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Die Herrlichkeit des Thrones Jehovas im HimmelDie Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
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23. Was wird dadurch symbolisiert, daß die vier lebenden Geschöpfe „voller Augen“ sind, und was wird dadurch hervorgehoben, daß sie je drei Flügelpaare haben?
23 Johannes setzt seine Beschreibung fort: „Und was die vier lebenden Geschöpfe betrifft: Jedes von ihnen hat je sechs Flügel; ringsum und unterhalb sind sie voller Augen. Und sie haben Tag und Nacht keine Ruhe, während sie sagen: ‚Heilig, heilig, heilig ist Jehova Gott, der Allmächtige, der war und der ist und der kommt‘ “ (Offenbarung 4:8). Daß die vier lebenden Geschöpfe voller Augen sind, läßt darauf schließen, daß sie vollkommenes Sehvermögen und Weitblick besitzen. Da sie nie schlafen, können sie diese Fähigkeiten ständig einsetzen. Sie ahmen den nach, von dem geschrieben steht: „Was Jehova betrifft, seine Augen durchschweifen die ganze Erde, damit er sich stark erweise zugunsten derer, deren Herz ihm gegenüber ungeteilt ist“ (2. Chronika 16:9). Da die Cherube so viele Augen haben, können sie überallhin sehen. Ihnen entgeht nichts. Auf diese Weise sind sie gut ausgerüstet, Gott in Verbindung mit seiner richterlichen Tätigkeit zu dienen. Von ihm wird gesagt: „Die Augen Jehovas sind an jedem Ort, überwachen die Schlechten und die Guten“ (Sprüche 15:3). Und mit drei Flügelpaaren — die Zahl Drei steht in der Bibel für Nachdruck — können sich die Cherube blitzschnell fortbewegen, um die Urteilssprüche Jehovas zu verkünden und sein Urteil zu vollstrecken.
24. Mit welchen Worten lobpreisen die Cherube Jehova, und was bedeuten ihre Worte?
24 Wie schön klingt das zu Herzen gehende Loblied, das die Cherube Jehova singen: „Heilig, heilig, heilig ist Jehova Gott, der Allmächtige, der war und der ist und der kommt.“ Wiederum deutet die Zahl Drei Nachdruck an. Die Cherube bestätigen mit Nachdruck die Heiligkeit Jehovas Gottes. Er ist der Quell und der Inbegriff der Heiligkeit. Außerdem ist er der „König der Ewigkeit“ und bleibt für immer „das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende“ (1. Timotheus 1:17; Offenbarung 22:13). Die Cherube machen keine Pause, wenn sie die unvergleichlichen Eigenschaften Jehovas vor der ganzen Schöpfung verkündigen.
25. Wie vereinigen sich die vier lebenden Geschöpfe und die 24 Ältesten in der Verehrung Jehovas?
25 Die Himmel der Himmel lassen den Lobpreis Jehovas erschallen. Johannes fährt mit seiner Beschreibung fort: „Und wann immer die lebenden Geschöpfe demjenigen Herrlichkeit und Ehre und Danksagung darbringen, der auf dem Thron sitzt, der da lebt für immer und ewig, so fallen die vierundzwanzig Ältesten vor dem nieder, der auf dem Thron sitzt, und beten den an, der da lebt für immer und ewig, und sie werfen ihre Kronen vor den Thron hin und sagen: ‚Du bist würdig, Jehova, ja du, unser Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu empfangen, weil du alle Dinge erschaffen hast, und deines Willens wegen existierten sie und wurden sie erschaffen‘“ (Offenbarung 4:9-11). Dies ist eine der eindrucksvollsten Ehrfurchtsbezeigungen der ganzen Bibel gegenüber Jehova, unserem Gott und Souveränen Herrn.
26. Warum werfen die 24 Ältesten ihre Kronen vor Jehova hin?
26 Die 24 Ältesten haben dieselbe Einstellung wie Jesus, denn sie werfen ihre Kronen vor Jehova hin. Es würde ihnen nie in den Sinn kommen, sich in Gottes Gegenwart selbst zu erhöhen. Wie Jesus sind sie sich demütig dessen bewußt, daß der einzige Zweck ihres Königtums darin besteht, daß sie Gott Ehre bereiten und ihn verherrlichen (Philipper 2:5, 6, 9-11). Sie erkennen unterwürfig an, daß sie eine untergeordnete Stellung bekleiden, und geben zu, daß ihre Herrschaft von der Souveränität Jehovas abhängt. Sie stimmen also den Cheruben und allen anderen treuen Geschöpfen von ganzem Herzen zu, indem sie Gott, der alle Dinge erschaffen hat, lobpreisen und verherrlichen (Psalm 150:1-6).
27, 28. (a) Wie sollte uns die von Johannes beschriebene Vision berühren? (b) Was wird deutlich, wenn wir den Bericht des Johannes weiterverfolgen?
27 Wer ist nicht von dem Bericht des Johannes über seine Vision tief ergriffen! Er ist wirklich eindrucksvoll. Doch wie muß erst die Wirklichkeit sein! Jehovas Majestät ist so überwältigend, daß jeder, der ein dankbares Herz hat, sich bewogen fühlt, ihn zusammen mit den vier lebenden Geschöpfen und den 24 Ältesten in seinen Gebeten und durch seine öffentliche Verkündigung seines Namens zu lobpreisen. Von diesem Gott dürfen Christen heute Zeugen sein (Jesaja 43:10). Es gilt zu beachten, daß die Vision des Johannes auf den Tag des Herrn zutrifft, an dem wir jetzt leben. „Die sieben Geister“ sind stets da, um uns zu leiten und zu stärken (Galater 5:16-18). Gottes Wort ist uns heute eine Hilfe, im Dienst eines heiligen Gottes heilig zu sein (1. Petrus 1:14-16). Es macht uns bestimmt Freude, die Worte dieser Prophezeiung laut zu lesen (Offenbarung 1:3). Sie sind uns ein großer Ansporn, Jehova treu zu sein und uns nicht durch die Welt vom inbrünstigen Singen seines Lobpreises ablenken zu lassen (1. Johannes 2:15-17).
28 Bis jetzt hat Johannes beschrieben, was er sieht, nachdem er eingeladen worden ist, durch die Tür im Himmel einzutreten. Er berichtet, wie Jehova in all seiner erhabenen Majestät und Würde auf seinem himmlischen Thron sitzt. Gott ist von der mächtigsten aller Organisationen umgeben, die ihm in strahlender Pracht loyal ergeben ist. Das himmlische Gericht tagt (Daniel 7:9, 10, 18). Die Voraussetzungen sind dafür geschaffen, daß etwas Außergewöhnliches geschieht. Was es ist und wie es sich auf uns heute auswirkt, wird deutlich, wenn wir den Bericht weiterverfolgen.
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„Wer ist würdig, die Buchrolle zu öffnen?“Die Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
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1. Was sieht Johannes nun in der Vision?
GROSSARTIG! EHRFURCHTGEBIETEND! Mit diesen Worten kann die beeindruckende Vision von Jehovas Thron, der in Verbindung mit Feuerlampen, Cheruben, 24 Ältesten und einem gläsernen Meer erwähnt wird, beschrieben werden. Doch was sieht Johannes als nächstes? Johannes richtet die Aufmerksamkeit direkt auf den Mittelpunkt dieser himmlischen Szene, indem er sagt: „Und ich sah in der Rechten dessen, der auf dem Thron sitzt, eine Buchrolle, innen und auf der Rückseite beschrieben, fest versiegelt mit sieben Siegeln. Und ich sah einen starken Engel, der mit lauter Stimme ausrief: ‚Wer ist würdig, die Buchrolle zu öffnen und ihre Siegel zu lösen?‘ Doch kein einziger, weder im Himmel noch auf der Erde, noch unter der Erde, vermochte die Buchrolle zu öffnen oder in sie hineinzuschauen. Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, die Buchrolle zu öffnen oder in sie hineinzuschauen“ (Offenbarung 5:1-4).
2, 3. (a) Warum ist Johannes daran interessiert, daß jemand gefunden wird, der die Buchrolle öffnen kann, doch wie scheinen die Aussichten zu sein? (b) Worauf war Gottes gesalbtes Volk in unserer Zeit gespannt?
2 Jehova selbst, der Souveräne Herr der ganzen Schöpfung, hält diese Buchrolle in seiner ausgestreckten Hand. Die Buchrolle muß viele wichtige Informationen enthalten, denn sie ist auf der Vorder- und auf der Rückseite beschrieben. Unsere Neugier ist geweckt. Was steht darin geschrieben? Wir erinnern uns daran, daß Jehova folgende Einladung an Johannes ergehen ließ: „Komm hierherauf, und ich werde dir die Dinge zeigen, die geschehen sollen“ (Offenbarung 4:1). Voller Spannung warten wir darauf, zu erfahren, um welche Dinge es sich handelt. Doch leider ist die Buchrolle fest verschlossen, mit sieben Siegeln versiegelt.
3 Wird der starke Engel jemanden finden, der würdig ist, die Buchrolle zu öffnen? Gemäß der Kingdom Interlinear Translation befindet sie sich „auf der rechten Hand“ Jehovas. Das deutet darauf hin, daß er sie in seiner ausgestreckten geöffneten Hand hält. Doch anscheinend ist niemand im Himmel oder auf der Erde würdig, die Buchrolle zu nehmen und zu öffnen. Nicht einmal unter der Erde — von treuen Dienern Gottes, die verstorben sind — ist jemand dieser großen Ehre würdig. Kein Wunder, daß Johannes sichtlich bestürzt ist! Vielleicht wird er „die Dinge ..., die geschehen sollen“, gar nicht kennenlernen. Auch heute haben Gottes Gesalbte gespannt darauf gewartet, daß Jehova auf die Offenbarung Licht werfen würde. Er tat dies Schritt für Schritt — je nachdem, wann sich eine Prophezeiung erfüllte —, um sein Volk auf dem Weg „großartiger Rettung“ zu lenken und zu leiten (Psalm 43:3, 5).
Derjenige, der würdig ist
4. (a) Wer wird schließlich für würdig befunden, die Buchrolle und ihre Siegel zu öffnen? (b) Welchen gemeinsamen Lohn und welches gemeinsame Vorrecht erhalten jetzt die Johannes-Klasse und ihre Gefährten?
4 Ja, es gibt jemanden, der die Buchrolle öffnen kann. Johannes berichtet: „Doch einer von den Ältesten spricht zu mir: ‚Hör auf zu weinen. Siehe! Der Löwe, der vom Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, hat gesiegt, so daß er die Buchrolle und ihre sieben Siegel öffnen kann‘ “ (Offenbarung 5:5). Johannes kann ruhig seine Tränen trocknen. Die Johannes-Klasse und ihre treuen Gefährten haben heute ebenfalls jahrelang schwere Prüfungen ertragen, während sie geduldig auf Erleuchtung gewartet haben. Und die Geduld ist belohnt worden. Wir können die Vision heute verstehen und dürfen an ihrer Erfüllung einen Anteil haben, indem wir ihre Botschaft anderen verkündigen.
5. (a) Welche Prophezeiung wurde, Juda betreffend, geäußert, und wo regierten die Nachkommen Judas? (b) Wer ist Schilo?
5 Gut, daß „der Löwe, der vom Stamm Juda ist“, erwähnt wird! Johannes kennt die Prophezeiung, die Jakob, der Vorfahr der Juden, seinen vierten Sohn, Juda, betreffend, äußerte: „Ein Löwenjunges ist Juda. Vom Raub wirst du, mein Sohn, gewiß emporsteigen. Er hat sich niedergekauert, er hat sich ausgestreckt wie ein Löwe, und, wie ein Löwe, wer wagt es, ihn aufzustören? Das Zepter wird nicht von Juda weichen noch der Befehlshaberstab zwischen seinen Füßen hinweg, bis Schilo kommt; und ihm wird der Gehorsam der Völker gehören“ (1. Mose 49:9, 10). Die Königslinie des Volkes Gottes war aus dem Stamm Juda. Beginnend mit David, waren alle Könige, die bis zur Vernichtung Jerusalems durch die Babylonier in dieser Stadt regierten, Nachkommen Judas. Aber keiner von ihnen war der von Jakob vorhergesagte Schilo. Schilo bedeutet „derjenige, dessen es [das Recht] ist“. Dieser Name wies prophetisch auf Jesus hin, dem das Königtum Davids nun für immer gehört (Hesekiel 21:25-27; Lukas 1:32, 33; Offenbarung 19:16).
6. In welchem Sinne war Jesus „ein Reis“ Isais und auch „die Wurzel Davids“?
6 Johannes erkennt sogleich, warum „die Wurzel Davids“ erwähnt wird. Der verheißene Messias wird prophetisch als „ein Reis aus dem Stumpf Isais [des Vaters König Davids] ... und ein Sproß“ bezeichnet sowie als „die Wurzel Isais ..., die dastehen wird als ein Signal für die Völker“ (Jesaja 11:1, 10). Jesus war insofern ein Reis Isais, als er in die Königslinie Davids, eines Sohnes Isais, hineingeboren wurde. Und als Wurzel Isais ließ er die davidische Dynastie wieder sprossen, gab ihr also Leben und erhält sie für immer aufrecht (2. Samuel 7:16).
7. Warum ist Jesus würdig, die Buchrolle aus der Hand dessen entgegenzunehmen, der auf dem Thron sitzt?
7 In seinem Dienst für Jehova bewahrte Jesus als vollkommener Mensch auf hervorragende Weise unter qualvollen Prüfungen seine Lauterkeit. Er sorgte dafür, daß Satan auf seine Herausforderung eine vollständige Antwort erhielt (Sprüche 27:11). Deshalb konnte er in der Nacht vor seinem Opfertod sagen: „Ich habe die Welt besiegt“ (Johannes 16:33). Jehova gab daher dem auferstandenen Jesus „alle Gewalt im Himmel und auf der Erde“. Von allen Dienern Gottes ist er der einzige, der berechtigt ist, die Buchrolle zu nehmen, um die darin enthaltene bedeutsame Botschaft bekanntzumachen (Matthäus 28:18).
8. (a) Aus welchem Grund ist Jesus würdig, die Buchrolle entgegenzunehmen und zu öffnen, wenn man an das Königreich denkt? (b) Warum ist es passend, daß einer der 24 Ältesten Johannes denjenigen offenbart, der würdig ist, die Buchrolle zu öffnen?
8 Bestimmt ist es angebracht, daß Jesus die Buchrolle öffnen soll. Seit 1914 sitzt er als König des messianischen Königreiches Gottes auf dem Thron, und die Buchrolle offenbart sehr viel über das Königreich und über das, was es tun wird. Als Jesus auf der Erde war, legte er über die Wahrheit des Königreiches in Treue Zeugnis ab (Johannes 18:36, 37). Er lehrte seine Nachfolger, um das Kommen dieses Königreiches zu beten (Matthäus 6:9, 10). Am Anfang der christlichen Ära begann er mit dem Predigen der guten Botschaft vom Königreich und sagte vorher, daß das Predigtwerk in der Zeit des Endes seinen Höhepunkt erreichen werde (Matthäus 4:23; Markus 13:10). Es ist auch passend, daß einer der 24 Ältesten Johannes offenbart, daß Jesus die Siegel öffnen wird. Warum? Weil diese Ältesten auf Thronen sitzen, Kronen tragen und Miterben Christi in seinem Königreich sind (Römer 8:17; Offenbarung 4:4).
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