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  • ‘Hingeschlachtete Seelen’ belohnt
    Die Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
    • 13, 14. (a) Wann beginnt gemäß den Worten des Apostels Paulus die himmlische Auferstehung, und wer wird auferweckt? (b) Wann auferstehen die Gesalbten, die am Tag des Herrn noch leben, zu himmlischem Leben?

      13 Was beim Öffnen des fünften Siegels zu sehen ist, stimmt mit anderen Bibeltexten, bei denen es um die himmlische Auferstehung geht, völlig überein. Der Apostel Paulus schrieb zum Beispiel: „Denn dies sagen wir euch durch Jehovas Wort, daß wir, die Lebenden, die bis zur Gegenwart des Herrn am Leben bleiben, denen keineswegs zuvorkommen werden, die im Tod entschlafen sind; denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die Lebenden, welche überleben, mit ihnen zusammen in Wolken entrückt werden zur Begegnung mit dem Herrn in der Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein“ (1. Thessalonicher 4:15-17).

      14 Welch begeisternden Gedanken enthalten doch diese Verse! Die bereits verstorbenen gesalbten Brüder Jesu gehen denen, die bis zu seiner Gegenwart leben, das heißt, die während seiner Gegenwart noch auf der Erde sind, in den Himmel voran. Die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen werden zuerst auferstehen. Jesus kommt herab, das heißt, er wendet ihnen seine Aufmerksamkeit zu, und auferweckt sie zu himmlischem Leben und gibt ihnen „ein weißes langes Gewand“. Wenn dann die noch Lebenden ihren irdischen Lauf vollenden — manche durch einen von Gegnern verursachten gewaltsamen Tod —, werden sie nicht wie ihre Vorgänger im Tod schlafen, sondern sie werden bei ihrem Tod unverzüglich, „in einem Augenblick“, verwandelt und in den Himmel entrückt werden, um mit Jesus und den übrigen Gliedern des Leibes Christi zusammenzusein (1. Korinther 15:50-52; vergleiche Offenbarung 14:13). Die Auferstehung der gesalbten Christen beginnt also kurz nach dem Aufbruch der vier Apokalyptischen Reiter.

      15. (a) Für wen ist durch das Öffnen des fünften Siegels eine gute Botschaft enthüllt worden? (b) Zu welchem Höhepunkt bringt der Sieger auf dem weißen Pferd seinen Ritt?

      15 Den Gesalbten, die gesiegt haben, indem sie ihre Lauterkeit und ihre Treue bis in den Tod bewahrt haben, ist durch das Öffnen des fünften Siegels der Buchrolle eine gute Botschaft enthüllt worden. Für Satan und seinen Samen dagegen ist es keine gute Botschaft. Der Sieger auf dem weißen Pferd setzt seinen Ritt unentwegt fort und bringt ihn zum Höhepunkt, wenn mit der Welt, die ‘in der Macht dessen liegt, der böse ist’, abgerechnet wird (1. Johannes 5:19). Das zeigt sich deutlich, wenn das Lamm das sechste Siegel öffnet.

  • Erdbeben am Tag des Herrn
    Die Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
    • 1, 2. (a) Was empfindet man bei einem schweren Erdbeben? (b) Was sieht Johannes beim Öffnen des sechsten Siegels?

      HAST du jemals ein schweres Erdbeben erlebt? Es ist alles andere als ein angenehmes Erlebnis. Ein großes Beben kann mit einem dumpfen Getöse oder einem Übelkeit erregenden Schwanken beginnen. Es mag immer schlimmer werden, indem es stoß- und ruckweise erfolgt, und du suchst dich eilends in Sicherheit zu bringen — vielleicht unter einem Schreibtisch. Das Beben kann aber auch als ein plötzlicher heftiger Stoß kommen, der zur Folge hat, daß Geschirr, Möbelstücke und sogar Gebäude zertrümmert werden. Der Schaden kann verheerend sein, und Nachbeben können weitere Schäden verursachen und die Lage noch verschlimmern.

      2 Behalten wir all das im Sinn, während wir das betrachten, was Johannes beim Öffnen des sechsten Siegels sieht: „Und ich sah, als er das sechste Siegel öffnete, und es ereignete sich ein großes Erdbeben“ (Offenbarung 6:12a). Das muß in den gleichen Zeitraum fallen wie das Öffnen der anderen Siegel. Doch wann am Tag des Herrn ereignet sich dieses Erdbeben, und um was für ein Beben handelt es sich dabei? (Offenbarung 1:10).

      3. (a) Welche Ereignisse sagte Jesus in seiner Prophezeiung über das Zeichen seiner Gegenwart voraus? (b) In welcher Beziehung stehen die buchstäblichen Erdbeben zu dem in Offenbarung 6:12 erwähnten großen sinnbildlichen Erdbeben?

      3 Von buchstäblichen und sinnbildlichen Erdbeben ist in der Bibel mehrmals die Rede. Jesus sagte in seiner Prophezeiung über das Zeichen seiner Gegenwart als regierender König „Erdbeben an einem Ort nach dem anderen“ voraus. Sie sollten ein Teil des ‘Anfangs der Bedrängniswehen’ sein. In der Zeit seit 1914, in der sich die Erdbevölkerung explosionsartig vermehrte, so daß sie heute in die Milliarden geht, haben buchstäbliche Erdbeben wesentlich zu den Bedrängnissen unserer Zeit beigetragen (Matthäus 24:3, 7, 8). Dadurch erfüllt sich zwar diese Prophezeiung, aber es handelt sich dabei um Naturkatastrophen, die dem in Offenbarung 6:12 erwähnten großen sinnbildlichen Erdbeben vorausgehen. Dieses Erdbeben wird den verwüstenden Abschluß einer Reihe von Erschütterungen bilden, die Satans irdisches System der Dinge bis in seine Grundfesten zum Wanken bringen werden.a

      Erschütterungen innerhalb der menschlichen Gesellschaft

      4. (a) Von wann an hatte Jehovas Volk erwartet, daß im Jahre 1914 unheilvolle Ereignisse eintreten würden? (b) Das Ende welchen Zeitabschnitts sollte das Jahr 1914 kennzeichnen?

      4 Von der Mitte der 1870er Jahre an hatte Jehovas Volk erwartet, daß im Jahre 1914 unheilvolle Ereignisse eintreten würden, die erkennen ließen, daß die Zeiten der Nationen abgelaufen wären. Mit diesem Zeitabschnitt sind die „sieben Zeiten“ (2 520 Jahre) gemeint, die mit dem Sturz des davidischen Königreiches in Jerusalem im Jahre 607 v. u. Z. begannen und bis zur Inthronisierung Jesu im himmlischen Jerusalem im Jahre 1914 u. Z. dauerten (Daniel 4:24, 25; Lukas 21:24).b

      5. (a) Welche Mitteilung machte C. T. Russell am 2. Oktober 1914? (b) Zu welchen politischen Veränderungen kam es vom Jahre 1914 an?

      5 Als daher C. T. Russell am 2. Oktober 1914 zur morgendlichen Anbetung der Bethelfamilie in Brooklyn (New York) erschien, machte er folgende sensationelle Mitteilung: „Die Zeiten der Nationen sind abgelaufen; die Tage ihrer Könige sind gezählt.“ Der Umbruch, der im Jahre 1914 weltweit begann, war in der Tat von solch großer Tragweite, daß viele alte Monarchien verschwanden. Der Sturz des Zarenreiches in der russischen Revolution (1917) führte zu einer lang anhaltenden Konfrontation zwischen Marxismus und Kapitalismus. Politische Veränderungen erschütterten die menschliche Gesellschaft weiterhin. Heutzutage bleiben Regierungen oftmals höchstens ein oder zwei Jahre bestehen. Das beste Beispiel politischer Instabilität ist Italien, das nach dem Zweiten Weltkrieg in nur 42 Jahren 47 verschiedene Regierungen hatte. Bei diesen Erschütterungen handelt es sich aber lediglich um die Vorläufer des letzten Regierungssturzes. Die Folge? Gottes Königreich wird die Alleinherrschaft über die Erde übernehmen (Jesaja 9:6, 7).

      6. (a) Was schrieb H. G. Wells über die neue, bedeutsame Ära? (b) Was schrieben ein Philosoph und ein Staatsmann über die Ära, die 1914 begann?

      6 Historiker, Philosophen und führende Politiker haben auf das Jahr 1914 als den Beginn einer neuen, bedeutsamen Ära hingewiesen. Siebzehn Jahre dieser Ära waren vergangen, als sich der Historiker H. G. Wells wie folgt äußerte: „Gern würde der Prophet etwas Gutes prophezeien. Er ist aber verpflichtet, das zu sagen, was er sieht. Er sieht eine Welt, die immer noch streng von Soldaten, Patrioten, Wucherern und Börsenspekulanten beherrscht wird, eine Welt, die dem Mißtrauen und dem Haß ergeben ist, die das, was ihr noch an persönlichen Freiheiten geblieben ist, sehr schnell verliert, die sich blindlings in bittere Klassenkämpfe stürzt und sich auf neue Kriege vorbereitet.“ Im Jahre 1953 schrieb der Philosoph Bertrand Russell: „Seit dem Jahre 1914 ist jedermann, der sich der Tendenzen der Welt bewußt ist, tief beunruhigt über das, was ihm wie ein schicksalhafter, vorbestimmter Marsch einem noch größeren Unheil entgegen erscheint. Viele ernst denkende Menschen haben das Gefühl, daß nichts getan werden könne, um den Sturz ins Verderben zu verhüten. In ihren Augen gleicht die Menschheit dem Helden einer griechischen Tragödie, der von wütenden Göttern vorangetrieben wird und nicht mehr Herr des Schicksals ist.“ Im Jahre 1980 sagte der britische Staatsmann Harold Macmillan über den friedlichen Anfang des 20. Jahrhunderts: „Alles wurde immer besser. In solch eine Welt wurde ich hineingeboren. ... An einem Morgen des Jahres 1914 ging plötzlich und unerwartet alles zu Ende.“

      7—9. (a) Welche Erschütterungen hat die menschliche Gesellschaft seit 1914 erlebt? (b) Welche Situation unter den Menschen gehört schließlich zu den Erschütterungen der menschlichen Gesellschaft zur Zeit der Gegenwart Christi?

      7 Der Zweite Weltkrieg brachte eine weitere Welle von Erschütterungen mit sich, und kleinere Kriege sowie Terrorismus erschüttern die Welt unaufhörlich. Die schreckliche Gefahr, die vom Terrorismus ausgeht sowie von Staaten, die Massenvernichtungswaffen einsetzen, besteht immer noch.

      8 Die menschliche Gesellschaft ist aber seit 1914 noch von anderen Dingen bis in ihre Grundfesten erschüttert worden. Eine der schlimmsten dramatischen Erschütterungen wurde durch den New Yorker Börsenkrach vom 29. Oktober 1929 ausgelöst, der zu einer Weltwirtschaftskrise führte, die sich auf sämtliche kapitalistische Länder auswirkte. Diese Krise erreichte ihre Talsohle in den Jahren 1932 bis 1934, aber ihre Auswirkungen sind noch heute zu verspüren. Seit 1929 wurde an der wirtschaftlich kranken Welt nur behelfsmäßig herumgedoktert. Die Staaten betreiben eine Schuldenpolitik. Die Ölkrise von 1973 und der Börsensturz von 1987 verstärkten die Erschütterung des internationalen Finanzsystems noch. Währenddessen kaufen Millionen Menschen großenteils auf Abzahlung. Unzählige werden geschädigt durch Geldbetrügereien, Spekulationsprojekte, Lotterien und andere Glücksspiele, von denen viele vom Staat gefördert werden, der eigentlich seine Bürger schützen sollte. Selbst die millionenschweren Fernsehprediger strecken beide Hände nach weiteren Millionen aus. (Vergleiche Jeremia 5:26-31.)

      9 Wirtschaftliche Schwierigkeiten hatten früher Mussolini und Hitler den Weg zur Machtergreifung geebnet. Babylon die Große verlor keine Zeit, sich bei ihnen lieb Kind zu machen. Im Jahre 1929 schloß der Vatikan ein Konkordat mit Italien ab und im Jahre 1933 eines mit Deutschland (Offenbarung 17:5). In den düsteren Tagen danach erfüllte sich zum Teil offensichtlich Jesu Prophezeiung über seine Gegenwart, in der es „Angst und Bangen unter den Nationen“ geben werde, da sie „weder aus noch ein wissen, während die Menschen ohnmächtig werden vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über die bewohnte Erde kommen“ (Lukas 21:7-9, 25-31).c Ja, die „Erdbeben“, die im Jahre 1914 die menschliche Gesellschaft zu erschüttern begannen, setzten sich fort, verbunden mit heftigen Nachbeben.

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