„Schwache Zeugen des Christentums“
● In einem Artikel über das Christentum der verweltlichten Kirchen der Christenheit schrieb James A. Pike, Bischof der kalifornischen Episkopalkirche, in der Zeitschrift Look vom 20. Dezember 1960 unter anderem folgendes: „Das Christentum verliert immer mehr an Boden. Oberflächlich betrachtet, sieht es zwar nicht so aus. Die Zahl der Kirchenmitglieder ist in den letzten fünfzehn Jahren in unserem Land um das Dreifache gestiegen gegenüber den vorangegangenen fünfzehn Jahren ... Bei einer genaueren Untersuchung der Tatsachen stellt man jedoch fest, daß die steigenden Mitgliederzahlen eine große Täuschung sind und in Wirklichkeit ein Rückgang zu verzeichnen ist ... Angenommen, die General Motors würden im Laufe der Jahre ihren Absatz um das Dreifache steigern, ihre Wagen aber nicht verbessern, so würden ihre Kunden den Fortschritt mit Recht als keine gesunde Entwicklung betrachten. Das läßt sich auch auf die christliche Kirche anwenden ... In anderen Ländern hat das Christentum wegen der Ausbreitung des Kommunismus an Boden verloren ... An den Erfolgen der Atheisten ist die Kirche — ihre Geistlichen und führenden Mitglieder — zum Teil selbst schuld ... Was hat uns zu schwachen Zeugen des Christentums gemacht? ... Erstens die Kirche, die, statt ein Antrieb zu sein, unsere Gesellschaft im großen ganzen in Ruhe läßt ... Zweitens verliert das Christentum an Boden wegen seiner Spaltungen ... Drittens verliert es an Boden, weil wir es immer mehr zu einer Religion machen, deren Mittelpunkt der Mensch ist statt Gott ... Als letztes wäre noch zu erwähnen, daß das Christentum in zunehmendem Maße weltfremd wird.“