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  • Wir beobachten die Welt
  • Erwachet! 1975
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  • Dunkle Geschäfte mit dem „roten Gold“
  • „Bußgeld“ für den Genuß von Alkohol und Nikotin
Erwachet! 1975
g75 22. 8. S. 30-31

Wir beobachten die Welt

Dunkle Geschäfte mit dem „roten Gold“

◆ Gewissenlose Geschäftemacher haben in einigen Industrieländern, zu denen auch Deutschland gehört, eine Marktlücke entdeckt. Sie haben festgestellt, daß weit mehr Blut von den Krankenhäusern angefordert als gespendet wird. Ihr gewissenloses Geschäftsgebaren haben jetzt Experten der Genfer Weltgesundheitsorganisation und der Liga der Rotkreuz-Gesellschaften in Genf öffentlich angeprangert und darauf hingewiesen, daß sich die Blutplasmagewinnung zu rein kommerziellen Zwecken bis nach Zentral- und Südamerika, Afrika und Asien ausgedehnt habe. Dort bekämen die Spender etwa 2 bis 4 Dollar für 1 Liter Blutplasma, das in einigen Industrieländern für 20 bis 40 Dollar oder auch mehr wieder verkauft werde. Dabei handele es sich bei den Spendern gerade um ärmere Menschen, die es sich aus Gesundheitsgründen nicht leisten könnten, nur, um etwas Geld zu verdienen, ihr Blut zum Wohle reicherer Bevölkerungskreise herzugeben.

Die Abendzeitung zitiert in diesem Zusammenhang auch den Leiter des amerikanischen Gesundheitsministeriums, Dr. Martin Goldfield, der zu diesem Thema sagte: „Das außerhalb jeglicher medizinischen Aufsicht zu warm und unhygienisch verpackte Blutplasma kann unter gewissen Umständen töten. Es stammt häufig genug von Kranken, Drogensüchtigen und sogar aus Leichenhallen. Es kann im Fall von Verflüssigung Hunderte von verschiedenen Krankheiten auslösen ... Das Milliardengeschäft mit dem Blut ist das schmutzigste, das ich kenne. Es wundert mich, daß noch niemand dagegen vorgegangen ist.“

„Bußgeld“ für den Genuß von Alkohol und Nikotin

◆ Um Vorsorgemaßnahmen und Forschungsprogramme über die Gefährlichkeit von Alkohol und Nikotin finanzieren zu können, hat die nordrhein-westfälische Landesstelle gegen die Suchtgefahren in ihrem „Drogenreport“ den von dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Gustav Nitz, gemachten Vorschlag unterstützt, ein „Bußgeld“ für den Genuß von Nikotin und Alkohol zu erheben. Zur gleichen Zeit erklärte der rheinland-pfälzische Sozialminister Heinrich Geißler in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz der Länder, daß bestimmte Krankheiten, die eindeutig auf übermäßigen Tabak- und Alkoholgenuß zurückzuführen seien, vom allgemeinen Versicherungsschutz ausgenommen werden sollten. Zur Begründung seines Vorschlags sagte er, ein vermeidbares Krankheitsrisiko sollte nicht von der Allgemeinheit getragen werden. Dafür könnte nach seiner Meinung ein System von Zusatzversicherungen geschaffen werden. Damit griff er einen Vorschlag, den der Praxis-Kurier im letzten Jahr in einer Glosse (Nr. 43, Seite 35) gemacht hatte, auf und propagierte den „Raucher-Pfennig“, der bei 2 Pfennigen pro Zigarette jährlich rund 2,4 Milliarden Mark vor allem für Vorsorgemaßnahmen freimachen soll. Dagegen hat sich aber jetzt der saarländische SPD-Bundestagsabgeordnete Peter mit Nachdruck gewandt und diesen Vorschlag als „völlig indiskutabel“ zurückgewiesen, mit der Begründung, daß der Staat unglaubwürdig würde, wenn er auf der einen Seite die öffentliche Werbung für nikotin- und alkoholhaltige Genußmittel zulasse und gleichzeitig diejenigen bestrafen wolle, die davon Gebrauch machten.

Auch in Großbritannien wird eine Sondersteuer für Raucher gefordert. Sie sollen genauso wie Autofahrer einer Zwangsversicherung unterworfen werden. Die Gesetzesvorschriften über Haftpflicht und Schadenersatz müßten so geändert werden, daß Zigarettenproduzenten künftig schadenersatzpflichtig würden. Die Mittel dazu sollten aus einem „Kompensationsfonds“ bezahlt werden, der über eine „Sondersteuer“ von 5 Pennies (28 Pfennig) pro Zigarettenpackung finanziert würde. Dadurch würden jährlich mindestens 350 Millionen Pfund (über 2 Milliarden Mark) anfallen, ein Betrag, der gerade ausreichen würde, um die jährlichen Raucherschäden einigermaßen auszugleichen. Diese revolutionären Vorschläge wurden jetzt von der Anti-Raucher-Organisation (ASH) der überraschten Öffentlichkeit Großbritanniens unterbreitet.

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