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  • Was bedeutet der Spruch?
    Der Wachtturm 1977 | 1. Februar
    • ist. Um Weisheit erlangen zu können, muß man „Herz“, richtige Beweggründe, und Liebe zur wahren Weisheit haben und nach wahrem Verständnis suchen. In gewisser Hinsicht haben alle Menschen den „Kaufpreis“ zum Erwerb von Weisheit, denn Gott gibt allen großzügig. „Er [läßt] seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen“ (Matth. 5:45). Der „Kaufpreis“ ist nicht Geld, sondern besteht aus den Dingen, die Gott allen gegeben oder angeboten hat: aus dem Verstand zum Denken, den Sinnen zum Aufnehmen von Informationen und dem Zugang zur wahren Weisheit. Man braucht praktisch nur die Schöpfung anzuschauen, denn alles Erschaffene verrät die unsichtbaren Eigenschaften Gottes (Röm. 1:18-20). Auch mag man gute Eltern, wahre Freunde oder andere haben, die einen auf die Weisheit Gottes aufmerksam machen.

      Aber der Unvernünftige hat kein Herz für das Verständnis. Sein Sinn ist auf seine eigenen Angelegenheiten gerichtet, auf Dinge, die nicht wirklich wichtig sind. Ähnlich ist Sprüche 17:24 zu verstehen: „Weisheit steht dem Verständigen vor dem Angesicht, aber die Augen des Unvernünftigen sind am äußersten Ende der Erde.“ Der Unvernünftige beschäftigt sich mit allem möglichen und interessiert sich für das Unwichtigste. Somit verschwendet er den „Kaufpreis“ — die Möglichkeiten, Fähigkeiten und Gelegenheiten, die er möglicherweise in größerem Ausmaß hat als jemand, der „Herz“ hat.

      DIE GERECHTEN LEBEN NUR AUFGRUND DER UNVERDIENTEN GÜTE GOTTES

      In Sprüche 11:31 heißt es: „Siehe! Der Gerechte — auf der Erde wird ihm vergolten werden, wieviel mehr so dem Bösen und dem Sünder!“

      Durch den Ausdruck „Siehe!“ wird die Aufmerksamkeit auf eine wichtige Wahrheit gelenkt, die man beachten muß. Salomo erklärt in Prediger 7:20: „Da ist kein Mensch gerecht auf der Erde, der ständig Gutes tut und nicht sündigt.“ Niemand ist von sich aus würdig, sondern Gottes unverdiente Güte ist mit denen, die ihm aufrichtig dienen (1. Petr. 3:12). Der Gerechte bemüht sich daher, richtig zu handeln, aber er strauchelt manchmal, und dann trifft der Grundsatz zu: „Was immer ein Mensch sät, das wird er auch ernten“ (Gal. 6:7). Der Gerechte wird die „Vergeltung“ für seine Fehler in Form von Zucht erhalten, die ihm hilft, sich zu verbessern, so daß er auf dem Weg des Lebens bleibt. Da schon den Gerechten ihre unabsichtlichen Fehltritte „vergolten“ werden, verdienen die Bösen, die absichtlich einen schlechten Weg einschlagen und die nicht bereuen und sich nicht bemühen, auf den Weg der Gerechtigkeit zurückzukehren, gewiß eine strengere Bestrafung und werden die „Vergeltung“ für ihre Schlechtigkeit erhalten. In der Septuaginta wird dieser Spruch wie folgt wiedergegeben: „Wenn der Gerechte kaum gerettet wird, wo soll der Gottlose und der Sünder erscheinen?“ Der Apostel Petrus zitierte in 1. Petrus 4:17, 18 offensichtlich aus der Septuaginta. Petrus erwähnte in diesem Zusammenhang, daß Gottes Gericht beim Hause Gottes beginnen werde, und schrieb dann: „Wenn es nun zuerst bei uns anfängt, was wird das Ende derer sein, die der guten Botschaft Gottes nicht gehorchen? ,Und wenn der Gerechte mit Mühe gerettet wird, wo wird sich der Gottlose und der Sünder zeigen?‘“

  • ‘Nicht wert, dem Messias die Sandalen abzunehmen’
    Der Wachtturm 1977 | 1. Februar
    • ‘Nicht wert, dem Messias die Sandalen abzunehmen’

      ◆ Johannes der Täufer sagte über den Messias: „Der ... nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Sandalen abzunehmen“ (Matth. 3:11). Im ersten Jahrhundert u. Z. war es üblich, beim Betreten eines Hauses die Sandalen auszuziehen. Beim Verlassen des Hauses zog man sie wieder an. Das Abnehmen der Sandalen galt als ein sehr niedriger Dienst und wurde von dem geringsten Sklaven geleistet. Der obenerwähnte Ausspruch des Johannes verriet also sehr große Demut. Johannes hielt sich nicht einmal für würdig, ein Sklave des Messias zu sein.

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