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  • Hilfe für die Opfer der Tragödie in Ruanda
    Erwachet! 1994 | 22. Dezember
    • Abruptes Ende der bestehenden Ordnung

      Am 6. April 1994 gegen 20 Uhr kamen die Präsidenten von Ruanda und Burundi, beide Hutu, bei einem Flugzeugabsturz in Kigali ums Leben. Während jener Nacht konnte man überall in der Hauptstadt Polizeipfeifen hören; die Straßen waren gesperrt. In den frühen Morgenstunden begannen Soldaten und mit Macheten bewaffnete Männer, Leute, die zum Stamm der Tutsi gehörten, zu töten. Ntabana Eugène — der Stadtaufseher der Zeugen Jehovas in Kigali —, seine Frau, sein Sohn und seine Tochter waren unter den ersten, die umgebracht wurden.

      Eine europäische Familie von Zeugen Jehovas hatte mit verschiedenen Nachbarn, die Tutsi waren, die Bibel studiert. Neun dieser Nachbarn suchten an diesem schrecklichen Morgen, als wahnsinnige Mörder von Haus zu Haus gingen, im Haus der Europäer Zuflucht. Innerhalb weniger Minuten waren etwa 40 Plünderer im Haus, die Gegenstände in Stücke schlugen und Möbel umstießen. Die Nachbarn wurden bedauerlicherweise ermordet. Jedoch ließ man die anderen trotz ihrer Bemühungen, ihre Freunde zu retten, am Leben.

      Das Hinschlachten hielt wochenlang an. Schließlich waren mindestens 500 000 Ruander getötet worden. Tausende flohen um ihr Leben, insbesondere Tutsi.

  • Hilfe für die Opfer der Tragödie in Ruanda
    Erwachet! 1994 | 22. Dezember
    • Im Juli hatten die von Tutsi beherrschten Streitkräfte, Ruandische Patriotische Front genannt, die von Hutu dominierten Regierungstruppen besiegt. Danach begannen Hunderttausende von Hutu, aus dem Land zu fliehen. Es entstand ein Chaos, als über zwei Millionen Ruander in den eilig errichteten Lagern in Nachbarländern Zuflucht suchten.

      Sie versuchten, einander zu helfen

      Zwei der sechs Mitarbeiter im Übersetzungsbüro der Zeugen Jehovas in Kigali waren Tutsi — Ananie Mbanda und Mukagisagara Denise. Ihre Brüder vom Stamm der Hutu bemühten sich einige Wochen erfolgreich, sie zu schützen. Ende Mai 1994 wurden diese beiden Tutsi dennoch getötet.

      Unter Einsatz ihres Lebens versuchten Zeugen Jehovas, ihre Mitchristen einer anderen ethnischen Herkunft zu schützen (Johannes 13:34, 35; 15:13). Mukabalisa Chantal beispielsweise ist eine Tutsi. Als Mitglieder der Ruandischen Patriotischen Front in dem Stadion, in dem sie sich aufhielt, nach Hutu suchten, vermittelte sie zugunsten ihrer Hutu-Freunde. Obwohl die Rebellen wegen ihrer Bemühungen verärgert waren, rief einer aus: „Ihr Zeugen Jehovas seid wirklich eine feste Bruderschaft. Eure Religion ist die beste, die es gibt! “

  • Hilfe für die Opfer der Tragödie in Ruanda
    Erwachet! 1994 | 22. Dezember
    • Insgesamt wurden etwa 400 Zeugen in dem ethnischen Konflikt getötet. Doch keiner von ihnen starb durch die Hand von Mitzeugen. Mitglieder der römisch-katholischen Kirche und der protestantischen Kirchen, Tutsi und Hutu, schlachteten einander jedoch zu Tausenden hin.

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