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  • Was hat „das Auge nicht gesehen und das Ohr nicht gehört“?
    Erwachet! 1978 | 22. Oktober
    • Herrlichkeit nicht an den Pfahl gebracht hätten. Durch den Tod und die Auferstehung Jesu wurde der Weg für die Verwirklichung aller anderen Merkmale des großen „heiligen Geheimnisses“ geebnet, wodurch angezeigt wurde, daß Satan und seine Werke in Zukunft völlig zunichte gemacht würden (1. Kor. 2:8; Hebr. 2:14).

      Wer wußte von dieser kostbaren Wahrheit? Wessen „Augen“ waren geöffnet worden, und wessen Herz war so empfänglich, daß er das Verständnis dieses wichtigen „heiligen Geheimnisses“ richtig schätzen konnte? „Uns hat Gott ... [es] durch seinen Geist geoffenbart“, antwortet der Apostel Paulus — nicht den großen Männern der Welt, den Intellektuellen mit ihrer ausgeklügelten „Weisheit“, sondern demütigen Personen, die Gott auserwählte und denen er mit seinem Geist half (1. Kor. 2:10).

      Um hervorzuheben, welch ein gesegnetes Verhältnis sie zu Gott hatten, führte Paulus Jesaja 64:4 an und schrieb: „Sondern so, wie geschrieben steht: ,Was das Auge nicht gesehen ...‘“ Geht aus dem Kontext von 1. Korinther 2:9 nicht offensichtlich hervor, daß Paulus über das Verständnis dieser „verborgenen Weisheit“ sprach, ein Verständnis, das keiner der Herrscher hatte und auch keiner von denen, die in den Augen der Welt für groß gehalten wurden?

      Der Zusammenhang von Jesaja, Kapitel 64 stützt diese Schlußfolgerung ebenfalls. Jesaja beschreibt, wie Jehova für seine Freunde Wundertaten vollbracht hatte. Noch nie hatte jemand gehört oder gesehen, daß ein anderer Gott so für die gehandelt hätte, die ‘auf ihn harrten’ oder an ihn glaubten. Der Kommentator Albert Barnes macht eine ähnliche Beobachtung und schreibt:

      „Der Gedanke ist im Hebräischen nicht, was Gott vorbereitet oder aufbewahrt hat, in dem Sinne, daß er es für die Zukunft aufbewahrt hätte; sondern was er bereits in der Vergangenheit getan hat. Kein Gott hatte das getan, was er getan hatte; kein Mensch war je Zeuge solcher Kundgebungen von seiten eines anderen Gottes geworden. ... Der Sinn des ersten Verses ist, daß Gott seinen Freunden durch seine früheren Taten Kundgebungen seiner Existenz, Macht und Güte gegeben hatte, die nirgendwo anders gegeben worden waren.“

      Ja, Gottes Freunde hatten ein Verständnis über seine Taten, das andere im allgemeinen nicht hatten. Sie hatten die Gelegenheit, die Verwirklichung der Vorsätze Jehovas zu erleben.

      Paulus erwähnte nun einen ähnlichen Gedanken in Verbindung mit der Korinther Versammlung. Mit Hilfe des Geistes Gottes hatten diese Christen die Bedeutung des „heiligen Geheimnisses“ Gottes verstehen dürfen. Von allen Menschen hatte Gott sie auserwählt, um ihnen diese erhabenen Gedanken zu offenbaren.

      Denken wir nur an einige der großartigen Wahrheiten, die diesen Christen des ersten Jahrhunderts geoffenbart wurden. Aus der Menschheit sollte eine Gruppe von Menschen ausgewählt werden, um mit Jesus im Himmel zu herrschen und um ein Teil des „Samens“ der Befreiung zu sein. Unter diesen Menschen würden sich sogar Nichtjuden befinden, Menschen aus allen Nationen und Rassen. Wie begeisternd! (Gal. 3:29; Eph. 1:8-14; 3:5, 6).

      Diesen demütigen Jüngern wurde eine begeisternde Neuigkeit nach der anderen geoffenbart. Die sogenannten Weisen und Philosophen jener Zeit mochten daher ruhig weiterhin mit „übertriebener Redekunst“ über Nichtigkeiten schwätzen. Die Christen dagegen besaßen als einzige hier auf der Erde das wichtigste Wissen, das man haben konnte.

      Gott hörte nach dem ersten Jahrhundert nicht auf, ein Verständnis seines großartigen Vorsatzes zu offenbaren. Betrachte nur einige der „tiefen Dinge Gottes“, die wahre Christen in diesen „letzten Tagen“ deutlich erkennen können. Die Tatsache, daß Gottes Königreich unter Christus als König im Jahre 1914 aufgerichtet wurde und daß Satan und seine Dämonen aus dem Himmel geworfen wurden und jetzt große Bedrängnis über die Erde bringen, wird von den Nachfolgern Jesu heute deutlich verstanden. Trotz der schrecklichen Weltverhältnisse haben sie heute eine klare Vision von Gottes neuer Ordnung der Gerechtigkeit, und sie sind fest davon überzeugt, daß sie nahe bevorsteht.

      Der Prediger, der die Worte „Was das Auge nicht gesehen und das Ohr nicht gehört hat“ zitierte, hätte daher erklären müssen, daß sich der Apostel hier nicht auf die wunderbaren Verhältnisse der neuen Ordnung bezog, die die Augen und Ohren seiner Zuhörer eines Tages in der Zukunft wahrnehmen würden. Statt dessen machte der Apostel auf die Schätze der geistigen Weisheit aufmerksam, die mit dem ‘heiligen Geheimnis des Samens’ zusammenhängen und die den Augen und Ohren der nichterleuchteten Weltmenschen verborgen blieben.

  • Wir beobachten die Welt
    Erwachet! 1978 | 22. Oktober
    • Wir beobachten die Welt

      Malawi und die Religionsfreiheit

      ◆ Als der Staatschef von Malawi Hastings Kamuzu Banda, vor kurzem Nashville (Tennessee) besuchte, besichtigte er auch das adventistische Krankenhaus Riverside. Dort sagte ein Verwaltungsmitglied, das zu den Adventisten des Siebenten Tages gehört: „Wir danken Ihnen dafür, daß Sie in Malawi allen Religionsgemeinschaften die Freiheit gewähren, Gott nach dem Diktat ihres Gewissens anzubeten.“ Doch später strafte Banda selbst diese Worte Lügen, als er zu Pressevertretern sagte: „Ich habe ihnen [den Adventisten] klargemacht, daß ich es vorziehe, auf presbyterianische Art in den Himmel zu kommen. Aber obschon ich Presbyterianer bin, ist in Malawi keine Denomination verboten, ausgenommen die Zeugen Jehovas.“ Dem Artikel war ein Bild Präsident Bandas beigefügt, und darunter hieß es: „Betonte die Glaubensfreiheit“ (The Tennessean, 1. Mai 1978, S. 15).

      Professoren und Mitglieder der Studentenverwaltung der Universität von Indiana protestierten gegen die Absicht, Banda zum Ehrendoktor zu ernennen. Wie der Indianapolis Star schreibt, warfen sie ihm vor, „die Verletzung der Menschenrechte und der Grundrechte, ja sogar die Ermordung von Zeugen Jehovas befohlen oder stillschweigend hingenommen zu haben“. Ferner wurde aus einem am 1. Februar vom amerikanischen Außenministerium herausgegebenen Bericht angeführt: „Malawi verletzt die international anerkannten Menschenrechte vor allem dadurch, daß eine große Anzahl von Bürgern sowie einige Ausländer ohne Gerichtsverfahren willkürlich in Haft behalten werden.“ Die Professoren erwähnten auch, daß Banda sich den Titel „Seine Exzellenz, der alleswissende Sieger“ beigelegt hat.

      Die in Bloomington (Indiana) erscheinende Zeitung Sunday Herald-Times berichtete, daß eine Delegation der Zeugen Jehovas jener Stadt mit T. Jake Muwamba, dem UN-Delegierten Malawis und diplomatischen Vertreter dieses Landes bei den Vereinigten Staaten, zusammentraf, aber nicht, um gegen die Unterdrückung ihrer Mitchristen in Malawi zu protestieren, sondern um, wie die Delegation erklärte, „ihre Sorge um ihre ,Brüder‘ in seinem Heimatland in Afrika zum Ausdruck zu bringen“.

      Als Banda von Reportern gefragt wurde, warum er Jehovas Zeugen unterdrücke, äußerte er die falsche Behauptung: „Sie bezahlen keine Steuern. ... Sie halten überhaupt nichts von der Regierung.“ Dabei ist weltweit bekannt, daß Jehovas Zeugen ehrlich sind und die Gesetze befolgen. Auch bezahlen sie gewissenhaft ihre Steuern und gehorchen so dem Gebot Jesu, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist (Mark. 12:17, Luther).

      Killersatelliten

      ◆ Die atomaren Supermächte arbeiten nach Auffassung des Stockholmer Institutes für internationale Friedensforschung Sipri bereits jetzt am „Krieg der Sterne“ der Zukunft. In einem vor kurzem veröffentlichten Buch, betitelt „Äußerer Weltraum — Kampffeld der Zukunft“, ließ das internationale Institut verlauten, daß sowohl die Vereinigten Staaten als auch die Sowjetunion Killersatelliten entwickeln würden, um jeweils Himmelsspione des anderen Landes zerstören oder einfangen zu können. Beide Mächte würden auch Todesstrahlen erforschen, die ein feindliches Raumschiff „vaporisieren“ oder „verdampfen“ lassen können. In dem Buch heißt es auch, daß ursprünglich der äußere Weltraum als Zone des Friedens gedacht gewesen sei, doch in den vergangenen Jahren hätten rund 60 Prozent der Weltraumstarts in den USA und der UdSSR militärische Satelliten in eine Erdumlaufbahn gebracht. Das Atomwaffenverbot im äußeren Weltraum verbiete den Supermächten nicht, die Pläne für Killersatelliten voranzutreiben und letztlich ein Raketenabwehrsystem im Weltraum zu installieren. Wie die Zeitung St. Galler Tagblatt weiter meldet, haben die USA eine riesige Weltraumfähre gebaut, die 18 Meter breite Türen öffnen kann und somit das Einfangen und Aussetzen von Weltraumobjekten erlaubt.

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