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  • Kinder zur Selbstlosigkeit erziehen
    Erwachet! 1975 | 22. August
    • sie diesem Problem wirksam entgegentreten. Eine Mutter, die drei Kinder hat, bemerkte:

      „Während die Kinder heranwuchsen, waren die beiden jüngeren ärgerlich, wenn unser ältester Sohn ein besonderes Kleidungsstück oder ein Geschenk erhielt. Ich machte ihnen aber klar, daß er in seinem Alter mehr brauchte als sie. Wir versicherten ihnen, sie würden ebenso behandelt werden, wenn sie in dieses Alter kämen. Nun ist unsere Tochter so alt, und sie schätzt es, daß wir unser Wort halten.“

      Anderen dienen führt zu Segnungen

      Eines der größten Geschenke, die du deinen Kindern machen kannst, besteht darin, daß du in ihnen den Wunsch weckst, anderen zu dienen und bedürftigen Personen Zeit, Anteilnahme und Aufmerksamkeit zu schenken. Beachte, was ein Zwölfjähriger sagte, der dies verstanden hatte:

      „Kürzlich verlor ein Nachbarsjunge seinen Vater, und er tat mir wirklich leid. Ich wollte gern etwas für ihn tun, daher sprach ich mit meinem Vati darüber. Er sagte, ich könne ihn mitbringen, wenn unsere Familie gemeinsam etwas unternehmen würde. Ich habe ihn daher zu uns eingeladen, aber anscheinend möchte er zur Zeit mit niemandem zusammen sein. Ich werde es aber weiter versuchen.“

      Zeigen deine Kinder eine solche Initiative? Sind sie an anderen interessiert? Sie werden es sein, wenn du sie dazu ermunterst.

      Kinder, die ermuntert werden, selbstlos zu sein, erlangen viele Segnungen. Sie fühlen sich wohl und geborgen. Sie sind gelassener und ausgeglichener als andere Kinder. Sie sind besser auf ihre künftige Rolle als Ehemann, Ehefrau oder schließlich als Eltern vorbereitet, und sie werden feststellen, daß die Worte des Herrn Jesus Christus wahr sind: „Beglückender ist Geben als Empfangen“ (Apg. 20:35).

  • Bluttransfusionen — annehmen oder verweigern?
    Erwachet! 1975 | 22. August
    • Was sagt die Bibel?

      Bluttransfusionen — annehmen oder verweigern?

      WAHRSCHEINLICH hast du in der Zeitung schon Schlagzeilen wie diese gelesen: „Zeuge Jehovas lebensgefährlich verletzt, verweigert Blut — überlebt“ oder: „Verweigerung von Blut beunruhigt Ärzte in Kobe [Japan]“.

      Einige Personen, die solche Schlagzeilen gelesen haben, haben sich gefragt: „Wie kann man nur Blut verweigern, wenn das Leben auf dem Spiel steht?“ Ja, warum verweigern diese Christen Blut? Sie tun es nicht in erster Linie aus Furcht vor medizinischen Komplikationen, sondern aufgrund ihrer festen religiösen Überzeugung.

      Natürlich sind sich unterrichtete Personen darüber im klaren, daß Bluttransfusionen gefährlich sein können. Ein Dozent, der an einem College in Schottland Vorlesungen über Methoden der Bluttransfusion hält, schrieb: „Die Risiken einer Transfusion sind zahlreich. Mögliche Verseuchung durch Bakterien sowie Krankheitsübertragung, Blutgruppenunverträglichkeit und die Risiken einer Blutgruppenimmunisierung sind besonders von Bedeutung. Blut ist keine magische Substanz, und die Vorteile für den Patienten ... sollten sorgfältig gegen die Risiken abgewogen werden.“

      Wegen dieser Gefahren vermeiden heute viele Ärzte Bluttransfusionen. Doch selbst wenn solche Gefahren nicht bestünden, würden Jehovas Zeugen Bluttransfusionen verweigern.

      Sie vertreten diesen Standpunkt, weil es hierbei nicht lediglich um eine medizinische Frage geht, die vom Arzt oder vom Gericht entschieden werden müßte. Es geht hierbei um ein biblisches Gesetz, das Christen betrifft, die sich auf die biblischen Gesetze stützen, die anerkennen, daß sie ihnen unterstehen, und die entschlossen sind, daran festzuhalten. Das ist keine vorübergehende Laune, sondern es geht hier um eine wichtige sittliche Frage in bezug auf das Gesetz Gottes gegen die Aufnahme von Blut zur Erhaltung des Lebens. Beachte die Tatsachen.

      Äußerungen der Bibel über das Blut

      Blut wird in der Bibel häufig erwähnt, doch gewisse Texte passen besonders zur Frage der Bluttransfusion:

      Gemäß 1. Mose 9:3-6 erlegte Jehova Gott Noah und seiner Familie zwei Bestimmungen hinsichtlich der Achtung vor dem Leben auf. Zuerst sagte Gott: „Jedes sich regende Tier, das am Leben ist, möge euch zur Speise dienen. ... Nur Fleisch mit seiner Seele [seinem Leben] — seinem Blut — sollt ihr nicht essen.“ Und obwohl der Mensch Tiere zu Nahrungszwecken töten durfte, erhielt er von Jehova folgende Bestimmung hinsichtlich des Menschenlebens: „Wer irgend Menschenblut vergießt, dessen eigenes Blut wird durch Menschen vergossen werden, denn im Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht.“

      Diese hohe Achtung vor dem Leben, das durch das Blut dargestellt wird, spiegelt auch das Gesetz wider, das Gott später den Israeliten gab: „Immer, wenn deine Seele danach verlangt, magst du [Tiere zu Nahrungszwecken] schlachten ... Nur das Blut sollt ihr nicht essen. Auf die Erde solltest du es ausgießen wie Wasser. Sei nur fest entschlossen, nicht das Blut zu essen, denn das Blut ist die Seele [oder: das Leben]“ (5. Mose 12:15, 16, 23; 3. Mose 17:10-14).

      Nach dem Tode Jesu wurde die Christenversammlung gegründet. Waren die Christen an alle Einschränkungen des mosaischen Gesetzes gebunden? Nein, aber Gott war immer noch gegen den Mißbrauch von Blut, das Leben darstellt. Die leitende Körperschaft der Christenversammlung entschied, Christen sollten sich „von Dingen enthalten, die durch Götzen befleckt sind [Götzen geopfert wurden], und von Hurerei und von Erwürgtem und von Blut“ (Apg. 15:19, 20, 28, 29; 21:25).

      Tiere? Transfusionen?

      Einige sind nun der Ansicht, daß diese Texte eine Bluttransfusion nicht ausschließen würden. Sie glauben, daß diese Verse lediglich Speisevorschriften hinsichtlich Tierblutes enthielten, und das habe nichts mit einer Transfusion von Menschenblut in den Blutkreislauf zur Erhaltung von Menschenleben zu tun. Außerdem hätten diese Einschränkungen nur für Juden und Judenchristen gegolten, seien aber heute nicht mehr für Christen bindend. Bist du auch dieser Meinung?

      Es stimmt, daß die Israeliten, die die Gesetze hinsichtlich des Blutes erhielten, in erster Linie an das Blut von Tieren dachten, die zu Nahrungs- oder Opferzwecken getötet wurden (5. Mose 12:15, 16; 3. Mose 17:11). Doch wie hätten sie Menschenblut behandelt? Da der Schöpfer hinsichtlich des Blutes gesagt hatte, es stelle Leben dar, war es einem Juden zum Beispiel verboten, sein Leben mit Hilfe von Tierblut zu erhalten. Selbst in Lebensgefahr wäre es eine Sünde gewesen, wenn er Tierblut zu sich genommen hätte (1. Sam. 14:31-34). Denkst du nun, er wäre zu dem Schluß gekommen, Tierblut sei heilig und könne nicht verwendet werden, aber Menschenblut sei weniger heilig und könne verwendet werden? Im Gegenteil. Die Bibel zeigt deutlich, daß Menschenleben höher bewertet wird als Tierleben. Wenn also schon Tierblut (das Leben darstellt) zu heilig war, um verwendet zu werden, wäre dann nicht auch Menschenblut heilig?

      Einige behaupten, daß die in der Bibel erwähnten Einschränkungen hinsichtlich des Blutes nur auf Juden zuträfen. Doch ist dem so? Denke daran, daß Gott schon lange vor dem mosaischen Gesetz Noah — den Vorfahren der ganzen Menschheitsfamilie — vor dem Essen von Blut gewarnt hatte. War Gottes Gebot lediglich eine Speisevorschrift?

      Professor Gerhard von Rad gibt zu 1. Mose 9:3, 4 folgenden Kommentar: „Es ist hier also alles andere als ein vereinzeltes ,Speisegebot‘ erlassen ..., sondern eine Verordnung für die ganze Menschheit“ (Neues Göttinger Bibelwerk, Band 2). Denke auch daran, daß in 1. Mose 9:3-6 das Verbot hinsichtlich des Blutes mit der Erklärung Gottes hinsichtlich der Achtung vor dem Menschenleben verbunden ist. Rabbiner Benno Jacob bemerkt dazu:

      „Die zwei Verbote gehören zusammen. ... Die Erlaubnis, Fleisch zu essen, doch ohne sein Blut, und das Verbot hinsichtlich des Vergießens von Menschenblut zeigen den Platz des Menschen in der Welt der Lebenden ... Zusammenfassend gesagt: Der Grund für das Verbot von Blut hat sittlichen Charakter. ... Der spätere Judaismus betrachtete diese Passage als eine Festsetzung fundamentaler Sittenbegriffe für jedes menschliche Wesen“ (Kursivschrift von uns).

      Eine Bestätigung dafür ist die in Apostelgeschichte 15:19-29 aufgezeichnete Entscheidung der leitenden Körperschaft der Christenversammlung. Einige haben behauptet, diese Entscheidung sei lediglich eine befristete Verlängerung des mosaischen Gesetzes gewesen, die Christen damals beachten sollten, um nicht die Gefühle der Juden zu verletzen. Doch die leitende Körperschaft erklärte deutlich, daß das biblische Gesetz von Christen verlangt, das Blut weiterhin heiligzuhalten.

      Doch was, wenn in einem Notfall eine Bluttransfusion anscheinend die beste Möglichkeit bietet, ein „Menschenleben zu retten“? Ein Mediziner erklärte, daß ein Patient, der im

      „Vollbesitz seiner Sinne ist, ... das Recht [hat] jegliche Form medizinischer Behandlung, die ihm angeboten wird, anzunehmen oder abzulehnen. Dieses Recht wird bei Katholiken bereits allgemein anerkannt ... Es ist daher schwer zu verstehen, warum man einem Zeugen Jehovas nicht die Freiheit zugestehen sollte, eine Bluttransfusion zu verweigern. ... Wenn man einmal den Grundsatz gelten läßt, daß eine Person das Recht hat, für sich selbst zu wählen, dann steht jede Maßnahme, durch die dieses Recht übergangen wird, unweigerlich am Anfang einer Entwicklung mit tiefgreifenden Folgen. ... Der Staat übernimmt es allmählich, Entscheidungen für den einzelnen zu treffen. Auf diese Weise verlieren freie Länder ihre Freiheit und werden totalitär.“

      Fast in allen Fällen kann eine andere Behandlung angewandt werden, wenn kein Blut verfügbar ist oder wenn es verweigert wird. Selbst wenn das nicht der Fall wäre, verlangt dann nicht die Achtung vor der Freiheit und dem Recht anderer, jemandem zu erlauben, sich für eine Behandlung zu entscheiden, die er mit seinem Gewissen vereinbaren kann? Und das ist um so wichtiger, wenn ein Christ eine Behandlung ablehnt, die im Widerspruch zu seinem Verständnis über die biblischen Gesetze und über die „grundlegenden Sittenbegriffe“ steht, nach denen er lebt.

  • Wir beobachten die Welt
    Erwachet! 1975 | 22. August
    • Wir beobachten die Welt

      Dunkle Geschäfte mit dem „roten Gold“

      ◆ Gewissenlose Geschäftemacher haben in einigen Industrieländern, zu denen auch Deutschland gehört, eine Marktlücke entdeckt. Sie haben festgestellt, daß weit mehr Blut von den Krankenhäusern angefordert als gespendet wird. Ihr gewissenloses Geschäftsgebaren haben jetzt Experten der Genfer Weltgesundheitsorganisation und der Liga der Rotkreuz-Gesellschaften in Genf öffentlich angeprangert und darauf hingewiesen, daß sich die Blutplasmagewinnung zu rein kommerziellen Zwecken bis nach Zentral- und Südamerika, Afrika und Asien ausgedehnt habe. Dort bekämen die Spender etwa 2 bis 4 Dollar für 1 Liter Blutplasma, das in einigen Industrieländern für 20 bis 40 Dollar oder auch mehr wieder verkauft werde. Dabei handele es sich bei den Spendern gerade um ärmere Menschen, die es sich aus Gesundheitsgründen nicht leisten könnten, nur, um etwas Geld zu verdienen, ihr Blut zum Wohle reicherer Bevölkerungskreise herzugeben.

      Die Abendzeitung zitiert in diesem Zusammenhang auch den Leiter des amerikanischen Gesundheitsministeriums, Dr. Martin Goldfield, der zu diesem Thema sagte: „Das außerhalb jeglicher medizinischen Aufsicht zu warm und unhygienisch verpackte Blutplasma kann unter gewissen Umständen töten. Es stammt häufig genug von Kranken, Drogensüchtigen und sogar aus Leichenhallen. Es kann im Fall von Verflüssigung Hunderte von verschiedenen

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