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Erwachet! 1991
g91 22. 9. S. 3-5

Die Familienbande stärken, bevor es zu spät ist

„Die Familie ist die älteste Institution des Menschen. In vieler Hinsicht ist sie die wichtigste. Sie ist die grundlegendste Einheit der Gesellschaft. Ganze Zivilisationen haben überlebt oder sind verschwunden, je nachdem, ob die Familien stark oder schwach waren“ (The World Book Encyclopedia, Ausgabe 1973).

DIE Familie ist ein Schirm zum Schutz der Kinder. In vielen Teilen der Welt ist dieser Schirm heutzutage jedoch voller Löcher, und in anderen Gebieten steht er zusammengefaltet in der Garderobe. Die traditionelle Familieneinrichtung wird häufig als unmodern beiseite geschoben. In Fernsehkomödien werden die Väter oftmals als Dummköpfe dargestellt, die Mütter als etwas schlauer, die Kinder aber als die Klügsten.

Untreue in der Ehe ist weit verbreitet. In einigen Industrienationen endet jede zweite Erstehe vor dem Scheidungsrichter. Mit steigenden Scheidungszahlen nehmen auch die Einelternfamilien ständig zu. Mehr und mehr Paare leben zusammen, ohne auf dem Standesamt gewesen zu sein. Homosexuelle versuchen ihren Beziehungen durch eine „Ehe“ einen ehrbaren Anstrich zu geben. Kino- und Fernsehfilme werden vom Sex — ob normal oder pervers — beherrscht. In den Schulen wird die Keuschheit als nicht praktikabel angesehen, und es werden Kondome verteilt, die den unehelichen Geschlechtsverkehr sicher machen sollen, was sie aber nicht tun. Sexuell übertragbare Krankheiten und Schwangerschaften bei jugendlichen Müttern nehmen rasant zu. Die noch Ungeborenen sind die Leidtragenden — wenn man sie überhaupt das Licht der Welt erblicken läßt. Die hauptsächlichen Verlierer bei der Auflösung der traditionellen Familie sind die Kinder.

Schon vor Jahren schrieb der Nobelpreisträger Alexis Carrel in seinem Buch Der Mensch — das unbekannte Wesen warnend: „Es war ein ernstes Versehen der modernen Gesellschaft, daß sie die Schule ganz an die Stelle der Erziehung in der Familie gesetzt hat. Nun schicken die Mütter ihre Kinder in den Kindergarten [und heutzutage schon in die Kinderkrippe], um ihrem Beruf, ihrem gesellschaftlichen Ehrgeiz, ihren literarischen oder künstlerischen Neigungen, ihren sexuellen Vergnügungen nachzugehen, oder einfach um Bridge zu spielen, ins Kino zu gehen und ihre Zeit mit einem betriebsamen Müßiggang zu vergeuden. So machen sie sich schuldig am Verschwinden der Familienzelle, wo das Kind mit den Erwachsenen in Verbindung blieb und reichlich von ihnen lernte. ... Um seine volle Kraft zu erreichen, braucht das Individuum die relative Isolierung und die Aufmerksamkeit, wie sie ihm in der verhältnismäßig kleinen sozialen Gruppe der Familie zuteil wird“ (Seite 270, 271).

Vor kurzem kommentierte der Komiker Steve Allen den Angriff, dem die Familie durch das Fernsehen mit seiner schmutzigen Sprache und seiner Unmoral ausgesetzt ist, wie folgt: „Die Flut spült uns direkt in die Gosse. Genau die Sprache, die die Eltern ihren Kindern verbieten, wird jetzt nicht nur von den Kabelanbietern gefördert, bei denen sowieso alles erlaubt ist, sondern auch von den einst prinzipientreuen Fernsehanstalten. Sendungen, in denen Kinder und andere eine vulgäre Ausdrucksweise benutzen, unterstreichen nur den Zusammenbruch der amerikanischen Familie.“

Welches Erbe hinterläßt unsere Gesellschaft den Kindern? Wir brauchen nur die Zeitung zu lesen, den Fernseher anzuschalten, uns die Videos zu betrachten, die Abendnachrichten einzuschalten, die Rap-Musik anzuhören oder uns das Beispiel der Erwachsenen überall um uns herum anzuschauen. Die Kinder werden mit geistiger und emotioneller Schundnahrung vollgestopft. „Wenn man ein Land zerstören will“, sagte der ehemalige britische Bildungsminister Sir Keith Joseph, „verdirbt man seine Währung. Eine Gesellschaft zerstört man, indem man ihre Kinder verdirbt.“ Verderben hat gemäß dem Deutschen Universalwörterbuch (Duden) unter anderem die Bedeutung „durch sein schlechtes Vorbild (bes. in sittlich-moralischer Hinsicht) negativ beeinflussen“. Und genau das geschieht heute in gewaltigem Ausmaß. Man spricht viel über jugendliche Straftäter, aber man sollte mehr über erwachsene Straftäter sprechen.

Es wird uns wieder einholen

Geneva B. Johnson, Vorsitzende und Geschäftsführerin des Family Service America, sagte vor ein paar Monaten in einem Vortrag: „Die Familie ist schwer, vielleicht sogar tödlich krank.“ Sie sprach von einer „düsteren Aussicht für viele unserer Kinder“, als sie in böser Vorahnung ausführte: „Die Bereitschaft der Nation, so viele unserer schlecht ernährten, medizinisch unterversorgten, schlecht ausgebildeten und in armseligen Verhältnissen lebenden Kinder in die Rolle von aus der reichen Gesellschaft Ausgestoßenen zu drängen, wird uns wieder einholen.“ Und wir werden schon jetzt davon eingeholt. Die Zeitungen und Nachrichtensendungen sind voll davon. Hier nur einige Beispiele:

Judonne holt ein Gewehr hervor und schießt Jermaine dreimal in die Brust. Jermaine stirbt. Er ist 15 Jahre alt, Judonne 14. Sie waren dicke Freunde gewesen. Doch dann hatten sie sich um ein Mädchen gestritten.

Hundert Leute waren zur Beerdigung des 16jährigen Michael Hilliard erschienen. Er hatte von hinten eine Kugel in den Kopf bekommen, als er nach einem Streit bei einem Basketballspiel wegging.

In Brooklyn (New York) zündeten drei Jugendliche ein obdachloses Ehepaar an. Da es mit Reinigungsalkohol nicht klappte, versuchten sie es mit Benzin. Das funktionierte.

In Florida stürzte ein 5jähriger in einem Treppenhaus ein Kleinkind aus dem fünften Stock in den Tod.

In Texas nahm ein 10jähriger ein Gewehr, erschoß seinen Spielkameraden und versteckte die Leiche unter dem Haus.

In Georgia erstach ein 15jähriger, der bestraft werden sollte, den Schuldirektor.

In New York war eine mit Baseballschlägern, Rohren, Äxten, Messern und einem Fleischerbeil bewaffnete Bande, deren Mitglieder so um die 20 Jahre alt waren, in der Nähe eines Obdachlosenasyls „ausgerastet“ und hatte dabei eine ganze Reihe von Menschen verletzt und einen Mann mit durchgeschnittener Kehle zurückgelassen. Ihr Motiv? Ein Untersuchungsbeamter erklärte: „Die Obdachlosen anzugreifen war für sie ein Nervenkitzel.“

In Detroit (Michigan) vergewaltigte ein 11jähriger zusammen mit einem 15jährigen ein 2jähriges Mädchen. Danach sollen sie ihr Opfer in einer Mülltonne zurückgelassen haben.

In Cleveland (Ohio) vergewaltigten vier Jungen im Alter zwischen sechs und neun Jahren in einer Grundschule ein 9jähriges Mädchen. Dazu schrieb der Kolumnist Brent Larkin in der Clevelander Zeitung Plain Dealer: „Der Vorfall spricht Bände darüber, was in diesem Land geschieht, darüber, wie unser Wertesystem unweigerlich in die Brüche geht.“

Dr. Leslie Fisher, Professor der Psychologie an der Clevelander Staatsuniversität, gab dem Fernsehen die Schuld. Er nannte es „eine große Sexmaschine“, vor der „8- und 9jährige Kinder sitzen und sich diese Dinge ansehen“. Auch gab er den Eltern die Schuld am Zerfall der amerikanischen Familie: „Mutti und Vati sind viel zu sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, als daß sie sich um ihre Kinder kümmern könnten.“

Wie die Saat, so die Ernte

Verschiedene Elemente der Gesellschaft, insbesondere die Medien, die Entertainer und die Unterhaltungsindustrie — Elemente, die daraus Gewinn schlagen, an das Schlechte im Menschen zu appellieren —, spucken Sex, Gewalt und Korruption aus und tragen dadurch erheblich zu der Entartung junger Menschen und ganzer Familien bei. Hier bewahrheitet sich wieder: „Wer Wind sät, wird Sturm ernten.“

Bringt die Gesellschaft eine Generation von Kindern ohne Gewissen hervor? Diese Frage wurde aufgeworfen nach der vieldiskutierten Greueltat im New Yorker Central Park, wo eine Bande herumstreunender Jugendlicher eine 28jährige Frau vergewaltigt und liegen gelassen hatten in der Annahme, sie sei tot. Nach Aussagen der Polizei waren sie „selbstgefällig und zeigten keinerlei Bedauern“. Als sie festgenommen wurden, „rissen sie Witze, unterhielten sich und sangen“. Nach ihren Motiven befragt, sagten sie: „Aus Spaß.“ „Uns war langweilig.“ „Es war Zeitvertreib.“ Die Zeitschrift Time nannte sie „psychisch Amputierte“, die „den psychischen Anhang, den wir Gewissen nennen, verloren oder vielleicht nie entwickelt haben“.

In der Zeitschrift U.S.News & World Report hieß es: „Diese Nation muß handeln, um eine weitere Generation von Kindern ohne Gewissen zu verhindern.“ Dr. Ken Magid, ein bekannter Psychologe, und Carole McKelvey arbeiten in ihrem brisanten Buch High Risk: Children Without a Conscience (Die große Gefahr: Kinder ohne Gewissen) genau diese Gefahr heraus. Fallstudien und das Zeugnis vieler Psychologen und Psychiater sind eine überwältigende Stütze für Dr. Magids Behauptung: „Die eigentliche Ursache ist das Fehlen einer starken Eltern-Kind-Bindung bei der Geburt und in den darauffolgenden formenden Jahren.“

Ganz bestimmt müssen die Familienbande in diesen formenden Jahren gestärkt werden, bevor es zu spät ist.

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