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Gerichtstag — nur ein Scherz?Der Wachtturm 1955 | 1. Juni
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Jesus sein Gericht? Auf die Stellungnahme der Menschen gegenüber der Predigt der guten Botschaft vom aufgerichteten Königreich, die Jehovas Zeugen verkündigen. Jesus sagte dieses weltweite Zeugniswerk während seiner zweiten Gegenwart voraus: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird gepredigt werden auf der ganzen bewohnten Erde, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das vollendete Ende kommen.“ — 2. Pet. 2:6; Matth. 25:31, 32; 24:14, NW.
„Das vollständige Ende“ ist der Höhepunkt dieser Gerichtsperiode, nämlich die Schlacht von Harmagedon. Dann erzwingt Jehova sein Gericht der Verurteilung durch die „Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht in flammendem Feuer, wenn er gebührende Strafe bringt über jene, die der guten Botschaft über unseren Herrn Jesus nicht gehorchen. Eben diese werden die Strafe ewiger Vernichtung zahlen.“ Daher werden die in Harmagedon Sterbenden die gleiche Strafe zahlen wie die Menschen in Sodom. Das bedeutet, daß sie während des Tausendjahr-Gerichtstages keine „Auferstehung des Gerichts“ haben werden, sondern ewiglich tot bleiben. — 2. Thess. 1:7-9, NW.
Harmagedon zu überleben und den Tausendjahr-Gerichtstag zu erleben, während dessen die Menschheit zur Vollkommenheit zurückgebracht werden wird, ist ein unvergleichlicher Segen. Es ist ein Segen, der allen offensteht, ungeachtet ihres vergangenen Lebens, wenn sie jetzt auf die Warnungsbotschaft hören und Jehova in gehorsamem Dienst anbeten. Die meisten Menschen jedoch verhalten sich gleichgültig, und das reiht sie in die Ziegenbockklasse ein. Der Meister sagte diese geistige Einstellung voraus. „Gleichwie es geschah in den Tagen Noahs“, und „gleicherweise, wie es geschah in den Tagen Lots“, erklärte Jesus, „ebenso wird es sein an dem Tage, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird.“ Die Menschen in Noahs Tagen waren zu beschäftigt, auf Noah zu hören, und wenn sie hörten, dann spotteten sie. Zur Zeit Lots dachten einige der Bürger Sodoms, ihr Gerichtstag sei nur ein Scherz. Sie lachten sehr, aber die ewige Vernichtung bereitete ihrem Lachen ein Ende. Deshalb ermahnt uns Jesus, nicht so verächtlich und teilnahmslos zu handeln. Auch Petrus bringt das zum Ausdruck: „In den letzten Tagen werden Lächerlichmacher kommen mit ihrem Lächerlichmachen.“ Was ist der Gegenstand ihres Gelächters? Das Predigen der Botschaft, daß Christus seine Königreichsmacht angetreten hat und jetzt die Menschen der Nationen richtet. Diese Botschaft, zusammen mit der dringenden Warnung vor Harmagedon, halten die Massen für sehr weit hergeholt und für einen Scherz. — Luk. 17:26, 28, 30; 2. Pet. 3:3, NW.
Aber Jehovas Zeugen scherzen nicht. Wäre ihre Botschaft ein Scherz, dann verkündigten sie nicht Jahr für Jahr, Tag für Tag unaufhörlich von Haus zu Haus, in den Heimen der Menschen und öffentlich auf den Straßen. Sie nehmen diese Arbeit so ernst, daß sie im Jahre 1954 die denkwürdige Zeit von 80 814 996 Stunden damit verbrachten, die Warnung von der Nähe Harmagedons erschallen zu lassen. Benutze die Gelegenheit, diese dringendste aller Botschaften gründlich zu hören. Prüfe sie sorgfältig durch Gebrauch deiner Bibel. Dein Geschick steht auf dem Spiel. Denke an Sodoms lachende Bürger und an ihr Schicksal. Denke an den warnenden Vergleich Jesu zwischen der damaligen Zeit und heute. Ziehe einen Nutzen aus der Erkenntnis, daß der gegenwärtige Gerichtstag gewiß kein Scherz ist.
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Sie wünschte Brot, man gab ihr einen SteinDer Wachtturm 1955 | 1. Juni
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Sie wünschte Brot, man gab ihr einen Stein
Ein katholischer Priester in Nassau besuchte eine Frau seiner Herde und traf sie an, als sie im Buch „Neue Himmel und eine neue Erde“ las. Er sagte ihr, dies sei „giftiges und verderbliches Zeug“, und sie sei eine Ungläubige, wenn sie das lese. Wenn sie Lesestoff wünsche, könne er sie damit versorgen. Daher brachte er ihr einen Roman, der sich auf das angebliche Liebesleben der Maria Magdalena stützte. Das befriedigte sie jedoch nicht, da sie nach Wahrheit hungerte, nicht aber nach Unterhaltungslektüre. Nachdem sie mehr Wachtturm-Veröffentlichungen gelesen hatte, stellte diese schafähnliche Frau fest, daß die Lehren der Zeugen Jehovas tatsächlich wahr sind. Ist es angesichts der vom Priester eingeschlagenen Taktik ein Wunder, daß ‚ein Hunger im Land‘ ist nach den ‚Worten Jehovas‘? — Amos 8:11.
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