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Erwachet! 1981
g81 22. 10. S. 25-27

Was jeder vom Sport lernen kann

FIEBERND vor Erregung sitzt er im Stuhl und starrt wie gebannt auf den Bildschirm. Es ist ein Meisterschaftsspiel. Seine Lieblingsmannschaft ist am Kampf beteiligt. Das Spiel ist unentschieden, und es bleibt nur noch eine Minute. Er rückt auf seinem Stuhl immer etwas mehr nach vorn, die Augen unverwandt auf den Bildschirm gerichtet.

In diesem Augenblick erscheint seine Frau im Türrahmen und fragt: „Liebling, wie gefällt dir mein neues Kleid?“

Wir brauchen wohl nichts weiter zu sagen.

Bei vielen befriedigt der Sport die Sucht nach Nervenkitzel und Spannung. Sie empfinden ein Glücksgefühl, wenn sie siegen, entweder persönlich oder ihre Mannschaft. Beim Sport kann man auch seine Sorgen vergessen — wenigstens vorübergehend. Wenn man Sport treibt, bleibt man fit oder, vielleicht besser ausgedrückt, wird wieder fit. Natürlich interessiert sich nicht jeder für Sport, aber jeder kann etwas vom Sport lernen. Welche Grundsätze kann er Personen lehren, die sich nichts aus dem Sport machen?

ES IST NÜTZLICH, IM LEBEN EIN ZIEL ZU HABEN. Bei allen Sportarten werden gewisse Ziele verfolgt. Beim Fußball zum Beispiel suchen die Spieler so viele Tore wie möglich zu schießen, beim Laufen ist der Sportler bestrebt, eine bestimmte Distanz in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen, und beim Korbball möchte man möglichst häufig den Ball in den gegnerischen Korb hineinwerfen. Was wären diese Sportarten ohne bestimmte Ziele und ohne das Bemühen, sie zu erreichen?

So ist es auch mit dem Leben: Was wäre das Leben ohne Ziele? Nichts. Deshalb sollte man sich unbedingt Ziele setzen, und zwar Ziele, für die es sich lohnt, Zeit und Kraft einzusetzen.

ENTSCHLOSSENHEIT ZEITIGT ERGEBNISSE. Aus über 60 000 Kehlen ertönte ein Schrei der Begeisterung. Wo war das? Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom. Eine schwarze Läuferin, die 20jährige Wilma Rudolph, hatte eben ihre dritte Goldmedaille gewonnen. Sie war, vielleicht mehr als jeder andere anwesende Sportler, ein lebender Beweis dafür, daß sich Entschlossenheit bezahlt macht. Während etwa eines Drittels ihres Lebens konnte sie nicht gehen, geschweige denn laufen, weil ihr linkes Bein gelähmt war. Aber sie war entschlossen, diese Behinderung zu besiegen. Sie übte unermüdlich und nahm sich auch den Rat ihrer Mutter zu Herzen: „Tue dein Bestes; vor allem aber, gib niemals auf.“ Wilma gab nicht auf, und ihre Entschlossenheit machte sich bezahlt.

Wenn du Rückschläge erlebst oder wegen deiner Unzulänglichkeiten entmutigt bist, hältst du dann trotzdem an deinem Entschluß fest, dein Ziel zu erreichen, oder steigst du aus? Wäre die Welt nicht viel besser, wenn Ehepaare, anstatt die Flinte ins Korn zu werfen, an ihrem Entschluß festhalten würden, eine glückliche Ehe zu führen, oder wenn Eltern entschlossen blieben, ihre Kinder gut zu erziehen, oder wenn jeder von uns entschlossen bliebe, den Frieden zu fördern?

WER REGELN EINHÄLT, DEM GEHT ES GUT. Ein Journalist schrieb, der Sport sei „das beste Mittel, den Menschen zu lehren, sich trotz des Wunsches zu siegen an die Regeln zu halten“. Jede Sportart besitzt Spielregeln. Hält sich ein Spieler oder die ganze Mannschaft nicht daran, werden Strafen ausgesprochen. Beim Eishockey zum Beispiel muß ein solcher Spieler eine bestimmte Zeit auf der Strafbank zubringen. Damit könnte die Aussicht zu siegen dahin sein.

Jeder von uns möchte sein Leben meistern. Doch wer die Spielregeln für die zwischenmenschlichen Beziehungen mißachtet, muß damit rechnen, daß er scheitert. Der Gesetzesübertreter mag bestraft werden, ja er mag sogar eingesperrt und in seiner Bewegungsfreiheit noch ganz anders eingeschränkt werden als ein Hockeyspieler auf der Strafbank.

SPORTLICHES VERHALTEN FÖRDERT DIE SELBSTACHTUNG. Willye White, eine amerikanische Weitsprungmeisterin, war der Meinung, ihre stärkste Konkurrentin sei zu Unrecht von der Teilnahme an den Amateurleichtathletikmeisterschaften 1965 ausgeschlossen worden. Aus einem Geist der Fairneß heraus wandte sie sich an die Schiedsrichter und legte Fürsprache für das Mädchen ein. Das Ergebnis? Ihre Konkurrentin schlug sie und wurde Siegerin. Nachher sagte Willye White: „Ich wollte genauso gern siegen wie jede andere, aber was hätte ich davon gehabt, wenn ich auf diese [unfaire] Art gewonnen hätte?“

Ein Schüler, der bei den Prüfungsarbeiten mogelt, ein Geschäftsmann, der beim Ausfüllen der Steuererklärung unehrlich ist, oder jemand, der sich durch heuchlerische Praktiken ein bestimmtes Ansehen erwirbt, verstößt gegen die Grundsätze der Fairneß. Während er andere betrügt, bringt er sich um die Achtung vor sich selbst und betrügt sich so am meisten.

SELBSTBEHERRSCHUNG — SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG. Der Tennismeister Björn Borg ist bekannt für seine eiserne Selbstbeherrschung. Er erklärte, ohne Selbstbeherrschung könne man sich unmöglich richtig konzentrieren. Und jeder Sportler weiß, daß die geringste Unaufmerksamkeit ihn den Sieg kosten kann. Aber wie Borg zugab, mußte er das lernen. Als junger Mensch benahm er sich schlecht. Sein Klub sperrte ihn für fünf Monate, und seine Mutter schloß seinen Tennisschläger für diese Zeit im Schrank ein. Er sagte: „Von dem Tage an, da ich wieder spielen durfte, benahm ich mich auf dem Tennisplatz anständig, egal was geschah.“

Die Selbstbeherrschung ermöglicht es uns, uns auf die wirklich wichtigen Aufgaben im Leben zu konzentrieren und uns nicht ablenken zu lassen. Wir sollten unsere Zeit, unsere Kraft und unsere Fähigkeiten nicht törichten Bestrebungen oder schlechten Gewohnheiten opfern.

DURCHHALTEN MACHT SICH BEZAHLT. Vom Sportler wird oft großes Durchhaltevermögen gefordert. Der fünffache Olympiasieger Eric Heiden zum Beispiel sagte über den Eisschnellauf: „Man würde viel darum geben, wenn man sich aufrichten könnte. Der Rücken schmerzt so sehr, daß man sich nur zu gern einmal strecken möchte.“

Bist du bereit, etwas auf dich zu nehmen, um lohnende Ziele im Leben zu erreichen? Junge Leute mögen um einer guten Ausbildung willen auf gewisse Bequemlichkeiten und Freiheiten verzichten müssen. Ein Mensch, der nach biblischen Grundsätzen lebt, muß vielleicht Beleidigungen anderer ertragen.

ZUSAMMENARBEIT WIRD BELOHNT. Beim Mannschaftssport liegt der Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit. Ein ehemaliger bekannter Footballstar (Red „Galloping Ghost“ Grange) sagte, er sei immer verlegen gewesen, wenn man ihn gelobt hätte. „Würden die Leute doch nur begreifen, daß elf Männer zu einer Footballmannschaft gehören.“

Ähnlich ist es auch auf anderen Lebensgebieten. Wird nicht der Ehepartner geliebt und geachtet, der zum Wohle der Familie mit seinem Partner zusammenarbeitet, anstatt mit ihm um persönlicher Vorteile willen zu wetteifern?

DAS RICHTIGE MASS HALTEN FÜHRT ZUM ERFOLG. Bei Sportarten wie beim Turnen spielt das Gleichgewicht eine wichtige Rolle.

Man darf aber nicht vergessen, daß der Sport uns auch zum Nachteil sein kann. Wir mögen einen Konkurrenzgeist entwickeln und entschlossen sein, um jeden Preis zu gewinnen. Durch harte Sportarten kann der Sportler brutal werden. Es wäre auch unweise, dem Sport ungebührlich viel Zeit und Kraft zu widmen. Der Sport ist nicht die beste Methode, diese wichtigen Dinge für das Leben zu lernen, aber wir finden darin diese Grundsätze wieder.

Wie Henry Carr, der bei den Olympischen Spielen 1964 eine Goldmedaille gewann, festgestellt hat, besteht die bessere Methode darin, die Bibel zu studieren, sich den wahren Christen anzuschließen und sein Leben nach dem Worte Gottes auszurichten. Als Carr den professionellen Sport aufgab und ein Gott hingegebener Christ wurde, sagte er: „Sport ist etwas Gutes, wenn man ihm den richtigen Platz zuweist.“

[Kasten auf Seite 27]

Die Bibel und was man vom Sport lernen kann

ES IST NÜTZLICH, IM LEBEN EIN ZIEL ZU HABEN

„Die Pläne des Fleißigen gereichen sicherlich zum Vorteil“ („das Planen eines Emsigen bringt Überfluß“, heißt es in der „Luther“-Bibel [1965]) (Spr. 21:5; siehe auch Matthäus 6:33).

ENTSCHLOSSENHEIT ZEITIGT ERGEBNISSE

„Daniel war entschlossen, sich nicht ... unrein zu machen ... Gott ließ ihn beim Kämmerer Wohlwollen und Nachsicht finden“ (Dan. 1:8, 9, „Einheitsübersetzung“; siehe auch 1. Korinther 9:24).

WER REGELN EINHÄLT, DEM GEHT ES GUT

„Hör doch auf die Stimme des Herrn ... Dann geht es dir gut, und dein Leben bleibt erhalten“ (Jer. 38:20, „EÜ“; siehe auch Hebräer 5:8, 9).

SPORTLICHES VERHALTEN FÖRDERT DIE SELBSTACHTUNG

„Wer ... ungerechten Gewinn haßt, wird seine Tage verlängern“ (Spr. 28:16; siehe auch Sprüche 19:5).

SELBSTBEHERRSCHUNG — SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

„Wer langsam ist zum Zorn, ist besser als ein Starker, und wer seinen Geist beherrscht, als einer, der eine Stadt einnimmt“ (Spr. 16:32; siehe auch 1. Korinther 9:25).

DURCHHALTEN MACHT SICH BEZAHLT

„Haltet durch, dann werdet ihr das wahre Leben gewinnen“ (Luk. 21:19; Hebr. 10:36, „Die Gute Nachricht“).

ZUSAMMENARBEIT WIRD BELOHNT

„Zwei sind besser als einer, weil sie eine gute Belohnung für ihre harte Arbeit haben. Denn wenn einer von ihnen fallen sollte, kann der andere seinen Mitgenossen aufrichten. Wie aber wird es denn mit dem einen sein, der fällt, wenn nicht ein anderer da ist, um ihn aufzurichten?“ (Pred. 4:9, 10).

DAS RICHTIGE MASS HALTEN FÜHRT ZUM ERFOLG

„Übe dich ... mit Gottergebenheit als deinem Ziel. [„Übe dich statt dessen in einer Lebensführung, die deinem Glauben entspricht und an der man deinen Glauben erkennt“, „Zink“.] Denn die Leibesübung ist zu wenigem nützlich; Gottergebenheit aber ist für alle Dinge nützlich“ (1. Tim. 4:7, 8).

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