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  • Weltweite Zunahme der Drogenabhängigkeit
    Erwachet! 1981 | 22. August
    • Teil 1

      Weltweite Zunahme der Drogenabhängigkeit

      DIE Drogenabhängigkeit hat weltweit „epidemische Ausmaße erreicht und nimmt weiter zu“, heißt es in einem Bericht der UN. Nehmen wir Heroin als Beispiel.

      ● In Großbritannien stieg die Zahl der Heroinabhängigen von 1978 bis 1979 um nahezu ein Fünftel, und der Anteil der weiblichen Drogenabhängigen nimmt weiter zu. Beschlagnahmungen von Heroin haben sich innerhalb eines Jahres fast verdoppelt.

      ● In Mexiko gibt es gemäß der Auskunft von Rehabilitationsexperten etwa 630 000 Drogenabhängige. „Sieben Prozent aller Drogenabhängigen in Mexiko nehmen Heroin — ein alarmierendes Zeichen“, bemerkte ein Beamter.

      ● In Birma, wo Heroin häufig produziert, aber früher selten als Rauschmittel gebraucht wurde, hat sich die Lage geändert. Jetzt gibt es dort schätzungsweise 30 000 Heroinabhängige, und die Politiker machen sich Sorgen.

      ● In der Bundesrepublik Deutschland ist im vergangenen Jahrzehnt die Zahl der Todesopfer aufgrund von Überdosen rapide angestiegen. Die Zahl der drogenbedingten Todesopfer im Verhältnis zur Bevölkerung ist jetzt sechsmal so hoch wie in den Vereinigten Staaten. „Seit März 1974 ist nicht ein einziger Tag vergangen, an dem in unserer Stadt nicht eine Fülle von Heroin vorrätig gewesen wäre“, sagte ein Westberliner Beamter.

      ● In den Vereinigten Staaten nimmt die Heroinabhängigkeit wieder rapide zu, nachdem sie in den 70er Jahren (aufgrund zeitweilig verringerter Heroinvorräte) zurückgegangen war. In der Stadt New York ist der Heroinpreis niedriger und die Zahl der drogenbedingten Todesfälle höher als vor einigen Jahren. „Der Drogengebrauch, der mich vor vier Jahren 200 Dollar pro Tag kostete, kostet mich jetzt nur 100 Dollar pro Tag“, berichtete ein Drogenabhängiger, der 1977 von seiner Sucht „geheilt“ wurde, aber 1980 wieder Drogen nahm. Die Zahl drogenbedingter Todesfälle stieg in der Stadt New York von 1978 bis 1979 um 77 Prozent.

      Aber Heroin bildet nur die Spitze des Eisberges. In New York und Los Angeles haben Chirurgen für Gesichtsplastik alle Hände voll zu tun, die Nase der Leute wiederherzustellen, die sich durch das Schnupfen von Kokain Löcher in ihrer Nasenscheidewand zugezogen haben. „Das Gefährliche besteht darin, daß die Zerstörung dieses Bereiches gewöhnlich nicht bemerkt wird, bevor es zu spät ist“, sagte ein Chirurg warnend. „Das größte Loch, das ich bisher gesehen habe, war ein Oval von etwa zwei Zentimeter Länge.“

      Neue Drogen, wie zum Beispiel PCP (sogenannter „Engelsstaub“), die viel billiger sind als Kokain, tauchen überall in den Vereinigten Staaten auf. PCP, eine sehr unberechenbare Droge, kann Symptome hervorrufen, die, wie Ärzte sagen, „nicht von katatonischer Schizophrenie zu unterscheiden sind“. In einem Polizeibericht aus Los Angeles ist von drei Fällen die Rede, in denen PCP-Abhängige im Drogenrausch Handschellen zerrissen haben. Die Wirkung von PCP scheint auch nicht nach langer Zeit, wenn überhaupt, zurückzugehen, da der Körper PCP speichert, statt es auszuscheiden.

      Aber bei der heutigen Drogenabhängigkeit gilt es, mehr zu berücksichtigen als „Straßendrogen“ wie Heroin, PCP oder Kokain. In vielen Industrieländern entpuppt sich eine neue Generation äußerlich achtbarer Drogenabhängiger. Wer sind sie?

  • Wer sind die neuen Drogenabhängigen?
    Erwachet! 1981 | 22. August
    • Teil 2

      Wer sind die neuen Drogenabhängigen?

      MARIA (ihr eigentlicher Name lautet anders) litt unter zunehmenden Spannungen, nachdem sich ihr Mann von ihr hatte scheiden lassen und ihre Tochter das Collegestudium abgebrochen hatte. „Ich war so durcheinander, daß ich anfing, zum Mittagessen Martini zu trinken“, gestand sie. „Als ich mich dabei ertappte, daß ich auch vormittags bei der Kaffeepause trank, ging ich zu Jack, meinem Arzt und Freund, der mir Valium verschrieb. Er sagte, es würde mir helfen, den Streß unter Kontrolle zu bringen.“

      Maria wurde keine Alkoholikerin, aber statt dessen wurde sie von Beruhigungsmitteln abhängig. „Weder Jack noch ich bemerkten das“, sagte sie. Als sie eines Nachmittags wahllos mehrere Beruhigungsmittel und Schlaftabletten eingenommen hatte, wurde sie ohnmächtig. „In meiner drogenbedingten Benommenheit vergaß ich das Essen auf dem Herd“, erinnerte sie sich. „Es hätte nicht viel gefehlt, und es wäre ein schwerer Brand entstanden, wenn nicht mein Sohn gerade nach Hause gekommen wäre.“

      Ein ungewöhnlicher Fall? Durchaus nicht. Das amerikanische Institut für Drogenmißbrauch schätzt, daß allein in den Vereinigten Staaten etwa zwei Millionen Frauen von rezeptpflichtigen Drogen abhängig sind. Während einer Zeit von 12 Monaten, die im April 1977 endete, gab es in den USA schätzungsweise 880 Todesfälle in Verbindung mit Valium. In den meisten dieser Fälle hatten die Opfer Valium zusammen mit einer anderen Droge oder mit Alkohol eingenommen.

      Auch das schmerzstillende Mittel Darvon kann eine tödliche Wirkung haben. Allein im Jahre 1978 starben in den USA schätzungsweise 1 200 Personen aufgrund des Mißbrauchs dieses Arzneimittels.

      Obwohl der Mißbrauch rezeptpflichtiger Drogen am häufigsten bei Frauen vorkommt, sind die Männer keineswegs dagegen gefeit. In den USA nimmt eine wachsende Zahl führender Geschäftsleute Überdosen an Tabletten, und das oft in Verbindung mit Alkohol.

      In einigen Fällen haben die Ärzte Beruhigungsmittel verschrieben, um Geschäftsleute von Trunksucht zu befreien. Aber wie ein Arzt berichtet, „verfielen innerhalb eines Jahres mindestens 95 Prozent von ihnen wieder dem Alkohol. Doch das ist nicht alles. Ein Drittel war dann obendrein von Valium abhängig.“

      Es gibt eine Anzahl gerechtfertigter medizinischer Anwendungen für Beruhigungsmittel wie Valium, zum Beispiel bei der Behandlung von Muskelbeschwerden und Epilepsie. Aber warum werden so viele Leute von Beruhigungsmitteln abhängig?

      In manchen Fällen werden die Drogen fälschlicherweise bei gewöhnlichem Streß verschrieben. Dr. Sidney Wolfe, Leiter einer Forschergruppe in Washington (D. C.), sagte darüber: „Gegenwärtig werden zehnmal mehr schwache Beruhigungsmittel verschrieben, als gerechtfertigt ist.“ Wie Studien erkennen lassen, haben viele Ärzte das Empfinden, sie hätten nicht genügend Zeit, auf die wahren Ursachen der Angstzustände einzugehen, so daß sie lieber zum Rezeptblock greifen.

      Die Hersteller von Beruhigungsmitteln sind vor kurzem übereingekommen, auf Etiketten zu vermerken, daß die Tabletten nicht zur Bekämpfung von „Alltagsstreß“ eingenommen werden sollten. Patienten belügen Ärzte, borgen sich Tabletten von Freunden oder besuchen mehrere Ärzte, um zu den ersehnten Medikamenten zu kommen. Die Verantwortung liegt letztlich beim Endverbraucher.

  • Brauchst du Beruhigungsmittel, um „über die Runden zu kommen“?
    Erwachet! 1981 | 22. August
    • Teil 3

      Brauchst du Beruhigungsmittel, um „über die Runden zu kommen“?

      HELFEN SIE WIRKLICH?

      In einer Studie von Forschern in Oxford (Großbritannien) wurde festgestellt, daß bei Leuten, die Beruhigungsmittel, wie zum Beispiel Valium, nehmen, die Wahrscheinlichkeit, einen schweren Verkehrsunfall zu verursachen, fünfmal so hoch ist wie bei anderen.

      „Das Verschreiben zu vieler Medikamente ist bei den Ärzten zu einer Tradition geworden“ (ein Gesundheitsexperte, der im „World Health Magazine“ zitiert wurde).

      SCHLAFSTÖRUNGEN?

      Sind Tabletten die Lösung? „In den meisten Fällen ist die Verordnung von Tabletten fehl am Platze. Viele Leute, die nicht schlafen können, leiden unter Depressionen und sollten auf andere Weise behandelt werden“ (Dr. Harvey Moldofsky, Toronto Western Hospital, Kanada).

      „Es läßt sich nicht leugnen, daß das Medizinstudium und die Ausbildung nach dem Studium in bezug auf das angemessene Verschreiben und den Gebrauch von Schlafmitteln mangelhaft sind“ (Dr. Charles Krauthammer von der amerikanischen Alcohol, Drug Abuse, and Mental Health Administration).

      „ABER MAN HAT MIR GESAGT, ES SEI NICHT SUCHTERZEUGEND!“

      „Es gibt untrügliche Beweise dafür, daß Valium eine körperliche Abhängigkeit bewirkt ... Viele Leute wissen nicht, daß Valium, Darvon und Kodein suchterzeugend sind, und genau das sind die ... [Medikamente], die heute bei weitem zuviel verschrieben werden“ (Dr. Sidney Wolfe, Public Citizens Health Group).

      „Bei Valium sind die Entzugserscheinungen weitaus stärker als bei Heroin“ (Aussage eines Arztes vor dem US-Senat).

      WER VERSCHREIBT DIR DIE TABLETTEN?

      Britische Forscher haben festgestellt, daß 35 Prozent der Beruhigungsmittel nicht von den Ärzten, sondern von ihrem Personal, gewöhnlich von der Sprechstundenhilfe, verschrieben werden. Nur 17 Prozent der befragten Ärzte bestanden darauf, alle Rezepte selbst zu schreiben.

      Wäre es nicht vernünftig, zu einem Arzt zu gehen, der daran interessiert ist, dir wirklich zu helfen und nicht nur Tabletten zu verschreiben? Dränge ihn nicht dazu, etwas zu verschreiben, wenn er meint, daß du es nicht brauchst.

  • Eine weitere globale Sucht — Alkoholismus
    Erwachet! 1981 | 22. August
    • Teil 4

      Eine weitere globale Sucht — Alkoholismus

      DIE WELTGESUNDHEITSORGANISATION berichtet, daß der Alkoholmißbrauch eine weltweite „Alarmsituation“ darstellt. Man spricht von folgenden Trends:

      Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol erreichte von 1950 bis 1976 in 25 Ländern eine Steigerung von 30 Prozent (Portugal) bis zu 500 Prozent (Bundesrepublik Deutschland).

      In England und Wales ist in den vergangenen 25 Jahren die Zahl der Krankenhausaufenthalte von Alkoholikern um das 20fache gestiegen.

      In Brasilien hat sich bei Alkoholikern die Zahl der Ersteinlieferungen (in Krankenhäuser) zwischen 1960 und 1970 verdreifacht.

      In Sambia sind ein Drittel und in Venezuela bis zu zwei Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle auf übermäßigen Alkoholgenuß zurückzuführen.

      „Alkoholbedingte Probleme haben so rapide zugenommen, daß sie jetzt zu den besorgniserregendsten Gesundheitsbeschwerden der Welt gehören, die wirtschaftliche Entwicklung in der dritten Welt verlangsamen und das Gesundheitswesen der meisten Länder zu überfordern drohen“ (ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation).

      Weltweit ist bei kriminellen Handlungen Alkohol im Spiel. Gemäß dem Bericht wird in Studien „angedeutet, daß bei 13 bis 50 Prozent der Vergewaltigungen, bei 24 bis 72 Prozent der Überfälle und bei 28 bis 86 Prozent der Tötungen Alkohol im Spiel ist“.

      „Wir sind sehr besorgt über ein anscheinend zunehmendes Problem — die Verbindung zwischen Trunkenheit und Gewalttätigkeit. Es ist völlig eindeutig, daß etwa die Hälfte der Morde in diesem Land unter dem Einfluß von Alkohol verübt wurde“ (Lord Harris, Vorsitzender des Parole Board of Britain).

      SCHWANGERE SOLLTEN SICH DES ALKOHOLS ENTHALTEN

      Eine kalifornische Studie, an der 32 000 Frauen beteiligt waren, ergab, daß bei Frauen, die am Tag zwei Drinks zu sich nahmen, das Risiko einer Fehlgeburt doppelt so groß war wie bei denjenigen, die nichts tranken.

      Eine Studie aus New York zeigt, daß Alkohol „ein für den Fetus höchstwahrscheinlich akutes Gift“ ist und daß bereits 30 Milliliter Alkohol pro Woche dem Fetus schaden können.

      Während der Schwangerschaft kann ein mehrmaliger Alkoholgenuß am Tag erheblich das Risiko erhöhen, daß das Kind mit einem fetalen Alkoholsyndrom geboren wird, das zu körperlichen Mißbildungen und zu geistiger Behinderung führen kann.

      „Eine Frau, die ein Kind haben möchte, sollte sowohl vor als auch während der gesamten Zeit ihrer Schwangerschaft sämtliche alkoholischen Getränke meiden“ (Dr. Patrick MacLeod, Genetiker, und Dr. David F. Smith, Kinderarzt).

  • Stelle deinem Arzt Fragen
    Erwachet! 1981 | 22. August
    • Teil 5

      Stelle deinem Arzt Fragen

      „BEVOR Sie die erste Dosis irgendeines Medikaments einnehmen, das Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat, sollten Sie es sich zur Gewohnheit gemacht haben, über das Medikament mehr zu erfahren, als der Arzt selbst weiß“ (Dr. Robert Mendelsohn, Autor des Buches „Confessions of a Medical Heretic“).

      Ein anderer Arzt gibt den Rat: „Nehmen Sie die Wahl Ihres Arztes so ernst, als würde Ihr Leben davon abhängen; eines Tages könnte das nämlich der Fall sein.“ Er fährt fort: „Wenn Ihr Arzt tüchtig ist, dann sagt er Ihnen, bevor er Ihnen ein Medikament verschreibt,

      □ den Namen des Medikaments,

      □ wofür er es verwendet,

      □ welche Risiken damit verbunden sein könnten

      □ und auf welche ersten Warnsignale Sie achten sollten, damit Sie schwerwiegende Nebenwirkungen vermeiden können.

      Der Grundsatz ist ganz einfach: Nehmen Sie niemals ein Medikament ein, ohne daß Ihr Arzt Ihnen deutlich den Namen, die Wirkungsweise, die Risiken und die Nebenwirkungen des Medikaments genannt hat“ (Dr. George D. Lemaitre, Autor des Buches „How to Choose a Good Doctor“).

      Du mußt nicht mit deinem Arzt argumentieren, um zu erreichen, daß er deine Fragen beantwortet. Die meisten Ärzte geben bereitwillig Auskunft. Ist dein Arzt zu beschäftigt, um dir zu erklären, warum er dir ein bestimmtes Medikament verschreibt, dann kannst du Publikationen zu Rate ziehen, die Erklärungen über Medikamente enthalten. Wenn du es als schwierig empfindest, mit deinem Arzt ein Gespräch zu führen, dann suche dir einen anderen. Ein gutes Verhältnis zu deinem Arzt wird ihm helfen, dich erfolgreicher zu behandeln.

  • Landläufige Legenden über Marihuana
    Erwachet! 1981 | 22. August
    • Teil 6

      Landläufige Legenden über Marihuana

      LEGENDE NR. 1: „Marihuana ist unter jungen Leuten heute nicht mehr so populär wie in den 60er Jahren.“

      TATSACHE: Der Gebrauch von Marihuana ist seit den 60er Jahren ständig gestiegen. Jugendliche sprechen heute wahrscheinlich nicht mehr soviel darüber, weil sie es für selbstverständlich halten.

      Im Jahre 1962 versuchten es nur vier Prozent der Amerikaner zwischen 18 und 25 Jahren mit „Pot“. Heute sind es 68 Prozent. In den Bundesstaaten Maine und Maryland wird jeder sechste High-School-Schüler täglich „high“ (National Institute of Drug Abuse).

      LEGENDE NR. 2: „Marihuanarauch schadet dir nicht mehr als Tabakrauch.“

      TATSACHE: Tabakrauch ist sehr schädlich, aber Marihuanarauch ist in vieler Hinsicht noch schlimmer. Die Universität von Kalifornien hat bei Marihuanarauchern bereits nach zwei Monaten starken Rauchens eine 25prozentige Zunahme des Widerstandes in den Luftwegen festgestellt. „Bei Tabakrauchern findet man meist erst nach 15 bis 20 Jahren Anzeichen für eine chronische Bronchitis mit wesentlicher Zunahme des Widerstandes in den Luftwegen“ („Patient Care“).

      „Eine Studie über Marihuanaraucher zeigte, daß fünf Marihuanazigaretten pro Woche mehr Schaden in der Lunge anrichten als sechs Schachteln Zigaretten in derselben Zeitspanne“ („New York Times“).

      „Durch wiederholte klinische Beobachtungen und Forschungen hat sich die Wahrscheinlichkeit erhärtet, daß die Atemwege durch chronischen Marihuanagebrauch größeren Schaden erleiden als durch Tabakrauchen“ („Patient Care“).

      LEGENDE NR. 3: „Da Marihuana keinen ,Katzenjammer‘ hinterläßt, ist bewiesen, daß es keine Langzeitwirkungen hat.“

      TATSACHE: „Im Gegensatz zu Alkohol, der wasserlöslich ist und schnell aus dem Körper gewaschen wird, sind THC und damit verwandte Cannabinoide im Marihuana fettlöslich und können, nachdem man Marihuana geraucht hat, länger als eine Woche im Körper verbleiben und sich anhäufen“ („New York Times“).

      „Eine vor kurzem mit Rhesusaffen durchgeführte Studie hat bewiesen“, daß nach dem Gebrauch von Marihuana in den Kurven des EEG „bleibende strukturelle Veränderungen des Gehirns“ sichtbar werden („Patient Care“).

      LEGENDE NR. 4: „Marihuana macht einen reaktionsfähiger, fahrtüchtiger.“

      „Ich fahre nie Auto, wenn ich betrunken bin, aber ich fahre immer, wenn ich ,high‘ bin ... Manchmal habe ich den Eindruck, daß ich, nachdem ich Marihuana geraucht habe, sogar besser fahre“ (ein 17jähriger Marihuanaraucher).

      TATSACHE: Marihuanaraucher sind besonders gefährliche Autofahrer, da sie oft nicht wahrhaben wollen, daß ihre Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt ist. Sie erkennen nicht, wie gefährlich sie sind, und manchmal glauben sie, ihre Fahrtüchtigkeit habe sich wirklich gesteigert.

      „Harry Klonoff von der Universität von Britisch-Kolumbien (Kanada) testete 64 Männer und Frauen und stellte fest, daß Marihuana in den meisten Fallen die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigte“ („Newsweek“).

      „Eine von der National Highway Traffic Safety Administration durchgeführte Studie über Autofahrer, die in tödliche Unfälle verwickelt waren, zeigte, daß der Gebrauch von Marihuana ein bedeutsamer Faktor war“ („Medical Tribune“).

      LEGENDE NR. 5: „Marihuana ist eine einfache, verhältnismäßig leichte Droge, vergleichbar mit Alkohol.“

      TATSACHE: Alkohol ist insofern eine „Droge“, als er einen einfachen wirksamen Stoff, nämlich Äthylalkohol, enthält. Marihuana dagegen enthält gemäß den neuesten Ermittlungen über 400 verschiedene Chemikalien. Wissenschaftler haben keine Vorstellung, wie einige davon wirken, wohingegen andere als gefährlich bekannt sind.

      Benzanthracene und Benzpyrene sind zwei bekannte karzinogene (krebserzeugende) Stoffe, die im Marihuanarauch einen 50 bis 70 Prozent größeren Anteil haben als im Zigarettenrauch.

      LEGENDE NR. 6: „Das Marihuana, das Jugendliche heute rauchen, ist derselbe Stoff, den ich geraucht habe, als ich ein Jugendlicher war.“

      TATSACHE: Marihuana ist heute viel stärker, als es vor einigen Jahren war. „Im Jahre 1975 enthielt eine durchschnittliche Probe beschlagnahmten Marihuanas nur 0,4 Prozent der sinnesverändernden Chemikalie THC (Tetrahydrocannabinol). Im vergangenen Jahr waren es wegen verbesserter Anbautechniken im Durchschnitt vier Prozent, ... eine zehnfache Zunahme des Wirkstoffgehalts“ („New York Times“).

      „Wie kann ich feststellen, ob mein Kind Drogen nimmt?“ Hier sind Hinweise, die das Health Insurance Institute von New York zusammengestellt hat:

      ● Lacht übermäßig über Dinge, die kein anderer lustig findet.

      ● Ist offensichtlich berauscht, ohne nach Alkohol zu riechen.

      ● Neigt dazu, dazusitzen und in die Luft zu starren.

      ● Hat weniger Appetit und verliert rapide an Gewicht.

      ● Das Gegenteil — wilde Überfälle auf den Kühlschrank.

      ● Kommt später heim als sonst und gibt ausweichende Antworten auf diesbezügliche Fragen.

      ● Liest eifrig Bücher und Artikel über die Drogenszene.

      [Übersicht auf Seite 8]

      (Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

      Marihuanagebrauch in den Abschlußklassen amerikanischer High-Schools

      60 %

      50-

      40-

      30-

      20-

      10-

      0-

      1975 1976 1977 1978 1979

      Im letzten Monat geraucht

      Immer geraucht

      [Übersicht]

      Anormales Elektroenzephalogramm

      Normal

      Vier Monate nach einem sechsmonatigem Marihuanagebrauch

      [Bild auf Seite 9]

      „... eine zehnfache Zunahme des Wirkstoffgehalts“

      1975

      1979

      Sinnesverändernde Chemikalie THC (Tetrahydrocannabinol)

  • Warum greifen Leute zu Drogen?
    Erwachet! 1981 | 22. August
    • Teil 7

      Warum greifen Leute zu Drogen?

      „ÜBERRASCHENDERWEISE wird durch verschiedene amerikanische Studien angedeutet, daß meist Hausfrauen der weißen Mittelschicht zum Mißbrauch von Beruhigungsmitteln neigen“ („Maclean’s“).

      WAS GIBT DEN ANSTOSS?

      Interessanterweise wird durch Tierstudien angedeutet, daß „Drogenabhängigkeit weniger eine Schwäche des Fleisches ist als vielmehr eine Reaktion auf Streß, Isolation und soziale Benachteiligung ... Der Einsame, der Sonderling und derjenige, der sich als Schlußlicht der Gesellschaft fühlt, steht eher in der Gefahr, ein regelmäßiger Drogenkonsument und höchstwahrscheinlich ein Drogenabhängiger zu werden“ („Toronto Star“).

      Dr. Stanton Peele, der Autor von „Love and Addiction“, sagt in Übereinstimmung mit dieser Ansicht, daß „die einzige Alternative zur Drogenabhängigkeit darin besteht, sich für sich selbst verantwortlich zu fühlen; das einzige Heilmittel ist das Selbstwertgefühl“.

      „Drogen nimmt jeder, ob nun Vater ein paar Bierchen trinkt, ehe er nach Hause kommt, oder Mutter sich vom Arzt Valium verschreiben läßt, damit sie ,den Alltag überhaupt bewältigen kann‘ ... Wir machen uns heute nicht mehr so viel Gedanken darüber wie vor 10 Jahren. Eltern sind heutzutage unglaublich apathisch“ (ein Sozialarbeiter).

      SCHÜTZE DEINE KINDER DURCH EIN GUTES BEISPIEL

      In einer kanadischen Studie, die sich mit 14 000 Studenten aus Ontario befaßte, wurde eine starke Beziehung zwischen Familienleben und Drogenmißbrauch festgestellt.

      Wenn die Mutter jeden Tag legale, vom Arzt verschriebene Beruhigungsmittel einnimmt, dann ist bei den Kindern die Wahrscheinlichkeit, zu Marihuana zu greifen, 3 1/2mal größer, LSD und Amphetamine zu nehmen, 5mal größer, illegale Beruhigungsmittel zu konsumieren, 7mal größer, Opiate zu gebrauchen, 10mal größer als sonst.

      „Familien mit einem geringen Risikofaktor ... waren nicht freizügig, aber hatten ihr Vergnügen, und es gab öfter etwas zu lachen. Der Vater war entschieden und die Mutter liebevoll, doch beide waren warmherzig. Die Eltern hatten eine Religion, wußten, was sie glaubten, und scheuten sich nicht, ihre Wertvorstellungen den Kindern zu vermitteln. Die Kinder kannten Pflichten, Ausgangsverbot und Disziplin. Ihre Eltern waren immer an allem interessiert, was sie taten. Die Väter waren keine Alkoholiker, und die Mütter neigten nicht zum Gebrauch von Beruhigungsmitteln. Die Eltern waren gute Zuhörer, die ihre Kinder zu Wort kommen ließen, aber hatten eindeutig das Zepter in der Hand“ („Toronto Star“).

  • Sie fanden einen besseren Weg
    Erwachet! 1981 | 22. August
    • Teil 8

      Sie fanden einen besseren Weg

      HÄTTEST du gern Hilfe, um von Drogen loszukommen? Betrachte den Bericht einiger, denen es gelang:

      Leona ist jetzt Mitte Zwanzig und nahm Marihuana, „Speed“, Meskalin und Kokain. Was half ihr umzukehren?

      „Ich war erstaunt, zu erfahren, daß Gott in bezug auf die Erde und die Menschen einen Vorsatz hat. Eine seiner Verheißungen besteht darin, daß auf der Erde ein schönes Paradies wiederhergestellt wird.“ Diese Verheißung vermittelte ihr eine Zukunftshoffnung.

      „Ich lernte auch, wie wichtig es ist, auf seinen Körper und sein Leben zu achten. Da das Leben von Gott kommt, gehört ihm rechtmäßigerweise alles, was wir haben, wir selbst eingeschlossen.“ Diese Einsicht gab Leona den Ansporn, ihren Körper nicht mehr durch Drogen zu schädigen. Aber da war noch etwas, was ihr half.

      „Aus Psalm 83:18 geht hervor, daß Gottes Eigenname Jehova ist. Indem ich seinen Namen aufrichtig im Gebet gebrauchte, verspürte ich, wie ich ihm näherkommen konnte. Jetzt hatte ich endlich jemand, der stark und mächtig war und sich um mich kümmerte und der gut war und sich immer an das hielt, was recht ist. Ich hatte wirklich jemand gefunden, der seine Autorität verdiente.“

      Ein Bibelstudium mit Jehovas Zeugen gab Leona die Hoffnung, die sie brauchte, um dem Drogenmißbrauch zu widerstehen. Ihr Verhältnis zu Jehova gab ihr die Kraft, den Kampf zu gewinnen.

      Charles, der als Student Drogen wie LSD und Haschisch genommen hatte, sagte, daß ihm ein Studium der Bibel half, seinen Sinn zu ändern. „Bereits nach drei Wochen Bibelstudium warf ich Haschisch im Wert von etwa 100 Dollar in die Toilette und beschloß, nie wieder solche Drogen zu gebrauchen“, berichtete er. Das Bibelstudium hat sich auch auf seine Ehe günstig ausgewirkt.

      Phillip fing im Alter von 11 bis 12 Jahren mit Drogen an. Sein Leben wurde „ein leibhaftiger Alptraum ohne sichtbaren Ausweg, es sei denn durch den ständig ersehnten Selbstmord“. Phillip wurde zum Dieb, Schläger, Alkoholiker und Drogenhändler. Durch den Drogengebrauch bekam er Allergien, Kopfschmerzen und Epilepsie, und durch unsaubere Nadeln, die er zum Injizieren der Drogen benutzte, zog er sich Hepatitis zu. Schließlich bat Phillip Jehovas Zeugen um Hilfe.

      „Derjenige, den sie mir schickten, überzeugte mich, daß es einen Gott gibt, der sich um mich kümmert. Ich erfuhr, daß dieser Schöpfer auch einen Vorsatz in bezug auf den Menschen hat und denen, die in seiner Gunst stehen, ewiges Leben in Aussicht stellt. Man kann sich vorstellen, wie glücklich ich dann war. Heute erfreue ich mich einer guten Gesundheit, eines Herzensfriedens und eines engen Verhältnisses zu Gott.“

      Vielleicht glaubst du nicht, daß es in der Bibel wirklich etwas gibt, was deine Lebensanschauung ändern könnte. Doch dem ist so. Wenn du dieses Etwas nicht in deiner Kirche gefunden hast, liegt es daran, daß die Kirchen die Leute nicht über Gottes wunderbaren Vorsatz hinsichtlich unserer Erde aufklären. Allein die Erkenntnis, daß Gott haben möchte, daß sich die Menschen des Lebens auf der Erde erfreuen, kann deine Ansicht über dein Leben ändern. Ist es nicht ermutigend, zu wissen, daß Gott bald eingreifen wird, um die Kriege, die Umweltverschmutzung, die Kriminalität und die Krankheiten, die Millionen das Leben unerträglich machen, zu beseitigen? Wird in der Bibel wirklich all das verheißen? Überprüfe es selbst. Schlage deine Bibel auf, und lies Psalm 37:1-11, Jesaja 65:17-25 und Offenbarung 21:3-5.

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