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  • Stellst du die Gottesanbetung allem voran?
    Der Wachtturm 1965 | 1. März
    • der König Nebukadnezar sandte aus, um die Satrapen, die Statthalter und die Landpfleger, die Oberrichter, die Schatzmeister, die Gesetzeskundigen, die Rechtsgelehrten und alle Oberbeamten der Landschaften zu versammeln, damit sie zur Einweihung des Bildes kämen, welches der König Nebukadnezar aufgerichtet hatte.“ (Dan. 3:1, 2) Dieser Befehl betraf natürlich auch Sadrach, Mesach und Abednego, die zu Verwaltern über die Landschaft Babel eingesetzt worden waren.

      33. (a) Welches Ziel verfolgte der Teufel nun im Hinblick auf die drei hebräischen Jünglinge, und wie formulierte der König seinen Befehl das Bild anzubeten? (b) Welchen interessanten Aufschluß gibt uns das in der Fußnote angeführte Zitat aus der Broschüre Our Flag (Unsere Fahne)?

      33 Das Ganze war ein wohlüberlegter Versuch Satans, des Teufels, des eigentlichen Gottes Babylons, diese drei Hebräer zu zwingen, sich vor dem Staat, das heißt vor dessen Symbol — ob Standbild, Standarte oder Fahne —, zu beugen.f Das goldene Bild stellte das Babylonische Reich dar. Alle hohen Regierungsbeamten der Länder, die Nebukadnezar erobert hatte, sollten zur gleichen Zeit zur Stelle sein und sich vor diesem Bild niederwerfen. Der Nationalismus Babylons sollte den Judäern, Assyrern, Ägyptern und allen Bewohnern der übrigen von Nebukadnezar eroberten Gebiete aufgezwungen werden. So versammelten sie sich alle. „Und der Herold rief mit Macht: Euch wird befohlen, ihr Völker, Völkerschaften und Sprachen: Sobald ihr den Klang des Hornes, der Pfeife, der Zither, der Sambuke, der Laute, der Sackpfeife, und allerlei Art von Musik hören werdet, sollt ihr niederfallen und das goldene Bild anbeten, welches der König Nebukadnezar aufgerichtet hat. Und wer nicht niederfällt und anbetet, der soll sofort in den brennenden Feuerofen geworfen werden.“ (Dan. 3:4-6) Sich vor dem Bild verbeugen, den Staat anbeten — so lautete der Befehl. Nationalismus! Alle Völker, die führenden Männer, die großen und die kleinen, sollten nun das, was Jesus später als Cäsar bezeichnete, oder dessen Bild anbeten. Das war Nationalismus!

      34, 35. Wie verhielten sich die drei Hebräer in der Prüfung, die nun über sie kam, und an welches Gebot ihres Gottes erinnerten sie sich?

      34 Doch schau! Dort stehen drei Männer! Sie beugen sich nicht nieder! Kannst du dir das vorstellen? Diese drei Männer sind mit den übrigen auf Befehl des Königs in die Ebene Dura hinausgegangen, aber sie fallen nicht nieder. Warum nicht? Sie sind bis zum Äußersten gegangen. Sie haben sich mit den anderen versammelt. Dann kam die Prüfung, und sie trafen die richtige Entscheidung. Die drei Judäer — Sadrach, Mesach und Abednego — erinnerten sich, daß Jehova zu Moses gesagt hatte:

      35 „Ich bin Jehova, dein Gott, der ich dich aus dem Lande Ägypten, aus dem Sklavenhause, hinausgebracht habe. Du sollst keine anderen Götter wider mein Angesicht haben. Du sollst dir kein gehauenes Bild oder eine Gestalt machen, die dem gleich ist, was irgend oben in den Himmeln ist oder was sich darunter auf der Erde befindet, oder was in den Wassern unter der Erde ist. Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen noch dich verleiten lassen, ihnen zu dienen, denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert, welcher für die Vergehung von Vätern Strafe bringt über Söhne, über die dritte Generation und über die vierte Generation, im Falle jener, die mich hassen, aber liebende Güte übt gegen die tausendste Generation im Falle jener, die mich lieben und meine Gebote halten. Du sollst den Namen Jehovas, deines Gottes, nicht in unwürdiger Weise gebrauchen, denn Jehova wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen in unwürdiger Weise gebraucht.“ — 2. Mose 20:1-7, NW.

      36. Auf wen vertrauten sie?

      36 Das war für diese drei Hebräer unmißverständlich. Sie waren Gott ausschließlich ergeben. Für sie stand es fest: Sie würden sich vor einem von Menschen gemachten Standbild oder Symbol nicht niederbeugen, um es anzubeten. Sollten sie deswegen das Leben verlieren, so brauchten sie sich nicht vor dem Tod zu fürchten, denn sie glaubten an eine Auferstehung von den Toten. Als Nebukadnezar von dem Vorfall hörte, wurde er sehr zornig und ordnete eine Untersuchung an.

      37. Was geschah, als man diese drei Männer vor den König brachte?

      37 Die drei Hebräer wurden vor Nebukadnezar gebracht, und der König sagte zu ihnen: „Ist es Absicht, Sadrach, Mesach und Abednego, daß ihr meinen Göttern nicht dienet und das goldene Bild nicht anbetet, welches ich aufgerichtet habe?“ (Dan. 3:14) Es war dem König peinlich, daß ausgerechnet diese drei vortrefflichen Diener eine Ausnahme machten. Sie brauchten sich doch nur niederzubeugen. Das war doch bestimmt eine Kleinigkeit! Nebukadnezar gab ihnen daher noch eine Gelegenheit. Er sagte zu ihnen: „Nun, wenn ihr bereit seid, zur Zeit, da ihr den Klang des Hornes, der Pfeife, der Zither, der Sambuke, der Laute und der Sackpfeife, und allerlei Art von Musik hören werdet, niederzufallen und das Bild anzubeten, welches ich gemacht habe ...; wenn ihr es aber nicht anbetet, sollt ihr sofort in den brennenden Feuerofen geworfen werden; und wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand erretten wird?“ — Dan. 3:15.

      38. Zögerten die drei Hebräer irgendwie, als der König ihnen nochmals eine Gelegenheit gab, sich niederzubeugen und was antworteten sie ihm?

      38 Diese drei Hebräer brauchten nicht lange zu überlegen. Für sie stand es fest: Sie hatten schon als Jünglinge, als sie noch in der königlichen Privatschule für Edelleute beköstigt wurden, gewußt, wem sie dienen wollten; sollten sie nun, nachdem sie sich geweigert hatten, Jehovas Speisegesetze zu übertreten, sein Gesetz über die Bilderverehrung verletzen? Ohne zu zögern erwiderten Sadrach, Mesach und Abednego darum dem König: „Nebukadnezar, wir halten es nicht für nötig, dir ein Wort darauf zu erwidern. Ob unser Gott, dem wir dienen, uns aus dem brennenden Feuerofen zu erretten vermag — und er wird uns aus deiner Hand, o König, erretten — oder ob nicht, es sei dir kund, o König, daß wir deinen Göttern nicht dienen und das goldene Bild, welches du aufgerichtet hast, nicht anbeten werden.“ — Dan. 3:16-18.

      39. Wer gab einmal eine ähnliche Antwort, um die reine Gottesanbetung zu verteidigen?

      39 Welch ein Glaube! Welche Treue! Hat man seither jemals wieder von einer solch mutigen Entscheidung gehört? Weißt du noch, was Jesus tat, als Satan ihn veranlassen wollte, ihm „einen Akt der Anbetung“ zu erweisen? Jesus zögerte auch nicht lange mit seiner Antwort. „Da sprach Jesus zu ihm: ‚Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: „Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.“‘“ — Matth. 4:8-10.

      BEFREIUNG DER TREUEN

      40—42. Beschreibe das spannende Drama, das sich nun vor den Augen Nebukadnezars abspielte, und den Ausgang des Erlebnisses der drei Männer im Feuerofen.

      40 Nebukadnezar wußte genau, wen diese drei Hebräer anbeteten. Würden sie aber, wenn unter Druck gesetzt, wenn gebunden, um in den Feuerofen geworfen zu werden, nachgeben? Würden sie sich dem Staat beugen und nationalistisch werden? Würden sie versuchen, zwei Herren zu dienen? Würden sie dem Staat etwas geben, was ihm nicht gehört?

      41 Diese drei Männer wurden „nicht furchtsam vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können“. Sie verhielten sich so, wie sich die wahren Christen von heute verhalten, die das vortreffliche Beispiel sehr schätzen, das diese drei Hebräer dadurch gaben, daß sie den fürchteten, „der sowohl Seele als Leib in der Gehenna vernichten kann“. (Matth. 10:28) Sie beobachteten, wie Nebukadnezar voll Grimmes wurde und sich das Aussehen seines Antlitzes gegen sie veränderte. Man solle den Ofen siebenmal mehr als sonst heizen und sie dann hineinwerfen, befahl der König. Die drei Männer wurden in den Feuerofen geworfen, der so stark geheizt worden war, daß selbst die Männer, die die drei Hebräer in den Feuerofen werfen mußten, von den lodernden Flammen getötet wurden.

      42 Dann sah Nebukadnezar etwas, was ihn erschreckte. Er stand eilends auf und sagte „Haben wir nicht drei Männer gebunden ins Feuer geworfen?“ Die Dabeistehenden sagten: „Gewiß, o König!“ Nebukadnezar aber sagte aufgeregt: „Siehe, ich sehe vier Männer frei wandeln mitten im Feuer, und keine Verletzung ist an ihnen; und das Aussehen des vierten ist gleich einem Sohne der Götter.“ Dann rief Nebukadnezar den drei Männern im Feuer zu und forderte sie auf, hinauszugehen und zu ihm zu kommen. Da gingen Sadrach, Mesach und Abednego aus dem Feuer hinaus. Es war wirklich kaum zu glauben. Das Feuer hatte keine Macht über ihre Leiber gehabt, ja nicht einmal das Haar ihres Hauptes war versengt worden. Selbst ihre Leibröcke waren nicht beschädigt worden, und der Geruch des Feuers war nicht an sie gekommen! Diese Männer waren erprobt worden und hatten ihre Treue bewiesen. — Dan. 3:24-27.

      43. Was sagte darauf Nebukadnezar, wodurch er Jehovas Befreiungsmacht bestätigte?

      43 Dieses Erlebnis erschütterte Nebukadnezar sehr, denn er sagte: „Gepriesen sei der Gott Sadrachs, Mesachs und Abednegos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die auf ihn vertrauten und das Wort des Königs übertraten und ihre Leiber dahingaben, um keinem Gott zu dienen, noch ihn anzubeten, als nur ihrem Gott! Und von mir wird Befehl gegeben, daß jedes Volk, jede Völkerschaft und Sprache — wer Unrechtes spricht wider den Gott Sadrachs, Mesachs und Abednegos, in Stücke zerhauen, und daß sein Haus zu einer Kotstätte gemacht werde; weil es keinen anderen Gott gibt, der auf solche Weise zu erretten vermag.“ (Dan. 3:28, 29) Glaubst auch du heute, daß „es keinen anderen Gott gibt, der auf solche Weise zu erretten vermag“?

  • Du mußt dich heute endgültig entscheiden
    Der Wachtturm 1965 | 1. März
    • Du mußt dich heute endgültig entscheiden

      1. Was sagt Arnold Toynbee über den Nationalismus?

      HEUTE läßt der Nationalismus seine Macht ebenfalls verspüren, und er geht gegen die christlichen Anbeter des wahren Gottes, Jehovas, oft sehr grausam vor. Der Geschichtsschreiber Arnold J. Toynbee schreibt in seinem Buch Das Christentum und die Religionen der Welt (Seite 76) folgendes: „Die kollektive Macht Athens wurde von den Athenern in der Gestalt der Göttin Athena verherrlicht ... Während der ‚hellenischen‘ Wiedergeburt in der westlichen Welt des 15. und 16. Jahrhunderts wurde diese abgöttisch verehrende Haltung der Griechen

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