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Umschwung führt zu großem „Fischfang“ in ChileDer Wachtturm 1977 | 1. Januar
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WARUM DIESER GROSSE „FISCHFANG“?
Worauf sind diese wunderbaren Segnungen zurückzuführen, die Jehovas christliche Zeugen in Chile zur Zeit genießen? Es sind viele Faktoren mit im Spiel. Beim buchstäblichen Fischen kommt es darauf an, daß die Fischgründe gut sind. So scheinen die verschiedenen Regierungswechsel in Chile dazu beigetragen zu haben, daß die Verhältnisse für den geistigen Fischfang günstig wurden.
Längere Zeit hatte Chile so ziemlich das beständigste politische Klima in ganz Südamerika. Doch dann änderte sich dies plötzlich. Innerhalb von fünf Jahren erlebten die Chilenen drei Regierungsformen, jede grundlegend verschieden von den anderen. Die politischen Wirren haben jede Illusion zerstört. Viele Menschen finden daher die biblische Botschaft von einer gerechten Regierung unter Jesus Christus vernünftig und freuen sich darüber.
Noch nie war die wirtschaftliche Lage so kritisch trotz Chiles Reichtum an landwirtschaftlichen Erzeugnissen und an Bodenschätzen. Zufolge der Inflation und der Arbeitslosigkeit haben die Menschen erkannt, daß es trotz harter Arbeit und vieler Opfer schwierig ist vorwärtszukommen.
Der Hauptfaktor, der den geistigen Fischfang jedoch begünstigt hat, ist das Versagen der Kirchen. Personen, die jahrelang passive Mitglieder einer Religionsgemeinschaft waren, wurden plötzlich wach. Sie waren enttäuscht, als sie sahen, wie Geistliche zuerst die eine Regierung unterstützten und segneten und dann einige Tage später die nächste, die in krassem Gegensatz zur vorhergehenden stand.
Jehovas Zeugen verhielten sich dagegen auffallend anders. Nach der Machtübernahme durch das Militär ließ man sie auch in Ruhe, denn man wußte, daß sie sich unter der vorhergehenden kommunistischen Regierung nicht in die Politik eingemischt hatten. Wenn durch die Verhaftung kommunistischer Aktivisten in Fabriken und anderen Betrieben Lücken entstanden, wurden oft Zeugen Jehovas in führende Stellungen eingesetzt. An dem Morgen, an dem der Staatsstreich ausgeführt wurde, kamen zum Beispiel Soldaten zu einem Zeugen Jehovas nach Hause und baten ihn, die Ölraffinerie am Ort in Gang zu bringen. Es war kein anderer Mann da, der geeignet gewesen wäre und dem man hätte vertrauen können.
Haussuchungen nach Schußwaffen und dergleichen wurden bei Tagesanbruch durchgeführt. Dabei kam es oft vor, daß Häuser, von denen man wußte, daß Zeugen Jehovas darin wohnten, einfach übergangen wurden. Ein Soldat, der einem Bücherregal das Buch Die Wahrheit, die zu ewigem Leben führt entnahm, sagte: „Wenn alle dieses Buch lesen und danach handeln würden, brauchten wir diese Haussuchungen nicht zu machen.“
Der Gegensatz zwischen Jehovas Zeugen und den Angehörigen der Kirchen der Christenheit ist nicht unbeachtet geblieben. Aufrichtige Personen, die es leid sind, politische Predigten zu hören, treten aus den Kirchen der Christenheit aus und genießen nun die Befriedigung ihrer geistigen Bedürfnisse in Verbindung mit Jehovas Zeugen.
Sind Jehovas Zeugen in Chile hierüber „erstaunt“, wie Petrus einmal über einen wunderbaren Fang buchstäblicher Fische erstaunt war? Erstaunt sind sie schon, aber, was noch wichtiger ist, sie sind auch entschlossen, weiter in diesen fischreichen „Gewässern“ zu fischen, um Menschen lebendig zu fangen, die schließlich ewiges Leben erlangen werden (Luk. 5:4-11, Einheitsübersetzung).
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‘Die Sünde wie mit Wagenseilen herbeiziehen’Der Wachtturm 1977 | 1. Januar
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‘Die Sünde wie mit Wagenseilen herbeiziehen’
● Der Prophet Jesaja rief über die, die ‘die Sünde wie mit Wagenseilen herbeiziehen’, ein „Wehe“ aus (Jes. 5:18). Die Israeliten, die hiermit angesprochen wurden, sündigten offenbar gewohnheitsmäßig. Sie waren an die Sünde gekettet, wie Zugtiere mit Stricken an die Wagen gebunden waren, die sie zogen. Deshalb sollte es ihnen bei der Vollstreckung des gerechten Urteils Jehovas schlecht ergehen.
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