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Warum die „Geldliebe“ ins Verderben führtDer Wachtturm 1977 | 1. Juni
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keine Garantie dafür, daß sie schließlich nicht durch ein Unglück alles verlieren. Wenn also tatsächlich niemand die Früchte der harten Arbeit genießen konnte, von welchem Nutzen ist sie dann gewesen?
Der Gedanke daran, daß im Leben so vieles passieren kann, mag uns erkennen helfen, daß das Streben nach Reichtum nicht befriedigt. Er kann uns helfen, jedes ungebührende Verlangen nach Geld zu unterdrücken. Gleichzeitig bewahrt er uns davor, unnötigerweise ein asketisches Leben zu führen. Wir können die Früchte unserer Arbeit in einem vernünftigen Maße genießen und können uns so selbst und anderen nützen. Auf diese Weise entgehen wir dem Schaden, den die Geldliebe verursachen kann.
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Ein Mann der den Mut hatte, für seinen Glauben einzustehenDer Wachtturm 1977 | 1. Juni
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Ein Mann der den Mut hatte, für seinen Glauben einzustehen
WIE viele Menschen haben den Mut, für das einzustehen, was richtig ist, wenn jedermann in ihrer Umgebung das Verkehrte tut? Hast du den Mut dazu? Angenommen, es geht um Glaubensfragen. Hat es irgendeinen Nutzen, dafür einzustehen?
Schon früh in der Menschheitsgeschichte lebte ein Mann, der den Mut hatte, für seinen Glauben einzustehen. Es war Henoch, der Sohn Jareds. Henoch war der siebente in der Abstammungslinie von Adam her, dem Vater des Menschengeschlechts (1. Mose 5:18; Jud. 14).
‘HENOCH WANDELTE MIT GOTT’
Was für ein Mensch war Henoch? Henoch war zwar unvollkommen wie wir alle, doch er „wandelte beständig mit dem wahren Gott“ (1. Mose 5:24). Im Einklang mit Gottes geoffenbarter Wahrheit ging Henoch einen Weg der Gerechtigkeit. Sein Leben war in Übereinstimmung mit dem Willen und dem Vorsatz Jehovas. Bestimmt glaubte er daran, daß durch den Samen des „Weibes“ Gottes große Segnungen kommen würden (1. Mose 3:15). Es gibt keinen Hinweis darauf, daß zur Zeit Henochs noch irgendein anderer Mensch ‘mit Gott wandelte’. Henoch scheint zumindest in dieser Hinsicht einzigartig gewesen zu sein.
DAS DAMALIGE RELIGIÖSE KLIMA
Bis zur Geburt Henochs im Jahre 3404 vor unserer Zeitrechnung hatte sich das geistige Klima unter den Menschen außerordentlich verschlechtert. Gottlose Taten waren im Laufe der Zeit immer zahlreicher geworden. Adams Sohn Abel hatte als Gottes Zeuge den Namen Jehovas angerufen und war für seine Treue den Märtyrertod gestorben (1. Mose 4:4-8; Hebr. 11:4). Mehr als hundert Jahre später zeugte Adams Sohn Seth einen Sohn namens Enosch. Was geschah in den Tagen Enoschs? Die Schrift berichtet: „Zu jener Zeit fing man an, den Namen Jehovas anzurufen“ (1. Mose 4:25, 26; 5:3, 6). Handelte es sich dabei um eine Wiederbelebung der wahren Anbetung?
Nein. Gelehrte der hebräischen Sprache sind der Ansicht, in diesem Text sollte es heißen: „Man begann auf lästerliche Weise [den Namen Gottes anzurufen]“ oder: „Dann begann die Entweihung.“ In dem Palästinischen Targum heißt es: „Das war die Generation, in deren Tagen sie begannen abzuirren und sich Götzen zu machen, und sie benannten ihre Götzen mit dem Namen vom Worte des Herrn.“ Dabei handelte es sich offensichtlich um einen Mißbrauch des Namens Jehovas. Möglicherweise wandten Menschen ihn auf sich selbst oder auf bestimmte Personen an, durch die sie angeblich Jehova anbeteten. Oder
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