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Weltweiter BerichtJahrbuch der Zeugen Jehovas 2007
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Japan
Kurz vor der Geburt ihres Kindes fiel es Miho nicht leicht, sich wie gewohnt am Predigtdienst zu beteiligen. Da sie ihren Pionierdienst fortsetzen wollte, fragte sie den Dienstaufseher nach Adressen von schwer zugänglichen geschlossenen Wohnanlagen, in denen zu predigen fast unmöglich ist. Er gab ihr über hundert Adressen. Von zu Hause aus rief sie so viele Personen an wie möglich. Beim ersten Versuch wollte ihr niemand zuhören und nach 30 Minuten hatte sie alle angerufen. Bei den nächsten Anrufen schrieb sie den Gesprächspartnern danach noch einen Brief. Sie hielt alles fest, was sie dem Anruf entnehmen konnte. Schrie zum Beispiel im Hintergrund ein Baby, nahm sie dies als Aufhänger für einen kurzen Brief. Wenn der Empfänger ihrer Ansicht nach den Brief erhalten haben musste, rief sie ihn an und erklärte, wie nützlich es sei, die in dem Brief beschriebene biblische Anleitung in die Tat umzusetzen. In einem Fall lehnte es eine Hausfrau ab, sich mit ihr am Telefon zu unterhalten, doch Miho schrieb ihr trotzdem einen Brief. Als Miho wieder anrief, war nur die schulpflichtige Tochter zu Hause und diese hatte Mihos Brief gelesen. Miho gab ihr Zeugnis und versprach, ihr einen Brief mit ein paar Ratschlägen aus der Bibel zu schicken, die ihr in der Schule helfen würden. Auch machte sie mit ihr aus, sie wieder anzurufen. Miho erreichte aber nur die Mutter und diese erzählte, ihre Tochter habe in der Schule Schwierigkeiten gehabt, und was Miho ihr gesagt habe, habe ihr geholfen. Nachdem Miho noch ein paarmal angerufen und ihnen geschrieben hatte, fingen Mutter und Tochter an zu studieren.
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Weltweiter BerichtJahrbuch der Zeugen Jehovas 2007
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[Bild auf Seite 43]
Miho
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