AN DIE HEBRÄER
1 Gott, der vor langem bei vielen Gelegenheiten+ und auf vielerlei Weise durch die Propheten zu unseren Vorvätern geredet hat,+ 2 hat am Ende dieser Tage+ durch einen Sohn zu uns geredet,+ den er zum Erben aller Dinge eingesetzt+ und durch den er die Systeme der Dinge* gemacht hat.+ 3 Er ist der Widerschein* [seiner] Herrlichkeit+ und der genaue Abdruck seines Wesens selbst,*+ und er erhält alle Dinge durch das Wort seiner Macht aufrecht;+ und nachdem er eine Reinigung für unsere Sünden herbeigeführt hatte,+ setzte er sich zur Rechten+ der Majestät* in den Höhen.+ 4 So ist er besser geworden als die Engel,+ insofern er einen Namen geerbt hat,+ der vorzüglicher ist als der ihrige.
5 Zu welchem der Engel sprach er zum Beispiel jemals: „Du bist mein Sohn; ich, ich bin heute dein Vater geworden.“?+ Und wiederum: „Ich selbst werde sein Vater werden, und er seinerseits wird mein Sohn werden.“?+ 6 Wenn er aber seinen Erstgeborenen+ wiederum in die bewohnte Erde einführt, sagt er: „Und alle Engel+ Gottes sollen ihm huldigen.“*+
7 Und mit Bezug auf die Engel sagt er: „Und er macht seine Engel zu Geistern und seine öffentlichen Diener* zu einer Feuerflamme.“+ 8 Aber mit Bezug auf den Sohn: „Gott ist dein Thron für immer+ und ewig, und [das] Zepter deines* Königreiches+ ist das Zepter* der Geradheit.+ 9 Du hast Gerechtigkeit geliebt, und du hast Gesetzlosigkeit gehaßt. Darum hat dich Gott, dein Gott, mit [dem] Öl des Frohlockens gesalbt+, mehr als deine Mitgenossen.“+ 10 Und: „Du, o Herr, hast im Anfang die Grundlagen der Erde gelegt, und die Himmel sind [die] Werke deiner Hände.+ 11 Sie selbst werden zugrunde gehen*, du aber, du wirst fortwährend bleiben; und so wie ein äußeres Kleid+ werden sie alle veralten, 12 und du wirst sie zusammenrollen wie einen Mantel,+ wie ein äußeres Kleid;* und sie werden gewechselt werden, du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nie enden.“+
13 Mit Bezug auf welchen der Engel aber hat er jemals gesagt: „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege.“?+ 14 Sind sie nicht alle Geister+ für den öffentlichen Dienst,+ ausgesandt, um denen zu dienen, die die Rettung erben+ werden?
2 Darum ist es nötig, daß wir den Dingen, die wir gehört+ haben, mehr als die gewöhnliche Aufmerksamkeit schenken,* damit wir niemals abgleiten.+ 2 Denn wenn sich das durch Engel+ geredete Wort als fest erwies und jede Übertretung und jede ungehorsame Handlung gemäß dem Recht eine Vergeltung* empfing,+ 3 wie werden wir entrinnen,+ wenn wir eine so große Rettung+ vernachlässigt+ haben*, die ja durch [unseren] Herrn verkündigt zu werden begann+ und uns durch die, die ihn hörten, bestätigt+ worden ist, 4 wobei Gott mit Zeichen und auch mit Wundern und mancherlei Machttaten*+ und mit Austeilungen+ des heiligen Geistes seinem Willen gemäß mitzeugte?+
5 Denn nicht Engeln hat er die künftige bewohnte Erde* unterworfen,+ von der wir reden. 6 Aber ein gewisser Zeuge hat irgendwo bezeugt, indem er sagt: „Was ist [der] Mensch, daß du seiner gedenkst,*+ oder [der] Menschensohn, daß du für ihn sorgst?+ 7 Du hast ihn ein wenig* unter Engel erniedrigt; mit Herrlichkeit und Ehre+ hast du ihn gekrönt und ihn über die Werke deiner Hände gesetzt.*+ 8 Alle Dinge hast du seinen Füßen unterworfen.“+ Denn indem [Gott]* ihm alle Dinge unterworfen hat,+ hat er nichts ausgelassen, was ihm nicht unterworfen ist.+ Jetzt aber sehen wir ihm noch nicht alle Dinge unterworfen;+ 9 doch sehen wir Jesus, der ein wenig* unter [die] Engel erniedrigt worden war,+ wegen des Erleidens des Todes+ mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt,+ damit er durch Gottes unverdiente Güte für jedermann* den Tod schmecke.+
10 Denn es geziemte sich für den, um dessentwillen alle Dinge sind+ und durch den alle Dinge sind, da er viele Söhne zur Herrlichkeit führt,+ den Hauptvermittler*+ ihrer Rettung durch Leiden vollkommen zu machen.+ 11 Denn sowohl der, der heiligt, als auch die, die geheiligt werden,*+ [stammen] alle von e i n e m ,+ weswegen er sich nicht schämt, sie „Brüder“* zu nennen,+ 12 wie er sagt: „Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden; inmitten [der] Versammlung* will ich dir lobsingen.“+ 13 Und wiederum: „Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen.“+ Und wiederum: „Siehe! Ich und die kleinen Kinder, die Jehova* mir gegeben hat.“+
14 Da nun die „kleinen Kinder“ an Blut und Fleisch teilhaben, hat auch er in ähnlicher Weise an denselben teilgenommen,+ damit er durch seinen Tod+ den zunichte mache,*+ der das Mittel hat, den Tod zu verursachen,+ das heißt den Teufel,*+ 15 und [damit] er alle die befreie+, die aus Todesfurcht+ ihr Leben lang der Sklaverei unterworfen waren.+ 16 Denn er nimmt sich tatsächlich überhaupt nicht der Engel an, sondern er nimmt sich des Samens Abrahams an.+ 17 Folglich mußte er in allen Beziehungen seinen „Brüdern“ gleich werden,+ damit er in den Dingen, die Gott betreffen, ein barmherziger und treuer Hoherpriester* werde,+ um für die Sünden des Volkes ein Sühnopfer+ darzubringen.*+ 18 Denn worin er selbst gelitten hat, als er auf die Probe gestellt wurde,+ kann er denen zu Hilfe kommen, die auf die Probe gestellt werden.+
3 Demzufolge, heilige Brüder, Mitgenossen der himmlischen Berufung,*+ betrachtet den Apostel+ und Hohenpriester, den wir bekennen*+ — Jesus. 2 Er war dem treu+, der ihn dazu machte, wie auch Moses+ es in SEINEM ganzen Hause war.+ 3 Denn dieser ist einer größeren Herrlichkeit+ für würdig erachtet worden als Moses, insofern als der+, der das Haus+ errichtet, mehr Ehre hat als dieses. 4 Natürlich wird jedes Haus von jemandem errichtet, doch der, der alle Dinge errichtet hat, ist Gott.+ 5 Und Moses war in SEINEM ganzen Hause als Dienender+ treu,* zu einem Zeugnis der Dinge, von denen danach geredet werden sollte,*+ 6 Christus aber [war] als ein Sohn+ über SEIN Haus [treu]. Wir sind SEIN Haus,+ wenn wir an unserem Freimut der Rede und unserem Rühmen der Hoffnung bis zum Ende standhaft* festhalten.+
7 Darum, wie der heilige Geist+ sagt: „Heute, wenn ihr auf seine eigene Stimme hört,+ 8 verhärtet euer Herz nicht wie zu der Zeit, da zur Erbitterung* Anlaß gegeben wurde,+ wie an dem Tag, an dem in der Wildnis+ die Probe+ gemacht wurde, 9 wo eure Vorväter mich durch eine Prüfung auf die Probe stellten, und doch hatten sie meine Werke+ vierzig Jahre lang gesehen.+ 10 Darum wurde mir diese Generation zum Abscheu, und ich sprach: ‚Immer gehen sie in ihrem Herzen irre,+ und sie selbst haben meine Wege nicht erkannt.‘+ 11 Da schwor ich in meinem Zorn: ‚Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.‘ “+
12 Nehmt euch in acht, Brüder, daß sich nicht in einem von euch jemals ein böses Herz des Unglaubens* entwickelt, indem er sich von dem lebendigen Gott zurückzieht;*+ 13 sondern ermahnt einander weiterhin+ jeden Tag, solange es „heute“+ heißen mag, damit keiner von euch durch die trügerische+ Macht* der Sünde verhärtet werde. 14 Denn wir werden tatsächlich nur [dann] Mitgenossen des Christus,+ wenn wir an der Zuversicht, die wir zu Anfang hatten, bis zum Ende* standhaft festhalten,+ 15 solange gesagt wird: „Heute, wenn ihr auf seine eigene Stimme hört,+ verhärtet euer Herz nicht wie zu der Zeit, da zur Erbitterung Anlaß gegeben wurde.“+
16 Denn wer waren die, die hörten und dennoch zur Erbitterung aufreizten?+ Taten dies denn nicht alle, die unter Moses aus Ägypten auszogen?+ 17 Wer wurde außerdem [Gott]* vierzig Jahre lang zum Abscheu?+ Waren es nicht die, die sündigten, deren Leichen in der Wildnis fielen?+ 18 Wem anders aber schwor+ er, daß sie nicht in seine Ruhe eingehen sollten, als denen, die ungehorsam handelten?+ 19 So sehen wir, daß sie wegen [ihres] Unglaubens nicht eingehen konnten.+
4 Da somit eine Verheißung, in seine Ruhe einzugehen, hinterlassen worden ist,+ so wollen wir uns davor fürchten, daß irgendwann jemand von euch sie nicht erreicht zu haben scheine.+ 2 Denn auch uns wurde die gute Botschaft gleicherweise wie auch ihnen+ verkündigt;+ aber das Wort, das gehört wurde, nützte ihnen nichts,+ weil sie nicht durch Glauben+ mit denen vereint waren,* die hörten.+ 3 Denn wir, die wir Glauben ausgeübt haben, gehen in die Ruhe ein, so wie er gesagt hat: „So schwor+ ich in meinem Zorn: ‚Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen‘ “,+ obschon seine* Werke seit Grundlegung* der Welt+ beendet+ waren. 4 Denn an einer Stelle hat er vom siebten Tag wie folgt gesprochen: „Und Gott* ruhte am siebten Tag von all seinen Werken“+ 5 und wieder an dieser Stelle: „Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.“+
6 Da es also einigen verbleibt, in sie einzugehen, und die, denen die gute Botschaft+ zuerst verkündigt wurde, wegen des Ungehorsams nicht eingingen,+ 7 so bezeichnet er wiederum einen gewissen Tag, indem er nach so langer Zeit in Davids [Psalm] sagt: „Heute“, so wie es oben gesagt worden ist: „Heute, wenn ihr auf seine eigene Stimme hört,+ verhärtet euer Herz nicht.“+ 8 Denn wenn Jọsua*+ sie zu einem Ort der Ruhe geführt hätte,+ würde [Gott]* danach nicht von einem anderen Tag geredet+ haben. 9 Also verbleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe.+ 10 Denn wer in [Gottes]* Ruhe+ eingegangen ist, hat auch selbst von seinen eigenen Werken geruht,+ so wie Gott von seinen eigenen.
11 Laßt uns daher unser Äußerstes tun, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand nach demselben Beispiel des Ungehorsams zu Fall komme.+ 12 Denn das Wort+ Gottes ist lebendig+ und übt Macht aus*+ und ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert+ und dringt durch selbst bis zur Scheidung von Seele+ und Geist+ und von Gelenken und [ihrem] Mark und [ist] imstande, Gedanken und Absichten* [des] Herzens zu beurteilen.*+ 13 Und es gibt keine Schöpfung, die vor seinen Augen nicht offenbar ist,+ sondern alle Dinge sind nackt und bloßgelegt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben.+
14 Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist,+ Jesus, den Sohn Gottes,+ so laßt uns an [unserem] Bekenntnis [zu ihm] festhalten.+ 15 Denn als Hohenpriester* haben wir nicht einen, der nicht mitfühlen+ kann mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem auf die Probe gestellt worden ist wie wir selbst, doch ohne Sünde.+ 16 Nahen+ wir uns daher mit Freimut der Rede+ dem Thron der unverdienten Güte, damit wir Barmherzigkeit erlangen und unverdiente Güte finden mögen als Hilfe zur rechten Zeit.+
5 Denn jeder aus den Menschen genommene Hohepriester wird zugunsten der Menschen über die Dinge gesetzt, die Gott betreffen,+ damit er Gaben und Schlachtopfer für Sünden darbringe.+ 2 Er ist imstande, mit den Unwissenden und Irrenden maßvoll zu verfahren, da auch er von seiner eigenen Schwachheit umgeben ist,+ 3 und ihretwegen ist er verpflichtet, sowohl für sich selbst wie für das Volk Opfergaben für Sünden darzubringen.+
4 Auch nimmt niemand diese Ehre von sich aus,+ sondern nur, wenn er von Gott berufen ist,+ so wie auch Aaron+ [war]. 5 So hat sich der Christus ebenfalls nicht selbst dadurch verherrlicht,+ daß er ein Hoherpriester wurde,+ sondern [ist von dem verherrlicht+ worden,] der mit Bezug auf ihn sprach: „Du bist mein Sohn, ich, ich bin heute dein Vater geworden.“+ 6 So wie er auch an anderer Stelle sagt: „Du bist Priester für immer nach der Weise* Melchisẹdeks.“+
7 In den Tagen seines Fleisches brachte [Christus] Flehen und auch Bitten+ mit starkem+ Schreien und Tränen vor dem dar, der ihn aus dem Tod erretten konnte, und er wurde wegen seiner Gottesfurcht+ erhört. 8 Obwohl er Sohn war, lernte er Gehorsam durch die Dinge, die er litt;+ 9 und nachdem er vollkommen gemacht worden war,*+ wurde er für die ewige Rettung all derer verantwortlich,+ die ihm gehorchen,+ 10 weil er von Gott ausdrücklich zum Hohenpriester nach der Weise Melchisẹdeks berufen worden ist.+
11 Über ihn haben wir viel zu sagen, und es ist schwer zu erklären*, da ihr am Gehör stumpf geworden seid.+ 12 Denn in der Tat, obwohl ihr der Zeit nach Lehrer+ sein solltet, benötigt ihr wieder jemand, der euch von Anfang an die elementaren Dinge+ der heiligen Aussprüche Gottes+ lehrt; und ihr seid solche geworden, die Milch benötigen, nicht feste Speise.*+ 13 Denn jeder, der Milch zu sich nimmt, ist unbewandert im Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger.+ 14 Die feste Speise aber gehört reifen Menschen, denen, die ihr Wahrnehmungsvermögen*+ durch Gebrauch geübt haben* zur Unterscheidung [zwischen] Recht und Unrecht.+
6 Darum laßt uns nun, da wir die Grundlehre+ über den Christus+ hinter uns gelassen haben, zur Reife vorandrängen,+ indem wir nicht wieder einen Grund legen,+ nämlich Reue über tote Werke+ und Glauben gegenüber Gott,+ 2 die Lehre über Taufen+ und Händeauflegen+, Auferstehung von den Toten+ und ewiges Gericht+. 3 Und dies wollen wir tun, wenn Gott es wirklich erlaubt.+
4 Denn es ist unmöglich, diejenigen, die ein für allemal erleuchtet worden sind+ und die die himmlische freie Gabe+ geschmeckt haben und die [des] heiligen Geistes teilhaftig geworden sind+ 5 und die das vortreffliche Wort Gottes und die Kräfte des kommenden Systems der Dinge* geschmeckt+ haben,+ 6 die aber abgefallen sind,+ wiederum zur Reue zu beleben,*+ da sie den Sohn Gottes für sich aufs neue an den Pfahl* bringen und ihn der öffentlichen Schande aussetzen.+ 7 Der Boden zum Beispiel, der den oft auf ihn fallenden Regen trinkt und dann Pflanzenwuchs hervorbringt, der für die brauchbar ist, für die er auch bebaut wird,+ empfängt dafür Segen von Gott. 8 Bringt er aber Dornen und Disteln hervor, so wird er verworfen und ist nahe daran, verflucht zu werden;+ und er endet mit Verbrennung.+
9 Doch was euren Fall betrifft, Geliebte, sind wir von besseren Dingen überzeugt, ja von Dingen, die Rettung mit sich bringen, wenn wir auch auf diese Weise reden. 10 Denn Gott ist nicht ungerecht, daß er eure Arbeit und die Liebe vergessen würde, die ihr seinem Namen gegenüber erzeigt habt,+ indem ihr den Heiligen dientet*+ und noch dient. 11 Wir begehren aber, daß jeder von euch denselben Fleiß* zeige, um die volle Gewißheit+ der Hoffnung+ bis ans Ende* zu haben,+ 12 damit ihr nicht träge werden mögt,+ sondern Nachahmer+ derer seid, die durch Glauben und Geduld* die Verheißungen erben.+
13 Denn als Gott dem Abraham seine Verheißung gab,+ schwor+ er bei sich selbst, da er nicht bei einem Größeren schwören konnte, 14 indem er sprach: „Ganz bestimmt will ich dich segnend segnen, und ich will dich mehrend mehren.“+ 15 Und so erlangte [Abraham]*, nachdem er Geduld bekundet hatte, [diese] Verheißung.+ 16 Denn Menschen schwören bei dem, der größer ist,+ und ihr Eid ist das Ende jedes Wortstreites, da er für sie eine rechtsgültige Garantie ist.+ 17 Auf diese Weise trat Gott, als er den Erben+ der Verheißung die Unveränderlichkeit+ seines Rates in noch reichlicherem Maße zeigen wollte, mit einem Eid ins Mittel,* 18 damit wir, die wir an den Zufluchtsort geflohen sind, durch zwei unveränderliche Dinge, in denen es unmöglich ist, daß Gott lügt,+ eine starke Ermunterung hätten, die uns vorgesetzte Hoffnung+ zu ergreifen. 19 Diese [Hoffnung+] haben wir als einen Anker für die Seele, der sowohl sicher als auch fest ist und hineinreicht in das Innere, hinter den Vorhang,*+ 20 wohin unsertwegen ein Vorläufer gegangen ist,+ Jesus, der für immer Hoherpriester nach der Weise Melchisẹdeks geworden ist.+
7 Dieser Melchisẹdek nämlich, König von Sạlem, Priester Gottes, des Höchsten,+ der Abraham entgegenkam, als er von der Schlachtung der Könige zurückkehrte, und ihn segnete+ 2 und dem Abraham [den] Zehnten von allen Dingen zuteilte,+ ist fürs erste, nach der Übersetzung, „König der Gerechtigkeit“ und dann auch König von Sạlem+, das ist „König des Friedens“. 3 Da er ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister ist und weder einen Anfang der Tage+ noch ein Ende des Lebens hat, sondern dem Sohn Gottes+ gleichgemacht ist, bleibt er ein Priester für immer.+
4 Seht denn, wie groß dieser Mann war, dem Abraham, das Familienhaupt,* [den] Zehnten von den Hauptbeutestücken gab.+ 5 Allerdings haben die Männer von den Söhnen Lẹvis,+ die das Priesteramt empfangen, ein Gebot, von dem Volk,+ das ist von ihren Brüdern, obwohl diese aus den Lenden Abrahams hervorgegangen sind,+ nach dem GESETZ Zehnten zu erheben;+ 6 derjenige aber, der sein Geschlecht+ nicht von ihnen herleitete, nahm von Abraham Zehnten entgegen+ und segnete ihn, der die Verheißungen besaß.+ 7 Nun wird unbestreitbar* das Geringere vom Größeren gesegnet.+ 8 Und in dem einen Fall sind es Menschen, die sterben, welche Zehnten empfangen,+ in dem anderen Fall aber ist es einer, von dem bezeugt wird, daß er lebt.+ 9 Und wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf, durch Abraham hat selbst Lẹvi, der Zehnten empfängt, Zehnten gezahlt, 10 denn er war noch in den Lenden+ seines Vorvaters, als Melchisẹdek ihm entgegenkam.+
11 Wenn also Vollkommenheit+ wirklich durch das levịtische Priestertum käme+ (denn mit ihm als einem Grundzug* wurde dem Volk das GESETZ gegeben),+ welche weitere Notwendigkeit bestände da+ für einen anderen Priester, der nach der Weise* Melchisẹdeks aufstünde+ und von dem man nicht sagen würde, er sei nach der Weise Aarons? 12 Denn da das Priestertum gewechselt wird,+ tritt notwendigerweise auch ein Wechsel des Gesetzes ein.+ 13 Denn der, von dem diese Dinge gesagt werden, ist ein Glied eines anderen Stammes gewesen,+ von dem keiner am Altar amtiert hat.+ 14 Denn es ist ganz klar, daß unser Herr dem Stamm Juda entsprungen ist,+ einem Stamm, über den Moses in bezug auf Priester nichts gesagt hat.
15 Und es ist noch weit klarer, daß ein anderer Priester nach der Ähnlichkeit* mit Melchisẹdek+ aufsteht,+ 16 der nicht gemäß dem Gesetz eines vom Fleisch abhängigen Gebotes ein solcher geworden ist,+ sondern gemäß der Kraft eines unzerstörbaren* Lebens,+ 17 denn zum Zeugnis wird gesagt: „Du bist Priester für immer nach der Weise Melchisẹdeks.“+
18 Gewiß wird also das vorausgehende Gebot wegen seiner Schwäche+ und Unwirksamkeit* abgeschafft.+ 19 Denn das GESETZ machte nichts vollkommen,+ wohl aber die außerdem eingeführte bessere Hoffnung+, durch die wir uns Gott nahen.+ 20 Und insofern dies nicht ohne Eidschwur war 21 (denn es gibt tatsächlich Männer, die ohne Eidschwur Priester geworden sind, doch da ist einer mit einem Eid, von dem Einen geschworen, der in bezug auf ihn sprach: „Jehova* hat geschworen+ — und er wird es nicht bedauern —: ‚Du bist Priester für immer‘ “),+ 22 insofern ist auch Jesus derjenige geworden, der als Bürge eines besseren Bundes* gegeben wurde.+ 23 Überdies mußten viele [nacheinander] Priester werden,+ weil sie durch den Tod verhindert waren,+ als solche zu verbleiben, 24 er aber, weil er für immer am Leben bleibt,+ hat sein Priestertum ohne irgendwelche Nachfolger* inne. 25 Demzufolge kann er auch die vollständig retten, die sich durch ihn Gott nahen, weil er immerdar lebt, um für sie einzutreten.*+
26 Denn ein solcher Hoherpriester wie dieser war für uns der geeignete:+ loyal+, arglos+, unbefleckt+, getrennt von den Sündern+ und höher als die Himmel geworden.+ 27 Er hat es nicht täglich+ nötig, Schlachtopfer darzubringen wie jene Hohenpriester, zuerst für seine eigenen Sünden+ und dann für die des Volkes+ (denn er tat dies ein für allemal,+ als er sich selbst [als Opfer] darbrachte);+ 28 denn das GESETZ setzt Menschen zu Hohenpriestern ein,+ die mit Schwachheit behaftet sind,+ aber das Wort des Eidschwurs+, der [erst] n a c h dem GESETZ kam, [setzt] einen Sohn [ein], der für immer vollkommen+ gemacht worden ist*.
8 Von den Dingen nun, die besprochen werden, ist folgendes der Hauptpunkt: Wir haben einen solchen Hohenpriester+, und er hat sich zur Rechten des Thrones der Majestät* in den Himmeln gesetzt+ 2 als öffentlicher Diener* der heiligen Stätte*+ und des wahren Zeltes*, das Jehova*+ aufschlug und nicht ein Mensch.+ 3 Denn jeder Hohepriester ist dazu eingesetzt worden, sowohl Gaben als auch Schlachtopfer darzubringen,+ weshalb es notwendig war, daß auch dieser etwas darzubringen habe.+ 4 Wäre er nun auf der Erde, so wäre er kein Priester,+ weil [Männer] da sind, die die Gaben gemäß dem GESETZ darbringen, 5 aber diese [Männer] verrichten [den] heiligen Dienst in einer sinnbildlichen Darstellung*+ und einem Schatten+ der himmlischen Dinge, so wie Moses, als er im Begriff war, das Zelt+ zu vollenden, den göttlichen Befehl erhielt:*+ Denn, so sagt er: „Sieh zu, daß du alle Dinge nach [ihrem] Muster* machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist.“+ 6 Nun hat aber [Jesus]* einen vorzüglicheren öffentlichen Dienst erlangt, so daß er auch der Mittler+ eines entsprechend besseren Bundes ist,+ der aufgrund besserer Verheißungen gesetzlich festgelegt worden ist.+
7 Denn wenn jener erste Bund ohne Mangel gewesen wäre, so hätte man nicht für einen zweiten Raum gesucht;+ 8 denn er findet am Volk etwas zu bemängeln, wenn er sagt: „ ,Siehe! Es kommen Tage‘, spricht Jehova*, ‚da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen,+ 9 nicht gemäß dem Bund+, den ich mit ihren Vorvätern an [dem] Tag machte, an dem ich ihre Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen,+ da sie nicht in meinem Bund blieben,+ so daß ich aufhörte, für sie zu sorgen‘, spricht Jehova.*+
10 ‚Denn dies ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde‘, spricht Jehova*. ‚Ich will meine Gesetze in ihren Sinn legen, und in ihre Herzen+ werde ich sie schreiben. Und ich will ihr Gott werden,+ und sie selbst werden mein Volk werden.+
11 Und sie werden keineswegs ein jeder seinen Mitbürger und ein jeder seinen Bruder lehren, indem sie sprechen: „Erkenne Jehova!“*+ Denn sie alle werden mich erkennen,+ vom Geringsten bis zum Größten von ihnen. 12 Denn ich werde ihren ungerechten Taten gegenüber barmherzig sein, und ich werde ihrer Sünden+ bestimmt nicht mehr gedenken.‘ “+
13 Indem er sagt „einen neuen [Bund]“, hat er den früheren für veraltet erklärt.*+ Nun ist das, was veraltet ist und alt wird, dem Verschwinden nahe.+
9 Was nun den früheren [Bund] betrifft, so hatte er Satzungen des heiligen Dienstes*+ und [seine] irdische* heilige Stätte+. 2 Denn es wurde ein erstes Zelt[abteil]+ errichtet, in dem der Leuchter+ war und auch der Tisch+ und die Schaustellung der Brote*+; und es wird „das Heilige“+ genannt. 3 Aber hinter dem zweiten Vorhang+ war das Zelt[abteil], das „das Allerheiligste“*+ genannt wird. 4 Dieses hatte ein goldenes Räucherfaß+ und die ringsum mit Gold+ überzogene Bundeslade+, in der sich der goldene Krug mit dem Manna befand+ und der Stab Aarons, der gesproßt hatte,+ und die Tafeln+ des Bundes*; 5 doch darüber waren die herrlichen Chẹrube,+ den Sühne[deckel]* überschattend.+ Aber jetzt ist nicht die Zeit, von diesen Dingen im einzelnen zu reden.
6 Nachdem diese Dinge so errichtet worden sind, treten die Priester jederzeit in das erste Zelt[abteil],+ um die heiligen Diensthandlungen zu verrichten;+ 7 in das zweite [Abteil] jedoch tritt der Hohepriester allein einmal im Jahr,+ nicht ohne Blut,+ das er für sich selbst+ und für die unwissentlichen Sünden des Volkes darbringt.+ 8 So zeigt der heilige Geist deutlich an, daß der Weg+ in die heilige Stätte* noch nicht offenbar gemacht worden war, solange das erste Zelt stand.+ 9 Ebendieses [Zelt] ist ein Sinnbild*+ für die bestimmte Zeit, die jetzt da ist,+ und in Übereinstimmung damit werden sowohl Gaben als auch Schlachtopfer dargebracht.+ Indes können diese denjenigen, der heiligen Dienst verrichtet*, nicht vollkommen machen,+ was sein Gewissen+ betrifft, 10 sondern haben nur mit Speisen+ und Getränken+ und verschiedenen Taufen*+ zu tun. Sie waren rechtliche Erfordernisse, die das Fleisch betrafen,+ und wurden bis zu der bestimmten Zeit der Richtigstellung der Dinge* auferlegt.+
11 Als jedoch Christus als Hoherpriester+ der guten Dinge kam, die sich eingestellt haben,* durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist,+ 12 begab er sich, nein, nicht mit dem* Blut+ von Ziegenböcken und von jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut+ ein für allemal an die heilige Stätte und erlangte* eine ewige Befreiung* [für uns].+ 13 Denn wenn das Blut von Ziegenböcken+ und von Stieren+ und die Asche+ einer jungen Kuh, auf diejenigen gesprengt, die verunreinigt worden sind,*+ in dem Maße heiligt, daß das Fleisch rein wird,+ 14 wieviel mehr wird das Blut+ des Christus, der durch ewigen Geist sich selbst ohne Makel Gott dargebracht+ hat, unser Gewissen von toten Werken+ reinigen+, damit wir [dem] lebendigen Gott heiligen Dienst+ darbringen können?
15 Darum ist er also Mittler+ eines neuen Bundes, damit die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfangen könnten,+ weil zu [ihrer] Befreiung durch* Lösegeld+ von den Übertretungen unter dem früheren Bund ein Tod eingetreten ist.+ 16 Denn wo es einen Bund*+ gibt, da muß der Tod des [menschlichen] Bundesschließers* beigebracht werden. 17 Denn ein Bund ist über toten [Opfern]* rechtskräftig, da er zu keiner Zeit in Kraft ist, solange der [menschliche] Bundesschließer lebt. 18 Demzufolge wurde auch der frühere [Bund]+ nicht ohne Blut eingeweiht.*+ 19 Denn als jedes Gebot gemäß dem GESETZ von Moses zum ganzen Volk gesprochen worden war,+ nahm er das Blut der jungen Stiere und der Ziegenböcke mit Wasser und Scharlachwolle und Ysop+ und besprengte das Buch* selbst und das ganze Volk, 20 indem er sprach: „Dies ist das Blut des Bundes, den Gott euch als Gebot auferlegt hat.“*+ 21 Und er besprengte das Zelt+ und alle Gefäße des öffentlichen Dienstes gleicherweise mit dem Blut.+ 22 Ja, fast alle Dinge werden mit Blut+ gereinigt nach dem GESETZ, und ohne Blutvergießen+ gibt es keine Vergebung.*+
23 Deshalb war es notwendig, daß die sinnbildlichen Darstellungen+ der Dinge in den Himmeln durch diese Mittel gereinigt würden,+ die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Schlachtopfer als diese. 24 Denn Christus begab sich nicht an eine mit Händen gemachte heilige Stätte,+ die ein Abbild der Wirklichkeit ist,*+ sondern in den Himmel selbst,+ um nun vor der Person Gottes für uns zu erscheinen.+ 25 Auch sollte er sich nicht oftmals selbst darbringen, wie der Hohepriester tatsächlich Jahr für Jahr+ mit Blut, das nicht sein eigenes ist, in die heilige Stätte* hineingeht.+ 26 Sonst hätte er von Grundlegung*+ der Welt an oftmals leiden müssen. Nun aber hat er sich beim Abschluß* der Systeme der Dinge*+ ein für allemal+ offenbar gemacht+ zur Beseitigung der Sünde durch das Opfer seiner selbst.+ 27 Und wie es Menschen+ aufbehalten ist, ein für allemal zu sterben, doch danach ein Gericht,+ 28 so wurde auch der Christus ein für allemal+ [als Opfer] dargebracht, um die Sünden vieler zu tragen;+ und das zweite Mal,+ da er erscheint,+ wird es getrennt von Sünde* sein+ und für die, die ihn zu [ihrer] Rettung ernstlich erwarten.+
10 Denn da das GESETZ einen Schatten+ der künftigen guten Dinge, nicht aber das Wesen der Dinge selbst hat, können [die Menschen] niemals mit den gleichen Schlachtopfern, die sie fortgesetzt Jahr für Jahr darbringen, die Hinzutretenden vollkommen machen.+ 2 Würde sonst nicht das Darbringen der [Schlachtopfer] aufgehört haben, weil die, die heiligen Dienst verrichteten* und ein für allemal gereinigt worden wären, kein Bewußtsein von Sünden mehr gehabt hätten?+ 3 Im Gegenteil, durch diese Schlachtopfer wird Jahr für Jahr an Sünden erinnert,+ 4 denn es ist unmöglich, daß das Blut von Stieren und von Ziegenböcken Sünden wegnimmt.+
5 Daher sagt er bei seinem Eintritt in die Welt: „ ,Schlachtopfer und Opfergabe hast du nicht gewollt,+ aber einen Leib hast du mir bereitet.+ 6 Du hast kein Wohlgefallen an Ganzbrandopfern* und Sünd[opfern] gehabt.‘+ 7 Da sprach ich: ‚Siehe! Ich bin gekommen (in der Rolle des Buches* steht über mich geschrieben),+ um deinen Willen, o Gott, zu tun.‘ “+ 8 Nachdem er zuerst sagte: „Schlachtopfer und Opfergaben und Ganzbrandopfer und Sünd[opfer] hast du nicht gewollt noch Wohlgefallen daran gehabt“+ — [Schlachtopfer,] die gemäß dem GESETZ dargebracht werden —,+ 9 sagt er darauf wirklich: „Siehe! Ich bin gekommen, um deinen Willen* zu tun.“+ Er beseitigt das erste, auf daß er das zweite aufrichte.+ 10 Durch den besagten „Willen“+ sind wir durch die Opfergabe+ des Leibes Jesu Christi ein für allemal+ geheiligt+ worden.
11 Auch nimmt jeder Priester Tag für Tag+ seinen Standort ein,+ um öffentlichen Dienst zu verrichten und die gleichen Schlachtopfer oftmals darzubringen, da diese niemals Sünden vollständig wegnehmen können.+ 12 Dieser aber hat für immer ein einziges Schlachtopfer für Sünden dargebracht+ und sich zur Rechten Gottes gesetzt,+ 13 fortan wartend, bis seine Feinde als Schemel für seine Füße hingelegt würden.+ 14 Denn er hat durch ein einziges [Schlacht]opfer+ die, die geheiligt werden, für immer vollkommen+ gemacht. 15 Überdies gibt uns auch der heilige Geist+ Zeugnis, denn nachdem er gesagt hat: 16 „ ,Dies ist der Bund, den ich in bezug auf sie schließen werde nach jenen Tagen‘, spricht Jehova*: ‚Ich will meine Gesetze in ihr Herz legen, und ich werde sie in ihren Sinn schreiben‘ “,+ 17 [sagt er danach:]* „Und ihrer Sünden und ihrer gesetzlosen Taten werde ich keinesfalls mehr gedenken.“+ 18 Wo es nun eine Vergebung+ derselben gibt, da ist keine Opfergabe mehr für Sünde.+
19 Da wir also, Brüder, Freimut* haben in bezug auf den Weg des Eingangs+ in die heilige Stätte*+ durch das Blut Jesu, 20 den er für uns als einen neuen und lebendigen Weg eingeweiht hat durch den Vorhang+, das ist sein Fleisch,+ 21 und da wir einen großen Priester über das Haus Gottes haben,+ 22 so laßt uns mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewißheit des Glaubens hinzutreten, da unser Herz durch Besprengung vom bösen Gewissen gereinigt+ und unser Leib mit reinem Wasser gewaschen worden ist.+ 23 Laßt uns an der öffentlichen Erklärung* unserer Hoffnung+ ohne Wanken festhalten,+ denn treu+ ist er, der die Verheißung gegeben hat. 24 Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung+ zur Liebe und zu vortrefflichen Werken,+ 25 indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben,+ wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern+, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.+
26 Denn wenn wir willentlich+ Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben,+ so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig,+ 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts+ und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird.+ 28 Jemand, der das Gesetz Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin.+ 29 Einer wieviel strengeren Strafe+, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten+ und der das Blut+ des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist+ der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“*+ und wiederum: „Jehova* wird sein Volk richten.“+ 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.+
32 Gedenkt indes weiterhin der früheren Tage, in denen ihr, nachdem ihr erleuchtet worden wart,+ einen großen Kampf unter Leiden erduldet habt,+ 33 indem ihr bisweilen wie in einem Schauspiel+ sowohl Schmähungen als auch Drangsalen ausgesetzt wurdet und bisweilen Teilhaber mit denen geworden seid, die eine solche Erfahrung machten.+ 34 Denn ihr habt Mitgefühl für diejenigen zum Ausdruck gebracht, die im Gefängnis gewesen sind, und habt auch den Raub eurer Habe mit Freuden hingenommen,+ da ihr wißt, daß ihr selbst einen besseren und bleibenden Besitz habt.+
35 Werft daher euren Freimut der Rede, der eine große Belohnung+ mit sich bringt, nicht weg.+ 36 Denn ihr bedürft des Ausharrens,+ damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt,+ die [Erfüllung der] Verheißung empfangen mögt.+ 37 Denn noch „eine ganz kleine Weile“,+ und „der Kommende wird eintreffen und wird nicht säumen“.+ 38 „Mein Gerechter aber wird zufolge des Glaubens leben“,+ und „wenn er zurückweicht, so hat meine Seele kein Gefallen an ihm“.+ 39 Wir nun sind nicht von denen, die zur Vernichtung zurückweichen,+ sondern von denen, die Glauben haben zum Lebendigerhalten der Seele.+
11 Der Glaube+ ist die gesicherte Erwartung* erhoffter+ Dinge, der offenkundige Erweis* von Wirklichkeiten*, obwohl man sie nicht sieht.+ 2 Denn durch diesen erlangten die Männer der alten Zeiten* Zeugnis.+
3 Durch Glauben begreifen wir, daß die Systeme der Dinge*+ durch Gottes Wort geordnet wurden,*+ so daß das, was gesehen wird, aus Dingen geworden ist, die nicht in Erscheinung treten.+
4 Durch Glauben brachte Abel Gott ein wertvolleres Opfer dar als Kạin,+ durch welchen [Glauben] er [das] Zeugnis erlangte, daß er gerecht war, indem Gott Zeugnis+ gab hinsichtlich seiner Gaben; und durch ihn redet er noch, obwohl er gestorben ist.+
5 Durch Glauben wurde Hẹnoch+ entrückt, damit er den Tod nicht sehen sollte, und er war nirgends zu finden, weil Gott ihn entrückt hatte;+ denn vor seiner Entrückung hatte er das Zeugnis, daß er Gott wohlgefallen habe.+ 6 Ohne Glauben+ aber ist es unmöglich, [ihm] wohlzugefallen,+ denn wer sich Gott naht, muß glauben, daß er ist+ und daß er denen, die ihn ernstlich suchen,+ ein Belohner*+ wird.
7 Durch Glauben bekundete Noah+ Gottesfurcht, nachdem er eine göttliche Warnung vor Dingen erhalten hatte, die noch nicht zu sehen waren,+ und errichtete eine Arche+ zur Rettung seiner Hausgemeinschaft; und durch diesen [Glauben] verurteilte er die Welt,+ und er wurde ein Erbe der Gerechtigkeit+, die gemäß dem Glauben ist.
8 Durch Glauben gehorchte Abraham,+ als der Ruf an ihn erging, nach einem Ort auszuziehen, den er zum Erbe erhalten sollte; und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er ging.+ 9 Durch Glauben weilte er als Fremdling im Land der Verheißung wie in einem fremden Land+ und wohnte in Zelten+ mit Ịsa·ak+ und Jakob,+ den Miterben derselben Verheißung.+ 10 Denn er wartete auf die Stadt,+ die wahre Grundlagen hat, deren Bildner* und Erbauer Gott ist.+
11 Durch Glauben empfing auch selbst Sara+ Kraft, Samen zu empfangen, sogar als sie die Altersgrenze überschritten hatte,+ weil sie den für treu achtete, der die Verheißung gegeben hatte.+ 12 Somit wurden auch von e i n e m [Mann]+, ja einem so gut wie Erstorbenen,+ [Kinder] geboren, wie die Sterne des Himmels an Menge und wie die Sandkörner am Ufer des Meeres, so unzählbar.+
13 Alle diese starben+ im Glauben, ohne die [Erfüllung der] Verheißungen erhalten zu haben,+ aber sie sahen sie von fern+ und hießen sie willkommen* und erklärten öffentlich, daß sie Fremde und zeitweilig Ansässige im Land seien.+ 14 Denn die, die solche Dinge sagen, zeigen an, daß sie ernstlich eine Stätte suchen, die ihr eigen ist.+ 15 Und doch, wenn sie sich wirklich fortwährend an jenen [Ort] erinnert hätten, von dem sie ausgezogen waren,+ so hätten sie Gelegenheit gehabt zurückzukehren.+ 16 Jetzt aber streben sie nach einem besseren [Ort], nämlich einem, der zum Himmel gehört.+ Darum schämt sich Gott ihrer nicht, als ihr Gott angerufen zu werden,+ denn er hat ihnen eine Stadt+ bereitgemacht.
17 Durch Glauben brachte Abraham, als er auf die Probe gestellt wurde,+ Ịsa·ak so gut wie als Opfer dar,* und der Mann, der die Verheißungen gern empfangen hatte, versuchte*, [seinen] einziggezeugten [Sohn] als Opfer darzubringen,+ 18 obwohl ihm gesagt worden war: „Was ‚dein Same‘ genannt werden wird, wird durch Ịsa·ak kommen.“+ 19 Doch rechnete er damit, daß Gott imstande sei, ihn sogar von den Toten aufzuerwecken;+ und in sinnbildlicher Weise* empfing er ihn auch von dort.+
20 Durch Glauben segnete auch Ịsa·ak Jakob+ und Ẹsau+ hinsichtlich künftiger Dinge.
21 Durch Glauben segnete Jakob, als er im Begriff war zu sterben,+ jeden der Söhne Josephs+ und betete an, auf das obere Ende seines Stabes [gelehnt].*+
22 Durch Glauben erwähnte Joseph, als er sich seinem Ende näherte, den Auszug+ der Söhne Israels; und er gab Befehl hinsichtlich seiner Gebeine.+
23 Durch Glauben wurde Moses nach seiner Geburt drei Monate lang von seinen Eltern verborgen,+ weil sie sahen, daß das kleine Kind schön war,+ und sie fürchteten den Befehl+ des Königs nicht. 24 Durch Glauben weigerte sich* Moses, als er erwachsen war,+ der Sohn der Tochter Pharaos+ genannt zu werden, 25 indem er es sich erwählte, eher mit dem Volk Gottes schlecht behandelt zu werden, als den zeitweiligen Genuß der Sünde zu haben, 26 weil er die Schmach+ des Christus* für größeren Reichtum achtete als die Schätze Ägyptens; denn er hielt seinen Blick auf die Belohnung gerichtet.+ 27 Durch Glauben verließ er Ägypten,+ fürchtete aber die Wut des Königs nicht,+ denn er blieb standhaft, als sähe er den Unsichtbaren.+ 28 Durch Glauben hatte er das Passah*+ gefeiert* und das Bespritzen mit Blut,+ damit der Vernichter ihre Erstgeborenen nicht anrühre.+
29 Durch Glauben gingen sie durchs Rote Meer wie über trockenes Land;+ als aber die Ägypter denselben Versuch machten, wurden sie verschlungen.+
30 Durch Glauben fielen die Mauern Jẹrichos, nachdem sie sieben Tage lang umzogen worden waren.*+ 31 Durch Glauben kam Rạhab+, die Hure, nicht mit denen um, die ungehorsam handelten, weil sie die Kundschafter friedlich aufgenommen hatte.+
32 Und was soll ich noch mehr sagen? Denn die Zeit wird mir fehlen, wenn ich weitererzähle von Gịdeon+, Bạrak+, Simson+, Jẹphtha+, David+ wie auch von Samuel+ und den [anderen] Propheten,+ 33 die durch Glauben Königreiche niederkämpften,+ Gerechtigkeit wirkten,+ Verheißungen erlangten,+ der Löwen Rachen verstopften,+ 34 der Macht des Feuers Einhalt taten,+ der Schärfe* des Schwertes entrannen,+ aus einem Zustand der Schwäche mit Kraft erfüllt wurden,+ im Krieg tapfer wurden,+ die Heere von Fremden auseinandertrieben.+ 35 Frauen erhielten ihre Toten durch Auferstehung;+ andere [Männer] aber wurden gefoltert, weil sie keine Befreiung durch* ein Lösegeld annahmen, damit sie eine bessere Auferstehung erlangen könnten. 36 Ja, andere erhielten ihre Erprobung durch Verspottungen und Geißelungen, in der Tat, mehr als das, durch Fesseln+ und Gefängnisse.+ 37 Sie wurden gesteinigt,+ sie wurden auf die Probe gestellt,+ sie wurden zersägt, sie starben+ durch Hinschlachtung mit dem Schwert, sie gingen in Schaffellen,+ in Ziegenhäuten umher, während sie Mangel+, Drangsal+, Mißhandlung+ [erlitten]; 38 und die Welt war ihrer nicht würdig. Sie irrten in Wüsten und Gebirgen und Höhlen+ und Klüften der Erde umher.
39 Und doch empfingen alle diese, obwohl sie durch ihren Glauben Zeugnis erlangten, die [Erfüllung der] Verheißung nicht,+ 40 da Gott für uns+ etwas Besseres+ vorgesehen hat*, damit sie+ nicht ohne uns+ vollkommen+ gemacht würden.
12 Da wir denn von einer so großen Wolke von Zeugen*+ umgeben sind, so laßt uns auch allen Ballast+ und die uns leicht umstrickende Sünde ablegen,+ und laßt uns in dem vor uns liegenden Wettlauf+ mit Ausharren+ laufen,+ 2 während wir unseren Blick auf den Hauptvermittler*+ und Vervollkommner unseres Glaubens,+ Jesus, gerichtet halten. Für die vor ihm liegende Freude erduldete+ er einen Marterpfahl*, der Schande nicht achtend, und hat sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt.+ 3 Ja, betrachtet genau den, der von Sündern gegen ihre eigenen Interessen* einen solchen Widerspruch+ erduldete, damit ihr nicht müde werdet und in euren Seelen ermattet.+
4 Euren Wettkampf gegen jene Sünde fortsetzend, habt ihr noch nie bis aufs Blut widerstanden,+ 5 doch habt ihr die Ermahnung gänzlich vergessen, die an euch als an Söhne gerichtet ist:+ „Mein Sohn, achte [die] Zucht von Jehova* nicht gering, noch ermatte, wenn du von ihm zurechtgewiesen wirst;*+ 6 denn wen Jehova* liebt, den züchtigt er; ja er geißelt jeden, den er als Sohn aufnimmt.“+
7 Was ihr erduldet, dient euch zur Züchtigung+. Gott handelt mit euch als mit Söhnen.+ Denn welchen Sohn wird ein Vater nicht züchtigen?+ 8 Wenn ihr aber ohne die Züchtigung seid, deren alle teilhaftig geworden sind, seid ihr wirklich illegitime Kinder+ und nicht Söhne. 9 Außerdem hatten wir Väter, die von unserem Fleische waren und uns in Zucht nahmen,+ und wir erwiesen ihnen stets Respekt. Sollen wir uns nicht viel mehr dem Vater unseres geistigen Lebens* unterwerfen und leben?+ 10 Denn sie züchtigten uns jeweils nach ihrem Gutdünken für wenige Tage,+ er aber tut es zu unserem Nutzen, damit wir an seiner Heiligkeit teilhaben.+ 11 Allerdings scheint jede Züchtigung für die Gegenwart nicht erfreulich, sondern betrüblich zu sein;+ nachher aber trägt sie denen, die durch sie geübt sind, eine friedsame Frucht ein,+ nämlich Gerechtigkeit.*+
12 Darum richtet auf die schlaffen Hände+ und die matt gewordenen Knie,+ 13 und schafft weiterhin gerade Bahnen für eure Füße,+ damit das Lahme nicht ausgerenkt, sondern vielmehr geheilt werde.+ 14 Jagt dem Frieden nach mit allen+ und der Heiligung,+ ohne die niemand den Herrn sehen wird,+ 15 indem ihr sorgfältig darüber wacht, daß niemand der unverdienten Güte Gottes ermangelt;+ daß keine giftige Wurzel+ aufsprießt und Unruhe verursacht und daß nicht viele dadurch befleckt werden;+ 16 daß kein Hurer da ist noch irgend jemand, der heilige Dinge nicht schätzt, wie Ẹsau,+ der seine Erstgeburtsrechte im Tausch für e i n Mahl weggab.+ 17 Denn ihr wißt, daß er auch nachher, als er den Segen erben wollte,+ verworfen wurde,+ denn er fand keinen Raum für eine Sinnesänderung,*+ obwohl er sie mit Tränen ernstlich suchte.+
18 Denn ihr habt euch nicht dem genaht, was betastet werden kann+ und was durch Feuer entzündet worden ist,+ und einer dunklen Wolke und dichter Finsternis und einem Sturm+ 19 und dem Schmettern einer Trompete+ und der Stimme der Worte;+ beim Hören der [Stimme] flehte das Volk, daß kein Wort für sie hinzugefügt werde.+ 20 Denn der Befehl war für sie unerträglich: „Und wenn ein Tier den Berg berührt, soll es gesteinigt werden.“+ 21 Auch war die Schaustellung* derart furchterregend, daß Moses sagte: „Ich bin voll Furcht und Zittern.“+ 22 Sondern ihr habt euch einem Berg, Zion+, genaht und einer Stadt+ [des] lebendigen Gottes, [dem] himmlischen Jerusalem+, und Myriaden* von Engeln,+ 23 in [der] allgemeinen Versammlung,*+ und der Versammlung der Erstgeborenen,+ die in den Himmeln eingetragen+ worden sind*, und Gott, dem Richter aller,+ und dem geistigen Leben*+ von vollkommen gemachten Gerechten+ 24 und Jesus, dem Mittler*+ eines neuen Bundes,+ und dem Blut der Besprengung,+ das auf bessere Weise redet als Abels [Blut].+
25 Seht zu, daß ihr den nicht abweist, der redet.+ Denn wenn die nicht entronnen sind, die den abwiesen, der eine göttliche Warnung auf Erden ergehen ließ,+ werden wir noch viel weniger [entrinnen], wenn wir uns von dem abwenden, der von den Himmeln her redet.+ 26 Damals erschütterte seine Stimme die Erde,+ jetzt aber hat er verheißen und gesagt: „Noch einmal will ich nicht nur die Erde in Bewegung bringen, sondern auch den Himmel.“+ 27 Der Ausdruck nun „noch einmal“ zeigt die Beseitigung der Dinge an, die erschüttert werden, nämlich der Dinge, die gemacht worden sind,+ damit die Dinge, die nicht erschüttert werden, bleiben mögen.+ 28 Darum, da wir ein Königreich empfangen sollen, das nicht erschüttert werden kann,+ mögen wir fernerhin unverdiente Güte haben, durch die wir Gott auf annehmbare Weise heiligen Dienst darbringen können,* mit Gottesfurcht und Scheu.+ 29 Denn unser Gott ist auch ein verzehrendes Feuer.+
13 Eure brüderliche Liebe bleibe.+ 2 Die Gastfreundschaft*+ vergeßt nicht, denn durch sie haben einige unbewußt Engel gastlich aufgenommen.*+ 3 Behaltet die im Sinn, die in Fesseln sind,+ als ob ihr mit ihnen gebunden worden wäret,+ und die, die schlecht behandelt werden,+ da ihr selbst auch noch im Leib seid. 4 Die Ehe sei ehrbar unter allen, und das Ehebett sei unbefleckt,+ denn Gott wird Hurer und Ehebrecher* richten.+ 5 [Eure] Lebensweise sei frei von Geldliebe,+ indem ihr mit den vorhandenen Dingen zufrieden+ seid.+ Denn er hat gesagt: „Ich will dich keineswegs im Stich lassen noch dich irgendwie verlassen“,+ 6 so daß wir guten Mutes+ sein können zu sagen: „Jehova* ist mein Helfer; ich will mich nicht fürchten. Was kann* mir ein Mensch antun?“+
7 Gedenkt derer, die unter euch die Führung übernehmen,*+ die das Wort Gottes zu euch geredet haben, und während ihr den Ausgang [ihres] Wandels genau betrachtet, ahmt [ihren] Glauben+ nach.+
8 Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und immerdar.+
9 Laßt euch nicht durch verschiedenartige und fremde Lehren fortreißen;+ denn es ist vortrefflich, daß das Herz durch unverdiente Güte+ Festigkeit erhalte*, nicht durch Speisen+, durch die diejenigen, die sich damit beschäftigen, keinen Nutzen gehabt haben.
10 Wir haben einen Altar, von dem zu essen die, welche im Zelt* heiligen Dienst verrichten*, keine Befugnis haben.+ 11 Denn die Leiber jener Tiere, deren Blut vom Hohenpriester für [die] Sünde in die heilige Stätte* getragen wird, werden außerhalb des Lagers verbrannt.+ 12 Deshalb hat auch Jesus, damit er mit seinem eigenen Blut+ das Volk heilige+, außerhalb des Tores gelitten.+ 13 Laßt uns also zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, und die Schmach, die er trug,* tragen,+ 14 denn wir haben hier keine bleibende Stadt,+ sondern wir suchen ernstlich die künftige.+ 15 Durch ihn laßt uns Gott allezeit ein Schlachtopfer der Lobpreisung darbringen,+ das ist die Frucht der Lippen,+ die eine öffentliche Erklärung für seinen Namen abgeben.*+ 16 Überdies, vergeßt nicht, Gutes zu tun+ und die Dinge mit anderen zu teilen, denn solche Schlachtopfer sind Gott wohlgefällig.+
17 Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen,*+ und seid unterwürfig,*+ denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden,+ damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden.+
18 Betet+ weiterhin für uns, denn wir hegen das Vertrauen, ein ehrliches Gewissen zu haben, da wir uns in allen Dingen ehrlich zu benehmen wünschen.+ 19 Doch ermahne ich euch noch viel mehr, dies zu tun, damit ich euch um so eher zurückgegeben werde.+
20 Der Gott des Friedens+ nun, der den großen Hirten+ der Schafe+ mit dem Blut eines ewigen Bundes,+ unseren Herrn Jesus, von den Toten heraufgebracht hat,+ 21 rüste euch aus mit allem Guten, um seinen Willen zu tun, indem er das in uns vollbringe, was in seinen Augen wohlgefällig ist, durch Jesus Christus,+ welchem die Herrlichkeit sei für immer und ewig.+ Amen.
22 Nun ermahne ich euch, Brüder, dieses Wort der Ermunterung hinzunehmen, denn ich habe euch tatsächlich mit wenigen Worten einen Brief geschrieben.+ 23 Nehmt zur Kenntnis, daß unser Bruder Timọtheus+ freigelassen worden ist, mit dem ich euch, wenn er recht bald kommt,* sehen werde.
24 Richtet meine Grüße all denen aus, die unter euch die Führung übernehmen,*+ und allen Heiligen. Die aus* Italien+ senden euch ihre Grüße.
25 Die unverdiente Güte+ sei mit euch allen.*
Od.: „die Ordnungen der Dinge“. Gr.: tous aiṓnas; lat.: saecula; J22(hebr.): haʽōlamím.
Wtl.: „[die] Ausstrahlung“.
Od.: „das von seiner Substanz geprägte Bild“.
Wtl.: „der Erhabenheit (Großartigkeit)“. Gr.: tēs megalōsýnēs; lat.: Maiestạtis; J17,18,22(hebr.): hagGedhulláh.
Od.: „sollen [ihn] anbeten“. Gr.: proskynēsátōsan; lat.: adọrent. Siehe 2Kö 2:15 u. Fn.
Wtl.: „öffentlich Wirkenden“, „öffentlichen Arbeiter“. Gr.: lẹitourgoús.
„Deines“, ADItVgSyh,p u. Ps 45:6; P46אB: „seines“.
Wtl.: „der Stab“.
Wtl.: „werden sich vernichten“.
„Wie ein äußeres Kleid“, P46אAB; fehlt in VgSyp u. TR.
Wtl.: „überreichlicher [den Sinn] beständig zugewandt halten“.
Wtl.: „Lohnrückgabe“, „Lohnerstattung“.
Od.: „wir uns um eine so große Rettung nicht gesorgt haben“. Wtl.: „sorglos gewesen Seiende einer so großen Rettung“.
Od.: „mancherlei Machtbezeugungen (Wundertaten)“.
„[Die künftige] bewohnte Erde“. Wtl.: „Bewohnte“. Gr.: oikouménēn, Fem. Sg., auf die Erde bezogen; lat.: ọrbem tẹrrae, „[den künftigen] Kreis der Erde“. Vgl. Jes 13:11, Fn. („Land“).
Od.: „du ihn im Sinn behältst“. Wtl.: „du dich seiner beständig erinnerst“.
Od.: „ihn kurze Zeit“.
„Und ihn über die Werke deiner Hände gesetzt“, אACD*VgSyp u. Ps 8:6; fehlt in P46BDc.
Wtl.: „er“.
Od.: „der kurze Zeit“.
Od.: „jede Art [von Menschen]“.
Wtl.: „Oberanführer (Hauptanführer)“.
Od.: „die, die heiliggehalten (als geheiligt behandelt) werden“. Gr.: hoi hagiazómenoi; lat.: qui sanctificạntur; J17,22(hebr.): hamquddaschím.
„Brüder“. Gr.: adelphoús; lat.: frạtres; J17,18,22(hebr.): ʼachím.
Wtl.: „Ekklesia“. Gr.: ekklēsias; lat.: ecclẹsiae; J17,18,22(hebr.): qahál.
Siehe Anh. 1D.
Od.: „den vernichte (unwirksam mache)“.
„Teufel“, אABVg; SypJ17,18,22: „Satan“.
Wtl.: „Oberpriester“.
„Ein Sühnopfer darzubringen“. Wtl.: „beständig zu sühnen“.
Od.: „Einladung“.
Wtl.: „Oberpriester des Bekenntnisses von uns“.
Siehe 4Mo 12:7 u. Fn.
Wtl.: „der in Zukunft gesprochen werdenden (Dinge)“.
„Bis zum Ende standhaft“, אACDVg; fehlt in P46B.
Od.: „zu bitterem Ärger“.
„[Des] Unglaubens“. Gr.: apistías.
Wtl.: „in dem Abstehen (Abfallen) [von dem lebendigen Gott]“. Gr.: en tōi [sprich: tō] apostḗnai.
„Trügerische Macht“. Wtl.: „Verführung“.
Od.: „Schluß“. Gr.: télous.
Wtl.: „[Welchen aber zürnte] er [vierzig Jahre?]“.
„Weil es [das Wort] nicht . . . war“, א.
Wtl.: „die“, אAB; Syp: „Gottes“; J17: „Jehovas“.
Wtl.: „einem Hinabwerfen [von Samen]“. Gr.: katabolḗs.
„Gott“, אABVgSyp; J17: „er“.
„Jehoschua“, J17,18,22; P46אABVg: „Jesus“; Syp: „Jeschu-bar-Nun (Jesus, Sohn Nuns)“. Siehe Jos 1:1, Fn. („Josua“).
Wtl.: „er“.
Wtl.: „seine“.
„Übt Macht aus“. Wtl.: „energisch“. Gr.: energḗs.
„Absichten“. Wtl.: „Sinnesneigungen“.
„[Ist] imstande . . . zu beurteilen“. Wtl.: „[ist] entscheidend (urteilsfähig, beurteilend) [über . . .]“. Gr.: kritikós.
„Hohenpriester“. Gr.: archieréa; lat.: pontịficem, „Pontifex“; J17,22(hebr.): kohén gadhol.
Wtl.: „Aufstellung [Art und Weise, Ordnung]“.
Od.: „nachdem er bevollmächtigt (in sein Amt eingesetzt; für sein Amt geweiht) worden war“. Gr.: telẹiōthéis. Siehe 3Mo 21:10, Fn. Vgl. 3Mo 8:33, Fn.
Wtl.: „schwer zu interpretieren“.
Wtl.: „Nahrung“.
Wtl.: „[ihre] Sinnesorgane“.
Wtl.: „[die in ihrem . . .] geübt worden sind (wie ein Sportler)“. Gr.: gegymnasména.
Od.: „[der] . . . Ordnung der Dinge“. Gr.: aiṓnos; lat.: saeculi; J17,18,22(hebr.): haʽōlám, „der . . . Ordnung der Dinge“.
„Zu beleben“. Wtl.: „beständig zu erneuern“.
Siehe Anh. 5C.
„Indem ihr . . . dientet“. Wtl.: „[als] . . . gedient Habende“. Gr.: diakonḗsantes.
Wtl.: „[dieselbe] Beschleunigung“. Gr.: spoudḗn.
Od.: „[bis zum] Schluß“. Gr.: télous.
„Geduld“. Wtl.: „Länge an Geist“.
Wtl.: „er“.
„Trat . . . ins Mittel“. Wtl.: „vermittelte . . .“
Od.: „jenseits des Vorhangs“.
Wtl.: „der Patriarch“. Gr.: ho patriárchēs.
Wtl.: „[ohne] Widerspruch“. Gr.: antilogías.
Od.: „mit [wtl.: „auf“] ihm als Grundlage“.
Siehe 5:6, Fn.
Wtl.: „Gleichheit (Gleichartigkeit)“.
Wtl.: „unauflöslichen“.
Wtl.: „[seines] Unnütz[seins]“.
Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 7D.
Od.: „Priestertum nicht übertragbar“.
Od.: „um sich für sie beständig zu verwenden“.
Od.: „der . . . bevollmächtigt (in sein Amt eingesetzt; für sein Amt geweiht) worden ist“. Gr.: tetelẹiōménon. Vgl. 5:9, Fn.
Siehe 1:3, Fn. („Majestät“).
Wtl.: „öffentlich Wirkender“, „öffentlicher Arbeiter“. Gr.: lẹitourgós.
Od.: „Stätten“.
Od.: „der . . . Stiftshütte [, die]“.
Siehe Anh. 1D.
„In einer sinnbildlichen Darstellung“. Wtl.: „[in] einem Beispiel (Vorbild)“.
Wtl.: „von Gott angewiesen worden ist“.
Od.: „Modell“, „Urbild“, „Typus [. . ., der]“. Gr.: týpon; lat.: exẹmplar.
Wtl.: „er“.
Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 1D.
Siehe Anh. 1D.
„Hat er . . . für veraltet erklärt“. Wtl.: „hat er . . . alt gemacht“.
„Heiligen Dienstes“. Gr.: latréias; J22(hebr.): ʽavōdháh. Siehe 2Mo 12:25, Fn.
Od.: „weltliche“, d. h. zu dieser Welt gehörende. Gr.: kosmikón; Novum Testamentum von Theodor Beza, 1642, Nachdruck 1925 (lat.): mundạnum; J17(hebr.): ʼarzí, „irdische“.
„Die Schaustellung der Brote“. Od.: „die Schaubrote“.
Od.: „das Heilige der Heiligen“. Gr.: Hágia Hagíōn; lat.: sạncta sanctọrum; J17,18,22(hebr.): Qṓdhesch haqQodhaschím.
Siehe Anh. 7D.
Od.: „[den] Gnadenstuhl“. Gr.: hilastḗrion; lat.: propitiatọrium; J17(hebr.): hakkappóreth, „den Sühnedeckel“. Siehe 1Ch 28:11, Fn.
Wtl.: „Heiligen (heiligen Stätten)“; Hoheitspl.
Od.: „ein Gleichnis“, „eine Parabel“. Gr.: parabolḗ.
„[Denjenigen, der] heiligen Dienst verrichtet“. Gr.: latreuonta; J17(hebr.): haʽovédh, „den Dienenden (Verehrenden, Anbetenden)“. Siehe 2Mo 3:12, Fn.
Od.: „Waschungen“.
Wtl.: „[der] völligen Berichtigung“.
„Der guten Dinge . . ., die sich eingestellt haben“, P46BD*Syh,p; אADcItVg: „der zukünftigen guten Dinge . . .“
Od.: „durch das“.
Od.: „fand“.
Wtl.: „Erlösung“.
Wtl.: „die gemein Gemachten“.
Od.: „Freigabe gegen“.
Zu „Bund“ siehe Anh. 7D.
„Des [menschlichen] Bundesschließers“. Od.: „des vermittelnden [Opfers]“. Siehe Anh. 7D.
Od.: „[Personen]“.
Wtl.: „ist . . . neu gemacht worden“.
Od.: „die Tafel“.
„Den Jehova mit euch geschlossen hat“, J3,7,8,20.
Wtl.: „Erlassung“, „Entlassung“.
Od.: „nicht an mit Händen gemachte heilige Stätten, die Abbilder der Wirklichkeiten sind“.
Od.: „die heiligen Stätten“.
Wtl.: „einem Hinabwerfen [von Samen]“. Gr.: katabolḗs.
Od.: „gemeinschaftlichen Ende“, „kombinierten Ende“, „gemeinsamen Enden“. Gr.: synteléiai (sprich: syntelẹia), Dat. Sg.
Od.: „der Ordnungen der Dinge“. Gr.: tōn aiṓnōn; lat.: saeculọrum; J22(hebr.): haʽōlamím.
Od.: „ohne Sünd[opfer]“.
„[Die, die] heiligen Dienst verrichteten“. Gr.: latreuontas; J18(hebr.): haʽovedhím, „die, die dienten (verehrten, anbeteten)“. Siehe 2Mo 3:12, Fn.
„Ganzbrandopfern“. Gr.: holokautṓmata; lat.: holocaustọmata. Diese Opfer (Holocausts) wurden ganz verbrannt.
„Rolle des Buches“. Od.: „Schriftrolle“.
„Deinen Willen“. Gr.: to thélēmá sou; lat.: voluntạtem tụam; J17,18,22(hebr.): rezōnechá.
Siehe Anh. 1D.
„Sagt er danach“, VgHss.Syh(Rand) u. Minuskelhss. 104, 323, 945, 1739, 1881 u. a.
Od.: „Freimut der Rede“. Wtl.: „Freimütigkeit (Offenheit)“.
Siehe 9:8, Fn.
„Öffentlichen Erklärung“. Wtl.: „[dem] Bekenntnis“.
„Ich will vergelten“, P46א*D*ItSyp; אcADcSyh: „ ‚ich will vergelten‘, spricht [der] Herr“; J3,7,8,11-16,24: „ ‚ich will vergelten‘, spricht Jehova“.
Siehe Anh. 1D.
„[Die] gesicherte Erwartung“. Wtl.: „ein Darunterstehen“. Gr.: hypóstasis; lat.: substạntia.
„[Der] offenkundige Erweis“. Od.: „[der] überzeugende Beweis“. Gr.: élegchos (sprich: élenchos); lat.: argumẹntum. Vgl. Joh 16:8, Fn.
Wtl.: „von Dingen“. Gr.: pragmátōn.
„Männer der alten Zeiten“. Wtl.: „älteren Männer“. Gr.: presbýteroi.
Od.: „die Ordnungen der Dinge“. Gr.: tous aiṓnas; lat.: saecula; J22(hebr.): haʽōlamim.
Od.: „bereitet (ausgerichtet) wurden“. Wtl.: „herabgeordnet wurden“. Gr.: katērtísthai.
Wtl.: „Lohnrückgeber“.
Wtl.: „Künstler“, „Handwerker“. Gr.: technítēs.
Od.: „[be]grüßten sie“, „nahmen sie an“.
Od.: „Durch Glauben hat Abraham, als er versucht wurde, Isaak (eigentlich) geopfert“.
Od.: „schickte sich an (ging daran)“.
Wtl.: „in einer Parabel“. Gr.: en parabolḗi (sprich: en parabolḗ).
In Übereinstimmung mit dem Sinn des hebr. Textes in 1Mo 47:31; siehe dortige Fn.
„Weigerte sich“. Wtl.: „[ver]leugnete“.
„Des Christus“. Gr.: tou christoú; lat.: Chrịsti; J17,18,22(hebr.): hamMaschíach, „des Messias (Gesalbten)“.
Gr.: páscha; lat.: pạscha; J17,18,22(hebr.): happéßach, „das Passah“.
Od.: „hat er tatsächlich . . . gefeiert“.
Od.: „belagert (umkreist) worden waren“.
Wtl.: „den Mündern“.
Od.: „Freigabe gegen“.
Od.: „besorgt hat“, „ins Auge gefaßt hat“.
„Von Zeugen“. Gr.: martýrōn; lat.: tẹstium; J17,18,22(hebr.): ʽedhím.
Wtl.: „Oberanführer (Hauptanführer)“. Gr.: archēgón.
Siehe Anh. 5C.
„Gegen ihre eigenen Interessen“, P46אVgSyp; AVgc-Syh: „gegen sich selbst“.
Siehe Anh. 1D.
Wtl.: „[wenn von ihm] beständig zurechtgewiesen werdend“.
Siehe Anh. 1D.
„Unseres geistigen Lebens“. Wtl.: „der Geister“. Gr.: tōn pneumátōn; J17,18,22(hebr.): haruchṓth.
Od.: „friedsame Frucht der Gerechtigkeit ein“.
„Eine Sinnesänderung“, u. zwar bei Isaak. Gr.: metanóias.
Wtl.: „das beständig sichtbar gemacht Werdende“.
Od.: „Zehntausenden“. Gr.: myriásin.
Wtl.: „[der] All-Versammlung“. Gr.: panēgýrẹi.
Wtl.: „eingeschrieben [worden sind]“.
„Dem geistigen Leben“. Wtl.: „[den] Geistern“. Gr.: pneumasi; J17,18,22(hebr.): ruchṓth.
„[Dem] Mittler“. Gr.: mesítēi (sprich: mesítē); lat.: mediatọrem.
„Wir . . . heiligen Dienst darbringen können“. Gr.: latreuōmen; J22(hebr.): naʽavódh, „wir . . . dienen (verehren, anbeten) können“. Siehe 2Mo 3:12, Fn.
Od.: „Güte gegenüber Fremden“.
Wtl.: „[durch sie . . .] als Fremde (Gäste) behandelt habend“.
„Ehebrecher“. Gr.: moichoús; lat.: adụlteros.
Siehe Anh. 1D.
Wtl.: „wird“.
Od.: „eure Leiter sind“. Gr.: hēgouménōn hymṓn. Siehe Mat 2:6, Fn. („Statthaltern“).
Wtl.: „beständig befestigt (festgemacht) werde“.
Od.: „in der Stiftshütte“.
„Heiligen Dienst verrichten“. Gr.: latreuontes. Vgl. 2Mo 3:12, Fn.
Od.: „die heiligen Stätten“.
Od.: „die Schmach für ihn“, „seine Schmach“.
Wtl.: „[die] Bekennenden [für seinen Namen]“.
Od.: „eure Leiter sind“. Gr.: hēgouménois hymṓn. Siehe Mat 2:6, Fn. („Statthaltern“).
Wtl.: „weicht beständig [dar]unter“, „gebt beständig [dar]unter nach“.
Od.: „wenn er schneller kommt [, als ich erwartet habe]“.
Siehe V. 17, Fn. („übernehmen“).
Od.: „in“.
אcACDItVgSyh,p fügen „Amen“ hinzu; fehlt in P46א*Arm.