Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • w77 1. 2. S. 77-78
  • Was bedeutet der Spruch?

Kein Video für diese Auswahl verfügbar.

Beim Laden des Videos ist ein Fehler aufgetreten.

  • Was bedeutet der Spruch?
  • Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1977
  • Zwischentitel
  • Ähnliches Material
  • EIN KOSTBARER KAUFPREIS VERSCHWENDET
  • DIE GERECHTEN LEBEN NUR AUFGRUND DER UNVERDIENTEN GÜTE GOTTES
  • Ist Grausamkeit gegenüber Tieren verkehrt?
    Erwachet! 1998
  • Was empfindet Gott für Tiere?
    Erwachet! 2011
  • Was tust du mit deinem Leben?
    Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1973
  • Weise Sprüche für unsere Tage
    Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1958
Hier mehr
Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1977
w77 1. 2. S. 77-78

Was bedeutet der Spruch?

„DER Gerechte sorgt für die Seele seines Haustiers, aber die Erbarmungen des Bösen sind grausam“, heißt ein Spruch (Spr. 12:10).

Der Gerechte hat Achtung vor jeder Schöpfung Gottes. Er weiß auch, daß Tiere erschaffen wurden, um dem Menschen zu dienen und ihn zu erfreuen, und daher als Freunde des Menschen zu behandeln sind. Durch die Sündhaftigkeit des Menschen, seine Grausamkeit und das gestörte Gleichgewicht in der Umwelt, das er verschuldet hat, ist ein kleiner Prozentsatz der Tiere bösartig geworden und wird heute als Schädlinge bezeichnet. Aber ein Gerechter bemüht sich, die Bedürfnisse und Gefühle der Tiere, besonders seiner Haustiere, zu verstehen, und betrachtet ihr Leben als ein kostbares Gut. Das bedeutet nicht, daß er glaubt, sie könnten denken und fühlen wie Menschen, sondern es bedeutet, daß sie eine gute Behandlung verdienen.

Unter dem mosaischen Gesetz wurden Tiere vor grausamer Behandlung geschützt und sogar in den Sabbatgesetzen berücksichtigt, denn es wurde ihnen gestattet, während des Sabbatjahres das zu fressen, was von allein auf dem Feld wuchs (3. Mose 25:6, 7). Einem Stier durfte nicht das Maul verbunden werden, so daß er nichts von dem Getreide fressen könnte, obwohl er seine Kräfte verausgabte, um es zu dreschen (5. Mose 25:4). Jemand, der ein Vogelnest fand, durfte die Eier oder die Jungen mitnehmen, aber er durfte nicht auch die Mutter fortnehmen, damit nicht die ganze Familie ausgerottet wurde (5. Mose 22:6, 7). Auch dadurch, daß Jehova gegenüber Jona die Tiere erwähnte, als Ninive in Gefahr stand, vernichtet zu werden, zeigte er, daß er die Tiere nicht vergaß. Er sagte zu Jona: „Und sollte es mir meinerseits nicht leid tun um Ninive, die große Stadt, in der mehr als einhundertzwanzigtausend Menschen am Dasein sind, die nicht einmal den Unterschied zwischen ihrer Rechten und ihrer Linken kennen, dazu viele Haustiere?“ (Jona 4:11).

Gemäß der Septuaginta lautet der zweite Teil dieses Spruches: „Die Eingeweide der Gottlosen sind unbarmherzig.“ Die „Eingeweide“ stellen die innersten Gefühle der Sympathie und des Mitleids dar und sind beim Bösen gefühllos, grausam. Der Böse bekundet gewissermaßen ein „mitleidloses Mitleid“, wie es oft unter Menschen zu beobachten ist, deren Handlungen und Worten es an Wärme fehlt und die daher nicht zum Erfolg führen. Das Mitleid und die Barmherzigkeit eines Bösen können nichts anderes als Grausamkeit sein, da sie auf selbstsüchtigen Beweggründen oder Grundsätzen beruhen. Zum Beispiel haben wir erlebt, daß böse Diktatoren ihre besten Freunde und Unterstützer vernichteten, sie gewissermaßen opferten, um an der Macht zu bleiben oder ihre Macht zu vergrößern. Oder sie greifen unter dem Vorwand, das Volk oder den Staat zu schützen, die gesetzestreuesten Bürger ihres Landes an (die wahren Christen, die dort friedlich leben und sich neutral verhalten), um einen „Sündenbock“ zu haben oder um gewissen einflußreichen religiösen oder politischen Elementen oder sogar ihrem eigenen Ich zu gefallen. Das tun sie, obwohl sie wissen, daß diese Christen keine Bedrohung für den Frieden oder die Sicherheit des Staates sind. Diese Einstellung hatten auch die Pharisäer zu Jesus und zum gewöhnlichen Volk (Joh. 11:47-50; 12:9, 10; 7:49).

EIN KOSTBARER KAUFPREIS VERSCHWENDET

„Wie kommt es, daß der Kaufpreis zum Erwerb von Weisheit in der Hand eines Unvernünftigen ist, da er doch kein Herz hat?“ (Spr. 17:16).

Mit dem hier erwähnten „Unvernünftigen“ ist nicht ein Mensch gemeint, der lediglich ungebildet oder unwissend ist, sondern jemand, der sich seiner geistigen Bedürfnisse nicht bewußt ist. Um Weisheit erlangen zu können, muß man „Herz“, richtige Beweggründe, und Liebe zur wahren Weisheit haben und nach wahrem Verständnis suchen. In gewisser Hinsicht haben alle Menschen den „Kaufpreis“ zum Erwerb von Weisheit, denn Gott gibt allen großzügig. „Er [läßt] seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen“ (Matth. 5:45). Der „Kaufpreis“ ist nicht Geld, sondern besteht aus den Dingen, die Gott allen gegeben oder angeboten hat: aus dem Verstand zum Denken, den Sinnen zum Aufnehmen von Informationen und dem Zugang zur wahren Weisheit. Man braucht praktisch nur die Schöpfung anzuschauen, denn alles Erschaffene verrät die unsichtbaren Eigenschaften Gottes (Röm. 1:18-20). Auch mag man gute Eltern, wahre Freunde oder andere haben, die einen auf die Weisheit Gottes aufmerksam machen.

Aber der Unvernünftige hat kein Herz für das Verständnis. Sein Sinn ist auf seine eigenen Angelegenheiten gerichtet, auf Dinge, die nicht wirklich wichtig sind. Ähnlich ist Sprüche 17:24 zu verstehen: „Weisheit steht dem Verständigen vor dem Angesicht, aber die Augen des Unvernünftigen sind am äußersten Ende der Erde.“ Der Unvernünftige beschäftigt sich mit allem möglichen und interessiert sich für das Unwichtigste. Somit verschwendet er den „Kaufpreis“ — die Möglichkeiten, Fähigkeiten und Gelegenheiten, die er möglicherweise in größerem Ausmaß hat als jemand, der „Herz“ hat.

DIE GERECHTEN LEBEN NUR AUFGRUND DER UNVERDIENTEN GÜTE GOTTES

In Sprüche 11:31 heißt es: „Siehe! Der Gerechte — auf der Erde wird ihm vergolten werden, wieviel mehr so dem Bösen und dem Sünder!“

Durch den Ausdruck „Siehe!“ wird die Aufmerksamkeit auf eine wichtige Wahrheit gelenkt, die man beachten muß. Salomo erklärt in Prediger 7:20: „Da ist kein Mensch gerecht auf der Erde, der ständig Gutes tut und nicht sündigt.“ Niemand ist von sich aus würdig, sondern Gottes unverdiente Güte ist mit denen, die ihm aufrichtig dienen (1. Petr. 3:12). Der Gerechte bemüht sich daher, richtig zu handeln, aber er strauchelt manchmal, und dann trifft der Grundsatz zu: „Was immer ein Mensch sät, das wird er auch ernten“ (Gal. 6:7). Der Gerechte wird die „Vergeltung“ für seine Fehler in Form von Zucht erhalten, die ihm hilft, sich zu verbessern, so daß er auf dem Weg des Lebens bleibt. Da schon den Gerechten ihre unabsichtlichen Fehltritte „vergolten“ werden, verdienen die Bösen, die absichtlich einen schlechten Weg einschlagen und die nicht bereuen und sich nicht bemühen, auf den Weg der Gerechtigkeit zurückzukehren, gewiß eine strengere Bestrafung und werden die „Vergeltung“ für ihre Schlechtigkeit erhalten. In der Septuaginta wird dieser Spruch wie folgt wiedergegeben: „Wenn der Gerechte kaum gerettet wird, wo soll der Gottlose und der Sünder erscheinen?“ Der Apostel Petrus zitierte in 1. Petrus 4:17, 18 offensichtlich aus der Septuaginta. Petrus erwähnte in diesem Zusammenhang, daß Gottes Gericht beim Hause Gottes beginnen werde, und schrieb dann: „Wenn es nun zuerst bei uns anfängt, was wird das Ende derer sein, die der guten Botschaft Gottes nicht gehorchen? ,Und wenn der Gerechte mit Mühe gerettet wird, wo wird sich der Gottlose und der Sünder zeigen?‘“

    Deutsche Publikationen (1950-2025)
    Abmelden
    Anmelden
    • Deutsch
    • Teilen
    • Einstellungen
    • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
    • Nutzungsbedingungen
    • Datenschutzerklärung
    • Datenschutzeinstellungen
    • JW.ORG
    • Anmelden
    Teilen