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Brief des ZweigbürosKönigreichsdienst 1974 | November
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Brief des Zweigbüros
Liebe Königreichsverkündiger!
Die Zahlen stehen jetzt fest, so daß wir sagen können, daß wir im vergangenen Dienstjahr von Jehova tatsächlich reich gesegnet wurden. Die Zahl der Verkündiger ist in Westdeutschland um 5 Prozent angestiegen, was bedeutet, daß es im Durchschnitt 4 908 Lobpreiser Jehovas mehr gab. Dies wiederum machte es erforderlich, 73 neue Versammlungen zu gründen, so daß es in unserem Land jetzt 1 255 Versammlungen gibt. Diese Zunahme spiegelt sich auch in der Zahl der Neugetauften wider. Im vergangenen Dienstjahr ließen sich 7 959 Personen taufen. Wir freuen uns, zu beobachten, daß so viele Menschen den Weg eingeschlagen haben, der zu wirklichem Leben führt.
Für diese Neuen wird das „Jahrbuch 1975“ genauso fesselnd sein wie für uns. Viele, die sich uns während der letzten Jahre im Dienste Jehovas angeschlossen haben, haben, obwohl sie die Wahrheit sehr schätzen, noch nicht viel darüber gelesen, wie sich die neuzeitliche Organisation der Zeugen Jehovas eigentlich entwickelt hat. Aber das neue „Jahrbuch“ enthält Einzelheiten darüber. Es behandelt die Entwicklung des Werkes in den Vereinigten Staaten und ist der vollständigste und umfassendste Bericht, der je über das Werk der Zeugen Jehovas in der Neuzeit verfaßt worden ist.
Wir regen an, daß Ihr zusätzliche Exemplare des „Jahrbuches 1975“ bestellt. Wenn Ihr Euren Verwandten, Nachbarn und Bekannten ein Exemplar des „Jahrbuches“ gebt, mögen sie eine gute Gelegenheit haben, Jehovas Zeugen wirklich kennenzulernen. Selbst wenn sie keine anderen Veröffentlichungen über unsere Glaubensansichten lesen mögen, interessieren sie sich vielleicht sehr für diesen offiziellen Bericht über die Organisation, ihre Entwicklung und Ausdehnung während der vergangenen 100 Jahre.
Nachdem ein Wirbelsturm Mitte September Honduras (Mittelamerika) heimgesucht hatte, dem gemäß Zeitungsmeldungen 7 500 bis 8 000 Personen zum Opfer fielen, fragten viele, wie es unseren Brüdern dort gehe. Wenige Tage nach dem Sturm erhielten wir hier im Bethel die Nachricht, daß zwar Hunderte unserer Brüder ihr Besitztum verloren haben, doch keiner von ihnen ums Leben gekommen ist. Sowohl unsere Brüder aus dem nahe gelegenen Nicaragua und aus Belize als auch aus New York und New Orleans (USA) sandten den Brüdern in Honduras sofort Hilfsgüter. Innerhalb sehr kurzer Zeit wurden insgesamt 25 700 Kilogramm Hilfsgüter gesandt sowie Tausende von Dollars, um an Ort und Stelle Waren zu beschaffen. Ist es nicht ein Segen, zu einer Organisation zu gehören, in der einer den anderen wirklich liebt?
Bald wird es nur noch solch liebevolle Menschen geben. Helfen wir daher weiterhin allen, die Gerechtigkeit lieben, Stellung auf der Seite Jehovas zu beziehen, während wir den göttlichen Sieg mit Zuversicht erwarten. Wir senden Euch unsere herzlichen Grüße der Liebe.
Eure Brüder
ZWEIGBÜRO WIESBADEN
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Andere benötigen, was wir habenKönigreichsdienst 1974 | November
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Andere benötigen, was wir haben
1 Es gibt viele aufrichtige Menschen, die die Wahrheit über Gott und über seinen Vorsatz noch nicht kennen. Sie sind betrübt über das, was sie in der Welt vor sich gehen sehen, wissen aber nicht, wohin sie sich wenden sollen. Auch sie müssen die Wahrheit, die von Gott stammt, kennenlernen.
2 Diesem vergehenden System der Dinge verbleibt nicht mehr viel Zeit. Da wir die Dringlichkeit fühlen, richten wir es so ein, daß wir Zeit haben, um anderen die Wahrheit zu übermitteln. Wir freuen uns, zu beobachten, daß so viele günstig darauf reagieren. Ein Verkündiger schrieb: „Ist die schöne Zunahme nicht wunderbar? Bestimmt ist sie eine Bestätigung für die Tatsache, daß noch nicht alle ,Schafe‘ eingesammelt worden sind, und sie entfacht in uns den Wunsch, um so mehr ,jagen‘ zu gehen.“ Es gibt nichts Lohnenderes, was wir heute tun könnten. Wieso? Weil wir, wenn wir uns an dieser Arbeit beteiligen, eigentlich „Gottes Mitarbeiter“ sind und die Ergebnisse unserer Tätigkeit von Bestand sein werden (1. Kor. 3:9).
3 Während der ersten zehn Tage des Monats November verbreiten wir die „Königreichs-Nachrichten“ Nr. 19. Zweifellos werden Tausende derer, die sie lesen, durch den Inhalt angesprochen werden, wie es auch bei vorhergehenden „Königreichs-Nachrichten“ der Fall war. Ein Ehepaar, das in eine neue Wohnung zog, fand dort als einziges, was in der ganzen Wohnung zurückgeblieben war, ein Exemplar der „Königreichs-Nachrichten“ Nr. 18 in einer Schublade vor. Die beiden lasen das Traktat und riefen dann die angegebene Nummer an. Es wurde ein Studium mit ihnen begonnen, und sie haben nicht nur regelmäßig alle Zusammenkünfte besucht, sondern auch den Wunsch zum Ausdruck gebracht, getauft zu werden. In derselben Versammlung rief auch noch ein Mann an, der wissen wollte, was er tun müsse, um bei der Verbreitung mitzuhelfen. Man hat mit ihm ein Studium begonnen, und auch er besucht sonntags die Zusammenkünfte.
4 Interessanterweise haben wir jeden Monat, in dem wir „Königreichs-Nachrichten“ verbreitet haben, eine neue Höchstzahl an Verkündigern erreicht: Im September 1973 beteiligten sich 95 860 Personen am Predigtdienst, im Dezember jenes Jahres waren es 96 728 und im Mai dieses Jahres 97 771. Wahrscheinlich werden sich uns viele, die wir im Zeugniswerk angetroffen haben, in diesem Monat im Predigtdienst anschließen. Es wäre großartig, wenn es auch im November eine neue Verkündiger-Höchstzahl gäbe.
5 Wir schlagen vor, nach der Verbreitung der „Königreichs-Nachrichten“ Nr. 19 dasselbe Gebiet so bald wie möglich erneut zu bearbeiten und dabei das „Vorsatz“-Buch für 1 DM anzubieten.
6 Bei der Bearbeitung des Gebiets, in dem wir die „Königreichs-Nachrichten“ verbreitet haben, sollten wir nicht nur daran denken, Literatur abzugeben, sondern auch überall dort ein Bibelstudium einzurichten, wo sich die Möglichkeit dazu bietet. Es ist ermutigend zu beobachten, daß die Zahl der Bibelstudien steigt. Der monatliche Durchschnitt für das Dienstjahr 1974 betrug 36 264, eine Zahl, die um 983 über dem Monatsdurchschnitt des Dienstjahres 1973 liegt. Ja, viele Menschen sehen ein, daß auch sie die Wahrheit benötigen, und nehmen unsere Einladung, mit ihnen die Bibel zu studieren, an.
7 Aus Briefen, die bei uns immer wieder eingehen, ist zu ersehen, daß der Predigtdienst in den Abendstunden eine ausgezeichnete Möglichkeit bietet, Wohnungsinhaber zu Hause entspannt und aufnahmebereit anzutreffen. Einige Versammlungen haben Vorkehrungen für den Abenddienst getroffen. Sie beginnen damit um 17 Uhr, und viele Verkündiger unterstützen diese Vorkehrung. Dort, wo an Wochenenden oder tagsüber niemand zu Hause war, weil sowohl der Mann als auch die Frau arbeiten, konnte oft jemand am Abend angetroffen werden. Könntest du dich dieser bewährten Methode bedienen, um Personen anzutreffen, die du tagsüber im Predigtdienst nicht antriffst?
8 So, wie wir die Wahrheit benötigen — und wir wissen, was sie für uns bedeutet —, benötigen auch alle anderen das, was wir haben, wenn sie ‘den Willen Gottes tun’ und ‘immerdar auf der Erde bleiben’ wollen, um sich der Segnungen zu erfreuen, die die Verwirklichung des ewigen Vorsatzes Gottes mit sich bringt (1. Joh. 2:17).
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