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Die „tiefen Dinge des Satans“ verabscheuenDie Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
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15. (a) Was sagt Jesus zu denen, die nicht durch Isebel verdorben wurden? (b) Was zeigt, daß nicht alle, die sich im Jahre 1918 zum christlichen Glauben bekannten, durch die abgefallene Christenheit verdorben worden waren?
15 Jesu nächste Worte sind trostreich: „Indes sage ich den übrigen von euch, die in Thyatira sind, all denen, die diese Lehre nicht haben, denen nämlich, die nicht die ‚tiefen Dinge des Satans‘, wie sie sagen, kennengelernt haben: Ich lege euch keine andere Bürde auf. Dennoch, haltet an dem fest, was ihr habt, bis ich komme“ (Offenbarung 2:24, 25). Es gibt treue Menschen in Thyatira, die von Isebel unbeeinflußt geblieben sind. Auch in den 40 Jahren vor 1918 und seither haben nicht alle sogenannten Christen die Unmoral und Verderbtheit, die in der Christenheit so grassieren, toleriert. Die kleine Gruppe von Bibelforschern, jetzt als Zeugen Jehovas bekannt, die sich bemüht hat, Kirchenmitgliedern erkennen zu helfen, daß viele Lehren der Christenheit nichtchristlichen Ursprungs sind, ging daran, sich von den babylonischen Glaubensansichten und Bräuchen, die sie von der abgefallenen Christenheit übernommen hatte, zu befreien. Das umfaßte auch die freizügige Lehre des „Weibes Isebel“.
16. Obschon Jesus und die christliche leitende Körperschaft des ersten Jahrhunderts keine andere Bürde auferlegten, muß doch was gemieden werden?
16 Die Johannes-Klasse hat auch ihre Gefährten, die große Volksmenge, ermuntert, sich vor unmoralischen Einflüssen wie denjenigen der verderbten Vergnügungswelt zu hüten. Es ist nicht notwendig, sich aus Neugierde oder um kennenzulernen, was man meiden sollte, Verderbtheit anzuschauen oder zu erleben. Jemand handelt weise, wenn er sich von den ‘tiefen Dingen des Satans’ fernhält. Jesus sagt: „Ich lege euch keine andere Bürde auf.“ Das erinnert uns an die von der christlichen leitenden Körperschaft des ersten Jahrhunderts erlassene Verordnung: „Der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen“ (Apostelgeschichte 15:28, 29). Geistige Wohlfahrt ist nur möglich, wenn man die falsche Religion, den falschen Gebrauch des Blutes (zum Beispiel Bluttransfusionen) und Unmoral meidet. Auch ist es sehr wahrscheinlich ein Schutz für die körperliche Gesundheit.
17. (a) Wie lockt Satan heute die Leute mit „tiefen Dingen“? (b) Wie sollten wir gegenüber den „tiefen Dingen“ der blasierten Welt Satans eingestellt sein?
17 Satan verfügt heutzutage zudem noch über andere „tiefe Dinge“, zum Beispiel komplizierte Spekulationen und Philosophien, die dem Intellekt schmeicheln. Dazu gehören außer freizügigem, unsittlichem Denken der Spiritismus und die Evolutionstheorie. Wie betrachtet der allweise Schöpfer diese „tiefen Dinge“? Der Apostel Paulus zitiert seine Worte wie folgt: „Ich will die Weisheit der Weisen zugrunde richten.“ Im Gegensatz dazu sind „die tiefen Dinge Gottes“ einfach, klar und herzerfrischend. Weise Christen meiden die „tiefen Dinge“ der blasierten Welt Satans. Denke daran, daß „die Welt vergeht und ebenso ihre Begierde, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt immerdar“ (1. Korinther 1:19; 2:10; 1. Johannes 2:17).
18. Welche Segnungen verheißt Jesus gesalbten Christen, die bis zum Ende treu bleiben, und welches Vorrecht werden diese Auferweckten in Harmagedon haben?
18 Jesus spricht nun zu den Christen in Thyatira herzerquickende Worte. Sie ermuntern auch die gesalbten Christen von heute: „Und dem, der siegt und meine Taten bis zum Ende hin bewahrt, will ich Gewalt über die Nationen geben, und er wird die Menschen mit eisernem Stab hüten, so daß sie gleich Tongefäßen zerbrochen werden, ebenso wie ich von meinem Vater empfangen habe“ (Offenbarung 2:26, 27). In der Tat ein großartiges Vorrecht! Die Gewalt, die die gesalbten Sieger bei ihrer Auferstehung empfangen, ist eine Teilhaberschaft mit Jesus an dem Schwingen des „eisernen Stabes“ der Vernichtung gegen die rebellischen Nationen in Harmagedon. Wenn Christus seine Feinde wie Tongefäße zerschlagen wird, werden die Kernwaffen dieser Nationen bestenfalls verpuffen wie durchnäßte Knallfrösche (Psalm 2:8, 9; Offenbarung 16:14, 16; 19:11-13, 15).
19. (a) Wer ist „der Morgenstern“, und wie wird er denen gegeben werden, die siegen? (b) Wie wird die große Volksmenge ermuntert?
19 Jesus fügt hinzu: „Und ich will ihm den Morgenstern geben“ (Offenbarung 2:28). Später erklärt Jesus selbst, wer dieser „Stern“ ist, indem er sagt: „Ich bin die Wurzel und der Sproß Davids und der hellglänzende Morgenstern“ (Offenbarung 22:16). Ja, an Jesus erfüllt sich die Prophezeiung, die Bileam, von Jehova gezwungen, widerstrebend äußerte: „Ein Stern wird bestimmt aus Jakob hervortreten, und ein Zepter wird tatsächlich aus Israel erstehen“ (4. Mose 24:17). Wie wird Jesus „den Morgenstern“ denen geben, die siegen? Offenbar, indem er sich ihnen selbst schenkt, indem er sie in ein enges, vertrautes Verhältnis zu sich aufnimmt (Johannes 14:2, 3). Sicherlich ein mächtiger Anreiz auszuharren! Belebend ist es auch für die große Volksmenge, zu wissen, daß „der hellglänzende Morgenstern“ bald durch seine Königreichsmacht das Paradies hier auf der Erde wiederherstellen wird.
Treue bewahren
20. Welche Entwicklungen in der Christenheit erinnern uns an einige Schwächen in der Versammlung von Thyatira?
20 Diese Botschaft muß die Christen in Thyatira unendlich ermuntert haben, denn kein Geringerer als der verherrlichte Sohn Gottes im Himmel hatte persönlich zu den Christen in Thyatira über einige ihrer Probleme gesprochen. Sicherlich reagierten zumindest einige in der Versammlung auf ein solch liebevolles Hüten der Schafe. Diese längste der sieben Botschaften hilft auch uns erkennen, welches heute die wahre Christenversammlung ist. Im Jahre 1918, als Jesus zu Jehovas Tempel zum Gericht kam, war die große Mehrheit der Organisationen, die beanspruchten, christlich zu sein, mit Götzendienerei befleckt sowie mit geistiger Unmoral (Jakobus 4:4). Einige stützten ihre Glaubensansichten auf die Lehren willensstarker Frauen des 19. Jahrhunderts wie Ellen White von den Siebenten-Tags-Adventisten und Mary Baker Eddy von der Christlichen Wissenschaft, und in letzter Zeit haben viele Frauen auf der Kanzel gestanden und gepredigt (im Gegensatz zu 1. Timotheus 2:11, 12). Bei den verschiedenen Formen des Katholizismus wird Maria oftmals mehr geehrt als Gott und Christus. Jesus hat sie nicht in dem Maß geehrt (Johannes 2:4; 19:26). Können Organisationen, die einen solchen gegen Gottes Gesetz verstoßenden weiblichen Einfluß zulassen, wirklich als christlich gelten?
21. Was lernt der einzelne aus Jesu Botschaft an die Versammlung in Thyatira?
21 Jeder einzelne Christ, ob er der Johannes-Klasse angehört oder der Klasse der anderen Schafe, tut gut daran, diese Botschaft zu überdenken (Johannes 10:16). Einige mögen es verlockend finden, ein sorgloses Leben zu führen wie die Anhänger der Isebel von Thyatira. Außerdem könnte man versucht sein, Kompromisse zu schließen. Heute sehen wir uns Problemen gegenüber wie dem Essen von Nahrungsmitteln mit Blutbestandteilen oder der Übertragung von Blut. Einige mögen meinen, daß Eifer im Predigtdienst oder das Halten von Vorträgen sie berechtigte, auf anderen Gebieten lax zu sein, zum Beispiel, wenn es um das Anschauen von Filmen und Videobändern geht, die Gewalttat und Unsittlichkeit verherrlichen, oder um übermäßigen Genuß von Alkohol. Jesu warnende Worte an die Christen in Thyatira zeigen uns, daß wir uns keine solchen Freiheiten herausnehmen dürfen. Jehova wünscht, daß wir rein sind, daß wir alles mit ganzem Herzen tun, daß wir nicht, wie viele Christen in Thyatira, zwiespältig sind.
22. Wie betont Jesus die Wichtigkeit, ein hörendes Ohr zu haben?
22 Schließlich erklärt Jesus: „Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt“ (Offenbarung 2:29). Zum viertenmal wiederholt Jesus hier diesen zündenden Kehrreim, und er wird den Schluß von allen drei Botschaften, die noch übermittelt werden, bilden. Reagiert dein Ohr? Dann höre aufmerksam zu, wenn Gott mittels seines Geistes weiterhin durch seinen Kanal Rat erteilt.
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Steht dein Name im Buch des Lebens?Die Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
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1. In welchem geistigen Zustand befindet sich die Versammlung in Sardes, und womit beginnt Jesus seine Botschaft?
ETWA 50 Kilometer südlich des heutigen Akhisar (Thyatira) lag der Ort, an dem sich die nächste Versammlung befand, die von dem verherrlichten Jesus eine Botschaft empfangen sollte: Sardes. Im 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung war diese Stadt die stolze Hauptstadt des Königreiches Lydien und der Sitz des ungeheuer reichen Königs Krösus. Um die Zeit des Johannes mußte die Stadt harte Zeiten durchmachen, und ihr früherer Glanz unter Krösus war bereits Geschichte. Auch die dortige Christenversammlung war verarmt, aber in geistiger Hinsicht. Zum erstenmal beginnt Jesus seine Botschaft mit keinem Lob, sondern sagt: „Und dem Engel der Versammlung in Sardes schreibe: Diese Dinge sagt der, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: ‚Ich kenne deine Taten, daß du den Namen hast, du seiest lebendig, bist aber tot‘ “ (Offenbarung 3:1).
2. (a) Von welcher Bedeutung ist es für die Christen in Sardes, daß Jesus „die sieben Geister“ hat? (b) In welchem Ruf stand die Versammlung in Sardes, doch wie war es in Wirklichkeit um sie bestellt?
2 Warum sagt Jesus von sich, er sei derjenige, „der die sieben Geister Gottes“ habe? Weil diese sieben Geister den heiligen Geist Jehovas in seiner Fülle darstellen. Später bezeichnet er sie auch als „sieben Augen“, womit er das durchdringende Sehvermögen andeutet, das ihm durch Gottes heiligen Geist verliehen worden ist (Offenbarung 5:6). Er ist somit fähig, jede Sachlage aufzudecken und zu behandeln (Matthäus 10:26; 1. Korinther 4:5). Die Versammlung in Sardes steht in dem Ruf, lebendig und aktiv zu sein. Aber Jesus kann erkennen, daß sie geistig tot ist. Offensichtlich sind die meisten ihrer Glieder einer Gleichgültigkeit verfallen, die dem Zustand gleicht, in dem sie sich befanden, bevor sie Christen wurden. (Vergleiche Epheser 2:1-3; Hebräer 5:11-14.)
3. (a) Warum sollte der Engel der Versammlung in Sardes besonders beachten, daß Jesus „die sieben Sterne“ hat? (b) Welchen strengen Rat erteilt Jesus der Versammlung in Sardes?
3 Jesus erinnert den „Engel der Versammlung in Sardes“ auch daran, daß er derjenige ist, der die „sieben Sterne“ hat. Er hält diese Versammlungsältesten in seiner rechten Hand, da er die Befugnis hat, sie in ihrem Hirtenwerk zu leiten. Sie sollten ihr Herz darauf richten, ‘unbedingt das Aussehen der Herde zu kennen’ (Sprüche 27:23). Es wäre daher gut, wenn sie bei den folgenden Worten Jesu aufmerksam zuhörten: „Werde wach, und stärke die übrigen Dinge, die am Sterben waren, denn ich habe deine Taten vor meinem Gott nicht für völlig ausgeführt befunden. Daher denke weiterhin daran, wie du empfangen und wie du gehört hast, und bewahre es weiterhin und bereue. Gewißlich, wenn du nicht aufwachst, werde ich kommen wie ein Dieb, und du wirst überhaupt nicht wissen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde“ (Offenbarung 3:2, 3).
4. Inwiefern wären die Worte des Petrus für die Versammlung in Sardes eine Hilfe, ‘die übrigen Dinge zu stärken’?
4 Die Ältesten in Sardes sollen an die Freude denken, die sie zu Anfang hatten, als sie die Wahrheit kennenlernten, und an die Segnungen, die sie damals empfingen. Aber jetzt sind sie tot, was die Tätigkeit in geistiger Hinsicht betrifft. Ihr Leuchter, die Versammlung, gibt nur flackerndes Licht, weil Glaubenswerke fehlen. Vor Jahren schrieb der Apostel Petrus an die Versammlungen in Asien (Sardes wahrscheinlich eingeschlossen), um die Wertschätzung für die herrliche gute Botschaft zu fördern, die die Christen angenommen hatten und die „mit dem vom Himmel her gesandten heiligen Geist“ — dargestellt durch die in der Vision des Johannes erwähnten sieben Geister — verkündigt worden war. Petrus erinnerte diese Christen in Asien auch daran, daß sie ‘ein auserwähltes Geschlecht sind, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum besonderen Besitz, damit sie die Vorzüglichkeiten dessen weit und breit verkünden, der sie aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat’ (1. Petrus 1:12, 25; 2:9). Über solche biblischen Wahrheiten nachzudenken würde der Versammlung in Sardes helfen, zu bereuen und ‘die übrigen Dinge zu stärken’. (Vergleiche 2. Petrus 3:9.)
5. (a) Was ist mit der Wertschätzung der Christen in Sardes geschehen? (b) Was wird geschehen, wenn die Christen in Sardes nicht auf den Rat Jesu eingehen?
5 Ihre Wertschätzung und ihre Liebe zur Wahrheit gleichen gegenwärtig einem Feuer, das fast erloschen ist. Nur etwas Glut ist noch vorhanden. Jesus ermuntert sie, den Funken anzufachen, das Feuer zu schüren, die Sünden zu bereuen, zu denen ihre Nachlässigkeit geführt hat, und wieder eine geistig lebendige Versammlung zu werden. (Vergleiche 2. Timotheus 1:6, 7.) Sonst wird die Versammlung in Sardes, wenn Jesus unerwartet — „wie ein Dieb“ — zur Urteilsvollstreckung kommt, unvorbereitet sein (Matthäus 24:43, 44).
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