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Licht für die Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“Weltweite Sicherheit unter dem „Fürsten des Friedens“
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Die Folgen geistiger Torheit
13. Wie reagierten die verständigen Jungfrauen auf die Bitte der törichten Jungfrauen?
13 Wie verhält es sich nun mit den törichten Gliedern der Jungfrauenklasse? Jesus sagt weiter: „Die törichten sagten zu den verständigen: ‚Gebt uns etwas von eurem Öl, denn unsere Lampen sind daran, zu erlöschen.‘ Da antworteten die verständigen und sprachen: ‚Vielleicht mag es nicht ganz für uns und euch genügen. Geht statt dessen hin zu denen, die es verkaufen, und kauft für euch selbst‘ “ (Matthäus 25:8, 9).
14. Warum waren die Jungfrauen, die ihr Öl nicht mit den anderen teilen wollten, nicht selbstsüchtig, sondern verständig?
14 Die Jungfrauen, die es ablehnten, mit den törichten zu teilen, waren nicht selbstsüchtig, sondern verständig. Sie hielten daran fest, ihr ursprüngliches, gutgemeintes Vorhaben zu verwirklichen, nämlich die dunkle Umgebung zugunsten des Bräutigams zu erhellen. Sie waren keineswegs verpflichtet, einen Kompromiß einzugehen, ihre eigene Menge des heiligen Geistes Jehovas zu vermindern, um den in geistiger Hinsicht törichten Jungfrauen zu Diensten zu sein. Die törichten hatten sich nicht darauf vorbereitet, die Dienstvorrechte, die sich 1919 für sie auftaten, sogleich wahrzunehmen.
15. (a) Wer von der Jungfrauenklasse offenbarte eine Neigung zu geistiger Torheit, als die Friedenszeit begann? (b) Warum konnten die verständigen Jungfrauen den in geistiger Hinsicht unvernünftigen, törichten Jungfrauen nicht helfen?
15 Als die Friedenszeit begann, offenbarten einige, die bekannten, Gott hingegebene, getaufte Gefährten zu sein, geistige Torheit. Nach dem Tod des ersten Präsidenten der Watch Tower Society, Charles Taze Russell, ließen sie sich nicht völlig von dem Geist der Entwicklungen erfassen, die sich an Jehovas sichtbarem Werkzeug unter dessen neuem Präsidenten, J. F. Rutherford, vollzogen. Ihr Herz war in Wirklichkeit nicht in Übereinstimmung mit der angewandten Verfahrensweise. Sie bekundeten keine Wertschätzung dafür, wie Jehova mit seinem Volk handelte. Daher konnten diejenigen, die verständigen Jungfrauen glichen, diesen törichten, die sich ihnen immer mehr entfremdeten, nicht den Geist echter, von Herzen kommender Zusammenarbeit einflößen.
16. Wie wurde bewirkt, daß die geistige Unvernunft oder Torheit offenbar wurde?
16 Es wurde geistige Torheit offenbar. Wodurch? Dadurch, daß die törichten Jungfrauen zur entscheidenden Zeit kein symbolisches Öl hatten, nämlich dann, als geistiges Licht dringend benötigt wurde, da sich neue Entwicklungen vollzogen, die bewiesen, daß der Bräutigam gegenwärtig war. Bildlich gesprochen, war es also an der Zeit, mit der strahlend hell leuchtenden Lampe hinauszugehen, ihm entgegen. Aber diejenigen, die den törichten Jungfrauen glichen, deren Lampen ausgingen, trennten sich statt dessen von den verständigen.
17. Welchen nicht wiedergutzumachenden Verlust erleiden diejenigen, die durch die törichten Jungfrauen dargestellt werden, wie in Matthäus 25:10 angedeutet wird?
17 Wer bekennt, zur Klasse der Jungfrauen zu zählen, und sich das unvergleichliche Vorrecht und die einmalige Gelegenheit entgehen läßt, Jesus Christus, den geistigen Bräutigam, willkommen zu heißen, erleidet einen nicht wiedergutzumachenden Verlust. Das ist bei den törichten der neuzeitlichen Jungfrauen der Fall, was in Jesu Gleichnis durch die weiteren Worte angedeutet wird: „Während sie hingingen, um zu kaufen, traf der Bräutigam ein, und die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm hinein zum Hochzeitsfest; und die Tür wurde verschlossen“ (Matthäus 25:10).
18. (a) Welches Vorrecht nehmen die törichten Jungfrauen in diesem Jahrhundert nicht wahr? (b) Warum kommen die törichten zu spät, um sich dem Hochzeitszug anzuschließen und zum Hochzeitsfest hineinzugehen?
18 Welch ein tragisches Erlebnis für die neuzeitlichen törichten Jungfrauen! Heute, in der dunkelsten Zeit der ganzen Menschheitsgeschichte, beteiligen sie sich nicht an dem Werk, durch das denen Licht gespendet wird, die in geistiger Finsternis sitzen und Gefahr laufen, im „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, das Leben zu verlieren! (Offenbarung 16:14). Da sie kein Öl in ihren sinnbildlichen Lampen hatten und ihren Pfad nicht erhellen konnten, mußten sie sich in der Finsternis um Mitternacht auf den Weg machen. Deshalb kommen sie nicht rechtzeitig, um im freudigen Festzug den Fußstapfen des Bräutigams zu folgen und durch die Tür zum hell erleuchteten Hochzeitsfest hineinzugehen. Sie haben ihre Kennzeichnung als seine Nachfolger verloren, die die Aussicht haben, mit ihm im himmlischen Königreich vermählt zu werden. Sie werden zur festgesetzten Zeit nicht als „bereit“ erfunden. Welch ein warnendes Beispiel sie doch für uns sind!
19. Was können wir erwarten, wenn wir diese Sache bis zum Ende verfolgen?
19 Diese schmerzliche Tatsache wird sehr deutlich im Schlußteil des Gleichnisses beschrieben, das Jesus Christus, der Bräutigam, besonders für uns erzählte, die wir in der Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“ leben. Verfolgen wir also nun die Sache weiter; dadurch wird uns Licht zuteil, das uns Freude bereitet, wie wir im nächsten Kapitel sehen werden.
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Während des „Abschlusses des Systems der Dinge“ wachenWeltweite Sicherheit unter dem „Fürsten des Friedens“
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2. Welche enttäuschende Erfahrung sollte man vermeiden?
2 Es wäre wirklich enttäuschend, zu spät zu einem Hochzeitsfest einzutreffen und die Tür verschlossen vorzufinden. Doch gerade diese Erfahrung ist der großen Mehrheit angeblicher Christen in naher Zukunft beschieden. Der „Fürst des Friedens“ veranschaulicht dies durch folgende Worte: „Danach kamen auch die übrigen Jungfrauen und sprachen: ‚Herr, Herr, öffne uns!‘ Er gab zur Antwort: ‚Ich sage euch die Wahrheit: Ich kenne euch nicht‘ “ (Matthäus 25:11, 12).
3. (a) Wofür kam im Jahre 1919 die Zeit? (b) Sind die Vertreter der Religionsgemeinschaften der Christenheit in der Lage gewesen, für das benötigte geistige Öl zu sorgen?
3 Seit 1919 ist es möglich, von verständigen „Jungfrauen“ mit Hilfe des „Öls“ (Jehovas Wort und sein heiliger Geist) geistig erleuchtet zu werden. Törichte versuchen jedoch, geistiges Öl von Personen in der Christenheit zu kaufen, die vorgeben, es zu verkaufen (Matthäus 25:9). Die Vertreter der Religionsgemeinschaften der Christenheit haben jedoch nicht die richtige Art Öl. Sie sind nicht in der Lage, Licht zu spenden in bezug auf die Gegenwart Jesu Christi als himmlischer Bräutigam. Sie erwarten, bei ihrem Tod sogleich zu Christus in den Himmel zu kommen, ohne sich in der heutigen Zeit des „Abschlusses des Systems der Dinge“ an dem Werk des Lichtspendens beteiligt zu haben.
4. Was haben die durch die törichten Jungfrauen Dargestellten bis heute nicht getan, und warum nicht?
4 Andererseits gibt es Personen, die wie geistige Jungfrauen bewiesen haben, daß sie für das Nachkriegswerk, weltweit Licht in bezug auf „das Königreich“ zu spenden, einen Vorrat an „Öl“ des heiligen Geistes und des Wortes Gottes haben (Matthäus 24:14). Die in Jesu Gleichnis als törichte Jungfrauen dargestellten Personen beteiligen sich nicht an diesem Werk, indem sie das Licht auf diese international bedeutsame gute Botschaft scheinen lassen. Sie hatten nicht das „Öl“, das erleuchtende Wort Gottes und seinen heiligen Geist, und der als Richter im geistigen Tempel tätige Bräutigam erkannte das. Es erwies sich, daß ihr Herz nicht bei dem Nachkriegswerk war, das 1919 sofort von den christlichen Jungfrauen begonnen wurde, die sich als verständig erwiesen und erkannten, welche Zeit angebrochen und welches Werk zu verrichten war.
5. Woran beteiligen sich die törichten Jungfrauen nicht, obwohl dies für ihre Vereinigung mit dem Bräutigam und König unerläßlich wäre?
5 Dadurch, daß sich die törichten Jungfrauen von denen trennten, die Jehovas sichtbare Organisation unterstützten, beteiligten sie sich nicht an dem weltweiten Königreichszeugnis. Sie erwarben schließlich „Öl“ religiöser Erleuchtung, doch handelte es sich dabei nicht um die richtige Art Öl. Es spendete nicht zur richtigen Zeit Licht für das richtige Ereignis. Daher predigen sie auch nicht die Königreichsbotschaft und „den Tag der Rache seitens unseres Gottes“ (Jesaja 61:1-3). Sie jubeln nicht wie der gesalbte Überrest der Jungfrauenklasse dem Bräutigam und König zu.
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