Leserbriefe
Juden und Christen Ich fühle mich bewogen, mich für die Artikelserie über Juden und Christen zu bedanken [22. Juni 1991]. Als christlicher Prediger muß ich zugeben, daß ich nicht recht wußte, wie ich mit Juden über dieses Thema sprechen sollte. Die Artikel haben gezeigt, daß wir sie nicht auffordern, ihr jüdisches Erbe aufzugeben, sondern sie lediglich ermuntern, Jesus und die messianischen Prophezeiungen im Licht der Wahrheit zu untersuchen und nicht anhand von verdrehten Traditionen und falschen Lehren.
J. L., Vereinigte Staaten
Durch die Artikel könnte der Eindruck entstehen, das Verbrechen der Christenheit sei schlimmer zu bewerten als das der Juden. Haben denn nicht die Juden Gottes Sohn, Jesus Christus, am Holz zu Tode gebracht?
N. L., Deutschland
Die Ermordung Jesu Christi, des Sohnes Gottes, war tatsächlich das größte Verbrechen in der Menschheitsgeschichte. Dennoch gibt es keinen Hinweis, daß Gott die Nachkommen der Verbrecher als einzelne verurteilt. Im Gegenteil, von Gott heißt es, daß er „nicht parteiisch ist, sondern daß für ihn in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist“ (Apostelgeschichte 10:34, 35). Während kein Volk als Ganzes vor Gott verurteilt dasteht, wird die Christenheit für ihre Blutschuld, die Verfolgung Andersdenkender und ihre religiöse Intoleranz zur Rechenschaft gezogen (Red.).
Bandenangriff Ich bin wirklich dankbar für den Artikel „Junge Leute fragen sich: Wie kann ich mich vor einem Bandenangriff schützen?“ [22. Juli 1991]. Er kam zu einem Zeitpunkt, als ich verzweifelt war, weil ich nicht wußte, wie ich mit dieser Situation fertig werden sollte. Von jetzt an werde ich sorgfältig auf meine Erscheinung und mein Verhalten achten. Vielen Dank für Eure Hilfe!
J. H., Japan
Der große Schwindler Danke für den Artikel „Dem großen Schwindler auf der Spur“ [22. Juni 1991]. Meine Tochter hatte ständig Kopfschmerzen und wurde auf verschiedene Weise behandelt, aber die Ursache wurde nicht geklärt. Ich nahm den Artikel zu einem Zahnarzt mit; er machte Röntgenaufnahmen und entdeckte das Problem. Nun erhält meine Tochter die richtige Behandlung. Ich bin noch keine Zeugin Jehovas, doch ich lese Erwachet! sehr gern.
S. M. S., Brasilien
Mit diesem Artikel wird vielen Kranken eine enorme Hilfe geleistet, denn die Tatsache, daß eine solche Störung besteht, ist noch viel zuwenig bekannt. Uns Zahnärzten ist dieses Krankheitsbild seit einiger Zeit bekannt, aber auch unter uns wird oft zuwenig Wert auf solche Erkenntnisse gelegt. Doch wie Ihr richtig schreibt, wird unser Schöpfer all diese Probleme in Bälde lösen.
E. F. G., Deutschland
Selbstverteidigung Wenn man den Artikel „Selbstverteidigung — Wie weit darf ein Christ gehen?“ [8. Juli 1991] liest, könnte man den Eindruck gewinnen, Kampfsportarten würden Kampfbereitschaft und Aggressionen fördern. Das ist in Wirklichkeit nicht der Fall. Die meisten Kampfsportarten fördern Körperbeherrschung, Selbstdisziplin, Fairneß und Kameradschaft in sehr hohem Maße, was man von vielen anderen Sportarten nicht behaupten kann.
T. M., Deutschland
Es kann sein, daß Kampfsportarten für die Teilnehmer einen gewissen Wert haben. Doch man lernt dabei, Mitmenschen zu verletzen, und das ist mit den biblischen Grundsätzen aus Jesaja 2:4 und Matthäus 26:52 unvereinbar (Red.).