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  • Königreich Gottes
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • Der Messias kam, als Jesus vor Johannes erschien, um sich taufen zu lassen, und dann mit Gottes heiligem Geist gesalbt wurde (Mat 3:13-17). Er wurde dadurch der designierte König, der von Jehovas „Gericht“ als derjenige anerkannt wurde, der das gesetzliche Recht auf den Thron Davids hatte, ein Recht, von dem in den vorangegangenen 600 Jahren kein Gebrauch gemacht worden war. (Siehe JESUS CHRISTUS [Seine Taufe].)

  • Königreich Gottes
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • Inwiefern war das Königreich Gottes ‘in der Mitte’ derer, denen Jesus predigte?

      Jesus, der auf Jehovas Macht, ihn zu beschützen und ihm zum Erfolg zu verhelfen, vertraute, kündigte zu Beginn seines öffentlichen Dienstes dem Bundesvolk Jehovas an, dass „die bestimmte Zeit“ erfüllt sei und sich deshalb Gottes Königreich genaht habe (Mar 1:14, 15). Um zu ermitteln, in welchem Sinn das Königreich „nahe“ war, seien seine Worte erwähnt, die er an gewisse Pharisäer richtete, nämlich: „Das Königreich Gottes ist in eurer Mitte“ (Luk 17:21). In dem Theologisch-homiletischen Bibelwerk von J. P. Lange wird zu diesem Text gesagt: „Insofern der König des Gottesreiches schon in ihrer Mitte lebte und wirkte, war potentiell dieses Reich schon in ihre nächste Umgebung gekommen. Die Erklärung: in animis vestris [inwendig in euch] ... ist wohl sprachlich zu vertheidigen ..., wird aber durch den Zusammenhang nicht begünstigt. Für die Übersetzung: ‚in eurer Mitte‘ spricht, ... daß das Gottesreich wahrlich nicht in den Herzen dieser Pharisäer aufgerichtet war, ... daß auch ... für die scheinbar tiefsinnige, aber wirklich nicht sehr verständliche Annahme, daß das Reich Gottes i n dem Menschen gefunden werde, keine anderen Beweise in den eigenen Worten des Herrn zu finden sind“ (Das Evangelium nach Lukas, 1859, S. 264). Da das Wort „Königreich [basiléia]“ auch „Königswürde“ bedeuten kann, wollte Jesus damit offensichtlich sagen, dass er – Gottes königlicher Repräsentant, der von Gott zum König Gesalbte – in ihrer Mitte sei. Er war aber nicht nur in dieser Eigenschaft gegenwärtig, sondern hatte auch die Befugnis, Werke zu vollbringen, die Gottes königliche Macht offenbarten, sowie die Vollmacht, Personen, denen eine Stellung in seiner kommenden Königreichsregierung in Aussicht stand, auf diese Stellung vorzubereiten. Deshalb konnte von der „Nähe“ des Königreiches gesprochen werden; es war eine Zeit, die eine außergewöhnliche Gelegenheit bot.

      Eine Regierung, die tatsächlich Macht und Gewalt hat. Jesu Jünger verstanden unter dem Königreich eine tatsächliche Regierung Gottes, obwohl sie sich über den Umfang ihres Herrschaftsgebiets nicht im Klaren waren. Nathanael sagte zu Jesus: „Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist König von Israel“ (Joh 1:49). Die Jünger wussten, was in der Prophezeiung Daniels über die „Heiligen“ vorhergesagt worden war (Da 7:18, 27). Jesus verhieß seinen Aposteln und Nachfolgern ausdrücklich, dass sie auf „Thronen“ sitzen würden (Mat 19:28). Jakobus und Johannes strebten nach gewissen Vorzugsstellungen in der messianischen Regierung, und Jesus bestätigte, dass es solche Vorzugsstellungen geben würde, erklärte aber, dass es seinem Vater, dem souveränen Herrscher, zustehe, sie zu vergeben (Mat 20:20-23; Mar 10:35-40). Obwohl also seine Jünger irrtümlich dachten, die königliche Herrschaft des Messias sei auf die Erde, besonders auf das buchstäbliche Israel, beschränkt (sogar noch an dem Tag, als der auferstandene Jesus in den Himmel auffuhr [Apg 1:6]), wussten sie doch, dass es sich dabei um eine tatsächliche Regierung handelte. (Vgl. Mat 21:5; Mar 11:7-10.)

      Jehovas königliche Macht über seine irdische Schöpfung wurde von seinem königlichen Repräsentanten auf vielerlei Weise sichtbar demonstriert. Durch Gottes Geist oder wirksame Kraft übte Gottes Sohn Macht aus über den Wind und das Meer, die Pflanzenwelt, die Fische und sogar über die organischen Bestandteile in Nahrungsmitteln, weshalb er Nahrung vermehren konnte. Diese Machttaten bewirkten, dass seine Jünger einen tiefen Respekt vor der Gewalt, die er besaß, entwickelten (Mat 14:23-33; Mar 4:36-41; 11:12-14, 20-23; Luk 5:4-11; Joh 6:5-15). Noch eindrucksvoller war seine Ausübung der göttlichen Macht über menschliche Körper, denn er heilte alle Leiden, von Blindheit bis zum Aussatz, ja er rief sogar Tote ins Leben zurück (Mat 9:35; 20:30-34; Luk 5:12, 13; 7:11-17; Joh 11:39-47). Geheilte Aussätzige sandte er zu den von Gott bevollmächtigten, aber gewöhnlich ungläubigen Priestern, damit sie sich ihnen zeigten, „zu einem Zeugnis für sie“ (Luk 5:14; 17:14). Und schließlich bewies er, dass Gott Macht hat über die Geister. Die Dämonen anerkannten die ihm verliehene Gewalt. Statt es auf eine entscheidende Erprobung der ihn unterstützenden Macht ankommen zu lassen, gehorchten sie seinem Befehl, aus den von ihnen besessenen Personen auszufahren (Mat 8:28-32; 9:32, 33; vgl. Jak 2:19). Da Jesus die Dämonen durch Gottes Geist austrieb, bedeutete dies, dass das Königreich Gottes seine Zuhörer wirklich „eingeholt“ hatte (Mat 12:25-29; vgl. Luk 9:42, 43).

      All das war ein stichhaltiger Beweis dafür, dass Jesus königliche Autorität besaß und dass diese Autorität von keiner irdischen, menschlichen, politischen Quelle stammte. (Vgl. Joh 18:36; Jes 9:6, 7.) Jesus wies die Boten, die der inhaftierte Johannes der Täufer ausgesandt hatte und die Zeugen dieser Machttaten wurden, an, zu Johannes zurückzukehren und ihm zu erzählen, was sie als Bekräftigung, dass Jesus wirklich „der Kommende“ war, gesehen und gehört hatten (Mat 11:2-6; Luk 7:18-23; vgl. Joh 5:36). Jesu Jünger sahen und hörten den Beweis der Königreichsmacht, von dem die Propheten gern Zeugen gewesen wären (Mat 13:16, 17). Darüber hinaus war Jesus in der Lage, seinen Jüngern Autorität zu übertragen, sodass sie als seine eingesetzten Vertreter ähnliche Machttaten vollbringen konnten, was ihrer Botschaft „Das Königreich der Himmel hat sich genaht“ Nachdruck und Gewicht verlieh (Mat 10:1, 7, 8; Luk 4:36; 10:8-12, 17).

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