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  • Gottes heiliges Geheimnis — sein herrlicher Höhepunkt
    Die Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
    • 12. (a) Was sieht Johannes gemäß Offenbarung 11:19 im Himmel? (b) Wovon war die Bundeslade ein Symbol, und was geschah damit, als Israel in die Babylonische Gefangenschaft kam?

      12 Jehova herrscht! Er übt seine Souveränität über die Menschheit auf wunderbare Weise durch sein messianisches Königreich aus. Das wird durch das, was Johannes als nächstes sieht, bestätigt: „Und das Tempelheiligtum Gottes, das im Himmel ist, wurde geöffnet, und die Lade seines Bundes wurde in seinem Tempelheiligtum gesehen. Und es entstanden Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein großer Hagel“ (Offenbarung 11:19). Das ist die einzige Stelle in der Offenbarung, wo die Lade des Bundes Gottes erwähnt wird. Die Lade war das sichtbare Symbol für Jehovas Gegenwart bei seinem Volk Israel. In der Stiftshütte und später in dem von Salomo erbauten Tempel befand sie sich im Allerheiligsten. Aber im Jahre 607 v. u. Z., als Israel nach Babylon in Gefangenschaft kam, wurde Jerusalem verwüstet, und die Bundeslade verschwand. Von da an saßen keine Vertreter des Hauses Davids mehr ‘als Könige auf dem Thron Jehovas’ (1. Chronika 29:23).a

      13. Was bedeutet es, daß die Lade des Bundes Gottes im himmlischen Tempelheiligtum Gottes gesehen wird?

      13 Jetzt, nach mehr als 2 500 Jahren, ist die Lade wieder zu sehen. Aber in der Vision des Johannes steht diese Lade nicht in einem irdischen Tempel. Sie erscheint in dem himmlischen Tempelheiligtum Gottes. Jehova regiert wieder durch einen König aus der königlichen Linie Davids. Doch der König Christus Jesus sitzt im himmlischen Jerusalem — ein erhabener günstiger Ort, von dem aus er Jehovas Strafurteile vollstreckt — auf dem Thron (Hebräer 12:22). Die nachfolgenden Kapitel der Offenbarung werden uns diese enthüllen.

      14, 15. (a) Wer war der einzige, der im Jerusalem der alten Zeit die Bundeslade zu sehen bekam, und warum? (b) Wer bekommt die Lade des Bundes im himmlischen Tempelheiligtum Gottes zu sehen?

      14 Im irdischen Jerusalem der alten Zeit wurde die Bundeslade von dem Volk Israel nicht gesehen, nicht einmal von den Priestern, die im Tempel dienten, denn sie stand im Allerheiligsten, das durch einen Vorhang vom Heiligen abgetrennt war (4. Mose 4:20; Hebräer 9:2, 3). Nur der Hohepriester sah sie, wenn er alljährlich am Sühnetag das Allerheiligste betrat. Doch da das Tempelheiligtum im Himmel geöffnet ist, ist die sinnbildliche Bundeslade nicht nur für den Hohenpriester, Jesus Christus, sichtbar, sondern auch für seine Unterpriester, die 144 000, Johannes eingeschlossen.

      15 Die Erstlinge, die zum Leben im Himmel auferweckt worden sind, sehen die symbolische Bundeslade aus nächster Nähe, denn sie haben, da sie zu den 24 Ältesten gehören, ihren Platz rund um den Thron Jehovas eingenommen. Und die Johannes-Klasse auf der Erde ist durch Jehovas Geist erleuchtet worden, so daß sie Gottes Gegenwart in seinem geistigen Tempel wahrnimmt. Es hat auch Zeichen gegeben, die die Menschheit im allgemeinen auf diese wunderbare Entwicklung aufmerksam machen sollten. In der Vision des Johannes ist die Rede von Blitzen, Stimmen, von Donner, einem Erdbeben und Hagel. (Vergleiche Offenbarung 8:5.) Was versinnbildlichen diese Dinge?

      16. In welcher Weise hat es Blitze, Stimmen, Donner, ein Erdbeben und einen großen Hagel gegeben?

      16 Seit 1914 hat es auf dem Gebiet der Religion gewaltige Erschütterungen gegeben. Erfreulicherweise wird dieses „Erdbeben“ von Gott hingegebenen Stimmen solcher Menschen begleitet, die eine deutliche Botschaft von Gottes aufgerichtetem Königreich verkündigen. Donnergleiche biblische „Sturmwarnungen“ sind erschallt. Blitzartig sind Erkenntnisse über Gottes prophetisches Wort aufgeleuchtet, sind gesehen und veröffentlicht worden. Gleich „Hagel“ haben die göttlichen Richtersprüche gegen die Christenheit und die falsche Religion im allgemeinen getrommelt. All das sollte die Aufmerksamkeit der Menschen erregt haben. Aber wie die Bevölkerung Jerusalems zur Zeit Jesu die Zeichen der Zeit nicht erkannte, so erkennt traurigerweise auch die Mehrheit der heutigen Menschen nicht, daß sich die Zeichen aus der Offenbarung erfüllen (Lukas 19:41-44).

      17, 18. (a) Welche Verpflichtung hat das Blasen der Trompeten der sieben Engel für die Gott hingegebenen Christen mit sich gebracht? (b) Wie erfüllen Christen ihren Auftrag?

      17 Die sieben Engel fahren fort, ihre Trompeten zu blasen, und signalisieren so historische Ereignisse auf der Erde. Gott hingegebene Christen haben die schwere Verantwortung, der Welt diese Ankündigungen mitzuteilen. Wie freudig erfüllen sie doch diesen Auftrag! Das zeigt die Tatsache, daß sie innerhalb von 20 Jahren (von 1986 bis 2005) die im weltweiten Predigtwerk jährlich aufgewendeten Stunden fast verdoppelt haben — von 680 837 042 auf 1 278 235 504. Wahrlich, „das heilige Geheimnis Gottes gemäß der guten Botschaft“ wird „bis zu den äußersten Enden der bewohnten Erde“ bekanntgemacht (Offenbarung 10:7; Römer 10:18).

      18 Nun, da Gottes Königreichsvorsätze weiter enthüllt werden, erwarten uns noch andere Visionen.

  • Gottes Königreich ist geboren!
    Die Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
    • 1. Inwiefern ist uns ein Verständnis der in Offenbarung, Kapitel 12 bis 14 beschriebenen Zeichen eine Hilfe?

      DAS heilige Geheimnis Gottes ist gelüftet worden (Offenbarung 10:7). Jehovas Königreich unter seinem Messias ist jetzt eine dynamische Realität. Es herrscht! Die Existenz dieses Königreiches bedeutet für Satan und dessen Samen den Untergang, aber für den Samen der himmlischen Organisation Gottes einen glorreichen Sieg. Der siebte Engel hat allerdings noch nicht aufgehört, seine Trompete zu blasen, denn er hat uns noch mehr über das dritte Wehe zu enthüllen (Offenbarung 11:14). Die in den Kapiteln 12 bis 14 der Offenbarung beschriebenen Zeichen werden uns helfen, unsere Wertschätzung für all das zu vertiefen, was mit diesem Wehe und der Vollendung des heiligen Geheimnisses Gottes zusammenhängt.

      2. (a) Welches große Zeichen sieht Johannes? (b) Wann wurde die Bedeutung des großen Zeichens enthüllt?

      2 Johannes sieht nun ein großes Zeichen, das für Gottes Volk von außergewöhnlichem Interesse ist. Das Zeichen leitet eine fesselnde prophetische Vision ein, deren Bedeutung man zum erstenmal in der Ausgabe des Wacht-Turms vom 15. April 1925 in dem Artikel „Geburt der Nation“ und dann 1926 in der englischen Ausgabe des Buches Befreiung (deutsch: 1930) veröffentlichte. Dieses Aufstrahlen des biblischen Verständnisses wurde ein historischer Markstein in der Förderung des Werkes Jehovas. Johannes schildert nun den Beginn des Dramas wie folgt: „Und ein großes Zeichen wurde im Himmel gesehen: eine Frau, umhüllt mit der Sonne, und der Mond war unter ihren Füßen, und eine Krone von zwölf Sternen war auf ihrem Haupt, und sie war schwanger. Und sie schreit in ihren Wehen und Geburtsschmerzen“ (Offenbarung 12:1, 2).

      3. Wer ist die Frau, die Johannes im Himmel sieht?

      3 Zum erstenmal erblickt Johannes eine Frau im Himmel. Es handelt sich natürlich nicht um eine buchstäbliche Frau, sondern um ein Zeichen oder ein Symbol (Offenbarung 1:1). Was symbolisiert sie? In inspirierten Prophezeiungen stellen Frauen zuweilen Organisationen dar, die mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten „verheiratet“ sind. In den Hebräischen Schriften wurde Israel als eine Frau Jehovas Gottes bezeichnet (Jeremia 3:14). In den Christlichen Griechischen Schriften heißt es, die Versammlung gesalbter Christen sei Christi Braut (Offenbarung 21:9-14). Die Frau, die Johannes hier sieht, ist ebenfalls mit jemandem verheiratet, und sie steht im Begriff zu gebären. Wer ist ihr Mann? Nun, später wird ihr Kind „entrückt zu Gott und zu seinem Thron“ (Offenbarung 12:5). Auf diese Weise läßt Jehova erkennen, daß es sich um sein Kind handelt. Aus diesem Grund muß die Frau, die Johannes sieht, Jehovas symbolische Frau sein.

      4. Wer sind die Söhne der symbolischen Frau Gottes, und wie nennt der Apostel Paulus die Frau, die Johannes sieht?

      4 Etwa acht Jahrhunderte zuvor hatte sich Jehova mit folgenden Worten an diese symbolische Frau gewandt: „Alle deine Söhne werden von Jehova Belehrte sein“ (Jesaja 54:5, 13). Jesus zitierte aus dieser Prophezeiung und zeigte, daß diese Söhne seine treuen Nachfolger waren, die später die Versammlung gesalbter Christen bildeten (Johannes 6:44, 45). Somit sind die Glieder dieser Versammlung, die Söhne Gottes genannt werden, ebenfalls Kinder der symbolischen Frau Gottes (Römer 8:14). Der Apostel Paulus fügt dann noch das letzte Mosaiksteinchen hinzu, wenn er sagt: „Das Jerusalem droben ... ist frei, und es ist unsere Mutter“ (Galater 4:26). Die „Frau“, die Johannes sieht, ist also „das Jerusalem droben“.

      5. Was ist das Jerusalem droben in Wirklichkeit, da Jehovas symbolische Frau mit 12 Sternen gekrönt ist?

      5 Was ist jedoch mit dem Jerusalem droben genau gemeint? Paulus spricht davon, daß es sich „droben“ befindet, und Johannes sieht es im Himmel, weshalb es auf der Hand liegt, daß es sich nicht um eine irdische Stadt handelt; auch ist es nicht mit dem „Neuen Jerusalem“ identisch, da diese Organisation die Braut Christi ist und nicht Jehovas Frau (Offenbarung 21:2). Bemerkenswerterweise ist die Frau mit 12 Sternen gekrönt. Zwölf ist eine Zahl, die Vollständigkeit in Verbindung mit organisatorischen Einrichtungen bezeichnet.a Folglich scheinen diese 12 Sterne anzudeuten, daß die Frau eine organisatorische Einrichtung im Himmel ist, ebenso wie es das Jerusalem in alter Zeit auf der Erde war. Das Jerusalem droben ist Jehovas Universalorganisation von Geistgeschöpfen, die als seine Frau handelt, indem sie ihm dient und auch Nachkommen hervorbringt.

      6. (a) Was wird dadurch angedeutet, daß die Frau, die Johannes sieht, mit der Sonne umhüllt ist, den Mond unter ihren Füßen hat und eine Sternenkrone trägt? (b) Was versinnbildlichen die Geburtswehen der schwangeren Frau?

      6 Die Frau, die Johannes sieht, ist mit der Sonne umhüllt, und der Mond befindet sich unter ihren Füßen. Auch trägt sie eine Sternenkrone, so daß sie ganz und gar von himmlischen Lichtern umgeben ist. Tag und Nacht scheint sozusagen Gottes Gunst auf sie. Welch eine passende symbolische Beschreibung der prachtvollen himmlischen Organisation Jehovas! Außerdem ist sie schwanger und liegt in den Wehen. Ihre Hilferufe zu Gott machen deutlich, daß ihre Zeit zum Gebären gekommen ist. In der Bibel werden Geburtswehen häufig mit der harten Arbeit verglichen, die erforderlich ist, um etwas Wichtiges zustande zu bringen. (Vergleiche Psalm 90:2; Sprüche 25:23; Jesaja 66:7, 8.) Zweifellos erlebte Jehovas himmlische Organisation solche Geburtswehen, als sie sich auf diese historische Geburt vorbereitete.

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