-30). Jesus kannte die Grenzen seiner Zuhörer. Er „redete ... das Wort zu ihnen, so wie sie es zu hören vermochten“ (Markus 4:33, 34). Beschränke dich daher nicht auf die Erörterung ernster biblischer Themen, sondern beschäftige dich mit deinem Kind auch sonst noch auf erbauliche Weise, indem du zum Beispiel mit ihm gute Freunde besuchst, auch solche in seinem Alter (Sprüche 13:20).
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