-
Entfache wieder jene erste Liebe!Die Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
-
-
8. Wie sollten die Epheser gemäß Jesu Worten handeln?
8 Die Epheser mußten die Liebe, die sie einst empfanden, neu entfachen, wenn sie nicht scheitern wollten. „Daher“, fährt Jesus fort, „erinnere dich an das, wovon du abgefallen bist, und bereue und vollbringe die früheren Taten. Wenn du das nicht tust, so komme ich zu dir, und ich will deinen Leuchter von seiner Stelle rücken, es sei denn, du bereust“ (Offenbarung 2:5). Wie nahmen die Christen in der Versammlung von Ephesus diese Worte auf? Wir wissen es nicht. Doch wir hoffen, daß sie bereuten und es ihnen gelang, ihre Liebe zu Jehova wieder zu wecken. Andernfalls wäre ihre Lampe ausgelöscht und ihr Leuchter von seiner Stelle gerückt worden. Sie hätten ihr Vorrecht, die Wahrheit auszustrahlen, verloren.
9. (a) Wie ermunterte Jesus die Epheser? (b) Inwiefern haben es die Versammlungen in der Zeit nach Johannes versäumt, den Rat, den Jesus den Ephesern gab, zu beherzigen?
9 Dennoch richtet Jesus folgende ermunternde Worte an die Epheser: „Doch das hast du, daß du die Taten der Nikolaus-Sekte haßt, die auch ich hasse“ (Offenbarung 2:6). Mindestens haßten sie wie der Herr Jesus Christus sektiererische Aufspaltungen. Im Laufe der Jahre versäumten es viele Versammlungen, diese Worte Jesu zu beherzigen. Da es ihnen an Liebe zu Jehova, zur Wahrheit und zu den Brüdern mangelte, wurden sie in die geistige Finsternis abgetrieben. Sie spalteten sich in zahlreiche sich streitende Sekten auf. „Christliche“ Abschreiber, denen es an Liebe zu Jehova mangelte, entfernten sogar aus den griechischen Bibelmanuskripten den Namen Gottes. Weil es an Liebe fehlte, wurden auch im Namen des Christentums babylonische und griechische Dogmen gelehrt, so zum Beispiel das Höllenfeuer, das Fegefeuer und die Dreieinigkeit. Die meisten derer, die Christen zu sein beanspruchten, hörten auf, die gute Botschaft von Gottes Königreich zu predigen, weil es ihnen an Liebe zu Gott und der Wahrheit mangelte. Sie kamen unter die Herrschaft einer selbstsüchtigen Geistlichkeit, die ihr eigenes Königreich hier auf der Erde errichtete. (Vergleiche 1. Korinther 4:8.)
10. Wie sah die religiöse Situation der Christenheit im Jahre 1918 aus?
10 Als im Jahre 1918 das Gericht beim Hause Gottes begann, unterstützte die sektiererische Geistlichkeit der Christenheit offen den Ersten Weltkrieg und spornte Katholiken und Protestanten auf beiden Seiten an, sich gegenseitig umzubringen (1. Petrus 4:17). Die Religionsgemeinschaften der Christenheit waren im Gegensatz zu der Versammlung in Ephesus, die das Tun der Nikolaus-Sekte haßte, seit langem mit gottfeindlichen Lehren durchsetzt, und ihre Geistlichkeit hatte sich auf Gedeih und Verderb mit der Welt zusammengetan, obschon Jesus zu seinen Jüngern gesagt hatte, daß sie kein Teil der Welt sein dürften (Johannes 15:17-19). Ihre Kirchengemeinden, die vom Thema der Bibel — Gottes Königreich — keine Ahnung hatten, waren keine Leuchter, die die biblische Wahrheit ausstrahlten, noch gehörten ihre Mitglieder zum geistigen Tempel Jehovas. Ihre führenden Männer (und Frauen) waren keine Sterne, sondern ließen erkennen, daß sie Glieder des „Menschen der Gesetzlosigkeit“ waren (2. Thessalonicher 2:3; Maleachi 3:1-3).
11. (a) Welche Gruppe von Christen, die sich 1918 auf der Weltbühne befanden, praktizierte das, was Jesus zu den Ephesern gesagt hatte? (b) Was tat die Johannes-Klasse vom Jahre 1919 an?
11 Die Johannes-Klasse jedoch bekundete nach den turbulenten Jahren des Ersten Weltkriegs eine solche Liebe zu Jehova und zur Wahrheit, daß sie sich angetrieben fühlte, ihm mit glühendem Eifer zu dienen. Sie leistete denen Widerstand, die versuchten, Sektierertum einzuführen, und die den ersten Präsidenten der Watch Tower Society, Charles T. Russell, nach seinem Tod im Jahre 1916 sozusagen abgöttisch verehrten. Diese durch Verfolgung und Widerwärtigkeit in Zucht genommene Gruppe von Christen wurde von ihrem Meister mit den Worten „wohlgetan“ beurteilt und eingeladen, in die Freude ihres Herrn einzugehen (Matthäus 25:21, 23). Sie erkannten aufgrund der Weltereignisse und ihrer eigenen Erlebnisse, daß das Zeichen sich erfüllte, das Jesus gegeben hatte, um anzuzeigen, daß er in Königreichsmacht unsichtbar gegenwärtig sei. Vom Jahr 1919 an trugen sie zur Erfüllung eines weiteren Teils der großen Prophezeiung Jesu bei: „Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 6:9, 10; 24:3-14). Es mag sein, daß es ihnen in gewisser Weise an Liebe zu Jehova gemangelt hatte, doch ist auf jeden Fall aus ihrer Liebe von jener Zeit an eine lodernde Flamme geworden.
12. (a) Welche Aufforderung erging auf einem geschichtlich bedeutenden Kongreß im Jahre 1922? (b) Mit welchem Namen nannten sich wahre Christen ab 1931, und was bereuten sie?
12 Auf einem geschichtlich bedeutenden Kongreß, der in Cedar Point (Ohio, USA) vom 5. bis 13. September 1922 stattfand und von 18 000 dieser Christen besucht wurde, ertönte die Aufforderung: „Zurück in das Feld, o ihr Söhne des höchsten Gottes! ... Die Welt muß es wissen, daß Jehova Gott ist und daß Jesus Christus König der Könige und Herr der Herren ist. ... Deshalb verkündet, verkündet, verkündet den König und sein Königreich.“ Jehovas kostbarer Name wurde stärker in den Vordergrund gerückt. Im Jahre 1931, als sich diese Christen in Columbus (Ohio, USA) zu einem Kongreß versammelt hatten, freuten sie sich, den von Gott in der Prophezeiung Jesajas angedeuteten Namen — Jehovas Zeugen — annehmen zu dürfen (Jesaja 43:10, 12). Mit der Ausgabe vom 1. März 1939 (deutsch: 1. Mai 1939) wurde der Name des Hauptorgans der Organisation auf Der Wachtturm als Verkünder von Jehovas Königreich abgeändert, wodurch in erster Linie unser Schöpfer und seine königliche Regierung geehrt wurde. Jehovas Zeugen, erneut von Liebe zu Jehova erfüllt, bereuten irgendwelche Versäumnisse, Jehovas glanzvollen Namen und sein Königreich zu ehren (Psalm 106:6, 47, 48).
„Dem, der siegt“
13. (a) Welche Segnungen standen den Ephesern in Aussicht, vorausgesetzt, daß sie ‘siegten’? (b) Wie würden die Christen von Ephesus ‘siegen’?
13 Schließlich lenkt Jesus, wie er das auch in seinen übrigen Botschaften tut, die Aufmerksamkeit darauf, daß Gottes Geist durch Jesus die Belohnung für Treue kundmacht. Er sagt zu den Ephesern: „Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Dem, der siegt, will ich gewähren, von dem Baum des Lebens zu essen, der im Paradies Gottes ist“ (Offenbarung 2:7). Diejenigen, die ein hörendes Ohr hätten, würden der wichtigen Botschaft eifrig Beachtung schenken, weil sie wüßten, daß sie sie nicht auf die Initiative Jesu hin vernähmen, sondern daß sie ihnen von dem Souveränen Herrn Jehova selbst durch seinen Geist oder seine wirksame Kraft zukäme. Wie würden sie ‘siegen’? Indem sie Jesus genau nachfolgten, der bis in den Tod treu blieb und daher sagen konnte: „Faßt Mut! Ich habe die Welt besiegt“ (Johannes 8:28; 16:33; siehe auch 1. Johannes 5:4).
14. Worauf muß sich das von Jesus erwähnte „Paradies Gottes“ beziehen?
14 Da den gesalbten Christen nicht in Aussicht gestellt ist, in einem irdischen Paradies zu leben, wie können sie — wie zum Beispiel die Epheser — damit belohnt werden, daß sie „von dem Baum des Lebens“ essen dürfen, „der im Paradies Gottes ist“? Es kann sich dabei nicht um das wiederhergestellte Paradies auf der Erde handeln, denn die 144 000 gesalbten Christen, auch die der Versammlung in Ephesus, sind aus den Menschen erkauft, damit sie mit dem Lamm, Christus Jesus, auf dem himmlischen Berg Zion als Geistsöhne regieren (Epheser 1:5-12; Offenbarung 14:1, 4). Deshalb muß hier der himmlische gartenähnliche Bereich gemeint sein, den diese Sieger ererben. In diesem „Paradies Gottes“, ja in der Gegenwart Jehovas, werden diese Überwinder, nachdem ihnen Unsterblichkeit verliehen worden ist, ewig leben, was dadurch versinnbildlicht wird, daß sie von dem Baum des Lebens essen.
15. Warum ist die Ermunterung Jesu, den Sieg zu erringen, heute für die große Volksmenge von größtem Interesse?
15 Wie steht es denn mit den loyalen irdischen Unterstützern der 144 000 Gesalbten? Eine große Volksmenge, Gefährten dieser Zeugen, siegen ebenfalls. Doch ihre Hoffnung besteht darin, im irdischen Paradies zu leben, wo sie von dem „Strom von Wasser des Lebens“ trinken und durch „die Blätter der Bäume“, die an jenem Fluß gepflanzt sind, Heilung finden werden (Offenbarung 7:4, 9, 17; 22:1, 2). Wenn du zu dieser Gruppe gehörst, dann bringe auch du deine innige Liebe zu Jehova zum Ausdruck und gewinne den Glaubenskampf. Nur so mag es dir vergönnt sein, glücklich auf der paradiesischen Erde ewig zu leben. (Vergleiche 1. Johannes 2:13, 14.)
-
-
Kämpfen, um zu siegenDie Offenbarung — Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!
-
-
1. (a) Welche Versammlung erhält als nächstes eine Botschaft vom verherrlichten Jesus? (b) Woran erinnert Jesus die Christen jener Versammlung, als er sagt, er sei „der Erste und der Letzte“?
VON der alten Stadt Ephesus sind nur Trümmer übriggeblieben. Aber der Ort, wohin Jesu zweite Botschaft gesandt wurde, ist noch immer eine blühende Stadt. Etwas über 50 Kilometer nördlich der Ruinen von Ephesus liegt die türkische Stadt Izmir, in der es selbst heute vier eifrige Versammlungen der Zeugen Jehovas gibt. Im ersten Jahrhundert lag an dieser Stelle die Stadt Smyrna. Man beachte, was Jesus als nächstes sagt: „Und dem Engel der Versammlung in Smyrna schreibe: Diese Dinge sagt ‚der Erste und der Letzte‘, der ein Toter wurde und wieder zum Leben kam“ (Offenbarung 2:8). Mit diesen Worten erinnert Jesus die Christen in Smyrna daran, daß er der erste Bewahrer der Lauterkeit war, der von Jehova selbst zu unvergänglichem geistigem Leben auferweckt wurde, und der letzte, der so auferweckt wurde. Jesus würde dann alle andern gesalbten Christen auferwecken. Somit ist er vorzüglich befähigt, seinen Brüdern Ratschläge zu erteilen, die hoffen, unvergängliches Leben mit ihm im Himmel zu erlangen.
2. Warum werden alle Christen durch das Wort dessen getröstet, der „ein Toter wurde und wieder zum Leben kam“?
2 Jesus ging im Erdulden von Verfolgung um der Gerechtigkeit willen mit gutem Beispiel voran und empfing die entsprechende Belohnung. Die Hoffnung aller Christen beruht auf Jesu Treue bis in den Tod und seiner nachfolgenden Auferstehung (Apostelgeschichte 17:31). Die Tatsache, daß Jesus „ein Toter wurde und wieder zum Leben kam“, beweist, daß nichts, was immer man um der Wahrheit willen erdulden muß, umsonst ist. Die Auferstehung Jesu ist eine starke Ermunterung für alle Christen, besonders dann, wenn sie für ihren Glauben leiden müssen. Bist du in dieser Lage? Dann kannst du aus den folgenden Worten Jesu an die Versammlung in Smyrna Mut schöpfen:
3. (a) Wie ermunterte Jesus die Christen in Smyrna? (b) Warum sagte Jesus, die Christen in Smyrna seien „reich“, obschon sie arm waren?
3 „Ich kenne deine Drangsal und Armut — doch du bist reich — und die Lästerung von seiten derer, die sagen, sie selbst seien Juden, und sie sind es doch nicht, sondern sind eine Synagoge des Satans“ (Offenbarung 2:9). Jesus erteilt seinen Brüdern in Smyrna keinen Tadel, sondern nur ein herzliches Lob. Sie haben um ihres Glaubens willen viel erduldet. Materiell gesehen sind sie arm — möglicherweise zufolge ihrer Glaubenstreue (Hebräer 10:34). Ihr Hauptanliegen sind geistige Dinge, und sie haben den Rat Jesu befolgt und sich Schätze im Himmel aufgehäuft (Matthäus 6:19, 20). Deshalb betrachtet sie der Oberhirte als „reich“. (Vergleiche Jakobus 2:5.)
4. Wer leistete den Christen in Smyrna viel Widerstand, und wie betrachtete Jesus diese Gegner?
4 Jesus betont, daß die Christen in Smyrna viel durch die natürlichen Juden leiden mußten. Jahre zuvor hatten viele, die der jüdischen Religion angehörten, die Ausbreitung des Christentums rigoros bekämpft (Apostelgeschichte 13:44, 45; 14:19). Jetzt, nur wenige Jahrzehnte nach dem Untergang Jerusalems, bekunden die Juden in Smyrna den gleichen satanischen Geist. Es ist daher nicht verwunderlich, daß Jesus in ihnen „eine Synagoge des Satans“ sieht.a
5. Welche Prüfungen standen den Christen in Smyrna bevor?
5 Die derart gehaßten Christen in Smyrna werden von Jesus mit den Worten getröstet: „Fürchte dich nicht vor den Dingen, die zu leiden du im Begriff bist. Siehe! Der Teufel wird fortfahren, einige von euch ins Gefängnis zu werfen, damit ihr völlig auf die Probe gestellt werdet, und ihr werdet zehn Tage lang Drangsal haben. Erweise dich treu selbst bis in den Tod, und ich will dir die Krone des Lebens geben“ (Offenbarung 2:10). Hier gebraucht Jesus (im Griechischen) einmal den Plural „euch“ und zweimal den Plural „ihr“ (jeweils im Verb inbegriffen) und zeigt so, daß seine Worte an die ganze Versammlung gerichtet sind. Jesus kann nicht versprechen, daß die Prüfungen der Christen in Smyrna bald enden werden. Einige von ihnen werden weiterhin verfolgt und ins Gefängnis geworfen werden. Sie werden „zehn Tage“ lang Drangsal haben. Die Zahl Zehn symbolisiert irdische Vollständigkeit oder Ganzheit. Selbst Bewahrer der Lauterkeit, die geistig reich sind, werden, solange sie im Fleisch sind, gründlich geprüft.
6. (a) Warum sollten die Christen in Smyrna sich nicht fürchten? (b) Mit welchen Worten schloß Jesus seine Botschaft an die Versammlung in Smyrna?
6 Dennoch sollten die Christen in Smyrna sich nicht fürchten und auch keine Kompromisse schließen. Wenn sie bis ans Ende treu bleiben, werden sie mit der „Krone des Lebens“ belohnt werden, in ihrem Fall wird das unvergängliches Leben im Himmel sein (1. Korinther 9:25; 2. Timotheus 4:6-8). Der Apostel Paulus sah diesen Preis als so kostbar an, daß er bereit war, dafür alles andere, sogar sein irdisches Leben, zu opfern (Philipper 3:8). Die Treuen in Smyrna empfinden offensichtlich ebenso. Jesus schließt seine Botschaft mit den Worten: „Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Wer siegt, der wird keinesfalls vom zweiten Tod Schaden erleiden“ (Offenbarung 2:11). Unvergängliches Leben im Himmel, dem der Tod nichts anhaben kann, ist denen, die siegen werden, gewiß (1. Korinther 15:53, 54).
-