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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1957
w57 15. 1. S. 63

Fragen von Lesern

● Bei einer Gelegenheit trieb Jesus einen Dämon aus einem Jungen aus, den seine Jünger nicht hatten heilen können; und als die Jünger später Jesus fragten, warum sie den Dämon nicht austreiben konnten, sagte Jesus: „Wegen eurer Kleingläubigkeit; denn in Wahrheit sage ich euch: Wenn ihr Glauben habt in der Größe eines Senfkorns, so werdet ihr zu diesem Berge sagen: ‚Rücke von hier weg dorthin!‘ so wird er hinwegrücken; und nichts wird euch unmöglich sein.“ (Matth. 17:20, NW) Kann durch Anwendung von nur wenig Glauben ein buchstäblicher Berg versetzt werden? Was wollte Jesus eigentlich sagen? — R. C., Vereinigte Staaten.

Die Juden bedienten sich eines Senfkorns, um etwas ganz Kleines darzustellen, und indem er es hier anführte, legte er Nachdruck darauf, wie wenig Glauben die Jünger wirklich in ihrem Bemühen, den dämonenbesessenen Jungen zu heilen, an den Tag gelegt hatten, obwohl sie schon vorher Kranke geheilt und Dämonen ausgetrieben hatten. (Luk. 9:1-6; 10:1, 17-20) So hob Jesus zuerst die Notwendigkeit eines größeren Glaubens hervor. Sie hatten nur wenig Glauben, sollten ihn aber mehren. Selbst im kleinen Senfkorn wohnt ein großes Ausdehnungsvermögen, denn Jesus sagte anderswo, es sei „kleiner als alle Samen, wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als die Gartengewächse und wird ein Baum, so daß die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten“. Gleichwie das Senfkorn, wenn bewässert und in gutem Boden gepflegt, zu einer Pflanze heranwächst, die so groß ist wie ein Baum, so wird sich ein kleiner Glaube, wenn durch privates Studium und durch Versammlungsbesuch und Dienst genährt, mehren und ausdehnen. — Matth. 13:32, Fußn.

Aber die große Kraft des Glaubens, die zuerst die „Größe eines Senfkorns“ hat, zeigt sich in ihrer Fähigkeit, einen Berg zu versetzen. Bedeutet dies einen buchstäblichen Berg? Ja, zweifellos den Berg der Umgestaltung, wäre es Gottes Wille gewesen. Der Ausdruck „Berg“ kann sich auch auf große, gewaltige Hindernisse und Schwierigkeiten beziehen, die unseren Fortschritt im Dienste Jehovas hemmen. Jedoch würde es etwas bedeuten, das so unübersteigbar und unverrückbar wäre wie ein großer buchstäblicher Berg. Biblische Beispiele zeigen, daß der Ausdruck „Berg“ in diesem Sinne gebraucht wurde. Als Jesaja die Zeit voraussagte, da Juda aus der babylonischen Gefangenschaft zurückgeführt würde und ein treuer Überrest nach Jerusalem heimkehren sollte, sagte er: „Jedes Tal soll erhöht, und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden; und das Höckerichte soll zur Ebene werden, und das Hügelige zur Niederung!“ Auf diese sinnbildliche Art zeigte er, daß die Schranken, die ihre Rückkehr blockierten, beseitigt werden sollten. — Jes. 40:4.

In Sacharja 4:7 (AÜ) lesen wir: „Wer bist du, großer Berg? Vor Serubbabel werde zur Ebene!“ Was war dieser Berg? Ein buchstäblicher? Nein, er bedeutete den Widerstand gegen das Werk des theokratischen Wiederaufbaus, das unter dem Statthalter Serubbabel vor sich ging, der an der Spitze von Tausenden treuer Israeliten aus der babylonischen Gefangenschaft zurückgekehrt war. Opposition gegen den Wiederaufbau des Tempels leisteten Widersacher aus der Nachbargegend, und nach Jahren der Störung und Einmischung manövrierten die Samariter die Sache so, daß die persische Regierung das Werk offiziell verbot. All dies war gleich einem großen Berge, der den Weg des Wiederaufbaus blockierte; aber vor Serubbabel und den mutigen Israeliten sollte dieser Berg weggehoben oder zur Ebene abgetragen werden, weil sie glaubenstreu im Werke beharrten und sich nicht aufhalten ließen. Schließlich wurde das berghohe Hindernis, das Verbot der Regierung, beseitigt und die Feinde unterworfen.

Wenn wir heute Glauben haben, wird Jehova uns in seinem Werke segnen, und es wird sich zeigen, daß unser Glaube lebendig ist, sofern wir im Dienste vorandrängen und das Vertrauen zu Jehova haben, daß er uns über alle Hindernisse triumphieren läßt. Während wir voller Glauben und Vertrauen in Jehova wirken, sollte unser Glaube zunehmen. Der Glaube als „Senfkorn“ muß in unseren Herzen bewässert, muß gepflegt und zum Wachstum ermutigt werden, damit er zunehme und heranreife und stark und fruchtbar werde in guten Werken, fähig, mächtige Taten zu tun, weil er gewachsen ist, Taten, die er nicht vollbringen kann, wenn er klein bleibt und nur schlummert und nicht die Früchte rechter Werke hervorbringt. Den Menschen, die des Glaubens ermangeln, erscheint ein Maulwurfshügel wie ein Berg, aber starker Glaube erniedrigt Berge zu Maulwurfshügeln. So strebe danach, durch Studium und Verbindung mit Jehovas Volk an Glauben zuzunehmen. Und wenn uns eine Aufgabe zu groß vorkommt, müssen wir zu Jehova um Hilfe aufblicken, müssen ihn darum bitten und nie daran zweifeln, daß er sie gewähren wird, sondern müssen vertrauensvoll im Glauben bitten und nie zweifeln, wie dies in Jakobus 1:5-8 aufgezeichnet ist. Im Glauben zu bitten bedeutet nicht nur zu bitten, sondern dann auch auf die Verwirklichung der Bitte hinzuarbeiten; denn nur Glaube, der mit Werken gepaart ist, ist ein lebendiger Glaube. Nur solcher Glaube hat die siegende Macht, deren es bedarf, um Berge versetzen zu können.

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